Dienstag, 27. September 2022

After 'Dunkirk'

Vierter Tag des virtuellen Herbsturlaubs 

So sah es in Dünkirchen im Hafen aus, nachdem Christopher Nolan, Harry Styles und die ganze Filmcrew wieder abgezogen waren.

Übrig blieb ein großer Haufen Sondermüll, denn behandeltes oder angestrichenes Holz darf nicht einmal mehr in den Ofen. 

Dunkerque (F-59), 27.9.2016 - Pentax K-3, DA 18-135 mm

Montag, 26. September 2022

Das Runde und das Eckige

Dritter Tag des virtuellen Herbsturlaubs

Im Osthafen von Dünkirchen

Dunkerque (F-59), 26.9.2015 - Pentax K-3, DA 18-135 mm

Sonntag, 25. September 2022

Frituur 't Centrum


Tag 2 des virtuellen Herbsturlaubs

Heute vor sechs Jahren haben wir in der Frituur 't Centrum in Lombardsijde echt lekker zu Mittag gegessen. Und die Straßenbahn fuhr auch noch durchs Dorf. Jetzt müssen die Bewohner ein gehöriges Stück laufen, um zur Haltestelle weit außerhalb zu gelangen.

Lombardsijde (B), 25.9.2016 - Pentax K-3, DA 18-135 mm

Samstag, 24. September 2022

Legacy

Datenübertragungseinrichtung zur Text‑ und Bildkommunikation, 20. Jahrhundert

Auch dieses Jahr fällt der Herbsturlaub wegen einer Verkettung unglücklicher Umstände leider aus. Daher gibt es in den nächsten Tagen wieder Bilder vom jeweils gleichen Datum aus früheren Jahren.

Grand-Fort-Philippe (F-59), 24.9.2015 - Pentax K-3, DA 18-135 mm

Mittwoch, 14. September 2022

Ramsey Lewis 1935 - 2022

Fast jeder, der im Sendegebiet von WDR und NDR lebt oder gelebt hat, kennt es. "Berichte von heute" hieß die Sendung, die sie am 30. Dezember 2020 nach 41 Jahren in einem Akt typisch Weberscher Dummheit eingestellt haben.

Die Titelmusik dazu war eine der vielen Versionen des Gospels Wade in the Water, hier gespielt vom Ramsey Lewis Trio. Nun ist Ramsey Lewis mit 87 Jahren gestorben.

Der Guardian hat einen Nachruf in bewährter Qualität. 

Donnerstag, 1. September 2022

Klara - Endlich!

Endlich ist das doofe Sommerprogramm vorbei. Seit heute gibt es bei Klara wieder den normalen Programmablauf. Montag bis Donnerstag von 18 bis 20 Uhr Django, Samstag zur gleichen Zeit Caramba und Sonntags von 22 Uhr bis Mitternacht Round Midnight. Dazu die ganzen anderen Sendungen wie Klara Live, täglich außer Sonntag, mit Konzertaufnahmen aus Jazz und Klassik. 

Schade, dass sie das dreistündige Tuin van Eden am Freitagabend nicht fortsetzen. Das war eine ausgesprochen angenehme Sendung. Aber man kann wohl nicht alles haben.

Freitag, 26. August 2022

Mäuse zur Brandbekämpfung?

In Wildenrath, an der niederländischen Grenze, betreibt Siemens auf dem Gelände eines ehemaligen RAF-Fliegerhorsts einen Testring für Schienenfahrzeuge. Da sind sie heute auf die glorreiche Idee gekommen, eine Runde mit dem Winkelschleifer an den Schienen herumzuwerkeln... 

https://heinsberg-magazin.de/2022/08/26/update-der-polizei-zum-brand-in-wildenrath-grossbrand-nach-arbeiten-mit-winkelschleifer/

Interessant ist auch der Bericht dazu in der Aachener Zeitung: "Die Feuerwehr kämpfte stundenlang mit Mann und Maus gegen die Flammen."

Donnerstag, 25. August 2022

Das belgische Bahnhofsklavier

 

Die SNCB hat ein Klavier. Das wird an verschiedenen Bahnhöfen jeweils ein paar Wochen lang aufgestellt. Bis zum 14.9. steht es in Liège-Guillemins.

Jeder, der mag, kann darauf spielen, sich dabei aufnehmen und das Video zu Facebook hochladen. Hinterher darf abgestimmt werden, wessen Spiel den Leuten am besten gefallen hat. Zu gewinnen gibt es u.a. ein tragbares E-Piano und einen Railpass. 

Das ist doch mal ein netter Zug der belgischen Staatsbahn. 

Dienstag, 23. August 2022

Klara - Verdorie!

Verdorie kann man auf Deutsch etwa mit verflixt übersetzen. Eigentlich wäre mir nach ganz anderen Ausrufen zumute, aber man will ja nicht aus der Rolle fallen. Doch der Reihe nach...

Am Ende der Sommerferien gibt es in Belgien immer allerhand Neues. Im Hörfunk z.B. neue Jingles, Musikbetten und was man heutzutage alles braucht. Es muss zwar an allen Ecken gespart werden, aber für sowas haben sie Geld.

Klara hat sich heute eine neue Website gegönnt. Was hat sich geändert? Die Playlist ist weg. 

Bisher konnte man dort nicht nur sehen, welche Titel in der Vergangenheit gelaufen waren, sondern auf Tage hinaus auch, was alles laufen würde.  Das war ziemlich einzigartig und schlichtweg genial. Damit ist nun offenbar Schluss. Jetzt erscheinen die gespielten Titel erst der Reihe nach, wenn sie gesendet werden. 

Ebenfalls verschwunden sind damit die Hinweise, um welchen Künstler es z.B. abends in All that Jazz gehen wird. 

Wenn das mal kein Service am Hörer ist. Und deshalb erklären wir das jetzt zum Fortschrott der Woche. 

Samstag, 20. August 2022

P&O - Crime doesn't pay? Von wegen!

Vorgestern hat der Sultan von und zu Dubai in seiner Eigenschaft als Generaldirektorpräsident von DP World, zu der auch P&O gehört, bekanntgegeben, dass der Konzern im ersten Halbjahr 2022 seinen Gewinn um über 50 Prozent auf den Rekordwert von 721 Millionen Dollar gesteigert hat. Da freut sich der Sultan. Quelle: Guardian.

Gleich am nächsten Tag hat die britische Regierung verkündet, dass P&O wegen des Hinauswurfs aller Besatzungen Anfang dieses Jahres, der in mehreren Punkten gegen das britische Arbeitsrecht verstoßen hat, nicht zu belangen sei. Eine Erklärung bleiben sie uns erwartungsgemäß schuldig. Auch das ist im Guardian nachzulesen.

Da sag noch mal einer, Verbrechen lohne sich nicht. 

Montag, 15. August 2022

Der größte Spaß... schon zwei Jahre


Die beiden kleinen Ohrmikrofone Roland WPM-10 baumeln jetzt seit zwei Jahren draußen vorm Fenster im Freien, nur mit etwas Windschutzfell versehen. 

Nun gut, sie hängen an der Ostseite und sind daher nicht dem Regen ausgesetzt. Alles andere - Feuchtigkeit, pralle Sonne, Hitze, Frost - haben sie bisher klaglos überstanden und funktionieren immer noch einwandfrei.

Das alles für nicht einmal 10 Euro. Und ich habe eine ganze Reihe Aufnahmen damit gemacht, die ich sonst nie bekommen hätte. So macht das Spaß.

Donnerstag, 11. August 2022

RIP J.J. Sempé

Wer ihn nicht gekannt hat, sollte dringend nach ihm googeln, um die unnachahmliche Eleganz seines Strichs und seinen herrlich hintersinnigen Humor kennenzulernen.

Meine Lieblingszeichnung ist immer noch die der beiden Demos, die an einer Straßenecke aufeinander zu laufen, sich aber noch nicht sehen. Die eine trägt Bilder ihres Idols - die andere hat seinen Kopf auf einer Stange.

