Sonntag, 10. Oktober 2021

Seven Sisters

Die Seven Sisters fährt gerade vor Sangatte vorbei, auf dem Weg nach Dünkirchen in ihr Winterquartier. 

Damit ist sie etwas später dran als gewöhnlich. Sonst kam sie immer am 1. oder 2. Oktober, wie hier auf dem Foto aus 2016. 

Dunkerque (F-59), 1.10.2016 - Pentax K-3, DA 1.8/50 mm

Samstag, 9. Oktober 2021

Beethovens Zehnte

Jetzt muss es uns nur noch gelingen, den in seinem Grabe rotierenden Beethoven an einen gigantischen Dynamo anzuschließen, dann sind alle unsere Energieprobleme auf einen Schlag gelöst.

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Die Chocolaterie Galler ist gerettet

Die Chocolaterie Galler in Vaux-sous-Chèvremont, in deren Produktionshallen im Juli das Wasser fast 2 m hoch gestanden hatte und der gesamte Maschinenpark schwer beschädigt worden war, ist gerettet. 

Wie heute gemeldet wurde, haben sie die benötigten 12 Millionen Euro für den Wiederaufbau zusammenbekommen. 

Aktuell arbeitet Galler mit eingeschränktem Sortiment als Untermieter bei einer anderen Schokoladenfabrik in Flandern. Man hofft, die Produktion im Stammhaus Anfang nächsten  Jahres wieder aufnehmen zu können.

Alles andere wäre auch eine Katastrophe gewesen, denn Galler ist nicht nur belgischer Hoflieferant, sondern auch in unserem Haushalt sind die kleinen Täfelchen seit vielen Jahren äußerst beliebt.

Geisterschiffe

Jetzt gehen mir für meinen virtuellen Herbsturlaub allmählich die Bilder zum passenden Datum aus, denn so spät sind wir gewöhnlich schon wieder weg. Daher noch etwas von früheren Tagen.

Am 2. Oktober 2016 begegneten sich hier, direkt vor Cap Blanc Nez, die beiden 'Geister' der P&O, die Spirit of Britain und die Spirit of France. Die waren bis Juli die größten Fährschiffe auf Dover - Calais, bevor ihnen die neue Côte d'Opale von DFDS den Rang abgelaufen hat.

Rechts über dem Horizont erkennt man schemenhaft die großen Windräder des Thanet-Windparks vor Ramsgate in rund 50 km Entfernung.

Mont d'Hubert, Escalles (F-62), 2.10.2016 - Pentax K-3, HD DA 55 - 300 mm

Dienstag, 5. Oktober 2021

Kalt

Virtueller Herbsturlaub, nächster Tag: 5. Oktober 2014.

Am 29. September 2014 ist bei der Ankunft in Calais im Maschinenraum der Pride of Canterbury die Verbindung einer Hydraulikleitung gerissen, das Hydrauliköl ist unter hohem Druck auf Auspuffrohre und Turbolader gespritzt und hat sich entzündet.

Zum Glück konnte der Brand mit Hilfe der Sprinkleranlage schnell eingedämmt und mit einem Schlauch komplett gelöscht werden. Die Fähre konnte währenddessen mit den beiden anderen Motoren noch anlegen, und es sind keine Menschen zu Schaden gekommen.

Den Unfallbericht der britischen Behörden gibt es hier:
https://assets.publishing.service.gov.uk/media/563092daed915d566d000002/MAIBInvReport-22_2015.pdf

Am 5. Oktober wurde das antriebslose Schiff - bei einer Lok würde man 'kalt' sagen - von Calais nach Dünkirchen zur Reparatur geschleppt.

Das Foto zeigt sie bei der Ankunft am Haken des Schleppers RT Spirit. Die beiden Hafenschlepper Robuste und Aventureux werden gleich dabei helfen, sie in die Seeschleuse zu bugsieren.

Dunkerque (F-59), 5.10.2014 - Pentax K-5, SMC-M 80 - 200 mm

Montag, 4. Oktober 2021

Auch längst Geschichte

Nächster Tag des virtuellen Herbsturlaubs. Am 4. Oktober 2014 schipperte mir die Rodin von My Ferry Link in Calais vor die Linse.

Nachdem eine völlig außer Rand und Band geratene Gewerkschaft die Vorläufer-Reederei Seafrance 2011 in den Ruin getrieben hatte, wurden die Schiffe von Eurotunnel übernommen, und den Betrieb besorgte My Ferry Link als Genossenschaft der vormaligen Seafrance-Mitarbeiter, unter maßgeblicher Leitung der Herren Gewerkschaftler.

Das hat ihnen aber immer noch nicht gereicht. Sie wollten die völlige Kontrolle über die Schiffe. 2015 ist Eurotunnel nach diversen Kapriolen der Unruhestifter Capelle und Vercoutre endgültig der Geduldsfaden gerissen und sie haben den Stecker gezogen. Das war das Ende von My Ferry Link. 

Im Rahmen des Konkursverfahrens sind die Schiffe schließlich an DFDS verkauft worden. Die ganze Saga ist hier im Blog unter dem Label Seafrance nachzulesen. Die Rodin ist heute als Côte des Dunes für DFDS unterwegs.  

Calais (F-62), 4.10.2015 - Pentax K-5, SMC-M 80-200 mm

Sonntag, 3. Oktober 2021

Ein seltenes Bild

Nächster Tag unserer virtuellen Herbstreise an die französische Kanalküste. Am 3. Oktober 2015 gab es in Calais etwas seltenes zu sehen.

Normalerweise legen die Fähren in Calais mit dem Bug und in Dover mit dem Heck an. So können die Autos an einem Ende herein- und ohne zu wenden am anderen Ende wieder herausfahren.

Die Ausnahme auf diesem Foto hat einen einfachen Grund: die European Seaway war kurz vorher noch eine Weile als Hotelschiff und Basis für den Aufbau eines Windparks in der Nordsee im Einsatz und man hatte aus SIcherheitsgründen die vorderen Tore zugeschweißt. Bald darauf wurde der normale Zustand wiederhergestellt. 

Im Dezember 2015 lag sie in Dünkirchen im Schwimmdock für ihre übliche Winterkur. Bei der Gelegenheit wurde auch das Tor repariert. Wenn man genau hinschaut, erkennt man schemenhaft, wie es gerade vom Kran nach links zur Seite gehoben wird. 

Seit Januar 2021 ist die European Seaway coronabedingt in der Mündung des Flusses Fal bei Falmouth aufgelegt - weiterer Einsatz ungewiss.

Calais (F-62), 3.10.2015 - Pentax K-3, smc DA 2,4/35 mm 

Dunkerque (F-59), 21.12.2015 - Pentax K-3, HD DA 55 - 300 mm

 

Samstag, 2. Oktober 2021

Calais Seaways

Weiter geht es mit dem dieses Jahr nur virtuellen Herbsturlaub. Am 2. Oktober 2013 war wieder ein Tagestrip auf die Insel angesagt.

Bei der Ausfahrt aus Calais am Morgen habe ich die Calais Seaways vor die Linse bekommen.

Nun liegt sie schon seit Wochen in Dünkirchen im Osthafen und es ist völlig unklar, was mit ihr passieren wird. Es wäre wirklich ein Jammer, wenn sich kein Interessent mehr für sie findet.

Ende dieses Monats geht der neue Teil des Fährhafens in Betrieb und dann werden auch die Anleger 5 und 6 nicht mehr angefahren. Das ist schade, dann das waren die einzigen beiden Anleger, bei denen die Schiffe von Land aus einigermaßen zu fotografieren waren.

Calais (F-62), 2.10.2013 - Pentax K-5, smc DA 18 - 55 mm

 

Freitag, 1. Oktober 2021

Chambon Noroît

Es geht weiter in unserem virtuellen Herbsturlaub im Nord-Pas-de-Calais, passenderweise mit einem Bild vom 1. Oktober 2018. Da haben wir den Nachmittag in Calais abgehangen, dem Fährverkehr zugeschaut und ein paar Fotos gemacht.

