Freitag, 20. November 2020

Schietwedder


Nach den ganzen Eisenbahnen mal wieder was maritimes.

Am 3.1.2012 zog eine Front durch Dünkirchen, die es in sich hatte - mit einem heftigen Schauer und Böen bis Windstärke 11.

In so einem Fall muss ein Schlepper ran, um die Kanalfähren, wie hier die Dover Seaways, vom Anleger weg zu ziehen und ihnen beim Wenden zu helfen. Der Aventureux war auch gleich zur Stelle.

Ich habe das Auto in den Wind gedreht und unter der Heckklappe ein paar Bilder gemacht. Patschnass geworden bin ich trotzdem, aber so eine Pentax ist bekanntlich spritzwasserdicht. 

Das Foto ist mit der Demoversion von DxO Photolab 4 entwickelt worden. Die Aufnahme ist mit ISO 800 entstanden und es war noch viel mehr Wasser in der Luft, als man hier sieht. Will heißen, das Originalbild ist ziemlich flau und ich habe kräftig an der Gradationskurve gezogen, um etwas mehr Kontrast ins Bild zu bringen. 

Trotzdem ist das Rauschen sehr gering - wesentlich geringer als im Vergleich mit Lightroom 6 und ON1 Photo RAW 2021. 

So hat jedes der Programme seine eigenen Stärken. Bei DxO ist es ohne Frage die Qualität der RAW-Entwicklung. Dafür sind andere Funktionen, z.B. um Bilder gerade zu drehen oder stürzende Linien auszugleichen, eher dürftig ausgefallen.

Dunkerque (F-59), 3.1.2012 - Pentax K-5, DA 50-200 mm
 

Mittwoch, 18. November 2020

Was soll der Sch...?

 

Seit einigen Tagen hat jeder Fahrradsattel im Viertel einen Reklameüberzug von Netcologne oder der Hochschule Fresenius. 

Der Mist fliegt hinterher wieder überall herum. Und selbst wenn die Hälfte der so Beglückten ihn brav in die passende Tonne entsorgt, gehört so ein Quatsch verboten. Als hätten wir nicht Plastikmüll genug.

Auf Nachfrage lässt die Stadtverwaltung wissen, Fahrräder seien Privateigentum. Daran könne jeder heften, was er will. Und wenn der Dreck auf der Straße herumfliegt, dann sei das halt Pech.

Detail am Rande: Netcologne gehört zu 100% der Stadt Köln. 

Alle drei Minuten

... stirbt ein Nutzer von Facebook, weiß Zeit Online zu berichten. Da kann man mal sehen, wie ungesund das ist.

Montag, 16. November 2020

BBC Radio 2: Clare Teal jetzt auch abgeschossen

Viel war sowieso nicht mehr übrig von der früheren Vielfalt auf Radio 2. Showtunes, Brass Bands, Theaterorgeln... alles weg und abgeschafft. Eines der wenigen Highlights war bislang noch Clare Teal mit Swing und Bigband am Sonntagabend, die letztes Jahr schon von 2 auf nur 1 Stunde gekürzt worden war. Gestern Abend kam, was kommen musste... sie macht am 3.1. ihre letzte Sendung.

In der so gewonnenen Stunde lässt sich sicher noch irgendwessen ultimative Playlist der 90er Jahre unterbringen. Und wenn es diesen Winter mal wieder die Schüssel auf dem Dach verdreht, braucht man da gar nicht mehr hoch. Passt irgendwie zum Brexit.

Type SE

In den 1950er Jahren hat die belgische nationale Kleinbahngesellschaft SNCV in eigener Werkstatt insgesamt 210 Straßenbahntriebwagen sowie passende Beiwagen unter Verwendung der Motoren und Drehgestelle älterer 'Standard'-Trieb- und Beiwagen gebaut. So entstand die Type S.

Diese formschönen Wagen hatten einen Aufbau aus Aluminium, um Gewicht zu sparen.

Krönung des Programms war eine Unterserie 'SE' - E für Expo 58 - die anlässlich der Weltausstellung in Brüssel gebaut wurde. Man erkennt sie am hellbraunen Dach. Im Inneren finden sich erstmals verkleidete Leuchstoffröhren als Beleuchtung - damals alles sehr modern.

An der Küste sind diese Bahnen bis in die 80er Jahre gelaufen. In Charleroi sind sie für den Prémétro-Betrieb später sogar noch einmal modernisiert, aber schon bald darauf mit der Einstellung fast des gesamten Netzes im Hennegau 1986 ausgemustert worden.

Hier sehen wir Triebwagen 10041 im perfekt restaurierten Zustand als Museumsfahrzeug mit einem passenden Beiwagen vor der alten Wagenhalle in De Panne, die den Museums-Straßenbahnern an der Küste als Remise und Werkstatt dient.

De Panne (B), 21.5.2013 - Pentax K-5, SMC-M 1.4/50 mm

Sonntag, 15. November 2020

Zur Hülf!

Der Hilfszug des Bahnbetriebswerks Kinkempois im Einsatz auf der Ile Monsin des Lütticher Hafens, wo ein Güterwagen entgleist war.

Dieser Zug hat alles an Bord, was gebraucht wird, um einzelne entgleiste Wagen oder Drehgestelle wieder auf den Weg der Tugend zu bringen.

Als Lok ist hier die 6267 im Einsatz. Da wird genommen, was gerade zur Hand ist.

Erster Versuch mit der Demoversion von DxO Photolab 4

Ile Monsin, Liège (B), 3.5.2013 - Pentax K-5, DA 18-55 mm

Samstag, 14. November 2020

Noch mal trustd

Irgendwas ist anders seit dem Theater von Apple am Donnerstagabend. Seither häufen sich bei Programmaufrufen die Anfragen von Little Snitch, trustd wolle auf irgendwelche Server zugreifen. 

Wenn man versucht, den Zugriff abzulehnen, schreit Little Snitch Zeter und Mordillo. Schlimmste Drohungen, man könne nie mehr ins Internet und Apple würde ein kleines Kätzchen ertränken. Hatte ich vorher in der Form noch nie gesehen.

Freitag, 13. November 2020

Herzlichen Dank auch, Apple

Große Rechnerpanik gestern Abend. Alles nur noch in Zeitlupe. Ich habe gedacht, hier sei sonstwas passiert - am Ende gar der nagelneue Rechner oder die fest verlötete SSD kaputt - und habe erst mal per Recovery das System neu aufgespielt. 

Heute Morgen die Auflösung bei Heise.

Der trustd-Server. Soso. So nützlich wie ein Loch im Kopf, aber wahrscheinlich ein Stromverbrauch wie ganz Wuppertal. 

Das kommt von so viel Kontrollwahn. Und das hier könnt Ihr Euch sonst wohin stecken:

Soviel dazu, mir mit Big Stasi auch noch das halbe Little Snitch lahmzulegen. Nix da! Dann halt Mojave bis immer und ewig.

Mittwoch, 11. November 2020

11.11.2020 in Köln

Heute Morgen kurz nach 10 Uhr, fast schon Friedhofsruhe in der Innenstadt, kaum Autoverkehr, dann eine einzelne Stimme: "Kamelle!!!". Seither wieder Ruhe...

Sonntag, 8. November 2020

Und wieder ein paar zig Tonnen Elektroschrott

Wer ein älteres Internetradio von Sangean, Grace oder DNT hat, darf sich ab 31. Januar nach etwas Neuem umsehen. Chipsatzlieferant und Portalbetreiber Reciva schaltet seinen Server ab. Man möge sich laut Website bitte an den Gerätehersteller oder den Verkäufer wenden.

Grace bietet den Besitzern seiner Geräte beim Neukauf einen Rabatt von 30 %. Der Rest dürfte in die Röhre gucken. 