Mittwoch, 10. August 2022

BBC - Der nächste Weltuntergang

Auf der vorgelagerten Insel geht schon wieder die Welt unter. Was ist es? Die Trockenheit, die sogar die Quelle der Themse versiegen lässt, die Energiekrise, die katastrophalen Folgen des Brexit, die erschreckend hohe Inflation, die neusten Orgien aus der Downing Street?

Viel schlimmer! Die BBC hat letzten Samstag um 17 Uhr die zeremonielle Verlesung der Fußballergebnisse durch Charlotte Green auf BBC Radio 5 live ausfallen lassen. Das sei nicht mehr zeitgemäß, die Leute hätten für die Ergebnisübersicht längst andere Quellen und die 5 bis 7 Minuten Sendezeit ließen sich besser nutzen.

Die BBC-Oberen hätten genauso gut der Queen auf die Schleppe treten können. Das Geheul unter den Fußballfans ist kaum zu beschreiben. 

Es werden noch Wetten angenommen, wie lange die BBC das durchhält.

Quelle: The Guardian

Freitag, 5. August 2022

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (35)

Heute: Die schöne neue ebay-Welt

Wenn man bei ebay nach einem Kauf eine positive Bewertung abgeben will,  erhält man neuerdings automatisch einen ganz tollen Vorschlag. Sowas hier...

Toller Fund. Ich habe nach diesem Artikel gesucht und zwei weitere Optionen in Betracht gezogen. Dieser sah am besten aus. Als ich ihn erhalten habe, sah er noch besser aus als auf dem Bild. Die zusätzlichen Versanddetails haben es perfekt gemacht?

Was hatte ich bestellt? Einen antiken Kronleuchter, ein Paar rote Prada-Pantöffelchen Modell Benedikt, ein reizendes Ölgemälde?

Weit gefehlt. Soviel schmalzige Poesie für einen popeligen Firewire-Adapter schien mir doch etwas übertrieben, zumal DHL ihn mit zwei Tagen Verspätung zugestellt hat. So wird das nix mit dem Überschwang.

Dienstag, 2. August 2022

Dünkirchen - Irland jetzt auch für PKW

Die von DFDS angebotene direkte Fährverbindung von Dünkirchen nach Rosslare hat sich in den letzten zwei Jahren als voller Erfolg erwiesen, wenn auch bisher nur für LKW und unbegleitete Fracht. 

Nachdem immer mehr Nachfragen von Touristen kamen, bietet DFDS die Überfahrt auf der Regina Seaways ab 5. August nun auch für PKW an. Die Fahrtdauer beträgt 24 Stunden und der Preis für einen PKW und vier Personen, je nach Saison, ab 550 € inklusive Standardkabine und Mahlzeiten.

Allein die vier Reisepässe, die für die Fahrt durch GB gebraucht werden, wenn man noch keinen hat, kosten 240 €. Dazu noch das Chaos in Dover. Da wird sich so mancher überlegen, ob er nicht lieber den direkten Weg nimmt.

Dienstag, 26. Juli 2022

Vlaamse Ku(n)st - 2

Dieses Kunstwerk stand im Herbst 2012 auf dem Strand von Blankenberge.

Keine Ahnung, ob sie den ollen Setra soweit entkernt hatten, dass nur noch die Außenhülle übrig war, oder ob sie den in Lebensgröße derart akribisch nachgebaut hatten.

Blankenberge (B), 17.9.2012 - Pentax K-5, Sigma 10-20 mm

Donnerstag, 21. Juli 2022

Die Telekomiker mögen kein billiges Benzin

Seit heute morgen habe ich versucht, jemandem, der einen Account bei der Telekom hat, eine Mail zu schicken. Ging nicht. Ständig gebounced. Wir mailen seit geraumer Zeit täglich mehrmals ohne Probleme hin und her. Bis heute.

Ich habe alles mögliche versucht. Die Nachricht statt aus Thunderbird direkt über die Website bei GMX zu senden ging auch nicht. 

Offenbar hat den Telekomikern irgendwas an meiner Nachricht nicht gepasst. Aber was? Im Text der Nachricht war ein Link zu carbu.be, der allbekannten belgischen Website zum Preisvergleich von Tankstellen. 

Wenn ich den Link rauslasse, geht die Nachricht durch. Da möchte man vor lauter Kopfschütteln glatt ein Schleudertrauma kriegen.

Montag, 18. Juli 2022

Klara macht Dudelfunk

 



Wenn bei De Zomer van Klara mindestens einmal am Tag die ewige Pavane von Herrn Fauré läuft, ist ohne Frage ein neuer Tiefpunkt erreicht. 

Samstag, 16. Juli 2022

Lüttich: Erste Straßenbahn eingetroffen

Heute morgen ist der erste Straßenbahnzug für die neue Lütticher Straßenbahn im Depot Bressoux angeliefert worden. Die Fahrzeuge werden in Spanien gebaut, nach Zeebrugge verschifft und dann per Tieflader nach Lüttich gebracht. 

Auch die Bauarbeiten scheinen nun zügig voranzukommen. Eigentlich hätte das alles schon 2017 in Betrieb gehen sollen.

Mehr zum Projekt unter letram.be.

Liberty Steel - Ferblatil macht weiter

Das Weißblechwalzwerk Ferblatil in Tilleur ist vor der Pleite gerettet worden und nimmt den Betrieb wieder auf. Dazu sind im Lütticher Hafen Renory 28.000 Tonnen Coils aus dem Liberty-Hüttenwerk im rumänischen Galati angekommen.

Zu Zeiten von Arcelor kamen die Coils von Sidmar in Gent. Die ersten Coils nach der Übernahme durch Liberty kamen sogar aus Indien. Das alles ist angesichts steigender Energiepreise natürlich ungemein sinnvoll.

Donnerstag, 7. Juli 2022

SNCB - Jetzt auch in Bermuda-Shorts

Bei der SNCB gab es bisher eine einfache Kleidervorschrift: Rock oder lange Hose. Kurze Hosen waren auch in der schlimmsten Sommerhitze nicht erlaubt. 

Daraufhin ist im Sommer 2018 erstmals ein Zugbegleiter aus Welkenraedt im Rock zum Dienst erschienen. Das war zwar nicht ausdrücklich verboten, den SNCB-Oberen aber wohl auch nicht recht.

Jetzt gibt es für die Mitarbeiter in den Zügen und Bahnhöfen an besonders heißen Tagen, die auch in Belgien immer häufiger werden, eine Testphase mit Bermuda-Shorts, die sie sich aber selbst besorgen müssen. Einzige Bedingung ist, dass sie zur übrigen Uniform passen. Schrillbunte Aufzüge sind also nicht erlaubt. Aber immerhin.

Freitag, 1. Juli 2022

Tesla ist das Radio nicht mehr lieb, dafür aber teuer

Ich habe Musk noch nie gemocht, aber jetzt hat er bei mir endgültig versch...

Es gibt für die Autos ein Upgrade zum Infotainment-System. Alles besser, größer, schneller. Und ausgesprochen günstig: schlappe 2000 Euro.

Kleiner Nebeneffekt: der Tuner für MW/UKW/DAB funktioniert danach nicht mehr. Wer den klassischen Rundfunkempfang trotzdem wiederhaben will, muss noch 520 Euro drauflegen.

Mehr zu den Segnungen des wunderbaren Upgrades auf der Tesla-Website.

Und weil das so toll ist, erklären wir das jetzt zum Fortschrott der Woche. 

Montag, 27. Juni 2022

Klara macht Urlaub

VRT Klara macht Urlaub. Den ganzen Sommer über kein Django, kein Caramba, kein Klara Live, kein Tuin van Eden

Stattdessen von morgens bis abends De Zomer van Klara: seichtes Klassikgedudel, der erste Satz von diesem Konzert, der dritte Satz von jener Symphonie, alles durchsetzt mit ein wenig Jazz und Chanson. Bach, Jobim, Chopin, Trenet, Vivaldi, Mehldau... Lauter Sachen, die man gefühlt seit höchstens drei Tagen nicht mehr gehört hat.