Die Reederei Chambon betreibt in Calais die beiden Hafenschlepper Chambon Noroît und Chambon Suroît. Deren Hauptaufgabe ist, bei starkem Wind zu verhindern, dass die Fähren beim An- und Ablegen abgetrieben werden, denn ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit übersteigt die Windlast, die auf die Seite des Schiffs einwirkt, die Leistung der Strahlruder.  

Und was passiert, wenn es dann einer eilig hat und meint, er könne ohne Schlepper abgelegen, hat die Pride of Kent vor einigen Jahren eindrucksvoll vorgeführt.

Zum Schluss noch ein kurzer sprachlicher Exkurs: noroît und suroît sind im Französischen die seemännischen Begriffe für Nordwest und Südwest. Französische Landratten sagen nordouest und sudouest dazu.

Calais (F-62), 1.10.2018 - Pentax K-3, HD DA 18-135 mm

Donnerstag, 30. September 2021

Kletterweiche

Um diese Zeit sind wir unter normalen Umständen gewöhnllch in Dünkirchen und machen von dort aus die französische und belgische Küste unsicher. Dieses und letztes Jahr musste dieser schöne Brauch aus den bekannten Gründen leider ausfallen.

Heute vor genau 3 Jahren habe ich bei einem Abstecher nach Ostende unterwegs zwischen Westende und Nieuwpoort etwas fotografiert, das man sonst eher selten, bei der belgischen Küstentram aber häufiger sieht: eine Kletterweiche.

Die wird immer dann eingesetzt, wenn z.B. wegen Bauarbeiten eine Weile eingleisig gefahren werden muss, aber kein Gleiswechsel in der Nähe ist.

Bei Betrieb im Straßenplanum wird sie einfach auf die Fahrbahn gelegt. Im Schottergleis, wie hier, legen sie den Bereich mit einer Folie aus, gießen anschließend Beton darauf und dann kommt die Kletterweiche oben drauf. Zu stellen ist bei der Durchfahrt nichts - es ist eine einfache Rückfallweiche, die entsprechend gelegt und in der Gegenrichtung aufgefahren wird.

Nach Ende der Bauarbeiten wird sie wieder abgehoben, der Beton wird mit dem Presslufthammer entfernt und fertig. Praktisch und einfach.

Nieuwpoort (B), 30.9.2018 - Pentax K-3, HD DA 18-135 mm

 

Ivan in Algier gesunken

Der in Madeira registrierte RoRo‑Frachter Ivan ist gestern im Hafen von Algier nach einem Wassereinbruch gesunken. Ein Besatzungsmitglied wird vermisst.

Der kleine Frachter war in früheren Jahren regelmäßiger Gast in Calais, als von dort noch Peugeot-Neuwagen nach England exportiert wurden.

Calais (F-62), 25.12.2013 - Pentax K-5, SMC-M 80-200 mm

Mittwoch, 29. September 2021

Aus Friedenszeiten

Ende September 2015 hätte niemand einen Brexit für möglich gehalten und von Covid hatte außer ein paar Spezialisten noch nie jemand gehört.

Wir waren, wie um diese Jahreszeit üblich, in Dünkirchen und sind am 30.9 zu einer unserer beliebten Tages- und Einkaufstouren nach Dover geschippert.

Dabei habe ich von Bord unserer Fähre die P&O Spirit of Britain aufnehmen können, wie sie in Calais gerade um die Spitze der Jetée bog.

Jetzt ist es schon zwei Jahre her, dass wir letztmals in Dünkirchen waren. Wir hoffen immer noch, dass es zu den Feiertagen am Jahresende wieder klappt. Morgen werden wir erst einmal Reisepässe beantragen, damit wir überhaupt irgendwann wieder nach England können.

Calais (F-62), 30.9.2015 - Pentax K-3, HD DA 18 - 135 mm 

15 Jahre Haft für ein Hafenbild?

Dieses Foto kann man im Hafen von Zeebrugge schon länger nicht mehr machen, denn die letzte Stelle, an der man im Vorhafen bis ans Wasser kam, haben sie schon vor Jahren eingezäunt. 

Das alles reicht dem belgischen Nordseeminister - den gibt es wirklich - aber immer noch nicht.

Er will neue gesetzliche Vorschriften für noch bessere Zäune, noch mehr Kameras, noch mehr Überwachung, dazu Drohnen und für unbefugtes Eindringen künftig nicht mehr nur 2 sondern bis zu 15 Jahre Haft - etwa das, was in Belgien der durchschnittliche Mörder kriegt. Wobei das Mitführen einer Kamera wahrscheinlich strafverschärfend sein wird.  

Nicht, dass ich jemals über einen Zaun geklettert wäre, um ein Foto zu machen, aber wenn wir irgendwo den Terroristen bei ihrem Plan, unsere Freiheit kaputt zu machen, den Sieg förmlich hinterher geworfen haben, dann in unseren Seehäfen. 

Zeebrugge (B), 29.9.2015 - Pentax K-3, HD DA 55-300 mm 

Quelle: La Meuse

Montag, 27. September 2021

La Meuse kennt sich aus

La Meuse meldet in der Online-Ausgabe, dass die Europäische Investitionsbank ArcelorMittal einen Kredit von 280 Millionen gewährt, um ihren CO2-Ausstoß zu verringern.

Sie haben im Archiv sogar ein Bild mit einem Gebäude gefunden, auf dem groß ArcelorMittal steht - die ehemalige Ferblatil in Tilleur, seit Jahren im Besitz von Liberty Steel und längst entsprechend beschildert.

Samstag, 25. September 2021

Heute so aktuell wie vor 12 Jahren

"Grüne wählen ist für mich wie Müll trennen. Ich fühle mich kurz wohl, aber was passiert dann wirklich mit dem Müll? Wird er am Ende doch verbrannt? Genauso wenig weiß ich, an wen die Grünen meine Stimme verscherbeln würden."

Lukas Wallraff, damaliger CvD, im September 2009 in der taz

Freitag, 24. September 2021

ON1 - Wenn die Linke nicht weiß...

Es gibt sehr wohl eine per Schieberegler dosierbare Schärfung beim JPEG-Export in der neuen Version von ON1. 

Seit gestern ist die Demoversion verfügbar. Auf den ersten Blick sehe ich keine großen Unterschiede. Funktionen, um den Himmel auszutauschen oder Seifenblasen in meine Bilder einzufügen, brauche ich so dringend wie ein Loch im Kopf. 

Aber die neue AI-Funktion zur Rauschreduzierung ist wirklich beeindruckend.

Samstag, 18. September 2021

ON1 - wenigstens sind sie ehrlich

ON1 bombardiert mich seit Wochen mit Angeboten zum Update auf ihr wunderbares neues ON1 2022. 

Seifenblasengeneratoren, eine AI-Funktion, um automatisch einen hochdramatischen Himmel ins Bild zu stanzen... das dürfe ich mir doch nicht entgehen lassen. Zum Sonderpreis, nur noch wenige Tage gültig. Das Update käme dann Ende September.

Gestern habe ich ihnen geschrieben, dass es von mir für das Update unbesehen keinen Pfennig gäbe, solange ich nicht wüsste, ob sie eine vernünftige Dosierung der Schärfung beim JPEG-Export eingebaut hätten.

Eben kam die Antwort. Sie danken für mein Interesse an ihrem tollen Update-Angebot, blablabla und tralala... aber nein, beim JPEG-Export hätten sie nichts geändert. 

Wenigstens sind sie ehrlich und ich habe 84 Euro gespart.

Freitag, 17. September 2021

Verviers: Photo Francis abgerissen

Heute haben in Verviers die Arbeiten zum Abriss in der Rue Spintay begonnen. Als erstes hat es vorn auf der Ecke das Gebäude von Photo Francis erwischt. Sie haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, die historischen Leuchtreklamen zu retten.  

