Dienstag, 23. Oktober 2018

Das waren noch Zeiten

1996 sind wir offenbar zu Karneval nach Boulogne geflohen. Dieser Tage hat sich beim Sortieren alter Papiere die Hotelrechnung dazu gefunden.

Hamiot gibt es in Boulogne noch heute und das Haus ist vor allem wegen seiner bodenständigen Gastronomie weithin ein Begriff.

Die Lage direkt am Hafen tut ein übriges. Das hier berechnete Zimmer 35 war jahrelang 'unser' Zimmer bei den diversen Aufenthalten - mit direkter Aussicht auf Fähren und Hochöfen.

800 Franken für die 5 Nächte sind laut den historischen Währungsrechnern im Internet rund 120 Euro gewesen. Bei unserem ersten Aufenthalt anno 1987 waren es noch 90 Franken pro Nacht, umgerechnet 30,- DM oder 15 €. 

Samstag, 20. Oktober 2018

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (28)

Heute: Liebe Firma EDNA

Wenn ich auf Youtube noch einmal zwangsweise mit ansehen muss, wie Euer blöder kurzsichtiger Koch irgendwelche dämlichen Tiefkühlbrötchen belegt, kotz ich!

Was soll das überhaupt? Ich habe keine Kneipe oder Kantine. Das ist nicht nur sinnlos, sondern absolut kontraproduktiv. 

Montag, 15. Oktober 2018

Straßenbahn Charleroi - La Louvière 1990

Manche Dinge dauern halt etwas länger, aber nach immerhin 28 Jahren habe ich es am Wochenende doch noch geschafft, eine erste Fuhre meiner Videoaufnahmen der Straßenbahnlinie 90 von Charleroi nach La Louvière ein wenig aufzumöbeln und zu Youtube hochzuladen. 

Viele Jahre ist das alles daran gescheitert, dass die Videobearbeitung in analogen Zeiten eine mächtig aufwendige Angelegenheit war. Schon erstaunlich, wie flott und einfach das heute am Rechner geht.





Aufnahmen vom Sommer 1990 mit einem Sony Hi8-Camcorder V6000. Der hat damals 5000 Mark gekostet. Für die zugehörigen Schnitt- und Titelgeräte wären noch ein paar Tausender fällig geworden. Daraufhin habe ich das ganze Videogedöns schnell wieder aufgegeben. 

Heute lässt jeder billige Camcorder zu 150 Euro dieses damalige Flaggschiff von Sony derart alt aussehen, dass man nur staunen kann, und die Bearbeitung am Rechner ist fast schon ein Kinderspiel. Auf dem Gebiet hat es wirklich Fortschritt gegeben. 

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (27)

Heute: Wenn der gute Zweck hinter der Bezahlschranke verschwindet

In Ostbelgien ist am Freitag die zweite Ausgabe des Männer-Aktkalenders gegen Homophobie vorgestellt worden. Viel mehr zum Thema erfahren wir leider nicht, denn der zugehörige Artikel steht beim Grenzecho aus Eupen hinter der Bezahlschranke und als einzige Alternative gibt es noch Facebook. Wo man ihn gar kaufen könnte, bleibt ebenfalls das Geheimnis der zahlenden Grenzecho-Leser und der Facebook-Anhänger. 

Schade, eigentlich. 

Sonntag, 14. Oktober 2018

Schlechte Zeiten für belgische Dieselfahrer

Bei Lukoil (vormals Jet) in Eupen sehen die Kraftstoffpreise heute wie folgt aus:

Eurosuper 95 E10: 1,335 €
Super Plus 98 E5: 1,402 €
Diesel: 1,454 €
LPG: 0,548 €

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen... Diesel teurer als Super Plus! Man beachte auch den günstigen Gaspreis. Am Dienstag soll der gesetzliche Höchstpreis für Diesel laut carbu.be nochmals steigen. 

Belgische Luftwaffe schießt sich selbst ab

Der belgischen Marine sind sämtliche U-Boote abgesoffen. Sie hatten einen Tag der offenen Tür veranstaltet. 

Das ist einer der in Frankreich so beliebten Belgierwitze, der histoires belges. Die folgende Geschichte könnte aus derselben Ecke stammen, ist aber dummerweise letzte Woche wirklich so passiert. 

Auf der belgischen Luftwaffenbasis Florennes hat ein Wartungstechniker am Boden mit der Bordkanone eines Kampfflugzeugs vom Typ F-16 versehentlich ein in der Nähe geparktes zweites Flugzeug desselben Typs beschossen. Das getroffene Fluggerät war mit 10.000 l Kerosin frisch betankt und ist spektakulär explodiert. Mehrere weitere F-16 wurden durch den Kugelhagel und die Hitze des Brands leicht beschädigt. Der Techniker selbst hat durch den Knall der Explosion einen Gehörschaden erlitten. Sonst sind zum Glück keine Verletzten zu beklagen. 