Glanzlicht morgen Abend ab 18.29 Uhr: Eric Satie - Pièces Froides, Airs à faire fuir, Nr. 1, 2 und 3. Wörtlich: Musik zum Weglaufen. 

Einziger Lichtblick ist abends eine Stunde All that Jazz von 22 bis 23 Uhr.

Freitag, 10. Juni 2022

SBR

 

Nicht nur wegen Hafenerweiterungen und Tagebauen werden Dörfer abgerissen. In der Umgebung des Lütticher Flughafens haben sie ganze Orte entvölkert, um Platz für Logistikbetriebe zu schaffen oder weil der Fluglärm weit oberhalb der zulässigen Grenzwerte lag.

Die Firma SBR - die Société Belge Radio-Electrique - war bis in die 50er Jahre der größte belgische Hersteller von Radiogeräten und auch die Studios und die Sendeanlagen stammten alle von ihnen.

In der Zeit, aus der diese Reklame stammt, kamen die SBR-Geräte schon alle von Philips.

Saint-Georges-sur-Meuse (B), 12.9.2009 - Pentax K-7, SMC-M 4.5/20 mm

Donnerstag, 9. Juni 2022

Als kleinen Ausgleich für die hohe Inflation können alle zwischen 18 und 25 sowie über 65 Jahre künftig das gesamte ÖPNV-Netz des TEC in der Wallonie für 1 Euro im Monat nutzen.

Das Foto zeigt den BN-Tw 7435 beim Verlassen der Endstelle Gosselies Faubourg in Richtung des Hauptbahnhofs im Sommer 2015.

Gosselies (B), 5.9.2015 - Pentax K-3, HD 18 - 135 mm

Mittwoch, 25. Mai 2022

Sémaphore de Dunkerque

Hier sitzt die Marine Nationale, hat alles im Auge, was sich im Ärmelkanal bewegt, und passt auf, dass die Engländer nicht schon wieder Dünkirchen erobern.

Dunkerque (F-59), 2.1.2011 - Pentax K-5, SMC-M 1.4/50 mm

Donnerstag, 19. Mai 2022

RIP Vangelis

 

Vangelis, bürgerlicher Name Evángelos Odysséas Papathanassíou, gründete als musikalischer Autodidakt 1968 zusammen mit Demis Roussos die Band Aphrodite's Child, die u.a. mit Rain and Tears sowie It's Five o'Clock eine Reihe von Hits hatte, und wurde in den folgenden Jahren zu einem der Pioniere der elektronischen Musik, komponierte epische Filmmusiken, die vielfach ausgezeichnet wurden und schaffte es auch immer wieder in die Hitparaden. 

Vor zwei Tagen ist er in einem Pariser Krankenhaus mit 79 Jahren an den Folgen einer Covid-Infektion gestorben. 

Montag, 9. Mai 2022

P&O - Pride of Kent freigegeben

Die Pride of Kent hat heute im vierten Anlauf die Inspektion bestanden und darf wieder fahren. Inspektionen der Pride of Canterbury und der Spirit of France seien aktuell nicht geplant, hat die Aufsichtsbehörde MCA erklärt.

Mittwoch, 4. Mai 2022

P&O - Und zum Dritten

Die Pride of Kent ist, wie man bei Kent Online liest, gestern zum dritten Mal durch die Inspektion gefallen. Ebenfalls seit gestern nimmt P&O auch wieder Passagiere mit. 

Keine Neuigkeiten von der Pride of Canterbury und die Spirit of France liegt immer noch in der Reparaturwerft in Rotterdam. Sie fahren also weiterhin mit nur einem Schiff.

Freitag, 29. April 2022

Toots 100

 

Heute wäre Toots Thielemans 100 Jahre alt geworden. Eine gute Gelegenheit, noch einmal Bluesette zu hören. Was für ein fantastischer Musiker.

Dazu gibt es auf VRT Klara insgesamt sechs Stunden zum Thema, darunter die Uraufführung einer eigens komponierten Toots-Suite.

In Brüssel gibt es seit dem 22.4. und bis zum 31.8, die Ausstellung Toots 100 - The Sound of a Belgian Legend. Dazu muss man wissen, dass Toots sein gesamtes Archiv der Königlichen Bibliothek und seine Instrumente dem Brüsseler Musikinstrumentenmuseum vermacht hat. Vieles davon wird es in der Ausstellung zu sehen geben.

Bei Youtube habe ich letztens die komplette Aufzeichnung eines seiner letzten Konzerte in bester Qualität gefunden:

Donnerstag, 28. April 2022

Quintessentially British

Es gibt drei Dinge die wohl jeder auf der Welt sofort mit GB verbindet: die roten Doppeldeckerbusse, die roten Briefkästen der Royal Mail und die klassische rote Phone Box, entworfen von Sir Giles Gilbert Scott und eingeführt 1935. 

Immerhin 20.000 Telefonzellen gibt es noch auf der Insel und British Telecom würde sie allesamt lieber heute als morgen abschaffen, denn sie sind ein enormes Verlustgeschäft. Aber die Regulierungsbehörde Ofcom lässt nicht locker und die Hürden, um eine loszuwerden, sind hoch. 

Immerhin werden aus ihnen noch 5 Millionen Anrufe im Jahr getätigt. Wer die Anrufer sind, weiß niemand so recht und Sophie Elmhirst, die im Guardian einen der beliebten Long Reads dazu geschrieben hat, hat bei ihrer Recherche keinen einzigen zu sehen bekommen.

Aldington, Kent (GB), 29.12.2014 - Pentax K-3, HD 18-135 mm

Montag, 25. April 2022

P&O - ab Mittwoch

Es geht langsam los bei P&O. Ab Mittwoch nimmt die Spirit of Britain den Betrieb zwischen Dover und Calais wieder auf, vorerst jedoch nur für LKW. Reisende mit Bussen, PKW und Wohnmobilen müssen bis nächste Woche warten. 

Die Pride of Kent liegt nach wie vor an der Kette und zur Pride of Canterbury ist bisher nichts bekannt. 

Die Spirit of France befindet sich immer noch in Rotterdam in einer erheblich verlängerten Winterüberholung. 

Wie unterdessen herausgekommen ist, hat es im Zusammenhang mit den Entlassungen und der Einstellung der Agenturkräfte einen Zwischenfall gegeben, bei dem einer der Motoren der Spirit of Britain wie es heißt nicht ganz sachgemäß gestartet worden ist, was zu Schäden am Zylinderkopf und den Zylinderbuchsen geführt hat. In verschiedenen Quellen war die Rede von Wasser statt Öl.

Diese Teile hat man sich erst einmal bei der Spirit of France ausgeliehen, und die muss nun wieder komplettiert werden, bevor auch sie bei der MCA zur Inspektion antreten darf.

Samstag, 23. April 2022

P&O - Es bewegt sich was

Die Spirit of Britain hat ihre zweite Inspektion bestanden. Heute ist sie von Dover aus ein paar mal Richtung Dungeness und schließlich nach Calais gefahren. Jetzt ist sie auf dem Rückweg nach Dover.

Die Pride of Kent liegt nach wie vor an der Kette, nachdem sie auch bei der zweiten Inspektion durchgefallen war, und einen Termin zur Inspektion der Pride of Canterbury hat die MCA offiziell noch nicht angesetzt.

Sonntag, 17. April 2022

P&O - One month and counting

Heute vor einem Monat, am 17. März, erschien morgens auf Twitter diese Ankündigung:


 







Einige Stunden, hieß es. Seither liegt auf Dover - Calais alles still. Einen ganzen Monat. Wann es weitergeht, ist völlig unklar. Letzte Woche konnte man auf der Website von P&O noch Überfahrten ab dem 19.4. buchen. Das geht jetzt erst ab dem 26.4.

Angeblich kostet jeder Tag Ausfall P&O eine Million Pfund. 

