Sonntag, 19. April 2026

ON1 Restore AI

"By now, you’ve probably heard about Restore AI", schreiben sie auf der Website von ON1. Das ist echt der Witz des Jahres, bombardieren sie uns doch seit Wochen per Mail nahezu täglich mit Ankündigungen und Lobpreisungen über das, was Ende des Monats kommen soll, was wir aber bitte jetzt schon kaufen sollen.

Dieses AI-Wunderwerk soll angeblich alte, verblichene und beschädigte Fotos restaurieren. Automatisch und auf Wunsch sogar in Farbe. 

Die Beispiele auf der Website sind beeindruckend, aber wie bei ON1 üblich überschärft und viel zu bunt. Na gut, das lässt sich wahrscheinlich wie bei Brilliance AI mit einem Regler reduzieren. 

Aufhorchen lässt, dass die Bearbeitung im eigenen Rechner, aber auch - viel besser und schneller - in der Cloud erfolgen kann. Ich will meine Fotos nicht in der Cloud haben. Zudem funktioniert das mit der Cloud nur ein Jahr lang. Danach bitten sie wieder zur Kasse.  

Wirklich verdrießlich ist, dass man dazu von der normalen Version ON1 Photo RAW auf ON1 Photo MAX upgraden muss. Das enthält neben dem normalen Photo RAW etliche ON1-Funktionen als Plug-ins für Lightroom und Photoshop, wofür ich mangels Adobe Ransomware keine Verwendung habe. Na gut, das Upgrade gibt es für 56 Euro. Wir werden sehen. 

Daneben scheinen sie ein weiteres Problem zu haben. Ich bin offenbar nicht der Einzige, der ON1 Photo RAW immer komplexer und unübersichtlicher findet. Ist ja fein, dass es so viele Funktionen hat, aber spätestens seit dem Upgrade auf Version 2026 ist die Übersicht im Bildschirm völlig hinüber. Die Schrift ist winzig und die Vermehrung der Regler lässt selbst die Karnickel vor Neid verblassen. 

Letztens gab es eine Umfrage zum Thema und seither folgt ein Tutorial aufs andere, wie man alles so sehr vereinfachen und automatisieren kann. An allen Ecken weisen sie darauf hin, wie wunderbar einfach man in ON1 zu tollen Fotos kommt. Jedenfalls dann, wenn man eine Vorliebe für überschärfte und knallbunte Bilder mit dramatischem Himmel hat. Mich überzeugt das weniger. 

Fast wünsche ich mir die Übersicht und Einfachheit von Lightroom zurück. Das ist im Vergleich wirklich einfach, aber kommt natürlich nicht in die Tüte.  

Dienstag, 14. April 2026

Mein Bonus

An uns kleine Selbständige hat die blöde Regierung wie üblich nicht gedacht. Also habe ich beschlossen, dass Ihr mir alle einen Bonus von 1000 Euro zahlen dürft. Per Paypal, Freunde und Bekannte. Steuer- und abgabenfrei, versteht sich. Die Adresse steht rechts.

Montag, 13. April 2026

Oh jöjj!

 

Aus gegebenem Anlass. :-) 

Donnerstag, 9. April 2026

Amadeus hört Kurzwelle (1983)

Amadeus auf dem Allwellenempfänger Redifon R50 M. Der war einer seiner Lieblingsplätze, denn auf dem Gerät mit seinen 13 Röhren war es immer gemütlich warm.

Köln (D), 1983 - Praktica 

Mittwoch, 8. April 2026

Two Pets (1983)

Amadeus und der Commodore PET 2001

Scan vom Negativ

Köln (D), 1983 - Praktica 

Montag, 6. April 2026

J.P. Bridenne (1987)

In Sowjetzeiten gab es den Witz von jemand aus der tiefsten Provinz, der in Moskau herumlief und alle Leute nach dem Kaufhaus 'Prinzip' fragte. Die Moskauer schüttelten nur den Kopf und hatten nie davon gehört. Ja aber in der Provinz hieße es doch immer, für dieses oder jenes müsse er nach Moskau fahren. Dort gäbe es im Prinzip alles...

Wenn es das 'Prinzip' jemals gegeben hat, dann in Boulogne-sur-Mer, genauer gleich nebenan in Outreau. 

