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Montag, 27. Juli 2026

Kölner Irrlichter

Es ist kaum zu fassen. Der Rhein erreicht am Samstag einen neuen historischen Tiefstand, wir haben schon die dritte Hitzewelle dieses Sommers, und in Köln brennen sie ein gigantisches Feuerwerk ab, das tonnenweise Feinstaub und CO2 freisetzt. Ganz abgesehen von den armen Viechern, die mit der Knallerei wieder zu Tode geängstigt werden.

Eine solche Umweltsauerei ist sowas von gestern. Überall anders geht das längst mit LED-Drohnen. Warum nicht in Köln?

Dieser und ähnliche Kommentare werden übrigens beim Kölner Stadt-Anzeiger gelöscht und die Verfasser gesperrt.

Freitag, 8. Mai 2026

Wirklich nett von De Lijn

Lennart, ein junger Belgier ist für eine Fahrt, die laut Fahrplan eine kanppe Stunde dauert, in einen Bus von De Lijn gestiegen. Dafür hat er per App ein Online-Ticket gelöst, das 60 Minuten gültig ist. Der Bus war rammelvoll, hat an jeder Milchkanne gehalten, was wegen der vielen ein- und ausstegenden Fahrgäste ewig gedauert hat, und war im weiteren Verlauf gehörig verspätet, bevor das Fahrtziel erreicht war.

Irgendwann unterwegs stiegen Kontrolleure ein und stellten fest, dass die 60 Minuten von Lennarts Online-Ticket um einige Minuten überschritten waren. Fahren ohne Fahrausweis, 127 Euro Strafe. Auch der Hinweis, dass der Zielort schon längst hätte erreicht sein sollen, half nicht. Eine Beschwerde bei De Lijn wurde abgeschmettert. Das sei halt so. 

Ein Blick in die Beförderungsbedignungen bringt erstaunliches zutage. Wenn Lennart sein Ticket im Bus, an einer Verkaufsstelle oder einem Automaten gekauft hätte, dann hätte es bis zur Ankunft am Zielort gegolten. Per App, per SMS oder auf der Website gekaufte Tickets gelten 60 Minuten, basta! Er hätte nach den ersten 60 Minuten ein neues Ticket kaufen müssen, meint De Lijn. Und das ist natürlich ungemein kundenorientiert.  

Quelle: La Meuse 

Montag, 21. Juli 2025

Unterschiedliche Töne zum Nationalfeiertag

 

Heute, am 21. Juli, ist der belgische Nationafeiertag. Und die Signale könnten unterschiedlicher kaum sein. Ich kann mich nicht erinnern, jemals von einem belgischen König soviel Klartext gehört zu haben. Das, was in Gaza geschieht, sei eine Schande für die Menschheit, hat er gesagt, und auch die Ukraine hat er nicht vergessen. Er hat eindringlich zur Einheit und zur Einhaltung der Menschenrechte aufgerufen. Bravo, Sire. 

Wie anders das Auftreten des belgischen Premierministers, Bart de Wever, und des belgischen Verteidigungsministers, Theo Francken, beide von der flämischen Separatistenpartei N-VA.  

Der Premierminister hat sich nur zur Messe am Morgen und zur Parade sehen lassen. Aber den Vogel abgeschossen hat der belgische (!) Verteidigungsminister. Nein, er kennt die Nationalhymne, die Brabançonne, nur stückweise und er werde nicht 'Vive la Belgique' rufen, sondern nur 'Vive la Defense'. Schämt Euch!

Dienstag, 4. Juni 2024

Mit der Zeit gehen?

Die Wegweiser an wallonischen Straßen werden gegen neue ausgetauscht. Der einzige Unterschied: die neuen Schilder haben keine Kilometerangaben mehr. Wozu das Ganze? Man müsse mit der Zeit gehen. Die Entfernungen könne man schließlich im Navi nachsehen. Was für ein Fortschrott.

Quelle: La Meuse

Montag, 22. Januar 2024

Jocelyn heißt hier Jitka

Der Sturm, der gestern in GB große Schäden angerichtet hat, hieß bei allen unseren westlichen Nachbarn Isha, hier hieß er Iris. Der nächste ist schon im Anmarsch. Der heißt überall Jocelyn. Nur hier heißt er Jitka. Was soll der Unsinn?

Freitag, 19. Januar 2024

Man sieht sich immer zweimal

Man sieht sich im Leben bekanntlich immer zweimal. 

Mit diesem Plakat hat unser kleiner Apostrophendepp 2009 in Köln Wahlkampf als Verlegenheitskandidat der CDU für den Posten des Oberbürgermeisters gemacht und ist gleich nach dem Wahlsieg von Jürgen Rothers (SPD) wieder nach Berlin zu seinen Mülltonnen zurückgekehrt.