Ein Resumé dazu findet sich bei Kent Online

Urbi et orbi

Wie jedes Jahr, weil es so schön ist. Nachrichten, WDR Köln, aus den 90er Jahren:

 

Für Nicht-Rheinländer: der Erftkreis, Heimat eines Stammes gefürchteter Autofahrer mit BM-Kennzeichen, liegt südwestlich von Köln und ist nach Ansicht der Kölner des himmlischen Segens seit jeher ganz besonders bedürftig. 

In diesem Sinne, allen Bergheimern und der ganzen Welt frohe Ostertage.

Donnerstag, 14. April 2022

Seraing - Akute Einsturzgefahr

Gestern hat ein Frachtschiff auf der Maas die Rohrbrücke zwischen der stillgelegten Kokerei Seraing und dem Walzwerk Ferblatil gerammt.  

Nach Angaben der Behörden besteht akute Einsturzgefahr. Daher haben sie den Schiffsverkehr auf der Maas und auf beiden Seiten die Uferstraßen sperren müssen. Die auf dem linken Ufer ist vierspurig und eine der Hauptverkehrsadern im Maastal. Das dürfte für ein gehöriges Verkehrschaos sorgen, und schade um die Gitterkonstruktion der Brücke ist es auch, aber die wäre früher oder später sowieso fällig gewesen.  

P.S. 15.4.: Sie wird abgerissen. Das soll 2 bis 3 Wochen dauern. Der Straßenverkehr bleibt so lange gesperrt. Fragt sich nur, was sie mit der Schifffahrt machen. Die über Charleroi, Antwerpen und den Albertkanal umzuleiten, wäre ziemlich heftig. 

Seraing (B), 8.9.2007 - Pentax K10D, SMC A 2.8/28 mm

Conrad schließt alle Filialen

Es gab Zeiten, da konnte man die vielen Elektronikläden in Köln kaum aufzählen. P+M, Schuricht, Arlt, Völkner, Bader, Bürger, Unger, Schlembach, Pöschmann, Lima-Elektronik und wie sie alle hießen.

Mitte der 80er Jahre hat Conrad mitten in der Stadt einen Riesenladen aufgemacht. Mit einer eigenen Amateurfunkabteilung und allem Brimborium. Es wurden eigens Funkamateure als Verkäufer und Modellbauer für die Modellbauabteilung eingestellt. Alle Leute fanden das ganz toll und rannten ihnen die Bude ein.

Nach und nach verschwanden alle anderen Läden. Die besten Verkäufer wurden bei Conrad sofort wieder eingestellt und brachten die Kundschaft sozusagen gleich mit. Selbst der große P+M gab irgendwann auf.

Bald darauf wurde bei Conrad die Amateurfunkabteilung aufgelöst, das Sortiment erheblich ausgedünnt, und die ganzen Fachverkäufer waren auch weg. Stattdessen gab es das übliche Häuflein Verzweifelter zum branchenüblichen Tariflohn. Fachberatung war seither gestern.

Als nächstes begannen sie, an der Kasse nach der Postleitzahl zu fragen. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Der tolle Laden in der Stadt wurde dicht gemacht und es ging in eine düstere Gewerbehalle weit draußen am Stadtrand. Die haben sie dann nach wenigen Jahren auch geschlossen.

Mit Ausnahme eines verwunschenen Kramlädchens hinter dem Karstadt
hat die Millionenstadt Köln dank der Firma Conrad seit 2010 keinen Elektronikhändler mehr. 

Offenbar haben sie mittlerweile den gesamten ortsansässigen Elektronikhandel in Deutschland in den Ruin getrieben, denn heute meldet Heise, dass Conrad noch dieses Jahr alle Filialen schließen und sich rein auf Gewerbekunden konzentrieren will.

Besten Dank auch, Klaus Conrad. Und die Pest an den Hals!

Mittwoch, 13. April 2022

P&O - Und gleich nochmal

Man mag es kaum glauben, aber die Pride of Kent ist heute bei einer Wiederholungsprüfung erneut durchgefallen.

Liberty Steel in Lüttich ist pleite

Das Handelsgericht in Lüttich hat die Liquidierung von Liberty Steel angeordnet. Zur Erinnerung: Acelor war im Rahmen der Übernahme des italienischen Hüttenwerks Riva von den Wettbewerbshütern der EU dazu vergattert worden, andere Betriebsteile zu veräußern, um eine marktbeherrschende Postion zu verhindern. 

In diesem Zusammenhang waren Teile der Kaltphase in Lüttich, darunter die Weißblechfabrik Ferblatil, an Liberty Steel gegangen. Der Riva-Deal von Arcelor ist zwar zum Schluss doch noch geplatzt, aber da war der Besitzerwechsel in Lüttich schon vollzogen.

Liberty Steel ist wiederum beim Untergang der Greensill Bank ins Taumeln geraten. Wenn das so weitergeht, ist von der Lütticher Stahlindustrie bald nichts mehr übrig. Wieder 700 Arbeitsplätze weniger.

P&O - Spirit of Britain jetzt auch an der Kette

Die britische Maritime and Coast Guard Agency hat nach der Pride of Kent nun auch die Spirit of Britain in Dover wegen Sicherheitsmängeln an die Kette gelegt. Damit ist weiterhin völlig unklar, wann P&O den Fährbetrieb zwischen Dover und Calais wieder aufnehmen kann.

Das Foto zeigt sie an einem Maiabend 2013 in der westlichen Hafeneinfahrt.

Dover (GB), 22.5.2013 - Pentax K-5, Pentacon 4/300 mm

Dienstag, 12. April 2022

Keine Kohle mehr

In GB gibt es eine große Zahl von Museumsbahnen mit über 900 km Strecken und mehr als 400 Bahnhöfen, allesamt liebevoll gepflegt und von Liebhabern alter Technik mit viel Engagement am Leben erhalten.

Bemerkenswert ist auch ihr Beitrag zur Volkswirtschaft, der auf etliche Millionen Pfund geschätzt wird, denn sie ziehen in Regionen, wo sonst nur wenig los ist, Touristen und Ausflügler an, die wiederum einiges an Geld in der Gegend lassen.

Doch nun haben sie alle ein Problem. Ihnen geht sprichwörtlich die Kohle für ihre Dampfloks aus. Im vergangenen Jahr hat das letzte Bergwerk in GB die Förderung eingestellt und mit der ursprünglich als Ersatz vorgesehenen russischen Kohle wird es nun auch nichts. Die ersten Bahnen haben schon Fahrten streichen müssen. Eine Lösung ist bisher nicht in Sicht.

Das Foto zeigt einen Zug der Kent & East Sussex Railway mit einer Dampflok von 1919 an der Endstation in Northiam.

Montag, 11. April 2022

Zonnelijn

So sahen die BN‑Triebwagen an der Küste aus, bevor die Flamen sie verschandelt haben. Originale Leuchtenanordnung, kein Hängebauch, keine Pappnase und kein albernes Mützchen über der Fahrerkabine.

Im Hintergrund das wunderschöne Stationsgebäude von De Haan

De Haan (B), August 1995 - Pentax P50, SMC-A 4/28-135 mm

Sonntag, 10. April 2022

Pflanzenöl? Rinderfett!


Ein alteingesessenes Kölner Brauhaus hat die Pommes Frites von der Karte gestrichen, weil das Pflanzenöl zum Frittieren zu teuer geworden sei. Im Kölner Stadtanzeiger klagt der Inhaber einer Burger-Bude, das Pflanzenöl zum Frittieren sei zu teuer.

All denen, die jetzt jammern, ins Rezeptbuch geschrieben: richtige Fritten macht man seit jeher in Rinderfett. Das mag vor Jahren zu Zeiten von BSE eine Weile in Verruf geraten sein, ist aber längst wieder unbedenklich. Und nur Rinderfett gibt den original belgischen Frites ihren typischen Geschmack.

Wer nun mit Rücksicht auf seine vegane Kundschaft meint, er könne nur pflanzliches Fett verwenden, der kann sie stattdessen gern auch im Spülwasser kochen. Der Geschmack ist derselbe.