Es wird wohl die ganze Straßenseite zur Weser hin verschwinden, nachdem das alles seit über zwanzig Jahren leer gestanden hat, für ein dämliches Einkaufszentrum, das nie gebaut wurde.

Verviers (B), 13.9.2013 - Pentax K-5, SMC-A 2.8/24 mm

Donnerstag, 16. September 2021

RIP Sir Clive Sinclair

Anfang der 80er Jahre hatte er mit den frühen Homecomputern ZX80, ZX81 und schließlich dem C64-Konkurrenten ZX Spectrum Millionen verdient. Ich hatte auch einen Spectrum und viel Spaß damit. 

Der Nachfolger des Spectrum, der Sinclair QL, sollte der ganz große Wurf werden. Zwei Jahre lang wurde er immer wieder als die große Sensation angekündigt, bis es ihn endlich zu kaufen gab.

Der QL war mein erster Rechner mit Motorola 68k-Prozessor. Von der Idee her clever wie alle seine Produkte, aber immer auch irgendwie britisch-schrullig, mit einem kompletten Softwarepaket aus Textverarbeitung, Datenbank, Tabellenkalkulation und Grafikprogramm sowie einem BASIC, das schon Pascal-Qualitäten hatte, aber immer noch mit den schrecklich unzuverlässigen Microdrive-Cassettchen zu Zeiten, als andere längst Diskettenlaufwerke hatten, und einer Tastatur, die einem jede Sekretärin um die Ohren gehauen hätte.

Irgendwo sollte ich noch eine Ausgabe der amerikanischen Computer World mit dem Testbericht haben. Untertitel: "The British are always a day late and a pound short." Die letzten Exemplare des QL wurden von VOBIS zu Dumpingpreisen verschleudert.

Sein nächstes Projekt, das Elektrodreirad C5, hat ihn dann so weit ruiniert, dass ihm nichts übrig blieb, als sein gesamtes Computergeschäft an seinen Rivalen Alan Michael Sugar (Amstrad) zu verkaufen.

Immerhin wäre das Leben vieler früher Computerfans ohne ihn um einiges langweiliger gewesen. 

Heute ist Clive Sinclair in London im Alter von 81 Jahren gestorben.

Montag, 23. August 2021

ON1 - der Fortschritt ist nicht aufzuhalten

Bei der Bildbearbeitungssoftware ON1 gibt es neuerdings "Sky Swapping" mit künstlicher Intelligenz und eine Kollektion von "Summer Brushes", um die Bilder der lieben Kleinen mit Seifenblasen aufzuhübschen.

Eine vernünftig dosierbare Schärfung beim Export als JPEG gibt es wohl nach wie vor nicht.

Freitag, 13. August 2021

Nachwuchs für die Damen

Nicht nur Damen tun in Belgien schlimme Dinge. Laut La Meuse hat in Glons bei Lüttich eine Demoiselle, also ein Fräulein, mehrere Jugendliche mit Messerstichen verletzt.

Mittwoch, 4. August 2021

Calais Seaways - letzte Überfahrt?

Eben ist die Calais Seaways in Dover auf ihrer wahrscheinlich letzten Überfahrt angekommen - jedenfalls für DFDS. Es dürfte noch einmal zurück nach Calais gehen, und ab heute um 21 Uhr soll die Côte d'Opale ihre Zeiten übernehmen.

Von den Gerüchten eines Wechsels zu Irish Ferries hat man in den letzten Wochen nichts mehr gehört. Es wäre ihr schon zu wünschen, dass sie nach ihrem an Namen, Eigentümern und Überraschungen reichen Leben noch einmal zum Einsatz kommt. 

Das Foto zeigt sie frisch lackiert, gestärkt und gebügelt im April 2016 in Calais.

Nachtrag, 5.8.: Sie liegt seit heute morgen in Dünkirchen im Osthafen. 

Samstag, 24. Juli 2021

Die 15 schockierendsten Fotos...

Die 15 schockierendsten Fotos vom Hochwasser gibt es heute bei La Meuse. Lauter Bilder, die sie uns in den letzten sieben Tagen dutzendfach gezeigt haben.

Man merkt die Absicht und man ist verstimmt.

Samstag, 10. Juli 2021

Die Côte d'Opale ist angekommen

Heute gegen 10 Uhr ist die Côte d'Opale, die neue Großfähre von DFDS, in Calais angekommen. 

Das Wetter war bescheiden, wie man auf dem Bild der Webcam am Strand sieht, und so blieb der bei so etwas sonst übliche Auflauf aus.

Am Nachmittag war sie sogar schon kurz im neuen Hafen. 

Freitag, 9. Juli 2021

Ich oute mich!

Es wird Zeit für ein Outing: Ich leide schon seit jungen Jahren an einer heftigen Allergie gegen dilettantisch gemachten Hörfunk. 

Und seit einigen Jahren hat das Grauen eine völlig neue Dimension: Podcasts. Warum soll ich mir eine halbe Stunde lang etwas anhören, das ich in zehn Minuten lesen kann?

Montag, 5. Juli 2021

RIP Bill Ramsey

Auch einer von denen, die sie in Deutschland nie so recht ernst genommen haben. Vor lauter Mimikrimi, Pigalle und Zuckerpuppe hat das breite Publikum den großen Jazzman, der in ihm steckte, fröhlich ignoriert. 

Dafür kann er jetzt im Himmel mit Paul Kuhn und all den anderen, die immer nur für die musikalische Begleitung der Bierseligkeit in der Wirtschaftswunderrepublik gut waren, nach Herzenslust jazzen. 

Oder, wie er selbst am Ende seiner Sendung im Hessischen Rundfunk zu sagen pflegte: Keep Swinging!

Freitag, 2. Juli 2021

RTBF schießt Le Grand Jazz ab

Es liefen schon seit Wochen nur Wiederholungen. Nun ist ganz Sense. Wenigstens ist jetzt klar warum. Sie haben Le Grand Jazz, bisher allabendlich auf RTBF La Première, schon am 31. 5. offiziell eingestellt.

Donnerstag, 1. Juli 2021

ESB: Ein Wunder

Das Handelsgericht in Lüttich hat in einem Urteil festgestellt, dass die Osnabrücker Georgsmarienhütte ihre Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern des Elektrostahlwerks ESB in Seraing verletzt hat, indem sie das Unternehmen wissentlich an einen unseriösen Übernahmekandidaten - die famose Green Elephant Holding, von der noch nie jemand etwas gehört hatte - verkauft haben.

Man munkelte in Lüttich schon länger, dass diese Übernahme den einzigen Zweck hatte, das Unternehmen anschließend in die Pleite zu treiben, um bei der Stilllegung die Kosten eines Sozialplans zu umgehen.

Dieses Urteil erlaubt es den ehemaligen Mitarbeitern nun, ihre Ansprüche bei der GMH geltend zu machen und so wenigstens eine ordentliche Abfindung zu erhalten.

Dienstag, 15. Juni 2021

ARD-Hörfunk auf Astra - das gibt Ärger!

Die ARD stellt gegen Ende des Jahres die Verbreitung ihrer Hörfunkprogramme auf Astra in MP2 (MPEG-1 Layer II) bzw. AC-3 ein. Stattdessen gibt es einen Umzug auf andere Transponder und die Umstellung auf LC-AAC. Das ist für die Ausstrahlung von Audio per DVB-S ein völlig exotisches Format.

Die neuen Transponder gehen am 20. Juli in Betrieb und wer mag, kann dann schon nachsehen, ob er da was zu hören bekommt. Wer Hörfunk per Satellit bereits über seinen Fernseher hört, könnte Glück haben und muss nur einen neuen Suchlauf durchführen. Die meisten DVB-T2-fähigen Fernseher 'können' AAC.