Dort hat er sich unterdessen - wie man in den letzten Tagen überall liest - eine neue Familie aufgebaut. Jetzt muss er es nur noch schaffen, die wieder loszuwerden.

Mittwoch, 1. Februar 2023

Die spinnen, die Millionäre

Seit 1949 steht der Leuchtturm, die Lange Nelle, in Ostende zwischen Hafen und Strand und gibt mit seinem rundum abgestrahlten Lichtzeichen '3 x lang' - dem Morsezeichen O für Ostende - der Schifffahrt Orientierung und den Oostendenaren ein Heimatgefühl. 

In den letzten Jahren aber haben sie dort, wo man auf dem Foto aus 2009 noch verschiedene Bauten von Unternehmen für Schifffahrts- und Fischereibedarf sieht, alles abgerissen und stattdessen eine Reihe von Hochhäusern mit Luxus-Appartments für Millionäre gebaut. 

Die Fischer und ihr auf dem Baelskaai abgelegtes Material haben die Herrschaften gleich nach ihrem Einzug vergrault. 

Nun stört es sie, wenn ihnen in den oberen Stockwerken der Leuchtturm abends in die Wohnung scheint. Daraufhin sind sie bei der zuständigen Behörde vorstellig geworden, die ganz unbelgisch zügig reagiert und das Leuchten zur Landseite hin mit Folien unterbunden hat.

Daran haben die übrigen Einwohner der Stadt überhaupt keine Freude und eine flott eingerichtete Petition, den alten Zustand wiederherzustellen, hatte bereits 1 1/2 Stunden nach Beginn rund 1000 Unterzeichner. Unterdessen sind es über 5000. Anzahl weiter steigend. Man darf gespannt sein. 

Einen Bericht dazu gibt es auch im Lokalteil des Nieuwsblad

Ostende (B), 25.12.2009 - Pentax K-7, SMC-M 4.5/80 - 200 mm

Donnerstag, 21. Juli 2022

Die Telekomiker mögen kein billiges Benzin

Seit heute morgen habe ich versucht, jemandem, der einen Account bei der Telekom hat, eine Mail zu schicken. Ging nicht. Ständig gebounced. Wir mailen seit geraumer Zeit täglich mehrmals ohne Probleme hin und her. Bis heute.

Ich habe alles mögliche versucht. Die Nachricht statt aus Thunderbird direkt über die Website bei GMX zu senden ging auch nicht. 

Offenbar hat den Telekomikern irgendwas an meiner Nachricht nicht gepasst. Aber was? Im Text der Nachricht war ein Link zu carbu.be, der allbekannten belgischen Website zum Preisvergleich von Tankstellen. 

Wenn ich den Link rauslasse, geht die Nachricht durch. Da möchte man vor lauter Kopfschütteln glatt ein Schleudertrauma kriegen.

Montag, 18. Juli 2022

Klara macht Dudelfunk

 



Wenn bei De Zomer van Klara mindestens einmal am Tag die ewige Pavane von Herrn Fauré läuft, ist ohne Frage ein neuer Tiefpunkt erreicht. 

Dienstag, 25. Januar 2022

Ab Freitag fotografieren verboten!


Luftbilder und Satellitenaufnahmen der beiden belgischen Atomkraftwerke waren schon länger verboten, ab Freitag, den 28.1.2022, darf man sie ohne ministerielle Genehmigung überhaupt nicht mehr fotografieren oder filmen. Was das soll, wissen wohl nur der Himmel und Annelies Verlinden als zuständige Ministerin. 

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die für 2025 vorgesehene Stilllegung wegen der gestiegenen Energiepreise nun doch wieder auf der Kippe steht.

Quelle: La Meuse

Das obere Foto zeigt das AKW Tihange bei Lüttich (2009), das untere die Anlage in Doel bei Antwerpen (2010).

Samstag, 22. Januar 2022

Pentax: der Rückzug vom Rückzug?

Der angekündigte Rückzug aus dem Einzelhandel soll angeblich nur für Japan gelten.

Freitag, 21. Januar 2022

Wenn Sie diese Würste gegessen haben...

...und Sie kriegen innerhalb von 12 bis 48 Stunden Fieber, Magenkrämpfe und Durchfall, dann bringen Sie sie zurück zu Aldi. Steht da. Ehrlich. In La Meuse.

Pentax: Seltsame Dinge...

...werfen mit ihren Schatten um sich. Zum 1. April 2022 will Ricoh-Pentax angeblich nur noch über eigene Stores verkaufen und statt Massenfertigung 'werkstattmäßig' nach Kundenwunsch bauen - was immer das heißen soll. 

Die vollständige Meldung gibt es bei Petapixel.