Schon länger streiten in Belgien Militärs und Politik darüber, ob diese Flugzeuge veraltet sind und ersetzt werden müssen. Irgendwer scheint hohes Interesse an einer Neubeschaffung amerikanischer Düsenjäger zu haben. Er letztens kam heraus, dass ein Bericht, nach dem die F-16 durchaus noch für einige Jahre gut seien, dem Verteidigungsminister verheimlicht worden war. 

Vielleicht versuchen sie jetzt, sie auf diese Weise loszuwerden. 

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Kein WLAN mehr in Bussen und Bahnen von De Lijn

Das flämische Nahverkehrsunternehmen De Lijn bietet seit 2014 in Antwerpen, Gent und auf der Küstentram kostenloses WLAN an. Damit ist nun wieder Schluss, nachdem sich gezeigt hat, dass es in letzter Zeit kaum noch genutzt wird. Die meisten Fahrgäste hätten selbst 4G-Zugänge mit üppigen Datentarifen und keine Lust, auf das WLAN-Netz in den Bussen und Bahnen umzuschalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Stattdessen wolle man das digitale Angebot mit Apps für Echtzeit-Informationen und papierlose Fahrscheine verbessern. 

Vor dem gleichen Hintergrund hat auch die Staatsbahn SNCB nicht die Absicht, ihre Züge mit WLAN auszustatten. Es gibt jedoch WLAN in 27 größeren Bahnhöfen und das soll auch so bleiben. 

Die Kopfhörer-Mauser

Es scheint ein generelles Problem mit billigeren Kopfhörern zu sein, jedenfalls denen von AKG und Audio Technica - sie kommen alle paar Jahre in die Mauser. Dann pellt sich die Oberfläche des Kunstleders von Kopfbügel und Ohrpolstern in vielen kleinen Schnipselchen ab. 

Das Thema hatten wir hier vor einigen Jahren schon einmal. Zur Ergänzung heute noch eine kurze Anleitung zum Wechsel beim ATH-M50. 

Ich hätte mir letztes Mal merken sollen, wie es geht, dann hätte ich eben nicht völlig unnötig den halben Kopfhörer zerlegt.

Die Polster der Kapseln werden einfach ab- und die Neuen übergezogen.  

Danach kommt das eigentliche Problem: der Austausch der Belederung des Kopfbügels. Hierzu müssen als erstes die beiden Kunststoffteile an beiden Enden dieses Bezugs abgebaut werden. Das geht einfach nach Lösen der vier Schrauben auf jeder Seite. Den alten Bezug zerschneidet man mit der Schere, um ihn zu entfernen. Soweit, so simpel. Zum Überziehen des Neuen muss jedoch die rechte Kapsel abgebaut werden. 

Hierzu sind insgesamt drei weitere Schrauben zu entfernen. Zwei am rechten Gelenk, das ist das Teil, das mit "R" markiert ist. Danach kommt eine klitzekleine Leiterplatte zum Vorschein, über die das aus dem Kopfbügel von der anderen Seite kommende Kabel mit dem Kabel zur Kapsel verbunden ist. Dort löten wir das vom Kopfbügel kommende Kabel ab. Dann noch die Schraube herausdrehen, mit der die Leiterplatte befestigt ist, und die Kapsel ist komplett vom Rest getrennt.

Nun kommt der eigentliche Spaß. Denn jetzt muss das neue Polster über den Kopfbügel gezogen werden. Das erfordert viel Geduld und Gefühl, und wer das in weniger als einer halben Stunde schafft, war gut. Wer zu spontanen Unmutsäußerungen neigt, sollte vorher die Fenster schließen. 

Danach wird die rechte Kapsel in umgekehrter Reihenfolge wieder angelötet und montiert, und mit etwas Glück ist für die nächsten zwei bis drei Jahre Ruhe. 

Und wer ohnehin einen neuen Kopfhörer kaufen will, der nimmt einen DT 880 oder 770 von Beyer. Bei denen ist der Bezug des Kopfbügels aufgeknöpft, hält ewig und die klingen auch viel besser. 

P.S.: Und beim nächsten Mal mache ich ganz bestimmt zur Veranschaulichung ein paar Fotos. Wenn ich daran denke...

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Lügner!

Ein Lügner sei ich, hat die Trulla vom "Windows Technical Department" in ihrem kaum verständlichen Englisch gesagt. In ihrem System stände, dass ich sehr wohl einen Windows-Rechner hätte. Und warum ich sie belügen würde, wollte sie wissen.

Meine Frage, ob sie als Kind vielleicht irgendwann zu heiß gebadet worden sei, hat sie nicht verstanden oder nicht beantworten wollen. Stattdessen hat sie unter wüsten Verwünschungen aufgelegt. 

Allmählich nerven diese Pfeifen. 

Dienstag, 9. Oktober 2018

Ganz schön schrill

Dieses Bild wird in wenigen Wochen Geschichte sein. Die Neubaustrecke für die direkte Verbindung von Westende nach Nieuwpoort über die Küstenstraße ist fast fertig und dann ist es vorbei mit dem malerischen Schlenker der Küstentram durch Lombardsijde Dorp.  