Besitzer einer DVB-S-Settopbox oder eines Satellitentuners an der Hifi-Anlage werden wohl Pech haben. Die allerwenigsten davon decodieren AAC. Das gilt quasi für alle aktuell im Handel angebotenen Geräte.

Das ist aber noch nicht alles. All diejenigen, die einen Kabelanschluss nutzen und sich unterdessen einen DVB-C Radiotuner angeschafft haben, nachdem ihr Kabelnetzbetreiber den UKW aus dem Kabel verbannt hatte, werden ebenfalls in die Röhre gucken. Die können auch alle kein AAC, und Technisat hat schon durchblicken lassen, dass es für ihre beliebte Cablestar-Serie keine Updates geben wird. Ob die Kabelbetreiber - vor allem die kleineren - das alles umcodieren werden, ist unklar.

Völlig offen ist noch, wie die Tonqualität nach der Umstellung aussehen wird. Bisher wurde in MP2 mit 320 kbps gesendet. Das war quasi schon Leitungsqualität. Die wird es kaum noch geben.

Nur eins ist sicher: es wird wieder eine Menge Elektronikschrott geben.

Fast fühlt man sich in die Zeiten zurückversetzt, als die BBC vor ein paar Jahren ihre Hörfunkstreams im Internet quasi über Nacht auf HLS-AAC umgestellt hat.


Etwas ausführlicher gibt es die ganze Geschichte -> hier.

Stay tuned...

Samstag, 12. Juni 2021

Gut geschmiert

Detail an einem alten Portalkran im Bahnhof von Montzen

Analogfoto, Scan vom Negativ

Montzen-Gare (B), Sommer 2000 - Kiev 60, Biometar 2.8/80 mm

Freitag, 11. Juni 2021

ACEC

Ateliers de Constructions Electriques de Charleroi
1878 bis 1989

Zu besten Zeiten so etwas wie eine belgische AEG. Von der Energietechnik über die Ellok und den Küchenmixer bis zum Radio.

Detail an einem alten Portalkran im Bahnhof von Montzen

Analogfoto, Scan vom Negativ

Montzen-Gare (B), Sommer 2000 - Kiev 60, Biometar 2.8/80 mm

Sonntag, 6. Juni 2021

Jazz FM

Es ist ja nett, dass Clare Teal seit dem Wechsel von BBC R2 zum Kommerzfunker Jazz FM wieder eine zweistündige Sendung hat, und mit der nervigen britischen Radiowerbung mit ihren tausend Disclaimern könnte man notfalls auch noch leben - wenn das grauenhafte Audioprocessing nicht wäre.

Warum um alles in der Welt muss man bei einem Jazz-Sender das Signal zu Brei kloppen, als wäre es eine Hiphop-Dudelbude. Die Bässe wummern, die Höhen sind blechern und kreischen, und das alles hat die Dynamik eines Presslufthammers. 

Der Screenshot oben zeigt nicht etwa einen kaputt komprimierten MP3-Stream aus dem Internet, sondern das Satelliten-Signal auf Astra!

Schade eigentlich. Aber ich mag es mir kaum noch anhören.

Dienstag, 1. Juni 2021

Frei nach Albrecht Dürer

Nix arrangiert. Die lagen da einfach so herum. 

Ostende (B), 2012 - Pentax K-5, SMC-M 2/85 mm

Sonntag, 30. Mai 2021

Neu im Bücherschrank: The news is read by Charlotte Green

Ich lese gerade die Memoiren von Charlotte Green, lange Jahre Newsreader Extraordinaire bei BBC Radio 4, und sitze hier die ganze Zeit kichernd und gackernd. Die Anekdoten sind einfach herrlich. 

Nur ein Beispiel: Die Journalistin, die das Börsenprogramm präsentiert, rauscht mächtig aufgetakelt mit einem imposanten Pelzmantel ins Studio und wirft ihn betont lässig auf einen Stuhl neben dem Mischpult. Der Techniker schaut kurz auf und meint: "Soll ich ihm etwas Milch auf ein Tellerchen tun?"

Sonntag, 16. Mai 2021

Liberty Steel beantragt Vergleichsverfahren

Liberty Steel hat beim Handelsgericht in Lüttich ein Vergleichsverfahren beantragt. Das Unternehmen hat nun drei Monate Zeit, eine Lösung für seinen weiteren Fortbestand zu finden. Es geht um 750 Arbeitsplätze bei der Ferblatil und weiteren Anlagen der Kaltphase, die Liberty von Arcelor übernommen hatte.

Dienstag, 11. Mai 2021

Neu auf dem Festplattenteller: Bert Kaempfert in London

Heute im Briefkasten gelandet - die Doppel-CD des Livekonzerts von Bert Kaempfert in der Royal Albert Hall in London am 12. April 1974.

Ursprünglich hatte Polydor davon nur eine LP mit 12 Titeln auf den Markt gebracht. Später folgte eine CD mit den gleichen Titeln.

Erst 2003 hat man die 16-Spur-Bänder noch einmal aus dem Archiv geholt und von Toningenieur Peter Klemt -  bei Polydor seit jeher für James Last und Bert Kaempfert zuständig - digitalisieren und neu abmischen lassen. Daraus ist diese Doppel-CD mit 26 Titeln entstanden.

Was Klemt da gemacht hat, kann sich hören lassen. Er hat das Original im Stil der 70er Jahre eher nach außen abgemischt, sodass die typischen Links/Rechts-Dialoge der Bläser gut herauskommen, und jeder Versuchung widerstanden, an der Lautheit zu schrauben. Mein Clarity M zeigt eine Programm-Loudness von -20,3 LUFS und einen Loudness-Range von über 15 LU. So gehört das!

Herausgekommen sind 104 Minuten pures Hörvergnügen. Unbedingt zu empfehlen und bei meinem Stammhändler Medimops auf Ebay für kleines Geld zu haben. Man sollte nur aufpassen, nicht versehentlich die einzelne CD zu ersteigern. 

Aus der gleichen Reihe gibt es übrigens auch ein in London aufgenommenes Livekonzert von Caterina Valente. Ebenfalls sehr hörenswert. 

Montag, 10. Mai 2021

Panik im Windows Technical Department

Nach zwei Wochen Ruhe gab es heute Vormittag gleich drei Anrufe der Telefonbetrüger aus dem 'Windows Technical Department'. 

Der übliche Ablauf: eingehender Anruf mit einer ellenlangen unbekannten Nummer, beim Abheben Stille, dann das seltsame 'Knorrx'-Geräusch und das so unverkennbar indisch intonierte "Helloooo...?"

Heute haben wir mal was Neues probiert: "Hello and welcome to the gay and lesbian helpline. Do your family know that you are gay?"

So schnell haben die noch nie aufgelegt.

Mittwoch, 5. Mai 2021

London schickt Kriegsschiffe nach Jersey

Die britische Regierung hat zwei Kanonenboote nach Jersey beordert, um einer eventuellen Blockade des Hafens von Saint Helier durch französische Fischer zuvorzukommen.

Dienstag, 4. Mai 2021

Französische Ministerin will Jersey den Strom abdrehen

Die Vergabe der Fischereilizenzen an französische Fischer für die Zone von 6 bis 12 Meilen vor  der britischen Küste kommt nur äußerst schleppend in Gang. Unlängst haben die Fischer in Boulogne auf der Landseite die Anlieferung englischen Fischs per LKW zur weiteren Verarbeitung blockiert. 

Die Briten haben sich mit dem Handelsabkommen vom letzten Jahresende zur Ausgabe dieser Lizenzen verpflichtet und versuchen nun, den Prozess mit immer mehr Bürokratie in die Länge zu ziehen. 

Bei den Gewässern um die Kanalinsel Jersey verweisen sie darauf, das sei Sache der Inselverwaltung, was schlichtweg falsch ist, denn die Kanalinseln haben zwar einen Sonderstatus, werden aber auf internationaler Ebene von der britischen Regierung vertreten. 