Ein Glück, dass ich mein IPdio tune schon vor zwei Jahren verkauft und durch einen Raspberry Pi ersetzt habe. Einfaches USB-Interface mit optischem Ausgang von Ulli Billigheimer dran und schon ist die ganze Bude per LWL mit Internetradio versorgt.

Und jetzt die Geräte nicht wieder über den Hausmüll entsorgen, gelle?

Vorsicht, heiß!

Über 40 Jahre lang hat die SNCB Züge mit flüssigem Roheisen von den beiden Hüttenwerken in Seraing und Ougrée zum rund 30 km entfernten Stahl- und Walzwerk in Chertal gebracht.

Nur drei Zahlen, um die Dimensionen dieses außergewöhnlichen Transports zu verdeutlichen: das Roheisen hatte eine Temperatur von 1350 Grad, und die größten der eingesetzten Torpedopfannenwagen hatten ein Gewicht von 350 Tonnen auf 16 Achsen. Ein solcher Wagen steht links auf dem Gleis hinter der Lok.

6263 hat gerade die nächste Fuhre nach Chertal gebracht und wird sie gleich rückwärts zur Entladung drücken, bevor sie mit dem leeren Zug im Hintergrund zu den Hochöfen zurückkehrt. Umgesetzt wurde am hinteren Ende des Werks, zwischen Schrott und Schlackenbergen.

Das hat in all den Jahren bis zur Stilllegung der Flüssigphase in Lüttich völlig unfallfrei funktioniert, wobei mitten durch Wohngebiete gefahren wurde.

Die Baureihe 63 der SNCB war sozusagen die kleine Schwester der 55. Sie hatte 4 statt 6 Achsen und einen GM-Diesel mit 'nur' 12 statt 16 Zylindern.

Scan vom Farbnegativ

Chertal (B), 15.2.2003 - Contarex, Sonnar 4/135 mm

Freitag, 6. November 2020

Vennbahn VoE

Die Bahnstrecke durch das Hohe Venn wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen, um Kohle aus dem Aachener Revier zur luxemburgischen Stahlindustrie und in der Gegenrichtung Erz aus Luxemburg nach Aachen zu transportieren.

Nachdem die Strecke an beiden Enden ihre ursprüngliche Berechtigung verloren hatte, wurde sie von der SNCB 1989 aufgegeben.

Mit EU-Mitteln wurde sie anschließend renoviert und vom Verein Vennbahn VoE von Raeren aus als touristische Bahn mit historischen Fahrzeugen betrieben. Dazu gehörten belgische Reisezugwagen 1. Klasse aus den 30er Jahren, eine 50er Dampflok und zwei ehemalige Dieselloks der SNCB aus der Serie 201 (später 59).

Hier steht 201.030 im Juni 1998 in Malmedy mit ihrem Zug und wartet auf die Rückfahrt am späteren Nachmittag.

2000 hat sich die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, ausgerechnet auf Betreiben des für den Tourismus zuständigen Ministers, finanziell aus der Unterhaltung der Strecke zurückgezogen und damit ihr Ende besiegelt.

Scan vom Farbnegativ

Malmedy (B), Juni 1998 - Pentax P50, SMC-A 4/28-135 mm

Mittwoch, 4. November 2020

Ganz original

Tw 6111 des TEC Charleroi im Originalzustand. Nur das schöne Wappen der nationalen Kleinbahngesellschaft SNCV ist mit dem Logo des TEC überklebt worden. 

Anderlues (B), 22.10.1999 - Pentax P50, SMC-A 4/28-135 mm

Montag, 2. November 2020

1310

Um die Jahrtausendwende haben die SNCB und die CFL gemeinsam bei Alstom 80 Mehrsystemlokomotiven für 1500/3000 V DC und 25 kV AC beschafft. 60 davon gingen als Serie 13 an die SNCB und 20 als Serie 3000 nach Luxemburg.

Von beiden Bahnen wurden sie ursprünglich im Personen- und Güterverkehr eingesetzt. Bei der SNCB sind sie seit der Beschaffung der Serie 18 (neu) nahezu vollständig in den Güterzugdienst verbannt worden.

Hier sehen wir die noch jugendliche 1310 als führende Maschine einer Doppeltraktion vor einem Containerzug beim Verlassen des Rangierbahnhofs Kinkempois bei Lüttich auf dem Weg ins Ourthetal und nach Luxemburg.

Analogaufnahme auf Kodak Supra 400, Scan vom Negativ

Kinkempois (B), 21.4.2001 - Contarex, Planar 2/50 mm

 

Samstag, 31. Oktober 2020

Ratatatatat....

Die Pride of Burgundy ist seit gestern wieder in Calais und liegt seit 24 Stunden, wie in alten Zeiten, knatternd am Poste 5. Da werden sich die Anwohner aber freuen.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Auf Verschleiß gefahren

Im Frühjahr 2008 waren die Vorbereitungen für den Lückenschluss in der Elektrifizierung zwischen Aachen West und Montzen im vollen Gang. Die alte Brücke der Rue Nouvelaer war schon abgerissen und die neue im Hintergrund im Bau, um Platz für die Oberleitung zu schaffen.

An den 55er GM-Dieseln wurde nur noch das Nötigste repariert, bei größeren Schäden wurden sie sofort abgestellt und für die Beseitigung von Rost- und Lackschäden wurde kein Geld mehr ausgegeben.

Das sieht man der 5535, die hier auf dem Weg nach Aachen mit einer weiteren 55 brüllend die Steigung zum Gemmenicher Tunnel bewältigt, sehr deutlich an.

Schade um die schönen Maschinen. Heute fahren dort nur noch Traxx und Class 66, aber das Motiv ist durch den ganzen Mastenwald und Fahrdrahtverhau sowieso ruiniert.

Botzelaer (B), 28.3.2008 - Pentax K10D, SMC-M 4.5/80-200 mm

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Der Ritt in die Nacht

Kurz vor Sonnenuntergang eilt 2023 mit ihrem Ambrogio KLV-Ganzzug auf dem Viaduc de Remersdael gen Westen.

Remersdael (B), 10.2.2008 - Pentax K10D, SMC-M 4.5/80-200 mm

Dienstag, 27. Oktober 2020

Flotter Dreier mit Ludmilla


...obwohl, ganz so flott war der wohl nicht mehr, denn dieses Dreiergespann kam kalt am Haken der 241 802-8 nach Belgien zurück.

Botzelaer (B), 2.2.2008 - Pentax K10D, SMC-M 4.5/80-200 mm

Montag, 26. Oktober 2020

Wie stellt man Katzen auf MEZ um?

Wir sind jetzt eine geschlagene Stunde vorwurfsvoll angeguckt worden, wo es doch längst Zeit für ihren Mittagsfisch war. Bei sowas gehen sie minutengenau. 

Sonntag, 25. Oktober 2020

Neues vom Kanal: Sag niemals nie!

Und wieder eine dieser beliebten Kehrtwenden im Kanal: die bereits totgesagte Pride of Burgundy ist wieder da. Sie dieselt gerade auf dem Weg von Schottland die letzten Seemeilen auf Dover zu und soll als Ersatz für die Pride of Kent einspringen, die seit einigen Tagen in Dünkirchen im Trockendock liegt.  

Danach geht sie angeblich nach Falmouth. Da könnte sie entweder wieder aufgelegt werden oder in einem der dortigen Trockendocks eine Überholung erhalten. 

Die Frage ist, ob und wieviel Geld die britische Regierung P&O hinterher geworfen hat, um für den Fall eines No-Deal zum Jahresende Kapazitäten bereitzuhalten, denn dann würde es bis zum 31. Dezember ein stark erhöhtes Frachtaufkommen  geben. 

