Dienstag, 11. Dezember 2018

Arcelor: Abriss in Lüttich kann beginnen

Als vor einigen Jahren mehrere Werke von Arcelor in und um Lüttich stillgelegt wurden, haben die Gewerkschaften darauf bestanden, dass diese Anlagen nicht gleich abgerissen, sondern erst einmal für fünf Jahre eingemottet wurden. Schließlich waren schon früher stillgelegte Hochöfen, Stahl- und Walzwerke wieder in Betrieb genommen worden. 

Dass daraus nichts mehr werden würde, war unterdessen allen klar, und in letzter Zeit mehrten sich die Stimmen, diese Frist zu verkürzen, um die Flächen für neue Gewerbeansiedlungen freizumachen, z.B. in Chertal für eine Erweiterung des Hafens. 

Dem hat die Région Wallonne nun mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Abriss unverzüglich beginnt, um die so gewonnenen fünf Monate auch wirklich zu nutzen. 

Das Foto zeigt den Zustand 2014 am Gleisanschluss des Stahl- und Walzwerks in Chertal. Der einzige Unterschied heute ist, dass das Unkraut noch höher steht.

P.S., 12.12.2018: Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass durch dieses Tor die Schienenverbindung zu dem famosen neuen Trilogiport (Tri wie in Wasser, Straße, Bahn) läuft, den sie am hinteren Ende des Werks in Hermalle-sous-Argenteau gebaut haben, inklusive eines tollen neuen Gleises zu dessen Anschluss. Da ist also noch nie etwas hin gefahren. Mithin bestenfalls ein Bilogiport. 

Jeder nur ein Kreuz!

Ägypten schränkt den Verkauf von Warnwesten ein. 

Quelle: La Meuse

Freitag, 7. Dezember 2018

Annegret Kramp-Karrenbauer

Die Nachrichtensprecher auf der ganzen Welt haben einen neuen Zungenbrecher. Und sie haben sich alle ziemlich wacker geschlagen. 



In der Reihenfolge: RTBF Brüssel, 2 x BBC London, RTL Luxemburg, France Inter Paris, RAI Rom, HRT Zagreb, RTV Ljubljana, Sveriges Radio Stockholm

Dabei haben sie noch Glück gehabt. Man stelle sich nur vor, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wäre irgendwann Kanzlerin geworden. 

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (29)

Heute: Fuck you, Adobe!

Gerade erst bemerkt: seit Anfang des Monats geht die Karten-Funktion in Adobe Lightroom nicht mehr. Die war ausgesprochen praktisch, um flott nachzusehen, was man von einem bestimmten Ort für Fotos hatte.

Dahinter steckt wohl eine Änderung bei einer Google-API, die Adobe den willkommenen Anlass geliefert hat, alle Anwender von Lightroom 6 in die Creative Cloud zu nötigen. Von wegen! Daraus wird hier nix. Für die Abzocke könnt Ihr Euch einen anderen Dummen suchen. 

Dienstag, 23. Oktober 2018

Das waren noch Zeiten

1996 sind wir offenbar zu Karneval nach Boulogne geflohen. Dieser Tage hat sich beim Sortieren alter Papiere die Hotelrechnung dazu gefunden.

Hamiot gibt es in Boulogne noch heute und das Haus ist vor allem wegen seiner bodenständigen Gastronomie weithin ein Begriff.

Die Lage direkt am Hafen tut ein übriges. Das hier berechnete Zimmer 35 war jahrelang 'unser' Zimmer bei den diversen Aufenthalten - mit direkter Aussicht auf Fähren und Hochöfen.

800 Franken für die 5 Nächte sind laut den historischen Währungsrechnern im Internet rund 120 Euro gewesen. Bei unserem ersten Aufenthalt anno 1987 waren es noch 90 Franken pro Nacht, umgerechnet 30,- DM oder 15 €. 

Samstag, 20. Oktober 2018

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (28)

Heute: Liebe Firma EDNA

Wenn ich auf Youtube noch einmal zwangsweise mit ansehen muss, wie Euer blöder kurzsichtiger Koch irgendwelche dämlichen Tiefkühlbrötchen belegt, kotz ich!

Was soll das überhaupt? Ich habe keine Kneipe oder Kantine. Das ist nicht nur sinnlos, sondern absolut kontraproduktiv. 

Montag, 15. Oktober 2018

Straßenbahn Charleroi - La Louvière 1990

Manche Dinge dauern halt etwas länger, aber nach immerhin 28 Jahren habe ich es am Wochenende doch noch geschafft, eine erste Fuhre meiner Videoaufnahmen der Straßenbahnlinie 90 von Charleroi nach La Louvière ein wenig aufzumöbeln und zu Youtube hochzuladen. 

Viele Jahre ist das alles daran gescheitert, dass die Videobearbeitung in analogen Zeiten eine mächtig aufwendige Angelegenheit war. Schon erstaunlich, wie flott und einfach das heute am Rechner geht.





Aufnahmen vom Sommer 1990 mit einem Sony Hi8-Camcorder V6000. Der hat damals 5000 Mark gekostet. Für die zugehörigen Schnitt- und Titelgeräte wären noch ein paar Tausender fällig geworden. Daraufhin habe ich das ganze Videogedöns schnell wieder aufgegeben. 

Heute lässt jeder billige Camcorder zu 150 Euro dieses damalige Flaggschiff von Sony derart alt aussehen, dass man nur staunen kann, und die Bearbeitung am Rechner ist fast schon ein Kinderspiel. Auf dem Gebiet hat es wirklich Fortschritt gegeben.