In einer Fragestunde zum Thema hat die französische Ministerin für Meeresangelegenheiten, Annick Girardin, nun im französischen Parlament durchblicken lassen, man sei notfalls bereit, Jersey den Strom abzustellen. Die Insel wird über ein Unterseekabel vom französischen Festland aus mit Strom versorgt.

Samstag, 1. Mai 2021

Ebay: 'dumm' und 'Donnerwetter' sind obszön

Die Kommentare "Donnerwetter, das ging aber schnell' und "Dumm nur, wenn im Doppelalbum die zweite CD fehlt" nimmt Ebay in den Bewertungen nicht an, weil sie laut Fehlermeldung obszöne Ausdrücke ablehnen.

Beim Abstich

Auf der Gießbühne des Hochofens B in Ougrée, kurz vor der endgültigen Stilllegung.

Danach war er einige Jahre eingemottet und 2013 kam das offizielle Aus für die gesamte Warmphase in Lüttich. Vorletzte Woche hat die Région Wallonne die Abrissgenehmigung erteilt. Mit viel Glück könnten die wesentlichen Teile der Hochofenanlage - der Ofen selbst, Winderhitzer und Gießhalle - museal erhalten bleiben. Wir werden wie üblich glauben, was wir sehen, wenn wir es sehen.

Ougrée (B), 26.4.2009 - Pentax K10D, DA 18-55 mm

Freitag, 30. April 2021

Laminoirs et Usines du Ruau

1895 als Société Anonyme des Laminoirs et Boulonneries du Ruau gegründet, wurden außer gewalzten Blechen auch Schrauben produziert, insbesondere Schwellenschrauben für die Eisenbahn.

2012 war Schluss.

Analogfoto, Scan vom Negativ

Monceau-sur-Sambre (B), 27.6.2009 - Minox 35GT 

Donnerstag, 29. April 2021

Hier wird nicht geknallt!

...sagte die Mutter eines Freundes vor vielen Jahren zu Silvester und warf das ganze Zeug in den Ofen.

Bei Arcelor in Gent haben sie gestern über 30.000 beschlagnahmte, freiwillig abgegebene oder vom Militär ausgemusterte Schusswaffen eingeschmolzen. Daran sollten sich andere mal ein Beispiel nehmen.

Calais: Die Burgundy kommt wieder

Erst waren es Gerüchte, heute steht es in der Zeitung: P&O will die Pride of Burgundy ab Juni wieder im Frachtverkehr nach Dover einsetzen. Da werden sie sich in Calais aber freuen. Das nächtliche Geknatter ihres Generators hatten sie sicher schon mächtig vermisst.

Sie lagen in Dünkirchen

...und hatten COVID an Bord. Die Kerry von DFDS liegt seit drei Tagen im Westhafen. Es gibt einen Fall unter der Besatzung und die gesamte Crew ist unter Quarantäne. Wollen wir offen, dass es bei diesem einen Fall bleibt und alle bald wieder wohlauf sind.

Dienstag, 27. April 2021

Hochöfen in der Wallonie - es tut sich was

Vielleicht geschehen ja doch noch Zeichen und Wunder. Gestern hat sich der Stadtrat von Seraing einstimmig für den musealen Erhalt wesentlicher Teile des Hochofens B in Ougrée ausgesprochen. Es geht um den Ofen selbst, die Winderhitzer, die Gießbühne und die Fackel. Ausgegangen war der Antrag von den Grünen und den Kommunisten. Die Sozialisten und Liberalen haben zugestimmt, nachdem noch ein Finanzierungsvorbehalt hinzugefügt worden war. Angedacht ist ein Museum zur Geschichte der Arbeiterbewegung.

Auf der Ebene der Région Wallonne denkt man darüber nach, den ehemaligen Hochofen 4 in Charleroi unter Denkmalschutz zu stellen.  

Gemeldet wird das von verschiedenen belgischen Medien hinter den üblichen Bezahlschranken. La Dernière Heure hat einen ausführlicheren Artikel. 

Montag, 26. April 2021

Liberty... das Schild

Ich hatte es mehrfach erwähnt, konnte aber bisher kein Foto der Ferblatil unter der Ägide von Liberty zeigen, weil wir uns Ausflüge nach Belgien weiterhin verkneifen, bis wir beide geimpft sind. 

Will war so freundlich, eigens für mich ein Foto davon zu machen. Danke Will.

Auf einigen seiner Bilder war eine ungewöhnlich große Menge an Coils im Hafen von Renory zu sehen, von wo sie per Spezialtransporter über die Maas zur Ferblatil gebracht werden. Die Erklärung dafür gibt es heute in La Meuse.  

Diese Coils kamen zu Zeiten von Arcelor aus Chertal, später aus Gent und Dünkirchen. Jetzt versorgt Liberty das Werk direkt mit Coils aus Indien, von wo in den letzten Tagen 32.000 Tonnen angekommen sind. Kein Wunder, dass da alles voll liegt.

Samstag, 24. April 2021

Der Knallfrosch... suite et fin

Letztens berichtete ich vom spektakulären Ende eines Entstörkondensators in einem meiner Messgeräte und der Sauerei, die er angerichtet hatte.

Es geht offenbar auch anders. Das oben gezeigte Exemplar eines anderen Herstellers habe ich dieser Tage aus einem belgischen Audioprozessor von Korn & Macway geholt. Der hatte seinen Auftritt wohl schon lange gehabt, bevor das Gerät in meinen Besitz gelangt ist. Allein, die Umgebung ist blitzsauber und er riecht nach... nichts. Geht also. Man muss es nur wollen, statt den Kunden so zu erschrecken, dass er sich was neues kauft.

Donnerstag, 22. April 2021

FGTB will Ofen erhalten

Die sozialistische Gewerkschaft FGTB verlangt, den Hochofen B in Ougrée als Denkmal für zwei Jahrhunderte Eisen- und Stahlindustrie im Lütticher Becken zu erhalten.

Die Chancen dafür dürften gering sein, auch wenn er dort eigentlich niemand im Weg ist und durch den Abriss in Seraing mehr als genug anderweitig nutzbare Flächen frei werden.

Ougrée (B), 3.5.2006 - Pentax *istDS, SMC-A 2,8/24 mm

Mittwoch, 21. April 2021

Lavage en panne

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute keine Autowäsche.

Rue de la Chapelle

Analogfoto, Scan vom Negativ

Verviers (B), 21.6.2000 - Contarex, Biogon 4.5/21 mm

Samstag, 17. April 2021

Schluss mit der Elektrofischerei

Jetzt haben es die niederländischen Fischer höchstrichterlich: der Europäische Gerichtshof hat das Verbot der Fischerei mit elektrischem Strom bestätigt.

Auch in Boulogne und Calais, wo die Proteste der örtlichen Fischer gegen diese Methoden schon vor Jahren zu Hafenblockaden und Reibereien mit den von dort aus operierenden Urkern geführt hatten, dürfte jetzt wieder Ruhe einkehren. 

Boulogne-sur-Mer (F-62), 28.12.2008 - Pentax K10D, SMC-M 3.5/135 mm

Donnerstag, 15. April 2021

Doel moet weg!

Das Kernkraftwerk Doel bei Antwerpen ist 1975 in Betrieb genommen worden und stolpert seit Jahren von einer Panne in die nächste. Eigentlich hätten die Blöcke Doel 1 und 2 bereits 2015 abgeschaltet werden sollen.