Weniger traurig werden wohl die Anwohner an der hier gezeigten Kurve vom Zeelaan zum Dorpsplein sein, denn da quietscht die Straßenbahn ganz mächtig. Richtig heftig wird es, wenn sich zwei Züge begegnen: 



Die Tonaufnahme ist einen Tag jünger als das Bild und das Aufnahmegerät stand auf der Außenseite der Kurve. Deshalb sind im Ton sozusagen die Seiten vertauscht. Die erste Bahn in Richtung Ostende fährt von links nach rechts und die zweite nach De Panne kommt von der rechten Seite. 

Um den korrekten Eindruck zu erhalten, muss man das schon ordentlich laut hören, am besten per Kopfhörer. Für anschließenden Tinitus übernehme ich allerdings keine Haftung. 

Lombardsijde (B), 3.10.2018 (Ton 4.10.) - Foto: Pentax K-3, DA 18-135 mm - Audio: Zoom H4n 

Samstag, 6. Oktober 2018

Dunkerque by Day

Dieselbe Stelle, einige Stunden später. Die Brücke an der Schleusenausfahrt ist hochgeklappt und die CFL Prospect macht sich auf den Weg zum Terminal Multivracs, um sich ihre nächste Ladung abzuholen.

Dunkerque (59) 6.10.2018 - Pentax K-3, DA 18-135 mm

Freitag, 5. Oktober 2018

Dunkerque by Night

Der Leuchtturm und die Ecluse Trystram, die kleinste der drei Seeschleusen in Dünkirchen, benannt nach Jean-Baptiste Trystram, der sich im 19. Jahrhundert um Stadt und Hafen sehr verdient gemacht hat.  

Dunkerque (59), 5.10.2018 - Pentax K-3, DA 1.8/50 mm

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Attangtiveumang!

Nach langen Jahren, in denen die Lautsprecherdurchsagen auf den Kanalfähren der P&O in einem abenteuerlichen Franglais erfolgten, das oft genug total unverständlich war, haben sie sich nun die regelmäßigen Ansagen von einem echten Franzosen einsprechen lassen. Soweit, so gut. Sie haben es wahrscheinlich selbst garnicht bemerkt, aber der kommt unüberhörbar aus dem tiefsten Süden.

Veuillez écouter attangtiveumang le messageuh suivang...

Das hört sich etwa so an, als hätten sie auf den Seebäderschiffen nach Helgoland die Durchsagen von einem Bayern sprechen lassen und erzeugt bei den zuhörenden Franzosen entsprechende Heiterkeit. Aber es wird ja sowieso viel zu wenig gelacht auf den Fähren. 

Dienstag, 2. Oktober 2018

Seven Sisters 2018

Ja, ist denn schon wieder ein Jahr vorbei? 

So ist es, ein Jahr und ein Tag sogar, um genau zu sein, denn dieses Mal ist die Seven Sisters erst am 2. Oktober in Dünkirchen angekommen, um hier den Winter zu verbringen. 

Sie ist auch nicht wie üblich aus Dieppe gekommen, sondern direkt aus Newhaven und hat dazu noch einen Abstecher über Calais gemacht, wo sie heute morgen kurz angelegt hat. Schade, denn wenn man das geahnt hätte, dann hätte man ein noch nie da gewesenes Bild machen können. Aber egal. Jetzt ist sie hier und bringt etwas Farbe in den recht leeren Hafen.  

Dunkerque (59), 2.10.2018 - Pentax K-3, DA 18-135 mm

Die drei Schäfer

...haben auch drei Satellitenschüsseln:

Wenn in Frankreich ein solches Ortsschild steht, dann ist das keine geschlossene Ortschaft, sondern ein sog. hameau, zu Deutsch ein Weiler.

Les 3 Bergers (62), 1.10.2018 - Pentax K-3, DA18-135 mm

Montag, 1. Oktober 2018

Sein Kampf

Theo Francken, belgischer Abschiebeminister von der separatistischen N-VA, der gern auch die Geburtstagsfeiern flämischer Altnazis beehrt, hat ein Buch geschrieben: Continent zonder grens. Also Kontinent ohne Grenze. Wie man ihn kennt, meint er wohl das seiner Ansicht nach bedauerliche Fehlen derselben. 

Daraufhin ist er in die FNAC - das ist so etwas wie Saturn, aber mit Buchabteilung - marschiert, um sich am Anblick seines Werks im Regal zu erfreuen und hat es auch gefunden... zwischen Mein Kampf und einem Buch über Donald Trump. Jetzt ist er mächtig sauer, denn das kann er überhaupt nicht verstehen. 

Samstag, 29. September 2018

Pflaster-Duster

Nichts währt bekanntlich länger als ein Provisorium. Und so steht dieser mit Isolierband verarztete Duster seit Jahren morgens bei Auchan in Grande Synthe, wenn wir dort zum Frühstück ankommen. Wenn wir fahren, ist er meistens schon wieder weg.

Heute Morgen habe ich endlich mal daran gedacht, ein Foto davon zu machen.

