Nach den bisherigen Ankündigungen hätte die BBC Sounds App in diesen Tagen außerhalb des Inselreichs gesperrt werden sollen. Dann hätte die ganze Welt nur noch BBC Radio 4 und den World Service über die Website BBC.com hören können.
Wie die BBC nun selbst zugibt, hat es von den Hörern im Ausland derart massive Proteste gegeben, dass diese Abschaltung erst einmal bis zum Herbst zurückgestellt wird. Bis dahin soll eine Lösung gefunden werden, damit fast alle BBC-Hörfunkprogramme über andere Plattformen gehört werden können. Andere Plattformen... soso. Amazon... Spotify...? Bin ich der Einzige, der schon die Kassen klingeln hört?
Mehr dazu gibt es zum Nachhören in den letzten Minuten von Feedback auf der BBC-Website.
Gegenüber allen anderen Medien hat der Hörfunk den unschätzbaren Vorteil, dass nicht alle Meldungen zu den neusten Streichen der Zirkustruppe jenseits des großen Wassers auch noch mit deren Konterfeis illustriert werden.
Auch wenn bis heute nicht klar ist, ob diese Zeitungsmeldung wirklich jemals gedruckt wurde oder nur eine Urban Legend ist, ist die BBC gerade dabei, genau diesen Zustand herbeizuführen.
Seit einigen Tagen funktioniert die BBC iPlayer App außerhalb des Inselreichs nicht mehr und alle Versuche aus dem Ausland, die Website bbc.co.uk zu erreichen, werden gnadenlos nach bbc.com umgeleitet. Dort gibt es nur ein sehr eingeschränktes Informations- und Programmangebot. Nicht einmal die Programmvorschau der BBC-Fernsehprogramme ist mehr erreichbar.
Versuche, das alles per VPN zu umgehen, werden ebenfalls geblockt.
Das gleiche traurige Ende ist bereits für 'dieses Frühjahr' für die BBC Sounds App und die verschiedenen Hörfunkprogramme angekündigt. Dann kann man verpasste Sendungen online nicht mehr nachhören und auch die Webstreams sollen nicht mehr erreichbar sein. Einzige Ausnahme: der World Service und Radio 4 über die Webseite von bbc.com.
Was das z.B. für die Besitzer von Webradios bedeutet, wird sich zeigen müssen. Wahrscheinlich werden die Geräte künftig bei den BBC-Programmen stumm bleiben.
Seit heute Mittag funktionieren die bisherigen Webstream-URL für die BBC-Hörfunkprogramme nicht mehr. Offenbar ändern sie - wie schon länger angekündigt - nun ständig die Adressen. Na bravo!
Eine ebenso lange wie für den Durchschnittshörer völlig unverständliche Diskussion zum Thema gibt es bei -> Github.
Am 8., 9. und 10. November ist es wieder soweit: die bekannte Bande unverbesserlicher Hörfunkfreunde sendet drei Tage lang mit der historischen WDR-Technik aus dem ehemaligen Regierungsbunker in der Eifel.
Alle Infos, das Programm und den Webstream mit Studiokamera gibt es -> hier.
Nein, La Meuse, das hat mit Urbex nichts zu tun. Dieser jugendliche Kindskopf, der da in 80 m Höhe an einer Hand über dem Nichts hängt, gehört wegen akuter Selbstgefährdung auf der Stelle eingewiesen.
Das alles für ein paar Likes auf Tik Tok. Man möchte vor lauter Kopfschütteln glatt ein Schleudertrauma kriegen.
Und wenn die bei Sudinfo etwas mehr Verantwortungsbewusstsein hätten, dann hätten sie auf die paar Klicks verzichtet und er könnte bei seinen Freunden nicht auch noch mit einem Artikel in der Zeitung prahlen.
Letzte Nacht sind zwei Jugendliche in Brüssel auf einen Oberleitungsmast der Eisenbahn geklettert und haben sich da oben ins Nirwana gezappt. Wie sollten die auch wissen, dass das gefährlich ist?
Was geht in diesen Köpfen vor? Falls da überhaupt noch etwas vorgeht.
Jeden Sonntagabend von 20.00 bis 22.00 Uhr bei VRT Klara. Mal was ganz anderes als der ewige Mainstream, Mozart und Mendelsohn.
Auch online zu hören, direkt unter http://icecast.vrtcdn.be/klara-high.mp3 mit dem Player der eigenen Wahl oder auf der Website, dort auch zum Nachhören.
Radio France veröffentlicht jeden Freitag den Newsletter Hyperradio über Innovationen und aktuelle Entwicklungen im Hörfunk und den neuen Audio-Medien. Am Schluss gibt es Veranstaltungshinweise und meist noch einen Link zu etwas in 3D-Audio.
Nachdem dieser Newsletter jahrelang recht interessant war, wird er in letzter Zeit etwas eintönig - fast nur noch KI und Musik-Streaming.