Mehr zur unrühmlichen Geschichte der Anlage bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Doel

Eine in Zeiten von Premierminister Charles Michel (ja, der mit dem Sofagate) mit Electrabel/Engie ausgeheckte Verlängerung der Betriebsgenehmigung bis 2025 hat nun das oberste belgische Gericht kassiert und eine europäische Anhörung für alle Bürger in 1000 km Umkreis angeordnet:

https://economie.fgov.be/de/themen/energie/projekt-zur-verschiebung-der

Doel (B), 21.8.2010 - Pentax K10D, SMC-M 2/35 mm

Mittwoch, 14. April 2021

Es wird eng für die Ferblatil

Laut einer Meldung der Dernière Heure hat Liberty Steel einen "Mediator" beauftragt, einen Investor für das Kaltwalzwerk Ferblatil in Tilleur und die übrigen von Arcelor übernommenen Anlagen im Lütticher Becken zu suchen, um so die 700 Arbeitsplätze zu retten. 

Die werden ihnen wohl kaum die Tür einrennen. Die Anlagen laufen aktuell mit einer Auslastung von 40 Prozent.

Tilleur (B), 1.11.2014 - Pentax K-3, SMC-M 2/85 mm

Dienstag, 13. April 2021

Das kommt jetzt auch weg

Wer dieses beliebte Motiv noch einmal ablichten will, der sollte die Beine in die Hand nehmen. Gestern hat die Région Wallonne den Abriss der Altanlagen von Arcelor in Lüttich genehmigt. Von einer musealen Erhaltung war schon länger keine Rede mehr.

Damit werden die Kokerei Seraing, das hier gezeigte Hochofenwerk Ougrée mit dem HO B sowie das Stahl- und Walzwerk in Chertal in nächster Zeit aus der Landschaft verschwinden.

Ougrée (B), 15.6.2009 - Pentax K10D, SMC-M 2/85 mm

Im Rausch des Extremweitwinkels

Anno 2000 bin ich in den Besitz einer kompletten Contarex-Ausrüstung mit Objektiven von 21 bis 250 mm gekommen.

Besonders fasziniert hat mich das Zeiss Biogon 4.5/21 mm, ein für damalige Verhältnisse recht extremes Weitwinkelobjektiv ohne die bisher üblichen Fehler und Verzerrungen. Ich habe wochenlang fast mit nichts anderem mehr fotografiert.

Das Foto zeigt eine Eisenbahn- und eine Rohrleitungsbrücke, die bei Haccourt über den Albertkanal führen. Die als Motiv durchaus interessante Zementfabrik auf der anderen Seite des Kanals ist unterdessen abgerissen worden.

Analogfoto, Scan vom Negativ

Visé (B), 21.6.2000 - Contarex, Zeiss Biogon 4.5/21 mm

Montag, 12. April 2021

Na denn Prost

In England darf die Außengastronomie ab heute wieder öffnen. Bei dem Wetter wird denen da draußen ja glatt das Bier kalt.

Sonntag, 11. April 2021

Köln: die nächsten 5000 Dosen AZ für 60+

Die Stadt Köln verimpft diese Woche in der Messe in Deutz die nächsten 5000 Dosen Astra-Zeneca an Personen über 60. Keine weiteren Vorbedingungen. Anmeldung bei http://termin.corona-impfung.nrw/. Die Site ist teilweise heftig überlastet. Einfach öfter versuchen.

Ich habe mir letzten Donnerstag meine erste Dosis abgeholt. Keine Komplikationen außer einem fiesen Muskelkater in Beinen und Rücken wegen der endlosen Steherei und Lauferei in der Halle. Die haben einen Riesen-Parcours aufgebaut, um eine Schlange aufzufangen, die gar nicht da war. Dadurch sind alle Wege fünfmal so lang, wie sie sein müssten.

Samstag, 10. April 2021

Prohibit encendre foc!

Nein, es brauchte niemand die Feuerwehr zu rufen. Es hatte nur jemand das welke Laub zusammengefegt, in die Grube der Drehscheibe gekippt und dort angezündet. So machten sie das vor 20 Jahren in Soller. 

Auch damals konnte man schon Nachtaufnahmen aus der Hand machen, ganz ohne Stabilisierung. Eine Contarex war einfach zu schwer zum Verwackeln. 

Analogaufnahme, Scan vom Negativ

Soller (E), November 2000 - Contarex, Zeiss Biogon 4.5/21 mm, Kodak Royal Supra 800

Donnerstag, 8. April 2021

Sofagate

Wirklich blamiert hat sich nicht Erdogan - dessen Ruf ist sowieso ruiniert - sondern Charles Michel. Der war offenbar so bräsig, dass er sich ohne weiteres auf den zweiten Stuhl gesetzt hat, den er laut einem Bericht im Guardian schnurstracks angesteuert hatte.

Mittwoch, 7. April 2021

Calais: und noch eine Fährverbindung

Kaum ist die Meldung über Irish Ferries auf Calais - Dover verhallt, schon kündigt DFDS für Juni eine neue tägliche Verbindung für unbegleitete Fracht zwischen Calais und Sheerness auf der Isle of Sheppey in der Themsemündung an. Als Schiff soll die Gothia Seaways eingesetzt werden.

Da kommt die Eröffnung der Hafenerweiterung in Calais mit direktem Bahnanschluss für kombinierten Ladungsverkehr (vulgo "rollende Landstraße") im nächsten Monat doch gerade richtig.

Montag, 5. April 2021

Erste neue Küstentram im Einsatz

Am Samstag ist erstmals einer der neuen CAF-Triebwagen an der Küste im Planbetrieb mit Fahrgästen gelaufen. Vorerst erfolgt der Einsatz auf den Verstärkern zwischen Ostende und Westende. Ab diesen Sommer werden sie dann auf der ganzen Strecke fahren. In den nächsten zwei Jahren sollen die mittlerweile 40 Jahre alten BN-Triebwagen komplett ersetzt werden. 

Het Nieuwsblad hat einen Artikel mit Bild dazu.

Liberty Steel

Seit dem Niedergang von Greensill steckt Herr Gupta mächtig in der Klemme. Die Banken, allen voran Credit Suisse, wollen Geld sehen und verlangen die Liquidierung einzelner Betriebe.

In GB versucht Gupta gerade, Geld von der Regierung zu bekommen. Da kann man dort schlecht gleichzeitig Arbeitsplätze über die Klinge springen lassen. Also soll es jetzt den ausländischen Betrieben von Liberty Steel an den Kragen gehen.

Vor zwei Jahren hat das Unternehmen in Lüttich große Teile der Kaltphase von Arcelor übernommen - ein Verkauf auf Verlangen der EU-Wettbewerbshüter, wegen der geplanten Übernahme von Silva in Italien durch Arcelor. Daraus ist zwar nichts geworden, aber da waren die Betriebe in Lüttich schon zu Liberty gegangen und sind jetzt hoch gefährdet. Nun fürchtet man dort um 750 Arbeitsplätze, u.a. beim Weißblechwalzwerk, der ehemaligen Ferblatil, in Tilleur.

Die Gewerkschaften in Lüttich versuchen gerade, die Région Wallonne zum Einstieg zu bewegen. Die Erfolgsaussichten dürften etwa so hoch sein wie bei Elwood Steel in Seraing.

Das Foto zeigt die Ferblatil, von Ougrée aus über die Maas gesehen, anno 2004.

Tilleur (B), 30.3.2004 - Exakta 66, Zeiss Jena Sonnar 2.8/180 mm

Sonntag, 4. April 2021

Urbi et orbi

Wie jedes Jahr, weil es so schön ist. Nachrichten, WDR Köln, aus den 90er Jahren:

 

Für Nicht-Rheinländer: der Erftkreis, Heimat eines Stammes gefürchteter Autofahrer mit BM-Kennzeichen, liegt südwestlich von Köln und ist nach Ansicht der Kölner des himmlischen Segens seit jeher ganz besonders bedürftig. 

In diesem Sinne, allen Bergheimern und der ganzen Welt frohe Ostertage.