Grande Synthe (59), 29.9.2018 - iPhone 4

Freitag, 28. September 2018

Leider vorbei

Vorbei die Zeiten, als man in Calais auch im kältesten Winter direkt am Strand im Auto sitzen und solche Bilder machen konnte. Stundenlang haben wir dort abgehangen, BBC Radio 2 gehört, und wenn eine Fähre vorbeikam und das Licht es hergab, mal flott ein Bild gemacht. 

Damit ist jetzt Schluss, denn das ist alles weg, die Parkplätze direkt am Strand ebenso wie die Bänke. Stattdessen gibt es dort nun eine dieser neumodischen Fußgängerwüsten mit Stadtmöblierung und Architektenpetersilie.


Dafür kommt da ein schickes Kongresszentrum hin. Das hat auch dringend gefehlt. 


Mariejeannie

Mariejeannie hat Futter für die Hochöfen nach Dünkirchen gebracht. Heute morgen, als ich das Bild gemacht habe, war sie schon fast völlig entladen. Jetzt, um 22.20 Ortszeit, nimmt sie gerade Bunkeröl auf und Morgen früh um 7.00 Uhr geht es nach Baltimore. 

Dunkerque (59), 28.9.2018 - Pentax K-3, DA 55-300 mm

Donnerstag, 20. September 2018

CAF baut Tram für Lüttich

Jetzt ist es offiziell: Das Konsortium aus CAF und Colas hat den Zuschlag für Bau und Betrieb der neuen Straßenbahn in Lüttich erhalten. In einer früheren Ausschreibung hatte sich Alstom zusammen mit der Bauunternehmung Baguette durchgesetzt. Diese Vergabe war jedoch wegen einer Formalie bei der Finanzierung aufgehoben worden. 

Eigentlich war allgemein davon ausgegangen worden, dass auch diesmal Alstom den Auftrag erhalten würde. Nun haben die Spanier gewonnen, weil sie angeblich billiger waren. 

Bleibt nur zu hoffen, dass die Lütticher Straßenbahnen nicht ganz so futuristisch ausfallen werden, wie die Züge, die CAF für Luxemburg geliefert hat. Derartige Science Fiction auf Rädern dürfte in 15 oder 20 Jahren sprichwörtlich alt aussehen. 

Benelux: Volksbefragung zur Sommerzeit

Die Premierminister Belgiens, Luxemburgs und der Niederlande wollen, dass die drei Länder auch künftig in derselben Zeitzone bleiben. Die Bevölkerung soll nun in 'einer Art Referendum' befragt werden, ob sie auf Dauer die MEZ oder die bisherige MESZ behalten will. 

Dienstag, 18. September 2018

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (26)

Heute: Apple übernimmt das Regiment im Haus

Das heutige Update von Safari deaktiviert ungefragt Adblock Plus und Ghostery. Außerdem nervt es mit ständigen Hinweisen, irgendwelche Webseiten, z.B. Ebay, würden zu viel Speicher belegen und den Browser ausbremsen. 

Und in der nächsten Version können wir dann nur noch die Apple-Website aufrufen, weil die schneller ist, oder wie? 

Herrschaften, irgendwann reicht es. 

Sonntag, 16. September 2018

So schnell gibt Huygen nicht auf

Was ein richtiger Homophober ist, der geht so schnell nicht nach Hause.

Henri Huygen, seit seiner Entgleisung bei einem Dorffest unlängst aus der sozialistischen Partei ausgeschlossen und seines Geschäftsbereichs im Gemeinderat von Ans bei Lüttich enthoben, ist sehr wohl noch Gemeinderat - sozusagen ohne Geschäftsbereich - und kassiert als solcher fröhlich weiter seine 5000 Euro pro Monat. 

Und damit nicht genug, hat er jetzt seine eigene Liste gegründet, um nächsten Monat doch noch bei den Kommunalwahlen anzutreten.

Samstag, 15. September 2018

Zoom präsentiert Ambisonic-Recorder H3-VR

Zoom will bei der IBC diese Woche in Amsterdam erstmals den neuen H3-VR vorstellen, eine Kombination aus einem vierkanaligen Recorder und einem Tetraeder-Mikrofon. B&H-Photo hat das Gerät bereits auf seiner Website und kündigt es für Ende Oktober zum Preis von 350 USD an. 

Wenn man bedenkt, dass das billigste Tetraeder-Mikrofon bisher 1000 Euro gekostet hat, und das noch ohne Recorder, wäre das glatt auch für den Hobbyisten erschwinglich. 

Die Liste der Möglichkeiten liest sich sehr verlockend. Aufnahme im A-Format, Umrechnung im Gerät selbst nach B-Format, Stereo und Binaural. Zusätzliche Software zur Bearbeitung im Rechner. Fernbedienung per iOS-App über Bluetooth. 

Und das alles in einer Form, dass man es, wie alle anderen Zoom-Recorder auch, einfach in die Gegend stellen und sofort aufnehmen kann. 

Die Kurzanleitung gibt es auch schon zum Download. 

Wenn das wirklich alles so funktioniert, wäre das ein ausgesprochen pfiffiges Spielzeug für den Weihnachtsurlaub. Hoffentlich ist es bis dahin auch hier zu bekommen.