Thema heute ist Voice Cloning per KI und die Gefahr des Missbrauchs. Computerbetrug, Deep Fakes und all das.
Aber etwas Gutes finden sie dann doch. Wo man jetzt Texte von beliebigen Stimmen lesen lassen kann, könne man doch endlich die ungleiche Verteilung männlicher und weiblicher Sprecher ausgleichen. Und das sei doch ganz toll, im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit. Na wunderbar.
Keine Rede davon, dass menschliche Sprecher und Sprecherinnen damit aus ihren Jobs verdrängt werden. Und deshalb erklären wir hier das gleich zum Fortschrott der Woche.
Nun hat es auch die ehemaligen Kunden von Unitymedia erwischt, die vor einigen Jahren ungefragt an Vodafone verschachert worden waren.
Seit heute gibt es hier im UKW-Tuner per Kabel auf allen Kanälen nur noch diese Ansage:
*Nummer 1* DVB-C-Empfänger, *Nummer 2* Radio per Fernseher, soso...
Natürlich weist bei Vodafone niemand darauf hin, dass man *Nummer 3* UKW nach wie vor terrestrisch empfangen kann. Schließlich wollen sie auch nach dem 1. Juli, wenn die Zwangsverkabelung per Mietvertrag endet, weiter Geld an uns verdienen. Dabei reicht für die örtlichen Programme meist eine einfache Wurfantenne - 3,95 € bei ebay - zum terrestrischen Empfang.
Wer unbedingt digital empfangen will, ist *Nummer 4* mit einem Internet-Tuner allemal besser beraten als mit den von Vodafone vorgeschlagenen Empfängern für DVB-C. Im Internet ist das Senderangebot um ein Tausendfaches höher - über den ohnehin vorhandenen Internetzugang und ganz ohne Kabelgebühren. Wer es ganz günstig haben will, nimmt statt des Internet-Tuners sein ausgemustertes Smartphone und eine passende App.
Auch *Nummer 5* DAB+ per Antenne und *Nummer 6* Satellitenempfang unterschlägt der Möchtegern-Nachwuchssprecher von Vodafone, denn daran verdienen sie ja nichts. Wer hat diesem Flegel eigentlich erlaubt, mich zu duzen?
Ganz nebenher ist die von den Kabelnetzbetreibern gepriesene digitale Qualität oft nur das halbe Vergnügen, denn gar zu gern wird das von den Hörfunkanstalten mit 320 kbps übergebene Signal auf jämmerliche 128 kbps kleingerechnet, um im Kabel noch mehr Bandbreite zu sparen.
Jetzt dürfen wir noch zähneknirschend die nächsten fünf Monate für Vodafone zahlen, bis der Pflichtempfang per Nebenkosten ein Ende hat. Danach dürfen die sich ihr Kabel mit Verlaub wohin stecken.
Neben dem 'normalen' Programm und den verschiedenen Streams für Rock, Pop, Jazz, Groove usw. gibt es nun auch FIP Sacré français einen Stream mit ausschließlich französischer Musik.
Zu hören, wie üblich, über die FIP-Website, die FIP-App und unter:
Wie schon angekündigt, hat die BBC die MP3-Hörfunkstreams per Shoutcast in den letzten Tagen abgeschaltet. Nur der World Service wird weiter als MP3 angeboten.
So bleiben nur Satellitenempfang oder die HLS-Streams.
Die BBC stellt beim Hörfunk mal wieder alles auf den Kopf. Auf Astra haben sie den Transponder gewechselt. Der hat nun eine stärkere Richtwirkung, mithin einen kleineren Footprint und weitere Teile Deutschlands empfangen nichts mehr. Der Osten sitzt schon länger im Dunkeln. Die neuen Frequenzen gibt es bei den üblichen Satelliten-Sites, z.B. -> hier.
Und damit es nicht langweilig wird, schalten sie im Internet demnächst die letzten MP3-Streams ab. Stattdessen gibt es MPEG-DASH-Streaming mit synthetisierten SBR-Höhen. Wer eins der vielen Internet-Radios hat, die mit diesem Format nichts anfangen können, hat eben Pech gehabt. Die Leute sollen ja sowieso über die BBC-Sounds-App hören. Da kann man die Ausländer bei Gelegenheit auch leichter aussperren.
Wer die Hörfunkprogramme der BBC per Internet in MP3 empfängt, wird jetzt öfter eine Ansage zu hören bekommen, dieser Stream werde 2023 abgeschaltet und man möge sich an den Hersteller des Empfangsgeräts wenden.
Der berät dann sicher gern zur fachgerechten Entsorgung, denn die wenigsten dieser Geräte dürften DASH bzw. HLS unterstützen oder dafür zu aktualisieren sein.