Mittwoch, 31. März 2021

Pentax K3-III oder die schwarze Katze im dunklen Raum

Der Physiker sucht - laut einem alten Witz - in einem dunklen Raum eine schwarze Katze. Der Philosoph sucht in einem dunklen Raum eine schwarze Katze, die gar nicht da ist. Der Theologe sucht in einem dunklen Raum eine schwarze Katze, die gar nicht da ist, und ruft: "Ich hab sie!"

Ab heute geht der Witz in die nächste Runde. Der Fotograf nimmt seine neue Pentax K3-III, stellt sie auf ISO 1.600.000 (i.W. eine Million sechshunderttausend) und macht ein Bild davon.

www.ricoh-imaging.eu/de_de/pentax-k-3-mark-iii

Allein, was sie sich bei einem Preis von 2000 € für eine APS-C-Kamera gedacht haben, lässt mich ratlos zurück. Damit ist sie genauso teuer, wie die vollformatige K1-II.  Meine K3 hat neu 1300 gekostet.

Freitag, 26. März 2021

Irish Ferries auf Calais - Dover

Irish Ferries kündigt an, die aktuell zwischen Rosslare und Milford Haven verkehrende Isle of Inishmore ab Juni auf der Route Calais - Dover einzusetzen und das Angebot später auszubauen. Offenbar geraten sie in Panik, nachdem immer mehr Verkehr den direkten Weg von Dünkirchen und Cherbourg nach Rosslare wählt. 

Ihre Idee ist nun, Kunden mit Kombi-Tarifen für den Kanal und die Irische See anzulocken. Angesichts des Schlamassels, das die Spediteure dabei erleben, Waren zwischen dem Kontinent und Irland quer durch Post-Brexit-GB zu transportieren, werden sie ihnen wohl noch Geld dazu geben müssen.

Man darf gespannt sein, wie lange sie das durchhalten werden.

Montag, 22. März 2021

Vier Knaben stahlen einen Zug

doch waren sie nicht schlau genug,
die Lok in Gang zu bringen,
bevor sie die Gendarmen fingen.

Eine Premiere, gleich am Montagmorgen, denn Klapphornverse hatten wir hier noch keine. 

Zum Hintergrund:  Im Elsass haben vier Jugendliche versucht, einen Zug zu stehlen, um von einem Ausflug nach Hause zu fahren. Offenbar sind sie am Aufrüsten der Lok (oder des Triebwagens, für die Pressefritzen ist ja alles eine Lok) gescheitert. Daraufhin haben sie ganz normal den Zug genommen und sind bei der Ankunft in Straßburg verhaftet worden. Nur einem gelang die Flucht. So weit, so banal.

Was die Presse daraus gemacht hat, ist das übliche Lehrstück aus Unkenntnis und Ignoranz, vor allem bei der Bebilderung, denn dummerweise war wohl gerade wieder kein Pressefotograf zur Stelle, um live zu berichten.

Aber kein Problem, für sowas gibt es bekanntlich Bildagenturen. Suchbegriffe "Lokomotive" und "Zug". Voilà! Den Vogel hat wie üblich La Meuse abgeschossen.

https://www.dna.fr/faits-divers-justice/2021/03/21/ils-tentent-de-voler-un-train-deux-mineurs-en-garde-a-vue-un-troisieme-en-fuite

https://www.ouest-france.fr/grand-est/bas-rhin/bas-rhin-quatre-jeunes-tentent-de-voler-une-locomotive-pour-rentrer-chez-eux-7195250

https://lameuse.sudinfo.be/765698/article/2021-03-21/pour-rentrer-chez-eux-quatre-mineurs-tentent-de-voler-une-locomotive?from_direct=true

Samstag, 13. März 2021

Endstation

 

 

 

 

 

 

 

Steuerwagen ES146 der Köln‑Bonner Eisenbahnen beim Verschrotter.

Hürth-Kendenich, Sommer 1986 - Voigtländer VSL1, Color-Ultron 1.8/50 mm

Dienstag, 9. März 2021

Dünkirchen: weiter Stubenarrest am Wochenende

Und noch drei Wochenenden im Lockdown. Immerhin ist die Inzidenzzahl auf 785 pro 100.000 Einwohner zurückgegangen.

Sonntag, 7. März 2021

La Renommée

Und ist der Ruf erst ruiniert...

Analogfoto, Scan vom Negativ

Oupeye (B), 2005 - Contarex Super, Distagon 4/35 mm

Samstag, 6. März 2021

BBC Radio Webstreams - die nächste Runde

Wer BBC Radio via Internet per Icecast oder Shoutcast über die Domains bbcmedia.ic.llnwd.net oder bbcwssc.ic.llnwd.net empfängt, wird ab 22. März nichts mehr hören. Bei den betroffenen Streams läuft zur vollen Stunde eine entsprechende Ansage.

Die aktuellen bzw. künftigen URL gibt es -> hier

Wer die BBC-Hörfunkprogramme noch über ein Internetradio mit Reciva-Chipsatz (dnt IPdio, Roberts, Sangean, Grace) empfängt, hat nun endgültig Pech gehabt. Da wird nichts mehr aktualisiert.

Freitag, 5. März 2021

Viertes Schiff für Dünkirchen - Rosslare

Die von DFDS Anfang des Jahres eingeführte "Brexit Buster" Direktverbindung zwischen Nordfrankreich und Irland erweist sich als voller Erfolg. Die drei Schiffe - Visby, Kerry und Drotten - sind so gut ausgelastet, dass ab 1. April die Ark Dania als viertes Schiff dazukommt. 

Die Ark Dania ist eher ein RoRo-Frachter als ein klassisches Fährschiff. Sie bietet Platz für 176 Auflieger und 12 komplette Lastzüge mit Fahrer, also hauptsächlich das, was im Englischen als unaccompanied freight bezeichnet wird. 

La Voix du Nord hat einen Artikel dazu.

Mittwoch, 3. März 2021

Tramway Touristique de l'Aisne

Zur Abwechslung wieder etwas belgisches:

60 km südlich von Lüttich verkehrt in der belgischen Provinz Luxemburg eine der ältesten Museumsbahnen des Landes. Die Tramway Touristique de l'Aisne hat als 'Ausgründung' des belgischen Kleinbahnmuseums in Schepdaal schon in den 60er Jahren von der Nationalen Kleinbahngesellschaft SNCV eine rund 11 km lange Strecke in den Ardennen übernommen und betreibt dort seither einen touristischen Personenverkehr.

Zwischen Pont d'Erezée und Lamorménil kann man seither erleben, wie der Kleinbahnbetrieb in den entlegeneren Ecken Belgiens in den 1930er Jahren ausgesehen hat, wo nicht elektrifiziert, sondern von Dampf- auf Dieselbetrieb umgestellt worden war. Der Verein hat auch zwei Kastendampfloks, die aber wegen Fristablauf und Kesselschäden nicht einsatzfähig sind.

Wie überall ruht auch dort dieses Jahr der gesamte Betrieb, aber im nächsten Jahr soll es wieder losgehen.

Das Bild zeigt den 1935 von Baume & Marpent gebauten Dieseltriebwagen AR 133 mit einem offenen Sommerwagen, einer sog. Baladeuse, kurz vor Erreichen der Endstelle Pont d'Erezée im Sommer 1998.

Analogaufnahme, Scan vom Negativ

Pont d'Erezée (B), Sommer 1998 - Pentax P50, SMC-A 4/28-135 mm

Dienstag, 2. März 2021

Loks aus Köln




In Köln wurden schon seit den Anfängen der Bahntechnik Fahrzeuge für Eisen- und Straßenbahnen hergestellt.  Prominenteste Vertreter dieser Branche waren Herbrand in Köln-Ehrenfeld und Van der Zypen & Charlier in Deutz. Letztere sind später zur Westwaggon geworden und schließlich in Klöckner Humboldt Deutz aufgegangen.

In Deutz wurden frühe Prototypen der Wuppertaler Schwebebahn entwickelt sowie Waggons aller Art, Straßenbahnen und Lokomotiven gebaut. Gerade letzteres bot sich an, da KHD auch die passenden Dieselmotoren baute. 