In diesem unscheinbaren Gebäude gab es tatsächlich alles. Hausrat, Eisenwaren, Elektrogeräte, Geschenkartikel, Farben und Lacke, Werkzeug, Installationsbedarf, Bodenbeläge, Bootsbedarf, Kleinmöbel, draußen auf dem Hof Kunststoffbehälter in jeder denkbaren Form, Flaschengas... und eine ausführliche Beratung noch dazu. Wenn es etwas bei Bridenne nicht gab, dann auch nirgendwo sonst. An einer Säule neben der Theke hing die gruseligste Auswahl an Mausefallen, die ich je gesehen habe.

Das gesamte Personal bestand aus Mitgliedern der Familie Bridenne. Da fand sich nur jemand zurecht, der darin aufgewachsen war, denn der Laden war sprichwörtlich vollgestopft. Auch der Boden zwischen den Regalen lag voll mit Waren.

Irgendwann brauchten wir Schneckenzangen. Der Kunde vor uns fragte nach Lampendochten. "Habe ich heute Morgen noch welche gefunden." Unsere Schneckenzangen zog der Verkäufer in einem Regal blind unter einem großen Haufen anderer Artikel hervor. In ähnlicher Weise, haben sie angeblich auch ihre Buchhaltung gemacht. Ihren Jahresabschluss hätten sie, so hieß es, in einem Waschmaschinenkarton voller Belege zum Finanzamt getragen. 

Hier ein Blick auf die Abteilung Flaschengase und Kunststoffwannen. Letztere wurden von den Fischern gebraucht, um ihren Fang anzulanden.

Ende der 80er war unsere liebe Freundin Madeleine von Köln in ihre alte Heimat zurückgekehrt, nachdem sie das Haus ihrer Mutter geerbt hatte. Wir haben ihr beim Einräumen geholfen, Lampen angebracht usw.

Auf dem Weg nach Boulogne waren einige Glühlampen zu Bruch gegangen. Dummerweise waren Lampen zum Einschrauben dort völlig unüblich. Alles nur mit Bajonettfassung.

Also auf zu Bridenne. 40 W, E27 Schraubfassung? "Natürlich. Wieviele?" Sechs Stück bitte. Bei Madeleine eingeschraubt, eingeschaltet... Zätsch!!! Alle Lampen und die Sicherung durchgebrannt.

Beim näheren Blick auf die Schachteln fiel er doch auf, der verblasste Stempel: 24 V. Bootsbedarf, da waren Schraubfassungen üblich. Sie haben sie anstandslos zurückgenommen, und Bleidraht für die altertümlichen Porzellan-Sicherungsbänkchen hatten sie auch. 

Um 2009 ist der Laden leider geschlossen worden und das Gebäude beherbergt heute ein wenig originelles Labor für medizinische Analysen. 

Scan vom Dia

Boulogne-sur-Mer (F-62) Sommer 1987 - Voigtländer VSL1, Color-Ultron 1.8/50 mm und Pentacon 2.8/29 mm

Boulogne Tintelleries (1987)

Dieser hübsche kleine Bahnhof von 1893 steht mitten im Zentrum von Boulogne-sur-Mer, ein wenig im Loch. Wie man sieht, kommt die Strecke aus Richtung Calais hinten aus dem Tunnel und verschwindet wenige Meter weiter im Rücken des Betrachters gleich im nächsten.

Anfang der 90er Jahre haben sie den Bahnhof gründlich saniert, was sicher eine gute Idee war, aber den dabei abgerissenen Anbau links im Bild hätte sie meiner Meinung nach stehenlassen sollen. Aber was rede ich, ist ja nicht mein Bahnhof.

Scan vom Farbdia

Boulogne-sur-Mer (F-62), Sommer 1987 - Voigtländer VSL1, Color-Ultron 1.8/50 mm

Sonntag, 5. April 2026

Urbi et Orbi

Wie jedes Jahr, weil es so schön ist. Nachrichten, Deutschlandfunk Köln, gelesen von Ulla Gesien, in den 90er Jahren:

 

Für Nicht-Rheinländer: der Erftkreis, Heimat eines Stammes gefürchteter Autofahrer mit BM-Kennzeichen, liegt südwestlich von Köln und ist nach Ansicht der Kölner des himmlischen Segens seit jeher ganz besonders bedürftig. 

In diesem Sinne, allen Bergheimern und der ganzen Welt frohe Ostertage.

Donnerstag, 2. April 2026

Menschen auf den Mond?

Aber gern. Ich hätte da noch einige Kandidaten.