Bild: Zoom

Samstag, 8. September 2018

Vestiaires

Umkleide und Vereinslokal am Fußballplatz hinter dem Stahlwerk in Chertal. Aufnahme von 2007. 

Längst abgerissen und der Sportplatz ist auch weg.

Chertal (B), 23.9.2007 - Pentax K10D, SMC-M 1.4/50 mm

Sonntag, 19. August 2018

Dummheit kennt keine Parteigrenzen

Auch wenn es oft so scheint, gibt es homophobe Idioten nicht nur bei den rechten Parteien. Henri Huygen, bis gestern noch sozialistischer Gemeinderat in Ans bei Lüttich und dort zuständig für Umwelt und Chancengleichheit (!), hat es am Freitag wohl lustig gefunden, bei einem Dorffest einen liberalen Gemeinderat zu dessen Schwulsein ausgesprochen blöd anzumachen. Mit Heiteitei und Hüftschwung und allen Dämlichkeiten, die man spätestens seit dem Ende des letzten Jahrtausends für ausgestorben gehalten hätte. Damit nicht genug, hat er anschließend noch allen, die es wahrscheinlich nicht einmal hören wollten, verkündet, sowas sei doch völlig widernatürlich. 

Der Vorsitzende der Sozialisten und vormalige Premierminister Elio di Rupo, selbst schwul, war not amused. Huygen ist gestern von seinem Amt zurückgetreten und bleibt uns nun auch beim Wahlkampf für die Kommunalwahlen im Oktober erspart. 

P.S.: Huygen bestreitet unterdessen alles und ist natürlich nur wegen des Drucks der Medien zurückgetreten und "um seine Gesundheit, seine Familie und seine Partei zu schützen". 

Mittwoch, 15. August 2018

Auntie ist mal wieder doof

Jetzt haben sie bei der BBC die Server von ProXPN, über die wir bisher die Hörfunkprogramme mit 320 kbit geholt haben, auf die Blacklist gesetzt. Da werden wir uns nach was neuem umsehen müssen. Dumm nur, dass ProXPN noch für ein halbes Jahr bezahlt ist.

Gebe der Himmel, dass uns die Verbreitung über Astra 28 Grad per DVB-S noch lange erhalten bleibt. Das VPN ist ja nur unsere Rückfallebene. 

Trotzdem ärgerlich. 

Dienstag, 14. August 2018

Pornographische Niederschläge oder die merkantile Doppelmoral

Die positive Bewertung "Donnerwetter, das ging aber schnell." wird bei Ebay automatisch abgelehnt, weil sie keine obszönen Ausdrücke erlauben. 

Damit, mir zu dem Buch The Great British Recording Studios als weiteres passendes Angebot ein Machwerk mit dem Titel "Fick mich!" vorzuschlagen, haben sie offenbar kein Problem. 

Manchmal staunt man wirklich.

Freitag, 27. Juli 2018

Lütticher Busfahrer streiken gegen Hitze

Die Busfahrer des Depots Robertmont, das für große Teile Lüttichs und der Umgebung zuständig ist, haben heute gestreikt. Das tun sie oft und gern und die Lütticher sind in der Hinsicht Kummer gewöhnt. Wenn ein Fahrer was ausgefressen hat und gekündigt wird, wenn der Fahrplan geändert wird oder auch, wenn es in Brüssel etwas zu demonstrieren gibt, fährt in Lüttich teilweise tagelang kein Bus. 

Diesmal war es wegen der Hitze und der letzen paar älteren Busse ohne klimatisierte Fahrerkabine. Wie ausgesprochen sinnvoll. Die neuen Busse sind längst bestellt und kommen davon keinen einzigen Tag früher. Hauptsache, die Herren Chauffeure haben es wieder einmal allen gezeigt. Halb Lüttich - allen voran die Armen und die Alten -  ist daraufhin in der Affenhitze zu Fuß gegangen. Aber das stört die Fahrer natürlich nicht. Der Fahrgastraum ist sowieso nicht klimatisiert.

Sonntag, 22. Juli 2018

Une vraie histoire belge

Nachträglich zum gestrigen Nationalfeiertag noch eine kleine histoire belge, eine dieser skurrilen Geschichten, wie es sie angeblich nur in Belgien gibt. Hauptdarsteller ist die Rue des Charbonniers in... tja... und da geht es schon los. Denn die eine Straßenseite gehört zu Stambruges und die andere zu Ville-Pommeroeul. Auch das wäre noch nicht berichtenswert, wenn nicht beide Gemeinden auf ihrer Seite jeweils nur die ungeraden Hausnummern vergeben hätten. Es gibt also zwei Nummer 1, zwei Nummer 3 usw.

Was das alles bei der Zustellung von Post, Paketen und Pizza anrichtet, mag sich jeder selbst ausmalen. Der Steuerberater in Nummer 3 auf der einen und die Gynäkologin in Nummer 3 auf der anderen Seite sehen sich jeden Brief genau an, bevor sie ihn öffnen. Bis die Pizza ihren Empfänger auf der richtigen Seite gefunden hat, ist sie oft schon kalt. Und der Pizzabote, der mal eben sein Mobitelefon aus der Tasche zieht, um nachzufragen, hat auch Pech: ab Nummer 5 gibt es kein Netz.