Vielleicht wissen wir nach dem 3. November mehr, denn wie es heißt macht Boris den No-Deal auch davon abhängig, ob er weiter auf die Unterstützung von Trump rechnen kann oder ob er sich mit Biden arrangieren muss. Der dürfte mehr Interesse daran haben, die Beziehungen zur EU wieder zu normalisieren, als sich mit einer Insel abzugeben, die von einem Trump-Fan regiert wird und für die USA als Fuß in der Tür der EU nicht mehr zu gebrauchen ist. 

Es bleibt auf jeden Fall interessant. 

Update 27.10., 22 Uhr: Die Pride of Kent ist unterdessen nach Rotterdam zu Damen Shiprepair verlegt worden. Scheint wohl etwas größeres zu sein. Es gibt sogar Gerüchte, sie könnte anstelle der Burgundy ausgemustert werden. 

Flotter Dreier

Um die Jahrtausendwende hat die SNCB insgesamt 170 Dieselloks Vossloh G1200 für den Rangier- und Streckendienst beschafft und als Serie 77 eingeordnet.

100 dieser Maschinen waren mit der deutschen Zugsicherung PZB90 ausgestattet und einige wurden tatsächlich eine Weile im grenzüberschreitenden Güterverkehr nach Deutschland eingesetzt.

Prominentestes Beispiel waren die Güterzüge von Antwerpen nach Köln-Gremberg, die sogar mit Dreifachtraktionen gefahren wurden.

Hier sehen wir 7787 als führende Maschine eines solchen Dreiers auf dem Weg nach Köln an der Ausfahrt des Gulptunnels kurz vor Montzen mit einem gemischten Güterzug.

Dreifachtraktionen sind in Westeuropa äußerst selten und auch dieses Kuriosum war einige Jahre später wieder vorbei, nachdem zwischen Montzen und Aachen durchgehend elektrisch gefahren werden konnte.

Montzen (B), 26.4.2008 - Pentax K10D, SMC-M 4.5/80-200 mm 

Freitag, 23. Oktober 2020

Kurz aber heftig

...hat es gegossen, heute nachmittag.

  

Köln (D), 23.10.2020 - Roland Wearpro Mic, MOTU traveler Mk3

Fondalux


Hier Verkauf an Privat von gewalztem Blei
Schweißen: Aluminium, Guss, Stahl
Motorblöcke: Autos, Motorräder usw.
Verkauf von Zinkblech 

Dahinter verbirgt sich eine kleine aber feine Gießerei, die seit 1949 als Familienbetrieb geführt wird.  

www.fondalux.com

Vaux-sous-Chèvremont (B), 10.8.2007 - Pentax K10D, SMC-A 1.7/50 mm

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Full

6400 Liter fasst der Tank einer Class 66. Da muss man zum Tanken schon einen ordentlichen Sack Geld mitnehmen, auch wenn es nur 'roter' Diesel ist. 

Montzen (B), 15.9.2007 - Pentax K10D, SMC-M 4.5/80-200 mm

Montag, 19. Oktober 2020

Da ist sie ja wieder!

Die Gehwegplattensäge hat sich übers Wochenende prächtig erholt und gleich heute Morgen ein furioses Solo zum Besten gegeben...

  

Nach ein paar Gehwegplatten hat sie als Zugabe sogar noch einen Bordstein zersägt. Das ist bekanntlich ein besonders anspruchsvolles Stück.

Köln (D), 19.10.2020 - Roland Wearpro Mic, MOTU traveler Mk3

Samstag, 17. Oktober 2020

Brügge ist fein raus

Wenn es in den Brexit-Verhandlungen zu keiner Einigung über die Fischereirechte in britischen Gewässern kommen sollte, brauchen sie sich im flämischen Brügge dennoch keine Sorgen zu machen. Im dortigen Stadtarchiv liegt eine Urkunde von 1666, ausgestellt vom englischen König Charles II., die 50 Fischern von dort das Privileg verleiht, in englischen Hoheitsgewässern zu fischen - auf ewig!

Das scheint auch den Briten klar zu sein, denn schon 1963 hatten sie einen flämischen Fischkutter aufgebracht, aber schnell wieder freigelassen, weil sie fürchten mussten, vor ihren eigenen Gerichten an dieser Urkunde zu scheitern. 

Auch wenn die aktuelle britische Regierung nicht viel um ihre Verträge vom letzten Jahr gibt, ist so eine Urkunde von anno Tobak offenbar doch etwas anderes.

Die VRT hat einen Artikel dazu.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Duo für Presslufthammer und Rüttelverdichter

Erster Satz, Allegro Vivace...

  

Dieses Vergnügen haben wir seit Tagen in aller Frühe. Wenn sie uns dann aus dem Bett haben, machen sie erst einmal eine Stunde Frühstückspause.

Die Gehwegplattensäge war wohl heute Früh unpässlich. Die ist morgen sicher wieder in alter Frische dabei. 

Die kleinen Mikrofönchen baumeln immer noch vorm Fenster und halten sich wacker.

Köln (D), 15.10.2020 - Roland Wearpro Mic, MOTU traveler Mk3

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Eleganz

...war bei der Konstruktion der Cockerill-Werksloks für die Hüttenwerke in Seraing und das Stahl- und Walzwerk in Chertal ganz sicher keine Vorgabe. Dafür waren sie robust und zweckmäßig. 

Gefahren wurden sie fast ausschließlich per Funkfernbedienung, zumal der Lokführer gleichzeitig als sein eigener Rangierer und Weichensteller tätig war und die Wagen selbst an- und abkuppeln musste.

Bisweilen verließen sie kurz das Werksgelände zum Umsetzen, wie hier in Seraing. 

Seraing (B), 2.5.2008 - Pentax K10D, SMC-M 4.5/80-200 mm

Dienstag, 13. Oktober 2020

Neues vom Kanal

Die Pride of Canterbury ist zurück in Calais. Wie man hört, soll sie zusätzlich zum Einsatz kommen, denn die Fährgesellschaften rechnen für den Rest des Jahres mit einer Torschlusspanik wegen des Brexit und einem stark steigenden Aufkommen im LKW-Verkehr. 

Derweil herrscht bei DFDS in Calais Streit um die angeblich krisenbedingte Entlassung von 127 Mitarbeitern und Brittany Ferries erhält eine erste Krisenhilfe von 85 Millionen Euro.

Seafrance Manet

Sicher kein fotografisches Meisterwerk, aber das einzig ordentliche Foto, das ich überhaupt von ihr habe. Da lag sie in Calais schon nur noch als Reserve. 

Immerhin hat sie mehr Glück gehabt als ihr Schwesterschiff, die Seafrance Renoir. Die Manet ist noch zu Stena gegangen und dort als Stena Navigator in der irischen See im Einsatz gewesen, bevor sie zur Balearia gekommen ist, wo sie  heute noch als Poeta Lopez Anglada zwischen Spanien und Marokko verkehrt. Die Renoir war noch eine Weile in Dünkirchen aufgelegt und ist von dort aus gleich nach Indien gegangen und verschrottet worden. 

Im Hintergrund liegt die Pride of Burgundy, die aktuell noch in Schottland geparkt ist und der wohl bald auch die Reise nach Indien bevorsteht. 

Calais (62), 14.4.2007 - Pentax K10D, SMC-M 4/20 mm
 

Montag, 12. Oktober 2020

Keine Kunst

Im Erdgeschoss ist ein Laden für Installationsbedarf.

Seraing (B), 25.10.2008 - Pentax K10D, SMC-M 1.4/50mm

Sonntag, 11. Oktober 2020

Ene mene miste...

Noch eine Runde Ton von Bord der Pride of Canterbury. So hört es sich an, wenn man weit hinten im Schiff sitzt, wo tief unten die Motoren wummern und der ganze Kahn vibriert.

 

Binaurale Aufnahme mit Sennheiser Ambeo Headset. Daher vorzugsweise per Kopfhörer zu hören. 