Freitag, 8. April 2022

P&O - Ostern noch nicht

Auch das Ostergeschäft als eine der lebhaftesten Zeiten im Fährverkehr wird P&O dieses Jahr entgehen. Die frühesten Überfahrten, die auf der Website zu buchen sind, gibt es am 19. April.

Derweil ist in Dover und auf den Straßen dorthin weiterhin der Teufel los. Die Autobahn nach Dover ist längst wieder zum LKW-Parkplatz umfunktioniert worden: Operation Brock, vormals Stack. 

Es kommt aber auch alles auf einmal. P&O sowieso, dann letztens der Sturm, bei dem die Dover Seaways von DFDS in Dünkirchen den Anleger gerammt hat und bis vorgestern nicht eingesetzt werden konnte, nun ist das IT-System des britischen Zolls ausgefallen, was die Abfertigung der LKW erheblich verzögert.

Sonntag, 3. April 2022

Mit Moos auch nix mehr los

Da war beim besten Willen nichts mehr zu retten.

Grand-Millebrugghe (F-59), 2.10.2015 - Pentax K-3, DA 2.4/35 mm

Donnerstag, 31. März 2022

P&O - Tatsächlich!

Der britische Verkehrsminister hat überraschend klare Verhältnisse geschaffen und alle Hafenbetreiber angewiesen, ab sofort allen Fähren, deren Besatzung nicht den nationalen Mindestlohn erhält, den Zugang zu verwehren.

Die Hafenbetreiber hatten schon vorgestern verkündet, das könne und dürfe nicht ihre Aufgabe sein. Rein theoretisch dürfte damit vorerst nur noch DFDS nach Dover.

Man darf man gespannt sein, was jetzt passiert - nicht zuletzt bei Irish Ferries, bei denen dieser Tage das eigens für Dover-Calais gekaufte dritte Schiff eintreffen soll.

Mittwoch, 30. März 2022

Leopold hängt ab

In seiner geliebten Hängematte. Und nein, da ist nichts gestellt. Der legt sich wirklich so da rein.

Dienstag, 29. März 2022

P&O - Pride of Kent

Seit gestern Abend liegt die Pride of Kent in Dover nach einer Inspektion durch die Maritime and Coast Guard Agency ebenfalls an der Kette, meldet Sky News.

Montag, 28. März 2022

P&O - Auch bei Irish Ferries

Unterdessen stellt sich heraus, dass nicht nur P&O mit Billigbesatzungen fährt, sondern auch Irish Ferries auf Calais-Dover.  Die waren nur nicht so ungeschickt, eine medienwirksame Massenentlassung zu veranstalten, sondern sind in Calais gleich mit den Billigkräften angetreten.

Schon tönt es bei P&O, es sei ihnen gar nicht unrecht, wenn die Gesetzeslücke zu den Mindestlöhnen geschlossen werde, denn das gelte dann ja für alle, also auch für Irish Ferries. Fast so, als hätten sie das ganze Theater nur deswegen veranstaltet.

DFDS kann bei dem Spiel nicht mitmachen, denn die haben die ehemaligen Seafrance-Schiffe in Calais nur unter der Bedingung bekommen, dass die in Frankreich registriert bleiben und mit französischen Besatzungen betrieben werden.

Man darf gespannt sein, wie das ausgeht. P&O kostet jeder Tag, an dem sie nicht fahren, eine Million Pfund.

P&O - Neue Besatzungen erhalten durchschnittlich 5,50 £

Laut P&O erhalten die neuen Besatzungen der Fähren durchschnittlich 5,50 £ pro Stunde und niemand bekommt weniger als 5,15 £. Das sind etwa 6,56 bzw. 6,14 Euro. 

Der Mindestlohn in GB beträgt aktuell 8,91 £ und steigt am 1. April auf 9,50 £. Der gilt jedoch nicht für im Ausland registrierte Schiffe, selbst dann nicht, wenn sie von Gesellschaften mit Sitz in GB betrieben werden. Diese Gesetzeslücke will die britische Regierung nächste Wochen schließen. Der Mindestlohn soll dann auch für die Besatzungen von Schiffen gelten, die von britischen Häfen aus verkehren. 

Die Regierung hofft, dass die ganze Entlassungsaktion damit für P&O rechnerisch nicht aufgeht und rückgängig gemacht werden könnte. 

Angeblich will P&O den Betrieb zwischen Dover und Calais ab Donnerstag schrittweise wieder aufnehmen. Wenn sie Pech haben, passiert ihnen dasselbe wie dieser Tage in Nordirland, wo die Aufsichtsbehörde MCA die European Causeway wegen unzureichender Schulung der neuen Besatzung kurzerhand an die Kette gelegt hat.

Mehr zum Thema bei Kent Online.

Donnerstag, 24. März 2022

Pentax - Die K-3 Mark III für die Vitrine

Morgen beginnt die Crowdfunding‑Aktion für die Pentax K-3 Mark III Sonderedition in Jet Black.

Das besondere? Die ganze Kamera ist vollkommen schwarz, also auch der Pentax-Schriftzug und die Beschriftung der Bedienelemente. Dazu gibt es ein 20 - 40 mm Zoom, ebenfalls komplett schwarz.

Der sittliche Nährwert? Null! Ein klarer Fall für die Vitrine.

Das Ganze soll das erste Beispiel für die letztens angekündigte workshop-like manufacturing sein. 

Natürlich mit 232 Stück streng limitiert, zum Freundschaftspreis von 2600 USD für Kamera und Objektiv. 

Ich finde den Preis ehrlich gesagt zu niedrig. Wer sowas kauft, dem ist das Geld ein gutes Stück weit egal. Ich wette, die 232 Exemplare hätten auch zum doppelten Preis ihre Abnehmer gefunden, und wenn das bei Ricoh Geld in die Kasse spült, dann kann es uns allen nur recht sein. 

Also, immer her mit den Sondereditionen in neongrün, bonbonlila und schweinchenrosa. In Japan haben sie es doch gern bunt.

Foto: Pentax

Schleck!

Heute ist der Europäische Tag der handwerklichen hergestellten Eiscreme. Das ist ja auch was ganz anders als dieses Zeug aus der Tiefkühltruhe, das allesamt wie aromatisierte Margarine schmeckt.

Geschmacksrichtung dieses Jahr ist Dolce Sinfonia mit Schokolade, Haselnüssen, in Rum getränkten Feigen und Ricotta.

Samstag, 19. März 2022

Und noch 10 Jahre

Eigentlich war die komplette Stilllegung der beiden belgischen Atomkraftwerke in Doel und Tihange für 2025 vorgesehen.

Angesichts der veränderten Situation hat die Regierung gestern beschlossen, die Laufzeit der beiden 1985 in Betrieb genommen Reaktorblöcke Tihange 3 und Doel 4 bis 2035 zu verlängern. Wollen wir hoffen, dass sie bis dahin durchhalten, ohne uns um die Ohren zu fliegen.

Außerdem soll es zwei neue Gaskraftwerke geben und die erneuerbaren Energien sollen beschleunigt ausgebaut werden.

Das Foto zeigt das Kraftwerk in Tihange bei Lüttich im Sommer 2008 und ist somit legal. Seit letztens darf man ja keine neuen mehr machen.

Scan vom Negativ 6 x 12 cm

Tihange (B), 5.7.2008 - Noblex 150UX, Agfa Optima 100

Freitag, 18. März 2022

P&O - Zweiter Tag

Die britische Politik verkündet unisono, wie gemein, unsäglich und schändlich das Vorgehen von P&O gestern gewesen sei. Mit Ausnahme der Wirtschaftspolitiker, die lapidar feststellen, das hätte wohl sein müssen. So viel dazu.

Im Jahresbericht 2021 der Muttergesellschaft DP World finden wir diese Perle: "We believe that businesses can only be successful if they prioritise their biggest competitive advantage – their people." Das kann man seit gestern wohl so oder so verstehen. 