Endlich ist das doofe Sommerprogramm vorbei. Seit heute gibt es bei Klara wieder den normalen Programmablauf. Montag bis Donnerstag von 18 bis 20 Uhr Django, Samstag zur gleichen Zeit Caramba und Sonntags von 22 Uhr bis Mitternacht Round Midnight. Dazu die ganzen anderen Sendungen wie Klara Live, täglich außer Sonntag, mit Konzertaufnahmen aus Jazz und Klassik.
Schade, dass sie das dreistündige Tuin van Eden am Freitagabend nicht fortsetzen. Das war eine ausgesprochen angenehme Sendung. Aber man kann wohl nicht alles haben.
Verdorie kann man auf Deutsch etwa mit verflixt übersetzen. Eigentlich wäre mir nach ganz anderen Ausrufen zumute, aber man will ja nicht aus der Rolle fallen. Doch der Reihe nach...
Am Ende der Sommerferien gibt es in Belgien immer allerhand Neues. Im Hörfunk z.B. neue Jingles, Musikbetten und was man heutzutage alles braucht. Es muss zwar an allen Ecken gespart werden, aber für sowas haben sie Geld.
Klara hat sich heute eine neue Website gegönnt. Was hat sich geändert? Die Playlist ist weg.
Bisher konnte man dort nicht nur sehen, welche Titel in der Vergangenheit gelaufen waren, sondern auf Tage hinaus auch, was alles laufen würde. Das war ziemlich einzigartig und schlichtweg genial. Damit ist nun offenbar Schluss. Jetzt erscheinen die gespielten Titel erst der Reihe nach, wenn sie gesendet werden.
Ebenfalls verschwunden sind damit die Hinweise, um welchen Künstler es z.B. abends in All that Jazz gehen wird.
Wenn das mal kein Service am Hörer ist. Und deshalb erklären wir das jetzt zum Fortschrott der Woche.
Ich habe Musk noch nie gemocht, aber jetzt hat er bei mir endgültig versch...
Es gibt für die Autos ein Upgrade zum Infotainment-System. Alles besser, größer, schneller. Und ausgesprochen günstig: schlappe 2000 Euro.
Kleiner Nebeneffekt: der Tuner für MW/UKW/DAB funktioniert danach nicht mehr. Wer den klassischen Rundfunkempfang trotzdem wiederhaben will, muss noch 520 Euro drauflegen.
Mehr zu den Segnungen des wunderbaren Upgrades auf der Tesla-Website.
Und weil das so toll ist, erklären wir das jetzt zum Fortschrott der Woche.
VRT Klara macht Urlaub. Den ganzen Sommer über kein Django, kein Caramba, kein Klara Live, kein Tuin van Eden.
Stattdessen von morgens bis abends De Zomer van Klara: seichtes Klassikgedudel, der erste Satz von diesem Konzert, der dritte Satz von jener Symphonie, alles durchsetzt mit ein wenig Jazz und Chanson. Bach, Jobim, Chopin, Trenet, Vivaldi, Mehldau... Lauter Sachen, die man gefühlt seit höchstens drei Tagen nicht mehr gehört hat.
Glanzlicht morgen Abend ab 18.29 Uhr: Eric Satie - Pièces Froides, Airs à faire fuir, Nr. 1, 2 und 3. Wörtlich: Musik zum Weglaufen.
Einziger Lichtblick ist abends eine Stunde All that Jazz von 22 bis 23 Uhr.
Es ist ja nett, dass Clare Teal seit dem Wechsel von BBC R2 zum Kommerzfunker Jazz FM wieder eine zweistündige Sendung hat, und mit der nervigen britischen Radiowerbung mit ihren tausend Disclaimern könnte man notfalls auch noch leben - wenn das grauenhafte Audioprocessing nicht wäre.
Warum um alles in der Welt muss man bei einem Jazz-Sender das Signal zu Brei kloppen, als wäre es eine Hiphop-Dudelbude. Die Bässe wummern, die Höhen sind blechern und kreischen, und das alles hat die Dynamik eines Presslufthammers.
Der Screenshot oben zeigt nicht etwa einen kaputt komprimierten MP3-Stream aus dem Internet, sondern das Satelliten-Signal auf Astra!
Schade eigentlich. Aber ich mag es mir kaum noch anhören.
Wer BBC Radio via Internet per Icecast oder Shoutcast über die Domains bbcmedia.ic.llnwd.net oder bbcwssc.ic.llnwd.net empfängt, wird ab 22. März nichts mehr hören. Bei den betroffenen Streams läuft zur vollen Stunde eine entsprechende Ansage.
Wer die BBC-Hörfunkprogramme noch über ein Internetradio mit Reciva-Chipsatz (dnt IPdio, Roberts, Sangean, Grace) empfängt, hat nun endgültig Pech gehabt. Da wird nichts mehr aktualisiert.
So, wie es Frankophile gibt, müsste es doch eigentlich auch Belgophile geben können, oder? Wenn es so sein sollte, dann bin ich wohl einer. === Kontakt: fotoralf (bei) gmx (punkt) de