Samstag, 10. Oktober 2020

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (34)

Heute: 24 GB RAM für 700 Euro

So etwas gibt es wohl nur bei Apple. Zwar kann man beim aktuellen Mac Mini wieder das RAM erweitern, aber diesmal haben sie den Rechner so konstruiert , dass man ihn mit diversem Spezialwerkzeug komplett zerlegen muss, um an die Sockel zu kommen.

Original mit 32 statt 8 GB kostet er bei sonst gleicher Ausstattung schlappe 700 Euro Aufpreis. Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun. 

Freitag, 9. Oktober 2020

Tonnen

...sind auch in Zeiten von GPS für die Seefahrt eine wichtige Hilfe. Sie markieren Fahrrinnen, Hindernisse und Untiefen. 

Diese hier standen Weihnachten 2009 frisch gewaschen, gestärkt und gebügelt im Hafen von Ostende. 

Der Ort, wo man dieses Bild machen konnte, ist für den normalen Sterblichen auch längst nicht mehr zugänglich. 

Ostende (B), 25.12.2009 - Pentax K-7, SMC-M 2/35 mm

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Pont de l'Ecluse Charles de Gaulle (2)

2009 stand sie noch, die Brücke über die Schleuse, und bis zur anderen Seite war es nur ein Katzensprung. 

Ich habe eben bei Google Earth nachgemessen. Heute sind es auf dem kürzesten Weg 23,6 Kilometer.  

Rechts im Hintergrund sieht man übrigens den Sémaphore, den Aussichtsturm, von dem aus die französische Marine das ganze Treiben auf See im Auge behält.  

Dunkerque (59), 30.12.2009 - Pentax K-7, SMC-M 4.5/80-200 mm

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Robust, Kühn und Geschickt

Die Hafenschlepper RobusteTéméraire und Adroit im Hafen von Dünkirchen. 

Téméraire ist vor Jahren nach Südamerika ausgewandert und dort heute noch im Einsatz, Robuste seit einigen Jahren in Brest.

Im Hintergrund die Seafrance Manet, die nach einem Intermezzo als Stena Navigator in der irischen See nun als Poeta Lopez Anglada für Balearia zwischen Algeciras und Tanger verkehrt. 

Dunkerque (59), 1.6.2009 - Pentax K10D, SMC-M 1.4/50 mm

Dienstag, 6. Oktober 2020

So gefährlich...?

Dann gehen wir doch lieber ins Hallenbad. 

New Romney (GB), 30.9.2015 - Pentax K-3, DA 2.4/35 mm

Montag, 5. Oktober 2020

Pont de l'Ecluse Charles de Gaulle

Die Klappbrücke über die größte der drei Seeschleusen in Dünkirchen war viele Jahre lang die kürzeste Verbindung von der Stadt zur Digue du Braek und wurde vor allem von Anglern genutzt, um zum Meer zu gelangen. 

Aber auch alle anderen Dünkirchener machten dann und wann gern einen Abstecher auf die Digue, um nachzusehen, ob das Meer noch da war.

2014 wurde angeblich ganz überraschend festgestellt, dass die stählerne Brückenkonstruktion voller Risse und nicht mehr standsicher war. Nicht nur böse Zungen behaupteten damals schon, dass das wenig zufällig mit dem Baubeginn des hochgesicherten Methanterminals am anderen Ende der Digue zusammenfiel. 

Jedenfalls haben sie die Brücke umgehend hochgeklappt und gesperrt. Ein paar Jahre später haben sie sie ganz abgebaut und daneben abgelegt. Die Leute in der Gegend waren alles andere als glücklich über den Verlust ihrer Brücke. Besonders hart getroffen hat es denjenigen, der kurz zuvor an der Straße dorthin ein Geschäft für Angelzubehör eröffnet hatte. Der konnte bald wieder schließen. 

Letzte Woche hat es im Stadtrat eine Anfrage einer Abgeordneten gegeben, ob und wann die Brücke endlich repariert würde. Das sei, wurde sie beschieden, nicht mehr vorgesehen. 

Und so dürfen alle auch weiterhin rund 20 km Umweg um den gesamten Osthafen nebst Hüttenwerk und Industriegebiet fahren, um auf die andere Seite zu gelangen. Der Hafengesellschaft ist das alles nur recht. Die würde sowieso am liebsten die ganze Digue absperren und zum ISPS-Bereich machen. Früher oder später kommt das ohnehin. 

Dunkerque (59), 2.10.2014 - Pentax K-5, SMC-M 4.5/80-200 mm

Sonntag, 4. Oktober 2020

The Captain speaking...

Akustische Erinnerung aus besseren Zeiten an Bord der Pride of Canterbury, morgens im Hafen von Calais... 

Die Motoren laufen schon und gleich machen die Lamaneurs die Leinen los. Der Kapitän begrüßt die Passagiere und es folgt die übliche Litanei von Ansagen.

 

Aufnahme mit Zoom H3-VR im Ambisonic-Format, gewandelt nach Binaural. Daher vorzugsweise per Kopfhörer zu hören. 

Samstag, 3. Oktober 2020

Während der Fahrt bitte festhalten

Auf diesen Gleisen haben die Fischer früher ihre Boote über den Strand gezogen. 

Dungeness (GB), 2010 - Pentax K-7, SMC-M 4.5/80-200 mm
 

Freitag, 2. Oktober 2020

P&O: Aus für Zeebrugge - Vier Schiffe weniger







Die schon lange defizitäre Fährverbindung von Zeebrugge nach Hull wird im kommenden April eingestellt. Die beiden Fähren Pride of Bruges und Pride of York werden ausgemustert. 

Gleichzeitig wurde angekündigt, dass die Pride of Burgundy und die European Seaway nicht mehr nach Calais zurückkehren.

Damit dürfte klar sein, dass alle vier Schiffe in nächster Zeit die Reise in die Türkei oder nach Indien antreten werden, falls sich für die LKW-Fähre European Seaway nicht noch ein Abnehmer findet, der sie im Mittelmeer oder zu den Kanaren einsetzt.  

Die Fotos zeigen die Pride of Burgundy in Calais, die European Seaway vor Dover und die Pride of York in Zeebrugge, wo sie noch nie vernünftig zu fotografieren war.

Mittwoch, 30. September 2020

Neue Regierung nach 493 Tagen


 

493 Tage nach den Wahlen hat Belgien endlich eine neue Föderalregierung aus insgesamt sieben Parteien. 

Premierminister soll Alexander de Croo von den flämischen Liberalen werden - wohl auch eine Konzession an die Flamen, deren Parteien in der Koalition nicht entsprechend der Mehrheit der flämischen Stimmen bei der Wahl vertreten sind. Die flämische Separatistenpartei N-VA gehört der neuen Koalition nicht an. Ungewöhnlich ist das nicht, denn in der letzten ordentlichen Regierung waren die wallonischen Sozialisten als größte Partei aus ihrer Region ebenfalls nicht vertreten.

Das Foto ist 2009 während des damaligen Wahlkampfs entstanden. Man beachte, wie die Parteien die Plakate der jeweils anderen immer wieder überklebt haben. 

Dison (B), 5.6.2009 - Pentax K10D, SMC-M 1.4/50 mm

Samstag, 26. September 2020

Hello Microsoft!

Das übliche: ankommender Anruf mit einer auffällig langen deutschen Telefonnummer. Erst Stille, dann das schon vertraute *krronck*. Den typisch indischen Akzent und Duktus müsst Ihr Euch jetzt dazu denken ...

Er: Helloooo??

Ich: Hello Microsoft.

Er: stutzt... Yes, I am calling from Microsoft.

Ich: There are no Microsoft computers here. Besides, you aren't calling from Microsoft...

Er: I am calling...

Ich: You are just a common criminal trying to steal our data and our money.

Er: Can you send me  money? 

Ich: You'll go to prison soon. You won't need any money there. They'll feed and clothe you.