Die Besatzungen der Fähren haben sich unterdessen zurückgezogen, auch von der Pride of Hull, um neben ihrer Arbeit nicht auch noch die versprochene Abfindung zu verlieren. Dabei haben ihnen die 'handcuff-trained' Rausschmeißer der Sicherheitsbude sicher gern geholfen. 

Jetzt wird es ein bis eher zwei Wochen dauern, bis P&O die Billigheimer so weit angelernt hat, dass sie die Fähren hoffentlich ohne größere Unfälle über den Kanal steuern können.

Danach werden die Hafenlotsen in Calais und Dover alle Hände voll zu tun haben, denn sie müssen bei allen Ein- und Ausfahrten von P&O an Bord sein, bis die neuen Kapitäne ihr Pilotage Exemption Certificate haben und ohne Begleitung in den Hafen dürfen. Allein das wird P&O noch eine ordentliche Stange Geld kosten, denn die Lotsengebühren richten sich nach der Schiffsgröße. 

Noch zwei Zahlen am Rande: DP World steht bei der britischen Rentenkasse für Seeleute seit geraumer Zeit mit 146 Millionen Pfund an unbezahlten Beiträgen in der Kreide und sponsert gerade eine europäische Serie von Golf-Turnieren mit 147 Mio. Man kann ja nicht alles auf einmal machen.

Donnerstag, 17. März 2022

P&O - "Handcuff-trained" für 14.50£ pro Stunde

P&O hat eine Sicherheitsfirma beauftragt, für Ruhe zu sorgen. Deren Mitarbeiter haben die folgende Mail erhalten:

You have been selected to deploy on a task in Dover that will be fairly high profile. This task will run for 1 week...

As of the 17th you will be dispatched by coach to Dover docks to assist the client in their delivery...

I am limited on information I can provide due to a non-disclosure agreement however, the client we are assisting requires 16 officers (handcuff-trained) to support their security teams in the unlikely event some of their staff become challenging. Essentially, our client will be informing staff of redundancies and there is a possible risk of backlash...

You will all need your uniform including cuffs and utility belt. You will not need body armour for this task.

 Das alles für fürstliche 14,50 £ pro Stunde.

P&O - das Major Announcement

Das ist die offizielle Verlautbarung, mit der P&O versucht, der Welt diese Ungeheuerlichkeit nahezubringen:

P&O Ferries plays a critical role in keeping trade flowing, supply chains moving, and connecting families and friends across the North and Irish seas and the English Channel. We have been at the heart of this service for years and we are committed to serving these vital routes. 

However, in its current state, P&O Ferries is not a viable business. We have made a £100m loss year on year, which has been covered by our parent DP World. This is not sustainable. Our survival is dependent on making swift and significant changes now. Without these changes there is no future for P&O Ferries. 

These circumstances have resulted in a very difficult but necessary decision, which was only taken after seriously considering all the available options. As part of the process we are starting today, we are providing 800 seafarers with immediate severance notices and will be compensating them for this lack of advance notice with enhanced compensation packages.  

In making this tough decision, we are securing the future viability of our business which employs an additional 2,200 people and supports billions in trade in and out of the UK. And we are ensuring that we can continue serving our customers in a way that they have demanded from us for many years.

Keine Rede von den Millionenbeträgen, die P&O in den letzten Jahren von der britischen Regierung erbettelt hat, während die Muttergesellschaft DP World allein letztes Jahr an die Scheichs, denen der Laden gehört, über 300 Mio. Dollar an Dividenden ausgeschüttet hat.

P&O - Der Hammer!

Unterdessen ist klar, dass die Fähren nicht nur in Dover festliegen. Auch in Hull und in der irischen See bewegt sich nichts mehr. Der gesamte Fährbetrieb von P&O liegt still.

In verschiedenen Medien wird gemeldet, dass P&O den Besatzungen der Fähren mit sofortiger Wirkung gekündigt hat. Sie sollen die Schiffe unter Aufsicht eines Sicherheitsdiensts verlassen haben. Der Ersatz soll von einer Agentur kommen, bei der sich die bisherigen Mitarbeiter bewerben können.

14.16 Uhr MEZ: Insgesamt soll 800 Mitarbeitern gekündigt worden sein.

In Hull und Dover stehen Busse mit von einer Agentur bereitgestellten ausländischen Kräften bereit, um die bisherigen Besatzungen abzulösen. 

Die Gewerkschaften Nautilus (Offiziere) und RMT (übrige Besatzung) haben ihre Mitglieder aufgefordert, an Bord zu bleiben, um eine eventuelle Aussperrung zu verhindern.

Der Kapitän der Pride of Hull, die aktuell im gleichnamigen Hafen liegt, weigert sich, irgendwen an Bord zu lassen. Auch in Dover sind sämtliche Rampen eingezogen und die Zugänge zu den Schiffen sind geschlossen.

P&O Dover - Seltsame Dinge...

Sämtliche Fähren von P&O liegen seit Stunden in Dover. Nichts bewegt sich. Bei Twitter heißt es, wenig aufschlussreich:









Intern zirkulieren noch mysteriösere Nachrichten, es gehe darum, zusammen mit der Muttergesellschaft DP World in Dubai die Zukunft des Unternehmens zu sichern:

"We will be making a major company announcement today which, with the support of our shareholder DP World, will secure the long-term viability of P&0 Ferries.

To facilitate this announcement all our vessels have been asked to discharge their passengers and cargo and standby for further instructions.

This means we're expecting all our ports to experience serious disruption today so please bear with us and we will give further information in an all-colleague announcement later today.

If you're in a customer facing role further information will follow separately on how we would like you to work with our customers.

Thank you for your patience and support."

Ob sie etwas vorhaben, bei dem sie einen spontanen Aufstand der Crews fürchten?

Sonntag, 13. März 2022

Knaldrang

Das flämische Wort der Saison: Knaldrang. Das Verlangen - vor allem bei jüngeren Leuten - mal wieder so richtig Party zu machen und die Sau rauszulassen.

Samstag, 12. März 2022

Dieser Lärm stinkt uns

Sie stehen hier jeden Vormittag an allen Ecken, die Kühl- und Tiefkühllaster der diversen Firmen, die die hiesige Gastronomie beliefern. 

Gestern hat es wieder einer geschafft, so zu parken - im absoluten Halteverbot, versteht sich, mit Behinderung - dass sein knatterndes und qualmendes Kühlaggregat genau vor unserem Fenster war. Eine geschlagene Dreiviertelstunde lang. Eigentlich hätte wir lüften wollen. Im Sommer wird das wieder lustig.

Alle paar Minuten springt das schreckliche Ding an und stößt jedes Mal ein schwarzes Rußwölkchen aus. Ich sehe ja ein, dass die irgendwo abladen müssen, aber es nervt schon gewaltig. Vielleicht erfindet einfach jemand ein Kühlaggregat, das nicht lärmt und rußt.

 
 

Aufgenommen wie üblich mit den beiden Roland Wearpro Mics vor dem Fenster. Die sind übrigens bei Thomann seit ein paar Tagen aus dem Sortiment gestrichen. 

Dafür gibt es bei Amazon nach wie vor das Sennheiser Ambeo Headset im Ausverkauf. Qualitativ wesentlich besser und angesichts des ursprünglichen Preises von fast 300 Euro zum aktuellen Preis von 37 Euro fast geschenkt.

Freitag, 11. März 2022

Tanken für Umme

An einer Automatentankstelle in Montigny-sur-Sambre hat es heute morgen ein kleines Problem mit der Übertragung der Preise gegeben. Schon gab es alles umsonst. Gemerkt haben sie es erst, als der ganze Sprit alle war.

Donnerstag, 10. März 2022

Erhöhtes Risiko?

Erhöhtes Risiko, und das gleich an drei Tagen? Interessant, wo ich schon länger nicht aus dem Haus war. Besucher lassen wir auch keine rein.

Des Rätsels Lösung: Wir wohnen direkt über einem Restaurant. Etwas Putz und ein Dielenboden sind für den Blauzahn offenbar kein Hindernis. 