Die Anwohner tragen es mit Fassung und veranstalten sogar jährlich ein Straßenfest, bei dem sie dann gleich wieder Post, Pakete und ein paar kalte Pizzen austauschen. 

Samstag, 21. Juli 2018

Am Wegesrand gepflückt

Musik von Duke Ellington, gespielt von der WDR Bigband, wiedergegeben auf einem gestern in der Südstadt eingesammelten Philips GA2230W von 1964.

Die passende Nadel habe ich auf der Rückfahrt von Lüttich sozusagen am Wegesrand (2ememain.be) gepflückt.

Sowas hat damals laut Prospekt fast 500 Gulden gekostet Entsprechend solide haben sie ihn gebaut, bei der Deutschen Philips in Hamburg. Kombinierter Reibrad- und Riemenantrieb auf einem schweren Druckgusschassis, Magnetsystem mit Diamantnadel. Das war zu der Zeit technisch vom Feinsten. Heute ist der Kleine ein Geheimtipp, der nur selten angeboten wird. Umso größer ist die Freude daran. 

Montag, 9. Juli 2018

In neuen Würden

Wir haben einen neuen Bundesbeauftragten für lupenreine Demokraten. Das Auswärtige Amt hat Gas-Gerd als offiziellen Vertreter der Bundesregierung zur Thronbesteigung von Sultan Recep dem Prächtigen nach Ankara geschickt. 

Sonntag, 8. Juli 2018

Einmal schwarzer Kater

Als hätten sie nicht schon lange genug unter menschlicher Dummheit und Aberglauben gelitten, lesen wir diese Woche im Guardian, dass schwarze Katzen neuerdings auch noch deshalb in den Tierheimen sitzenbleiben, weil sie sich so schlecht fotografieren lassen und auf Selfies und bei Instagramm nichts hermachen. Die Leute haben doch alle einen Knall. 

Zudem gibt es sowieso keine richtig schwarzen Katzen. Denn genauso wie Katzen aller Farben nachts sprichwörtlich grau sind, sind alle schwarzen Katzen in der Sonne mehr oder weniger rot. Dabei ist unser Zenobius, der sich hier so wohlig räkelt, noch etwas ganz besonderes, denn der hat türkisblaue Augen. 

Foto: Pentax K-3, 18-135 mm - 8.6.2018

Samstag, 7. Juli 2018

Wieviele Belgier gibt es eigentlich?


Auf diese Frage gibt es eine ganze Reihe von Antworten. Das Spektrum reicht vom berühmten "Sire, il n'y a pas de Belges!" aus dem Brandbrief des Arbeiterführers Jules Destrée an König Albert I., in dem er schon vor über 100 Jahren erklärte, es gäbe keine Belgier, sondern nur Flamen und Wallonen, bis zu den offiziellen Zahlen des Statistikamts mit rund 6 Mio. Flamen, 4 Mio. Wallonen und knapp 70.000 Germanophonen, wobei letztere sich bekanntlich vehement verbeten haben, den Wallonen zugeschlagen zu werden, auch wenn sie auf dem Gebiet der Région Wallonne wohnen.

Ein alter Witz besagt, es gäbe genau 12 Belgier: den König und die Fußball-Nationalmannschaft. 

Seit zwei Wochen  sind sie erst einmal alle Belgier - Flamen, Wallonen und die Herrschaften aus dem Dachgeschoss. Jedenfalls solange die Siegesserie der Nationalmannschaft, der Diables Rouges, bei der Weltmeisterschaft andauert. Immerhin haben sie es dieses Jahr schon bis ins Halbfinale geschafft. Vielleicht haben ja auch die vielen Linienbusse geholfen, die mit "Allez les Diables" in der Zielanzeige herumfahren. 

Ganz Belgien ist ein Meer von schwarz-gelb-roten Fahnen. Sie hängen an den Häusern, flattern auf den Autos und schmücken die Schaufenster. Nur Bart de Wever, Vorsitzender der flämischen Abschiebe- und Separatistenpartei NVA, hat trotzig die gelbe Fahne mit dem flämischen Löwen aus dem Fenster gehängt. 

Foto: Bahnhof Verviers Central, 6. Juli 2018, kurz vor dem Spiel gegen Brasilien

Freitag, 29. Juni 2018

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (25)

Heute: Geschenkt zu teuer!

Liebe GMX-Werbeheinis, 
wenn Ihr mir zu Eurem tollen Stromtarif ein iPad schenken könnt, dann ist der Stromtarif zu teuer, sonst wäre das nicht drin. Sucht Euch einen anderen Dummen.

Donnerstag, 28. Juni 2018

Auch aus Belgien demnächst keine Mittelwelle mehr

Die Flamen haben ihre Mittelwellensender schon vor einiger Zeit abgeschaltet und nun zeichnet sich auch bei der RTBF das Ende ab. 