Er: Please, Sir. 200 Euros...

Ich: You won't need money in prison... 

Er: 200 euros please...

Ich habe aufgelegt. Fast möchten sie einem Leid tun. 

Mittwoch, 23. September 2020

Adieu, Juliette

Elle ne sera jamais prise pour une autre et aucune ne pourra jamais l’imiter. (François Mauriac)


Mittwoch, 16. September 2020

Belgisch-französische Grenze: es geht wieder los

Die Infektionszahlen in den Départements Nord und Pas-de-Calais schießen förmlich in die Höhe und das belgische Außenministerium hat nun beide als rote Zone klassifiziert. 

Ab Freitag 16 Uhr dürfen in beiden Richtungen nur noch Berufspendler, Studenten, die eine Bildungseinrichtung im jeweils anderen Land besuchen, sowie Reisende mit dringenden familiären Gründen über die Grenzübergänge vom und zum Nord. Weiterhin erlaubt ist der kleine Grenzverkehr zum Tabakladen oder Supermarkt im Nachbardorf auf der anderen Seite der Grenze. 

Belgier, die sich aktuell in einem der beiden Départements aufhalten, haben bis Freitag Zeit, zurückzukehren, wenn sie eine Quarantäne vermeiden wollen. 

Das Bild zum Artikel in der Voix du Nord zeigt das Ortsschild des belgischen Grenzstädtchens Quiévrain, früher auch Grenzbahnhof. In Frankreich und auch Belgien wird das jeweils andere Land auch heute noch bisweilen als Outre-Quiévrain, also jenseits von Quiévrain, bezeichnet. 

Die Bahnstrecke von dort ins französische Valenciennes ist ebenso zum Biotop mutiert wie die von Adinkerke nach Leffrinckoucke. Dabei muss sie auf der französischen Seite bis kurz vor der Grenze unterhalten werden, weil dort das Werk von Bombardier Transportation liegt, ähnlich wie bei Ascométal in Leffrinckcoucke. 

Es wird auch alle Jahre über eine Wiedereröffnung nachgedacht, aber passiert ist bis heute nichts.

Donnerstag, 10. September 2020

War was...?

Der famose Probealarm, heute vormittag, mitten in der Kölner Innenstadt, draußen vor dem Fenster auf der Straßenseite. Bei geschlossenem Fenster war hier in der Wohnung absolut nichts davon zu hören.

 

Was für eine Blamage. Die alten Luftschutzsirenen, die sie vor Jahren abgebaut haben, waren sprichwörtlich unüberhörbar.

Bei Katwarn und Co. war auch völlige Fehlanzeige. Nur eine Testnachricht von lebensmittelwarnung.de ist durchgekommen.  

Samstag, 5. September 2020

Typisch

Es ist entwickelt sich zur belgischen Spezialität: Wenn irgendwelche Bezeichnungen logisch, sinnvoll und am Ende noch verständlich sind, werden sie irgendwann durch etwas neues ersetzt, das möglichst schwachsinnig, unverständlich und unlogisch ist. Wenn dann noch eine völlig abgedrehte Schreibweise dazu kommt, ist die 'Lösung' perfekt. Siehe letztens die Umbenennung von Skynet in Proximuspickx.

Bislang hatte die RTBF in Belgien drei Fernsehprogramme: La Une, La Deux und La Trois. Mal ehrlich, das konnte doch unmöglich so weitergehen. Und deshalb heißt La Deux ab Montag Tipik. La Une, Tipik, La Trois. 

Und weil das so ungemein sinnvoll und logisch ist, ernennen wir das jetzt zum Fortschrott der Woche.  

Samstag, 29. August 2020

Vorrat

Die kleinen Dinger sind so pfiffig, dass ich mir bei dem Preis gleich noch zwei als Vorrat bestellt habe, und die 3,5 mm Klinkenwinkelstecker (oder sind es Winkelklinkenstecker?) von Neutrik sind dafür unbedingt zu empfehlen.

Fundamentale Erkenntnis

Ein Ausflug zu den rheinischen Weingütern eignet sich besonders für Weinliebhaber.

(Kölner Stadtanzeiger)

Donnerstag, 27. August 2020

...und doch so fern

Den Strand von Calais werden wir dieses Jahr wohl nicht mehr zu sehen bekommen. 

Die Zäune sollen verhindern, dass im Winter der ganze Strand weggeblasen wird. Das funktioniert trotz der vielen Lücken erstaunlich gut. 

Und nein, das war kein Rotfilter. Da hinten war es so finster und kurz darauf hat es ordentlich gegossen. 

Calais (62), 1.10.2016 - Pentax K-3, DA 55-300 mm

Mittwoch, 26. August 2020

Sturm Kirsten tobt im Westen - Erste Schäden

Exklusiv: Wetterreporter Mirko Kasulske sprach zuerst mit dem Ast.

Wetteronline ist mal wieder in Hochform. 

Und um die Albernheit auf die Spitze zutreiben, ein 'Symbolfoto' einer Autobahn, auf der lauter Autos ohne Kennzeichen fahren, mit einem Ausfahrtschild, bei dem der Ortsname wegretuschiert ist. 

Wieviele DSGVO-Nerv-Requester habt Ihr heute schon weggeklickt?

Montag, 24. August 2020

Toooor!!!

Gestern Abend, draußen vorm Fenster...



Wieder die kleinen Roland-Mikrofone draußen vor der Scheibe, am MOTU traveler Mk3. Schon praktisch, wenn die immer draußen sind und man jederzeit eine Aufnahme starten kann. Aber wenn das Wetter irgendwann wieder richtig miserabel wird, werde ich sie wohl hereinholen müssen.

Samstag, 22. August 2020

Crangon wird restauriert

Die flämische Regierung stellt eine halbe Million Euro bereit, um den beliebten historischen Krabbenkutter Crangon restaurieren zu lassen, meldet heute Het Nieuwsblad in der Lokalausgabe Ostende. 

Freitag, 21. August 2020

Ebay - Keine Handhabe bei Bilderklau


Bei ebay.fr versteigert gerade "sandflobleu" eine Servo-Sound-Anlage mit diesem Bild, das ich vor Jahren in einem französischen Forum veröffentlicht habe. Die Verkäuferin bietet also Geräte an, die sie nicht hat. Die stehen nämlich bei mir im Keller. Wenn das kein Betrug ist, dann weiß ich es nicht...

Der Versuch, das bei ebay zu melden, läuft leider ins Leere. Meldungen über Urheberrechtsprobleme werden automatisch zu einer externen Bildersuch-Site weitergeleitet, für die man erst einmal ein völlig neues Ebay-Konto anlegen muss. Ein direkter Kontakt zu ebay ist entweder nicht möglich oder bestens versteckt.

Die wollen offenbar nur noch unser Geld und sonst ihre Ruhe. Was alles halb so schlimm wäre, wenn sie nicht eine solche Monopolstellung hätten.

Sonntag, 16. August 2020

Der größte Spaß... (2)

Hier noch ein Beispiel mit weniger Geräuschteppich und etwas mehr Dynamik zu ruhigeren Zeiten: Sonntagnachmittag mit Publikum vor den Gaststätten gegenüber, etwas Autoverkehr und dem ewigen Ferrari, der hier immer wieder seine Runden dreht, denn wer so viel Geld ausgegeben hat, der will ja auch gesehen werden.



Die Bearbeitung ist minimal. Hochpassfilter bei 50 Hz, leichte Höhenanhebung um maximal 3 dB bei 6 kHz, keine Bearbeitung der Dynamik, nur Normalisierung auf -1 dBFS.

Mit einem passenden Stecker sollten sich diese Mikrofone auch an die meisten DSLR oder Camcorder anschließen lassen. Das wäre mal was, denn deren eingebaute Mikrofone taugen allesamt nichts und bei aller tollen 4K-Videoqualität ist das, was man z.B. auf Youtube an Tonqualität in den Videos geboten kriegt, leider meist zum Fürchten. 