Oder es sind die mit den feuchten Wohnungen, die anschließend noch die halbe Nacht hier unter dem Fenster stehen und palavern.

Mittwoch, 9. März 2022

Chertal: seit heute tobt die Abrissbirne

Heute hat offiziell der Abriss des Stahl- und Walzwerks von Arcelor in Chertal bei Lüttich begonnen.

Ende der 60er Jahre von Espérance-Longdoz auf einer Art Insel zwischen Maas und Albertkanal gebaut, war das Werk über Cockerill-Sambre und Usinor schließlich zu Arcelor gekommen und vor ein paar Jahren mit der gesamten Warmphase in Lüttich stillgelegt worden.  

Auf Betreiben der Gewerkschaften war es einige Jahre lang eingemottet worden, nachdem schon früher eigentlich stillgelegte Anlagen wie der Hochofen in Seraing plötzlich wieder zum Leben erweckt worden waren, aber hier war der Zug endgültig abgefahren.

Rund 60 Leute werden jetzt 3 bis 4 Jahre zu tun haben, alles zurückzubauen. 

Das Foto zeigt links den Strangguss und rechts das Konvertergebäude des LD-Stahlwerks im Frühsommer 2007.

Chertal (B), 19.5.2007 - Pentax K10D, SMC-A 2.8/28 mm

Freitag, 4. März 2022

Zugsimulator

Keine Ahnung, wie das Ding offiziell heißt, aber das gibt es auf jeder belgischen Lok: zwei Metallklammern, mit einem Kabel verbunden.

Die werden auf die beiden Schienen eines Gleises geklemmt, um - z.B. im Fall von Hindernissen oder Gefahrenstellen im Gegengleis - beim Stellwerk eine Gleisbesetztmeldung (Rotausleuchtung) zu provozieren. Sicher auch nützlich, wenn der eigene Zug im Graben liegt, aber noch nicht ganz aus dem Profil ist... ;-)

Hier an Bord einer Diesellok der Baureihe 55.

Analogaufnahme, Scan vom Negativ

Kinkempois (B), 26.5.2001 - Contarex, Distagon 4/35 mm

Montag, 28. Februar 2022

Tunnel de l'Avé Maria

Dieser Tunnel verbindet den Hafen und den ehemaligen Hoverport in Boulogne mit dem französischen Eisenbahnnetz.

Er wurde 1929 fertiggestellt, ist 1891 m lang und war, wie man erahnen kann, ursprünglich zweigleisig. Das zweite Gleis wurde Anfang der 60er Jahre zurückgebaut, um stattdessen eine Gichtgasleitung zwischen den Aciéries Paris-Outreau (APO) und den Ferromangan-Hochöfen im Hafen zu verlegen.

Von 1970 bis 1991 fuhren hier auch mehrmals täglich die RTG Turbinentriebwagen der SNCF, um den Anschluss der Hovercrafts vom Haltepunkt Boulogne-Aéroglisseurs nach Paris Gare du Nord herzustellen.

Seitdem sich der Ende der Nullerjahre gebaute neue Fährhafen und der famose Hubport innerhalb von 2 Jahren als grandiose Fehlplanung erwiesen hatten, ist hier nichts mehr gefahren. Auf der Hafenseite sind die Gleise versandet und zugewuchert.

Aber mit einem Messer im Rücken gehen sie in Boulogne noch lange nicht nach Hause.

Beim Neujahrsempfang am 14. Februar d.J. hat Frédéric Cuvillier, der Bürgermeister von Boulogne, eine neue Studie zur Wiederaufnahme des Güterverkehrs zum Hafen angekündigt.

Outreau (F-62), 25.12.2006 - Pentax K10D, SMC-M 4/20 mm

 

Donnerstag, 24. Februar 2022

Frisch aus der Brauchtumszone

Immer wieder rührend, diese Herzlichkeit und Freude, mit der sie in Köln im Straßenkarneval ihr Brauchtum pflegen - fröhlich, ausgelassen und tolerant, wie es ihre Art ist. Heute Abend gegen 19 Uhr, hier draußen...

 
 

Aufgenommen wie üblich mit den beiden Roland Wearpro Mics von Thomann vor dem Fenster.

Alaaf!

Mittwoch, 23. Februar 2022

RIP Gary Brooker

Ludwig van Beethoven - der Komponist der berühmten 5. Symphonie...

So ähnlich lesen sich die Nachrufe, die gerade in der deutschen Presse zu Gary Brooker erscheinen - der größte Teil offenbar aus ein und derselben Agenturmeldung redigiert. Außer dem einem Titel fällt ihnen zu seinem Schaffen nichts ein. Homburg, A Salty Dog, Grand Hotel...? Kennt dort wohl niemand mehr.

Den ersten wirklich ordentlichen Nachruf hat der Guardian. Der schließt mit: You could argue it’s unfair that Gary Brooker’s musical legacy hinges on one song in the popular imagination. On the other hand, if you’re going to be largely remembered for one song, it might as well be one like that.

Auch wieder wahr. 

Freitag, 18. Februar 2022

Eunice

Wieso müssen wir eigentlich immer solche seltsamen Extrawürste braten? Überall hieß der Sturm Eunice, nur hier hieß er Zeynep? Kann sich ja auch jeder merken. 

Dummerweise habe ich die Kaltfront gegen 16.30 Uhr verpasst, habe dann aber flott das Macbook zur Aufnahme angeworfen. Gegen 19 Uhr ist draußen noch einmal gehörig die Post abgegangen. 

 
 

Aufgenommen wie üblich mit den beiden Roland Wearpro Mics von Thomann. Die baumeln unterdessen seit eineinhalb Jahren draußen vor dem Fenster in Wind und Wetter und funktionieren immer noch prima. Mehr Spaß kann man für 9,99 Euro wohl kaum haben.

Montag, 14. Februar 2022

Unterwegs mit Magritte


"Achtung, dies ist kein Kreisverkehr."

Surreales gibt es nicht nur in Belgien.

Analogfoto, Scan vom Negativ

Merlimont Plage (F-62), Ostern 2004 - Contarex, Distagon 4/35 mm

Sonntag, 13. Februar 2022

Heute ist Weltradiotag

Wieder ist ein Jahr vorbei und diesmal gibt es etwas von den nördlichen Nachbarn, ein Philips B7X63A von 1956 aus Eindhoven, aber für den belgischen Markt gebaut, denn die gesamte Beschriftung der Knöpfe und Tasten ist zweisprachig, also französisch und niederländisch.

Die 7 in der Typennummer lässt schon erahnen, dass es sich um etwas teureres handelt, und tatsächlich bietet dieses Radio eine Reihe von Besonderheiten. Zwei davon sind besonders erwähnenswert. 

Da sind zum einen die Stationstasten, drei für Mittelwelle, eine für Langwelle und zwei für UKW. Die können über den Abstimmknopf belegt werden und wenn danach eine der Tasten gedrückt wird, läuft der Skalenzeiger, von einem kleinen Motor angetrieben, zum gewünschten Sender. Der Speicher arbeitet elektromechanisch, der Aufwand ist enorm, aber das funktioniert nach all den Jahren noch absolut zuverlässig.

Zum anderen hat das Radio eine sogenannte eisenlose Endstufe, genau gesagt sogar deren zwei. Eisenlos, weil zwischen Verstärker und Lautsprechern nicht der übliche Ausgangsübertrager sitzt, und deren zwei, weil das Gerät getrennte Endstufen für den Tiefton- und den Mittel/Hochtonbereich hat. Bei Philips hieß das Bi-Ampli. Dazu gleich vier Endröhren, wo sonst nur eine einsame EL84 ihren Dienst tut, und insgesamt vier Lautsprecher.

Der Klang ist entsprechend und vor allem der Bass, der bei Röhrenradios dieser Epoche bisweilen zum Wummern neigt, ist hier nicht nur kräftig, sondern ausgesprochen trocken und präzise. Das kann man getrost schon als Hifi bezeichnen.