In den 50er und 60er Jahren umfasste das Programm mehrere Typen von Dieselloks, die vor allem an Werks- und NE-Bahnen verkauft wurden. NE steht für 'nicht bundeseigene' Bahnen, also private, kommunale und Landesbahnen, mithin alles außer der Deutschen Bundesbahn. 

Das Spitzenmodell in den 60ern war die Reihe DG1x00BBM. Die gab es mit 1000, 1200 und zweimotorig sogar mit 1600 PS. 

Die Köln-Bonner Eisenbahnen und die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn beschafften ein gutes Dutzend DG1200BBM, die Rheinischen Braunkohlenwerke einige DG1000BBM.   

Die Fotos zeigen zwei DG1200BBM im Lokdepot des KFBE-Bahnhofs Köln-Braunsfeld im Jahr 1986 und die DG1000BBM der Rheinbraun als Lok Nr. 477 im KFBE-Bahnhof Frechen im Sommer 2006.

Montag, 1. März 2021

Führerstandsmitfahrten


...gab es früher in den Achtachsern der KVB im ganz normalen Betrieb. Man musste sich nur nach vorn setzen. Damals hat auch noch niemand einen Aufstand gemacht, wenn man ein paar Fotos machen wollte. 

Man beachte das aufgeräumte Fahrpult mit den soliden Kellogschaltern. Die Aufbauten oben waren jüngeren Datums. Vlnr.: Funk, IBIS, Haltestellenansagegerät, Kursnummernanzeige.

Erst mit dem Umbau für Doppeltraktion wurde eine Trennwand eingezogen.

Tw 3770 auf der Hochbahnstrecke der Linie 13.

Analogfoto, Scan vom Negativ

Köln (D), Sommer 1997 - Minox 35 GT, Kodak Gold 200

Sonntag, 28. Februar 2021

Kraaaahhh!

Diese Krähe kommt hier seit Tagen jeden Morgen vorbei und führt ein gehöriges Spektakel auf, hat sich aber bisher allen Versuchen verweigert, sie aufzunehmen. Das übliche... Wenn einer guckt (oder aufnimmt) kann ich nicht! 

Heute hat es endlich geklappt. Den Quatschkopp im Hintergrund ignorieren wir einfach. Irgendwas ist ja immer.

  

Die kleinen Mikrofönchen hängen jetzt schon ein halbes Jahr vorm Fenster, haben den ganzen Winter draußen verbracht und funktionieren immer noch prima. 

Köln (D), 28.2.2021 - Roland Wearpro Mic, MOTU traveler Mk3

Kleinbahn Beuel-Großenbusch

Aus Zeiten, als Eisenbahn noch schwarzweiß war. 

Regelmäßigen Zugverkehr hat die Bahn schon lange nicht mehr, die Anschlusskunden sind alle weggestorben, aber Gebäude und Strecke existieren noch und die RSE fährt mit ihren MAN-Schienenbussen jeden Herbst einen Pendelverkehr zur beliebten Großkirmes Pützchens Markt.

Analogfoto, Scan vom Negativ

Bonn-Beuel (D), 1986 - Voigtländer VSL1, Color-Ultron 1.8/50 mm

Samstag, 27. Februar 2021

Mein erstes Foto

...natürlich nicht mein allererstes, aber das erste auf meinem allerersten selbst entwickelten Farbfilm

Tw 3111 biegt als führender Wagen eines Langzugs der Linie 9 von der Hahnenstraße in den Mauritiussteinweg ein.

Analogfoto, Scan vom Farbnegativ

Köln (D), 9.3.1996 - Yashica Mat-124 G, Agfa Optima 100

Freitag, 26. Februar 2021

Javaanse Jongens

Kölner Achtachser und Tabakreklame. Das alles gab es in Köln vor 25 Jahren noch. Die Achtachser sind verschrottet, die Reklame ist verboten, aber wenigstens ist uns der Vorfrühling erhalten geblieben, auch wenn es heute wieder etwas kühler ist.

Tw 3873 mit Ganzreklame auf der Linie 7 am Rudolfplatz.

Analogaufnahme, Scan vom Negativ

Köln (D), 9.3.1996 - Yashica Mat-124 G, Agfa Optima 100

Mittwoch, 24. Februar 2021

Dünkirchen: Wochenende im Lockdown

In Dünkirchen herrscht Alarmzustand: die Inzidenz pro 100.000 Einwohner hat in den letzten Tagen einen Wert von 900 (i.W. neunhundert!) erreicht, wobei der größte Teil der Infektionen durch die britische Variante verursacht wird. Das ist nach Nizza der zweithöchste Wert in ganz Frankreich. Nun hat die Präfektur für die Stadt einen Lockdown von Freitagabend bis Montagmorgen angeordnet. Die Einwohner dürfen das Haus nur noch verlassen, um Lebensmittel einzukaufen oder zum Arzt zu gehen.

Nicht fein vom Saarstahl

Dieses Bild eines Stahlhandels in Droixhe hatte ich bereits 2006 gezeigt. Gestern sind bei Arbeiten an der Fassade mehrere Buchstaben herabgefallen und haben drei Arbeiter verletzt, berichtet La Meuse.  

Rue de Droixhe, Liège (B), 25.3.2006 - Pentax *istDS, SMC-A 3.5/15 mm

Montag, 22. Februar 2021

Der Knallfrosch

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Gestank die Gerätehersteller in einem Bauteil von kaum 2 x 1 cm unterbringen. Das gelbe Teil oben im Bild ist der Entstörkondensator in einem meiner Messgeräte.

Dieses kleine Mistding hat sich letzte Woche sprichwörtlich mit Schall und Rauch in den Ruhestand verabschiedet. Dem Gerät ist sonst nichts passiert, es funktioniert immer noch bestens, stinkt aber wie ein abgebranntes Reifenlager und steht erst einmal auf dem Balkon zum Auslüften.

Im Grunde alles völlig harmlos aber olfaktorisch höchst beeindruckend und im übrigen der Grund, warum jährlich Millionen von Geräten aller Art weggeworfen werden, was eigentlich überhaupt nicht nötig wäre. Aber wenn es knallt, aus allen Ritzen raucht und riecht, als sei der Leibhaftige durch die Bude geritten, dann geht der Laie natürlich davon aus, dass das Gerät jetzt hinüber ist, zieht mit spitzen Fingern den Stecker aus der Dose und sieht hoffentlich davon ab, das gute Stück dem Hausmüll beizugeben. 

Da sowas aber gewöhnlich erst nach vielen Jahren passiert, kann sich eigentlich niemand beklagen. Nach 20 Jahren von programmierter Obsoleszenz zu reden, erschiene mir etwas vermessen.

Unter Technikern ist diese Art von Entstörkondensator nicht von ungefähr als Knallfrosch bekannt. Ersatz ist heute eingetroffen, wird aber erst eingebaut, wenn der Gestank nachlässt. Am nächsten wärmeren Nachmittag werde ich erst einmal den öligen Niederschlag in der Umgebung des Tatorts beseitigen. Man sieht ihn rechts auf der schwarzen Fläche sehr deutlich.

Samstag, 20. Februar 2021

Holiday on Schneematsch

In der Innenstadt hält sich der Schnee nie sehr lange.

Tw 3201, einer der in den 90er Jahren für Doppeltraktion umgerüsteten Kölner Achtachser, auf der Linie 7 am Rudolfplatz, im Hintergrund das Hahnentor. Tatsächlich letzte Haltestelle vor der Wendefahrt am Aachener Weiher ist die Station Moltkestraße, aber die gab es auf den Zielfilmen nicht und sie ist auch in den heutigen Displays nicht vorgesehen.

Analogfoto, Scan vom Negativ

Köln(D), Januar 1997 - Yashica Mat-124 G, Fuji NPH400