Es gibt ohnehin nur noch zwei Mittelwellensender, einen kleinen im Hennegau, der das 2. Hörfunkprogramm Vivacité auf 1125 kHz mit 20 kW ausstrahlt, und den großen Sender in Wavre auf 621 kHz, der das erste Programm La Première mit immerhin noch 300 kW sendet und der im Westen Deutschlands auch tagsüber gut zu hören ist. Dessen Betriebszeiten sind im Mai bereits auf 6 bis 20 Uhr reduziert worden (vorher 5 bis 24 Uhr). Nun kündigt die RTBF die Abschaltung 'in den nächsten Monaten' an.

Damit ist dann im Westen des europäischen Festlands - von ein paar niederländischen Piraten abgesehen - endgültig Sense. Schade. 

Quelle: RTBF

Dienstag, 29. Mai 2018

Take Ninety-Five


Das letzte lebende Mitglied des Dave-Brubeck-Quartetts, der Bassist Eugene Wright, feiert heute seinen 95. Geburtstag. Happy Birthday, Eugene.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Belgien in Dosen

Wegen des Fußballgedöns im Reich Zar Wladimir III. verkauft AB InBev sein Jupiler in Dosen vorübergehend unter dem Namen Belgium. 

Na denn Prost. 

Mittwoch, 9. Mai 2018

Auntie räumt auf

Gestern Abend hat die BBC wieder einmal ein Stück Kultur in die Tonne getreten. Nach 49 Jahren ist auf BBC Radio 2 die letzte Folge von The Organist Entertains mit Moderator Nigel Ogden gelaufen - die wohl weltweit einzige  Sendung, in der es um Kino- und Theaterorgeln, Hammond und bisweilen auch Kirchenorgeln ging, letztere meist mit einem eher ungewöhnlichen Repertoire. 

Dreißig Minuten pro Woche am späten Abend waren wohl mittlerweile zuviel des Guten. Stattdessen gibt es künftig zwei Stunden Sarah Cox mit dem üblichen Radio-2-Gedudel und dem passenden belanglosen Geplauder. Wenig originell. Aber Originalität ist wohl heute im Radio das letzte, was erwünscht ist. Von wegen der Abschaltimpulse, weil sonst die Quote leidet.  

Die letzte Sendung des Organist gibt es -> hier 30 Tage lang zum Nachhören. Thanks, Nigel, good luck and all the best. 

Mittwoch, 2. Mai 2018

Schweinkram!

Manchmal fasst man sich in diesem Hipsterviertel ernsthaft an den Kopf. Geile Frikadellen... Die haben doch einen hochherrschaftlichen Knall.

Köln, 2.5.2018 - iPhone

Freitag, 23. März 2018

Diesel teurer als Benzin

Seit heute liegt der staatlich festgesetzte Höchstpreis für Dieselkraftstoff in Belgien erstmals über dem von Superbenzin. Das war seit einem Jahr das erklärte Ziel der Regierung.

An der Zapfsäule ist Diesel zwar immer noch einen knappen Cent billiger, weil die Mineralölgesellschaften die Autofahrer nicht allzu sehr erschrecken wollen, aber das wird sich wohl bald ändern. 

Die Differenz holen sie sich bis dahin bei denen, die meinen, sie müssten 98er Super tanken. Erst vor ein paar Tagen ging eine Meldung durch die belgische Presse, dessen Absatz habe 2017 um 55% zugenommen. Dazu muss man wissen, dass es  dort seit Januar 2017 kein E5er Superbenzin gibt, sondern nur noch E10, und dem trauen die Leute angeblich nicht.  

Ich fahre seither nur noch mit E10 und davon abgesehen, dass das Zeug stinkt wie eine Hafenspelunke, kann ich bisher keine nachteiligen Effekte feststellen. 

Dienstag, 13. März 2018

Mutter, Tante, Stadtanzeiger

Wer über andere spotten will, sollte seine Fakten richtig beisammen haben, sonst blamiert er sich selbst. Der Kölner Stadtanzeiger zieht heute genüsslich darüber her, dass die Kanadier beim Staatsbesuch des belgischen Königspaars versehentlich die falsche - nämlich die deutsche - Fahne gehisst hatten, bevor der Fehler gottlob noch früh genug bemerkt wurde.

So weit, so gut. Doch dann lesen wir:

Die Fahne hing an einem Baum, den Philippes Mutter, Königin Fabiola, 1977 beim letzten Staatsbesuch eines belgischen Monarchenpaars in Kanada gepflanzt hatte. 

Bardaf, würde der Belgier jetzt sagen, zu Deutsch etwa Bums, Pardauz. Jedenfalls hereingefallen. Philippes Mutter ist Königin Paola. Fabiola war seine kinderlos gebliebene Tante. 

Mehr dazu gibt es bei Wikipedia

P.S., 14.3.2018: Ich hatte ihnen gestern eine Mail, geschickt und sie haben es nach einem Tag doch noch geschafft, den Fehler zu korrigieren. 

Mittwoch, 7. März 2018

Die Rundum-Geldmaschine ist pleite

Im Februar 2009 hatte ich hier über die Firma Giroptic und ihr sonderbares Geschäftsmodell zur Aufbereitung und Veröffentlichung von 360-Grad-Panoramen berichtet. Die haben immerhin fast 10 Jahre durchgehalten. Jetzt sind sie pleite.