Alles in allem  ein Spitzengerät zum Spitzenpreis von damals rund 800 DM. Das war mächtig viel Geld.

Donnerstag, 10. Februar 2022

Zwei EPR für Gravelines

Zwei der sechs neuen Reaktoren, die Macron bauen lassen will, kommen - wer hätte es gedacht - nach Gravelines.

Dienstag, 8. Februar 2022

DFDS Calais - Sheerness, also doch

Die Akteure in Calais haben sich geeinigt. Die Verbindung Calais - Sheerness mit unbegleiteter Fracht wird in den nächsten Wochen wieder aufgenommen. Sie müssen nur irgendwo noch ein Schiff finden. Maxine ist unterdessen anderweitig engagiert.

P.S.: Ätschbätsch... die Gewerkschaft meint, es gäbe noch keine Einigung.

Freitag, 4. Februar 2022

DFDS und P&O: der Pool im Kanal

DFDS und P&O packen seit Dienstag alles, was in Calais zur Überfahrt nach England ankommt, auf die nächste freie Fähre - egal, bei wem man gebucht hat.

Die britische Competition and Markets Authority überlegt noch, ob ihr so viel Sinn und Verstand genehm ist.

Freitag, 28. Januar 2022

DFDS gibt Calais - Sheerness auf

DFDS hat heute offiziell das Ende des Verkehrs mit unbegleiteter Fracht zwischen Calais und Sheerness bekanntgegeben. 

Hintergrund ist - wieder einmal - eine Gewerkschaft. Die Auflieger wurden von Mitarbeitern des Hafens in Calais auf die Schiffe gefahren und die Gewerkschaft der Docker beansprucht diese Funktion für ihre Mitglieder. Den Reedereien sind die Docker zu teuer. Es folgte das übliche: Streit und Blockaden. Eine Einigung war laut DFDS nicht möglich. 

Ein ähnliches Hickhack hatte bereits dem Versuch von P&O zwischen Calais und Tilbury ein vorzeitiges Ende bereitet.

Damit haben die örtlichen Gewerkschaften nach Seafrance, MFL, P&O Tilbury nun eine weitere Verbindung gemeuchelt.

So, wie es aussieht, wird DFDS den nächsten Anlauf von Dünkirchen aus unternehmen. Die dortigen Gewerkschaften sind erfahrungsgemäß konzilianter.

P.S.: Jetzt wird angeblich doch weiter verhandelt. Mehr Anfang nächster Woche.

Dienstag, 25. Januar 2022

Ab Freitag fotografieren verboten!


Luftbilder und Satellitenaufnahmen der beiden belgischen Atomkraftwerke waren schon länger verboten, ab Freitag, den 28.1.2022, darf man sie ohne ministerielle Genehmigung überhaupt nicht mehr fotografieren oder filmen. Was das soll, wissen wohl nur der Himmel und Annelies Verlinden als zuständige Ministerin. 

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die für 2025 vorgesehene Stilllegung wegen der gestiegenen Energiepreise nun doch wieder auf der Kippe steht.

Quelle: La Meuse

Das obere Foto zeigt das AKW Tihange bei Lüttich (2009), das untere die Anlage in Doel bei Antwerpen (2010).

Samstag, 22. Januar 2022

Pentax: der Rückzug vom Rückzug?

Der angekündigte Rückzug aus dem Einzelhandel soll angeblich nur für Japan gelten.

Freitag, 21. Januar 2022

Wenn Sie diese Würste gegessen haben...

...und Sie kriegen innerhalb von 12 bis 48 Stunden Fieber, Magenkrämpfe und Durchfall, dann bringen Sie sie zurück zu Aldi. Steht da. Ehrlich. In La Meuse.

Pentax: Seltsame Dinge...

...werfen mit ihren Schatten um sich. Zum 1. April 2022 will Ricoh-Pentax angeblich nur noch über eigene Stores verkaufen und statt Massenfertigung 'werkstattmäßig' nach Kundenwunsch bauen - was immer das heißen soll. 

Die vollständige Meldung gibt es bei Petapixel.

Donnerstag, 20. Januar 2022

Arcelor DK - Bilder aus dem Werk

Dem tschechischen Industriefotografen Viktor Mácha ist gelungen, wovon wir alle träumen. Er hat die Genehmigung bekommen, im Inneren des Hüttenwerks in Dünkirchen zu fotografieren. Das Ergebnis ist auf seiner Website zu bewundern.

Sonntag, 16. Januar 2022

Bumm!

Die Druckwelle des Vulkans im Pazifik hat es gestern Abend tatsächlich bis in unsere Küche geschafft.

Sonntag, 9. Januar 2022

Northeast 5 to 6, squally showers, chips later

Die Möwen mögen keinen Regen, denn er vertreibt die Kundschaft.

Calais (F-62), 3.1.2015 - Pentax K-3, HD DA 55-300 mm

 

Putzdame gesucht

Nicht etwa eine schnöde Putzfrau wurde gesucht, im Privé-Wellnesscenter. Nein, es musste schon eine Putzdame sein. Bewerbungen bitte per E-Mail.

 Oostduinkerke (B), 25.9.2016 - Pentax K-3, HD DA 18-135 mm
 

Samstag, 8. Januar 2022

Neues vom Kanal: P&O Pioneer und Liberté

Es gibt neues zu den beiden Fähren, die P&O in China für Dover - Calais bauen lässt. NI Ferry Site hat Bilder und eine Reihe von Detailinformationen zu den Schiffen, von denen man in letzter Zeit eher wenig gehört hatte. Dabei scheint ihr Bau weit fortgeschritten zu sein, denn die Pioneer soll schon im September übergeben werden.

Dass es Zweirichtungsfähren mit je einer Kommandobrücke an den beiden Enden werden, die somit beim Ein- bzw. Auslaufen nicht wenden müssen, wussten wir ja schon. Das soll angeblich so viel Zeit und Energie sparen, dass sich der höhere Aufwand lohnt.

So könne man durch die gewonnene Zeit auch langsamer fahren, ohne die Dauer der Überfahrt zu verlängern, und damit zusätzlich Treibstoff sparen. In Verbindung mit dem Hybridantrieb aus Diesel und Batterien von 8 MW ist insgesamt von Einsparungen im Bereich von 40 Prozent die Rede.

Neu ist, dass die Fähren mit Azipods statt herkömmlicher Schrauben und Ruder ausgestattet werden. Das sind Antriebskanzeln an allen vier Ecken unter dem Schiff, die um 360° gedreht werden können und eine bisher nicht mögliche Manövrierfähigkeit erlauben.

Man darf also gespannt sein. Wollen wir hoffen, dass wir sie dann auch selbst wieder in Augenschein nehmen können.

Donnerstag, 6. Januar 2022

Pride of Bruges

Es ist schon erstaunlich, was moderne Bildverarbeitungspogramme leisten. Das hier ist ein Scan eines ziemlich körnigen Farbnegativs auf 400er Film, bearbeitet mit der KI-Funktion zum Entrauschen in ON1 Photo Raw.

Das Foto zeigt die erste Pride of Bruges der seinerzeitigen P&O Stena Line. Das war die ehemalige Pride of Free Enterprise, ein Schwesterschiff der unglückseligen Herald of.

Sie ist danach noch viele Jahre als Oleander für Transeuropa Ferries auf Ostende - Ramsgate und zum Schluss als Sherbatskiy zwischen Spanien und Marokko gelaufen.

Es gab später noch eine neuere Pride of Bruges, die zwischen Zeebrugge und Hull im Einsatz war.

Calais (F-62), 1998 - Pentax P50, SMC-A 4/28-135 mm

 

Dienstag, 4. Januar 2022

Port 2694

Blaue Stunde im Hafen von Dünkirchen.

ISPS at its best. Früher konnte man vom hinteren Ende die aus der Wathier-Schleuse ausfahrenden Schiffe fotografieren.

Dunkerque (F-59), 3.1.2014 - Pentax K-5, SMC-A 2.8/24 mm