Samstag, 15. August 2020

Der größte Spaß, den man für 9,80 € haben kann...

Schon länger suchte ich etwas für spontane Tonaufnahmen, wenn draußen gerade wieder die Post abgeht: das abendliche Gewitter, die üblichen Krawallschleudern der Haute Prollée, kreischende Hen Parties usw. Etwas, das ich draußen am Fenster haben kann, ohne dass die Welt untergeht, wenn jemand es herunterreißt oder wenn es im Regen nass wird.

Da schien das Roland Wearpro Mic bei Thomann im Ausverkauf für 9,80 € gerade recht.

Das alles gibt es für weniger als zehn Euro:



Ursprünglich zum Anschluss an Gopro-Kameras vorgesehen, reicht es, den USB-Stecker abzuknipsen, stattdessen einen Klinkenstecker anzulöten, und schon funktionieren die beiden winzigen Mikrofönchen an jedem Mikrofoneingang mit Plugin-Power. Schnell noch in ein Stück Windschutzfell eingepackt...




Und ab vors Fenster damit. Einfach am Fensterrahmen mit Gewebeband befestigt und an den Kabeln baumeln lassen. 

Zugegeben, viel hatte ich nicht erwartet. Umso erstaunter war ich, dass die kleinen Kapseln nicht nur ordentlich Pegel liefern, sondern das Rauschen sich bei Atmo-Aufnahmen in kaum hörbaren Grenzen hält und die Klangqualität durchaus manierlich ist. 

So klingt es hier am Samstagnachmittag draußen vorm Fenster. Zufällig marschierte eine Ecke weiter gerade der übliche Aufzug von Wirrköpfen vorbei, der hier jeden Samstag gegen alles protestiert, was uns vor der Seuche schützen soll. Richtig verstehen kann man ihre Parolen in der halligen Umgebung nicht, aber glaubt mir, das ist kein Verlust. 


 

Man kann sie natürlich auch - wie eigentlich vorgesehen - in die Ohren stecken und damit Kunstkopfaufnahmen (oder eher Echtkopfaufnahmen) mit beeindruckender Räumlichkeit machen. 

Ein Hinweis noch: die Dinger haben keine Kopfhörerfunktion wie z.B. die Sennheiser Ambeos. Sie sind aber akustisch durchlässig, damit man hört, was man aufnimmt, wenn man sie in den Ohren hat.

Freitag, 7. August 2020

† Jean Gandois

Jean Gandois, lange Jahre einer der führenden Köpfe der belgischen und französischen Stahlindustrie, ist heute im Alter von 90 Jahren gestorben.

Nach verschiedenen leitenden Funktionen bei Wendel, Sacilor und Sollac war er von 1987 bis 1999 Direktor von Cockerill, wo unter seiner Leitung eine umfangreiche Sanierung stattfand, der neben anderen Betriebsteilen auch das Oxygenstahlwerk in Seraing zum Opfer fiel. Ebenfalls unter seiner Ägide erfolgten 1990 die Übernahme von Ekostahl und 1998 der Zusammenschluss mit Usinor.  

Nach eigenen Aussagen hatte er in seinem Leben 100.000 Arbeitsplätze wegrationalisiert, um 300.000 zu retten. 

Mittwoch, 5. August 2020

Malen nach Zahlen

Die belgischen Medien veröffentlichen täglich eine Karte, in der für alle Kommunen die Anzahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner angegeben wird. Größter Brennpunkt ist nach wie vor Antwerpen mit einem Wert von 186.

Auch in kleineren Gemeinden sieht es auf den ersten Blick dramatisch aus. So hat es im Städtchen Aubel im Dreiländereck B/NL/D gleich 46 Neuinfektionen gegeben. Pro 100.000 Einwohner wohlgemerkt. Denn Aubel hat nur 4300 Einwohner. Und so waren es tatsächlich auch 'nur' 2 Fälle.

Ibrahim Maalouf - Beirut


Dienstag, 4. August 2020

Ein Blatt Papier gespart und 500 verplempert

Also sprach der größte Musicstore wo gibt:

"Ab sofort legen wir unseren Sendungen keine Papier-Rechnung mehr bei. Dadurch sparen wir mehrere Tonnen Papier pro Jahr und leisten einen wertvollen Beitrag für die Umwelt."

Donnerwetter, ein ganzes Blatt Papier gespart. Dafür schicken sie bei jeder Bestellung den 500seitigen Katalog mit, ohne dass man ihn abbestellen kann.

Gibt es wirklich noch Leute, die sich damit aufs Klo setzen?

Donnerstag, 30. Juli 2020

Die nächste Pleite

Im belgischen Einzelhandel wird es ungemütlich. Schon letztens haben sie aus den Läden von Blokker - Haushaltswaren, Kleinmöbel, Elektro, alles Markenware - eine Kette vom Resterampen gemacht. Wir brauchen zwei neue Pfannenheber. Die dürfen wir jetzt bei ebay kaufen.

Nun hat es die Schuhladenkette Brantano erwischt. Dort gab es Markenschuhe zu günstigen Preisen, die Verkäuferinnen waren ausgesprochen nett und hilfsbereit und was nicht in der passenden Größe vorrätig war, haben sie aus einer anderen Filiale beschafft. In den beiden Läden in Verviers und Bredene waren wir Stammkunden. Jetzt können wir sehen, wo wir künftig unsere Schuhe her bekommen.

Montag, 20. Juli 2020

Belgisch-Deutsche Freundschaft

5521 und 2741 der SNCB und 215 023-3 der DB standen im April 2000 vor dem Dienstlokal der Lokführer in Montzen und warteten auf ihren nächsten Einsatz. Das war damals ein alltäglicher Anblick.

Die 215er war eine von sieben Maschinen, die mit der belgischen Zugsicherung ausgestattet waren und von den Belgiern freizügig nicht nur nach Aachen, sondern in ganz Belgien eingesetzt wurden. Gefahren wurden sie von Montzener Lokführern. Das war die Gegenleistung dafür, dass die D-Züge Ostende-Köln auch auf der deutschen Seite mit belgischen Elloks der Serie 16 gefahren wurden.

Später wurden diese Loks noch in die Baureihe 225 umgezeichnet, bevor sie mit der Fertigstellung der durchgehenden Elektrifizierung von Aachen-West nach Montzen einige Jahre später aus Belgien verschwanden. 

Montzen (B), 24.4.2000 - Pentax P50, Fuji Superia 400

Samstag, 18. Juli 2020

World Listening Day 2020

Heute ist... na gut... war der diesjährige World Listening Day. Da machen alle möglichen Leute Tonaufnahmen und stellen sie online, z.B. bei Aporee.org.

Samstagabends, zumal an einem solchen warmen Sommerabend,  ist hier vorm Fenster normalerweise mächtig Remmidemmi: Gejohle, prollige Autos und Motorräder, laute Autoradios, Hundegebell, die Jungs und Mädels aus dem Blaulichtmillieu, das volle Programm.

Jetzt wissen wir, wie man hier augenblicklich Ruhe schafft. Es reicht, einen Recorder auf die Fensterbank zu stellen. Das geht sogar im Dunkeln; man muss ihn nicht einmal sehen. Das alte Spiel: wenn einer guckt (oder hört), kann ich nicht. Wenn nicht ein paar Verrückte kurz vor Mitternacht ihr privates Feuerwerk veranstaltet hätten, wäre die ganze Sache so unspektakulär gewesen, dass man es gar nicht hätte veröffentlichen brauchen.

Aufgenommen im Ambisonic-Format mit Zoom H3-VR, gewandelt nach Binaural, Wiedergabe also vorzugsweise per Kopfhörer.