Freitag, 2. März 2018

J'aime pas la Chanson

Juliette mag das Chanson nicht. Also das Chanson, das französische. So singt sie jedenfalls auf ihrem gleichnamigen neuen Album. 

Denn das schleicht sich wie ein Dieb ins Haus, knabbert einem das Ohr ab, jammert bei schönstem Wetter herum und umgekehrt, weiß sowieso nicht, was es will, und überhaupt. Das alles vorgetragen im schönsten Musette-Stil:



Und dann sieht man mal bei Youtube nach und findet neben dem herrlich drögen Procrastination noch ein weiteres Juwel: Offenbar zählt die Dame zu den Landratten, die sich rein aus Liebe zur Poesie den Seewetterbericht von BBC und France Inter anhören. Schon schreibt sie ein höchst vergnügliches Liedchen über einen Tag in etwas melancholischer Stimmung. Un jour à Météo Marine...





Wieder etwas, auf das ich nie gekommen wäre, hätten sie es nicht Montagabend bei FIP vorgestellt. Die Sendung kann man übrigens -> hier nachhören. 


Donnerstag, 1. März 2018

Nieten

Dass die französische Polizei bisweilen ihren ganz besonderen Charme hat, wissen wir schon länger. Dieser Tage haben sie sich in Quiévrechain einen Belgier vorgenommen. Er habe seinen Gurt gerade erst angelegt. Logisch, hat der Belgier gemeint, er sei ja auch gerade erst eingestiegen. Na gut, dann seien seine Kennzeichen halt nicht vorschriftsmäßig. Wie bitte...? 

Es muss wohl in F eine Vorschrift geben, dass die Schilder am Fahrzeug so angebracht werden müssen, z.B. mit Nieten, dass man sie nicht ohne weiteres abmontieren kann. Bei den Belgiern sind sie, wie auch in D, angeschraubt oder in einem Halter eingeclipst. Alles andere wäre in Belgien schon deshalb schwierig, weil man sein Kennzeichen dort zeitlebtags behalten kann und einfach ans nächste Auto schraubt. 

Unserem Belgier haben sie daraufhin den KFZ-Schein abgenommen und er ist dazu vergattert worden, seine Ordnungswidrigkeit auf der Stelle in Ordnung zu bringen. Das alles ist wohl wenige Meter von der Grenze passiert. Eben diese paar Meter ist er daraufhin auf die andere Seite gefahren und hat dem Flic eine lange Nase gemacht. Jetzt muss er nur noch zusehen, wie er seinen KFZ-Schein zurückkriegt. Ach ja, 90 Euro Bußgeld kamen auch noch dazu. 

Ihr seid gewarnt...

Quelle: La Voix du Nord

Samstag, 17. Februar 2018

Ambrosius




Bei der Ausübung seiner Kernkompetenz: Abhängen. Wir brauchen gelegentlich einen neuen Katzenbaum. Es wird eng in der Hängematte.

Donnerstag, 25. Januar 2018

Fischer blockieren Calais

Die französischen Fischer aus Boulogne und Calais blockieren seit heute morgen den Fährverkehr in Calais. Sie protestieren gegen ihre schlechte Lage und die mögliche Erlaubnis des Fischens mit elektrischem Strom durch die EU. 

Besonders die von Boulogne aus operierenden Fischer aus dem niederländischen Urk - das sind die ach so frommen Protestanten, die schon öfter mit unerlaubten Fangmethoden aufgefallen waren und sich letztens im Nebenerwerb auf den Drogenschmuggel verlegt hatten - würden diese Technik gern einsetzen. 

P&O hat umgehend ein Statement getwittert, die Blockade sei utterly unacceptable und die französische Regierung aufgefordert, diesem Treiben unverzüglich ein Ende zu bereiten. Die Briten werden wohl nie verstehen, dass die Franzosen bei sowas völlig anders ticken.

Samstag, 20. Januar 2018

Ungewohnte Töne

Beim AFN Wiesbaden gibt es seit heute Für Elise, Minutenwalzer und Türkischer Marsch in Dauerschleife. Dazwischen die Ansage: "Due to the government shutdown, AFN services are not available."



Keine Kohle, kein Radio. Auch nicht fürs Militär. 

Dienstag, 16. Januar 2018

April, April...

Draußen schneit es bei strahlendem Sonnenschein.

Montag, 8. Januar 2018

Elle l'avait aussi

Nicht nur die von ihr besungene Ella hatte es, dieses tout petit supplément d'âme, das kleine Extra an Seele. Auch sie selbst hatte eine gehörige Portion davon.

Warum France Gall doch eine der Großen war und Gainsbourg seit jeher ein ausgemachter Widerling, das beschreibt die Zeit sehr treffend. 

Montag, 1. Januar 2018

Kein Anschluss...


Heute haben sie in Frankreich die letzten Telefonzellen abgeschaltet.

Les Huttes d'Oye (62) - 31.12.2017