Dienstag, 23. Juni 2020

Erster neuer Straßenbahnzug in Ostende angekommen

Nicht nur der Sinterklaas kommt in Belgien per Schiff aus Spanien an. Mit einer Verzögerung von einem halben Jahr ist der erste der neuen Straßenbahnzüge für die Küstentram im Hafen von Zeebrugge per Schiff angeliefert und anschließend per Tieflader nach Ostende gebracht worden. Die restlichen 47 Züge des Typs Urbos100 vom spanischen Hersteller CAF sollen im Lauf der beiden nächsten Jahre folgen.

Einen Bericht mit Bild dazu gibt es bei Het Nieuwsblad.
Het Laatste Nieuws hat ebenfalls einen Bericht und einige Bilder.
Bei Focus WTV gibt es ein Video. 

Freitag, 19. Juni 2020

...in vollen Zügen (2)

Nach viel Hin und Her wegen der Kostenerstattung, hygienischer Bedenken usw. kommen sich Regierung und SNCB allmählich näher. Die aktuelle Variante sieht nun vor, dass alle Bewohner Belgiens ab September sechs Monate lang jeweils zwei Freifahrten pro Monat erhalten, um die ganze Geschichte ein wenig zu entzerren. 

So wird nicht nur verhindert, dass ganz Belgien am nächstbesten Sommerwochenende die Züge zur Küste überfüllt, sondern es werden im November und Dezember wahrscheinlich viele ihre Fahrten überhaupt nicht in Anspruch nehmen. Wir mögen Ostende im November, aber es ist sicher nicht jedermanns Sache. Auf der anderen Seite ist der Weihnachtsmarkt in Lüttich auch ganz nett.

Sonntag, 7. Juni 2020

Wirtschaftsförderung in vollen Zügen

Der 'Superkern', eine Art runder Tisch der zehn größten belgischen Parteien, hat am Samstag eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um in Belgien die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dazu gehört ein kostenloser Railpass für jeden Einwohner Belgiens. Das ist eine Fahrkarte für 10 einfache Fahrten zwischen beliebigen Bahnhöfen innerhalb Belgiens, die normalerweise 83 Euro kostet und offiziell neuerdings Standard Multi heißt. Sagt nur niemand.

Es sei ja durchaus begrüßenswert, hat die SNCB-Chefin Sophie Dutordoir heute verkündet, wenn man die Bahn als nachhaltiges Verkehrsmittel fördern wolle, aber... man hätte vorher netterweise Bescheid sagen können. Offenbar hatte die Politik versäumt, die SNCB in ihre Überlegungen einzubeziehen.

Und was passiert, wenn es in Belgien Freifahrkarten für Alle gibt, weiß man bei der SNCB nur zu gut: ganz Belgien steigt am nächsten schönen Wochenende in den IC zur Küste. Dann stehen sie im Zug wie die Ölsardinen. Wie da und an den Stränden die Schutzabstände gewahrt werden sollen, bleibt ein Rätsel. 

Frau Dutordoir hat jetzt die Politik aufgefordert, sich schleunigst mit ihr ins Benehmen zu setzen. 

Donnerstag, 4. Juni 2020

Am 15. Juni

...dürfen wir wieder nach Belgien. Wurde aber auch Zeit. Allmählich wird der gute Kaffee von Café Liégeois knapp.

Sonntag, 31. Mai 2020

Schabowski lässt grüßen

Die Ankündigung kam sprichwörtlich über Nacht: die Belgier dürfen seit gestern wieder ins benachbarte Ausland fahren. Offiziell zwar nur um einzukaufen oder Verwandte zu besuchen. Das aber sofort... unverzüglich. 

Dumm nur, dass sie vergessen hatten, die Franzosen zu fragen. Die haben alle gleich an der Grenze wieder zurück geschickt, sie sollten am 15. Juni wiederkommen. 

Das Foto zeigt den Blick nach Frankreich am Grenzübergang zwischen Roesbrugge (B) und Oost-Cappel (F). Auch da ist die Grenze nach wie vor zu. 

Roesbrugge (B), 29.12.2018 - Pentax K-3, DA 18-135 mm 

Freitag, 22. Mai 2020

Drecksarbeit

Die belgischen 20er Elloks haben nicht  nur internationale Reisezüge mit klangvollen Namen befördert.

In den frühen Nullerjahren war ihr Haupteinsatzgebiet die Montzenroute, wo sie sprichwörtlich die Drecksarbeit vor schweren Güterzügen geleistet haben.

Hier steht 2021 im Februar 2006 aus Montzen kommend mit einem Schrottzug vor dem Signal bei Remersdael. In diesem Abschnitt wurde gebaut und daher eingleisig gefahren. Der Gegenzug ist gerade durch und - wie bei den Altbau-Gleichstromloks der SNCB üblich - sind beide Stromabnehmer angelegt, um die bei 3 kV sehr hohen Anfahrströme auf alle vier Schleifstücke zu verteilen. Bei 30 km/h wird der vordere Stromabnehmer wieder gesenkt werden.

Remersdael (B), Februar 2006 - Pentax LX, 2/35 mm, Kodak Elitecolor 400

Donnerstag, 21. Mai 2020

Seine Deutsch Grammatikkenntnisse braucht Arbeit.

Gerade eben per Mail angekommen:

Ich gefilmt ein Video wann u wurden Berühren Sie Ihre intimen Teile.
Ich Zugang zu ur E-Mail-Kontakte und Ich habe alle kopiert dein E-Mail-Kontakte!
Jetzt Ich habe furchterregend schädliche Informationen auf u zu ruinieren Ihr Ruf.
bc1qxex7d5sc5qakf08np9wnruzd2gttvwdhfc8j86 ist mein Brieftaschenadresse, u muss Senden 0.149 Вit.сoin dazu.
Einmal das nachricht ist gelesen, u haben 24 stunden, Ich werde bekommen ein benachrichtigung.
Einmal geld ist gutgeschrieben auf mein konto, Ich werde zerstören das aufnahme mit du schädliche Informationen auf du wird sein entfernt.
Im gegenteiligen Fall, all die schädliche Informationen auf du wird sein weitergeleitet zu dein Freunde...
Lass mich dir geben du ein wort von beraten nicht tun gehe zu fischartig websites, insbesondere das porn websites...
Eingerichtet antivirus-Lösung tut nicht garantie schutz...


Meine Deutsch Grammatikkenntnisse braucht Arbeit.


In der Tat!

Mittwoch, 20. Mai 2020

Schon 15 Jahre

Am 20. Mai 2005 hat bei der AgfaPhoto GmbH in Leverkusen der Letzte das Licht angemacht.

Dienstag, 19. Mai 2020

Keine Empfehlung

In Grâce-Hollogne bei Lüttich ist heute Morgen die Halle eines Spezialunternehmens für Sicherheitstechnik und Brandmeldeanlagen abgebrannt.

Samstag, 16. Mai 2020

Tetenal ist wieder da

Keine Ahnung, wie viele Liter Dokumol, Centrabrom, Eukobrom, Fixierbad, Lavaquick, Mirasol, C-41 und RA-4-Chemie hier im Lauf der Jahre durch die Entwicklerschalen und Dosen gegangen sind. Irgendwann war Tetenal pleite. Jetzt sind sie wieder da.

Die Zeit hat einen Artikel dazu.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Ringmill vor Verkauf?

Die sozialistische Gewerkschaft FGTB schlägt Alarm: Arcelormittal Ringmill - die frühere Cockerill Forges & Ringmill in Seraing - soll an den deutschen Fonds Calista Private Equity verkauft werden.

Die Gewerkschaft fürchtet eine harte Restrukturierung und den Verlust von Arbeitsplätzen. Zu frisch ist die Erinnerung an den Verkauf des Elektrostahlwerks ESB im Jahr 2014, der letztlich zum Aus geführt hat.

Aktuell beschäftigt Ringmill rund 100 Mitarbeiter. Produziert werden nahtlos gewalzte Stahlringe für eine Vielzahl von Anwendungen sowie Radreifen für Schienenfahrzeuge. 

Seraing (B), 1.4.2006 - Pentax *istDS, SMC-M 3,5/135 mm 

P.S., 18.5.: Der Verkauf ist unterdessen offiziell und wird von mehreren belgischen Zeitungen gemeldet. 

Sonntag, 10. Mai 2020

Not-Aus

Und wenn man diesen Knopf gedrückt hat, ging die ganze Kokerei aus?

Kokerei Zollverein 

Essen (D), 2001 - Contarex, Zeiss Planar 2/50 mm

Samstag, 9. Mai 2020

Blick über den Tellerrand

Abnahme eines bei der Werft Socarenam gebauten Schubboots im Hafen von Boulogne-sur-Mer. Mit der Nase vor die Kaimauer gelegt und bei Vollgas zwei Stunden lang den Hafen umgerührt. Die Fische müssen furchtbar geschimpft haben. 

Boulogne-sur-Mer (62), 19.6.2006 - Pentax *istDS, SMC-A 2.8/24 mm

Donnerstag, 7. Mai 2020

Kokerei Florange geschlossen

Gestern hat Arcelor die Kokerei im französischen Florange geschlossen. Ursprünglich war die Stilllegung für 2022 vorgesehen. Sie ist nun wegen eines Ausbruchs von Covid-19-Infektionen unter den Beschäftigten vorgezogen worden. Da kann man mal wieder sehen, wozu so ein Virus alles gut ist. 

Betroffen sind 170 direkt dort Beschäftigte sowie die übliche unbekannte Anzahl an Zeitarbeitskräften und Arbeitnehmern bei Lieferanten und Dienstleistern. 

Der SNCF und dem Hafen in Dünkirchen dürfte auch die eine oder andere Tonne fehlen. 

Le Lorrain hat einen Artikel dazu. 

Mittwoch, 6. Mai 2020

Der Hochofen im Garten

...erspart so manchen Weg in den örtlichen Eisenwarenhandel

Hochofen der Forges de Clabecq, seligen Angedenkens

Clabecq (B), 8.10.2006 - Pentax *istDS, SMC-A 3.5/15 mm

Dienstag, 5. Mai 2020

Zweimal 55 mit Kistenschlange

5528 und eine zweite 55er haben gerade  den Gulptunnel verlassen und rollen mit ihrem Containerzug aus Antwerpen oder Zeebrugge auf den Güterbahnhof Montzen zu. Die Bespannung mit Diesel lässt vermuten, dass es gleich nach Aachen West weitergeht, denn 2008 war die Lücke in der Elektrifizierung zwischen Montzen und der deutschen Grenze noch nicht geschlossen.

Diese gelben 55er stellten das Gros der Serie. Sie waren ihrer Dampfheizung irgendwann ersatzlos beraubt worden, was man am Punkt vor der Loknummer sieht, und wurden nur noch vor Güterzügen eingesetzt.

Montzen-Gare (B), 26.4.2008 - Pentax K10D, SMC-M 4/80-200 mm

Montag, 4. Mai 2020

2001, 2004 und 2010 in 2007

Gegen Ende der Nullerjahre war Montzen das reinste 20er-Paradies.
 

Hier im Bild wartet 2004 im Hintergrund mit angehobenen Stromabnehmern auf das Abfahrtsignal.

2001 und 2010 im Vordergrund sind bereit für die nächste Tour. Dahinter, hier nicht im Bild nicht sichtbar, stehen noch 2013 und 2017.


Die Baureihe 20 war mit ihren sechs Achsen und einer Dauerleistung von 5150 kW die stärkste reine Gleichstromlok, die es bei der SNCB je gegeben hat. Insgesamt 25 Stück waren zwischen 1974 und 77 vom üblichen Gespann aus La Brugeoise et Nivelles (BN, Mechanik) und den Ateliers de Constructions Electriques de Charleroi (ACEC, Elektrik) gebaut worden. Sie waren in Belgien die erste Baureihe mit Halbleitersteuerung.


Unterdessen sind sie allesamt ausgemustert und bis auf zwei Museumsloks verschrottet worden.


Montzen-Gare (B), 8.9.2007 - Pentax K10D, SMC-M 1.4/50 mm

Montag, 27. April 2020

Kräht der Wetteronline-Hahn auf dem Mist...

"Tiefs könnten kühlere Luft und weiteren Regen bringen. Andererseits ist es auch möglich, dass der Luftdruck ansteigt und sich ein neues Hoch bemerkbar macht."

Donnerstag, 23. April 2020

Fret'chen in den Dünen

1200 Tonnen Rohstahl hat die 460 026 von Fret SNCF am Haken, was für sie aber ein Kinderspiel ist, denn hier darf sowieso nur 10 km/h gefahren werden.

Mutig waren sie trotzdem, denn die Strecke von Dünkirchen bis zum Gleisanschluss des Stahl- und Walzwerks in Leffrinckoucke war seit über einem Jahr nicht mehr befahren worden. Stellenweise war das Gleis so mit Gras überwachsen, dass die Schienenköpfe nicht mehr zu sehen waren. Und dann gleich mit 1200 Tonnen da rein... alle Achtung.


Die Bahnstrecke als solche, die früher von Dünkirchen bis ins belgische Adinkerke führte, ist seit Jahrzehnten außer Betrieb, die Bahnhöfe sind verwaist, und die Belgier haben an der Grenze sogar ein Stück Gleis entfernt, um Fakten zu schaffen, nachdem Bürgerinitiativen mehrmals die Wiedereröffnung gefordert hatten. 


Nur dieser Anschluss ein paar Kilometer vor der Grenze wurde ab Oktober 2017 wieder wöchentlich bedient, um das Werk von Ascometal zu versorgen. Ursprünglich war dort Schrott für den Elektroofen angeliefert worden, der aber zu diesem Zeitpunkt schon über ein Jahr stillgelegt war. An diesem Tag kam erstmals ein Zug mit Rundmaterial für das Walzwerk an. 

Das Werk ist übrigens die berüchtigte Usine des Dunes von seinerzeit noch Ascometal, die mit den Prozessen um die vielen Asbestopfer traurige Berühmtheit erlangt hat. Wie der Zustand heute ist, kann ich nach einem Durcheinander von teilweise gescheiterten Übernahmen nicht sagen.  

Die Gleissperre vorn unter der Lok ist schon heruntergeklappt, es geht noch einmal über die Straße und dann wird die ganze Fuhre durch das Werkstor verschwunden sein.


Leffrinckoucke (59), 2.10.2017 - Pentax K-3, DA 18-135 mm

Dienstag, 21. April 2020

Alles wird besser?

In Belgien und Frankreich machen McDreck und Würger King die Drives wieder auf und schon gibt es mächtige Autoschlangen. 

Hieß es nicht, nach der Seuche würde die Welt besser?

Café du Gaz

Es gab Zeiten, da stand Gas - die Frankophonen schreiben es mit Z - als Inbegriff für Fortschritt und Modernität. War es doch in der Tat zum Kochen und Beleuchten gegenüber Holz und Fischtran ein enormer Fortschritt. Und ähnlich wie die vielen Cafés de l'Avenir oder Cafés du Progrès gab es an vielen Orten ein Café du Gaz.

Dieses hier in Calais war sogar in der Rue du Gaz, am Kanal Calais - Saint Omer, gleich neben dem früheren städtischen Gaswerk. 

Irgendwann hat es das Schicksal vieler kleiner Cafés ereilt und es ist schon vor Jahren zur Wohnung umgebaut worden. 

Calais (62), Dezember 2007 - Pentax K10D, SMC-M 2/35 mm