Dienstag, 23. Mai 2017

The Lady is a Tramp

Es gibt wieder neues von den belgischen Damen. Diese hier stapelt auf ihrem Grundstück in Aubel, direkt im Natur- und Wasserschutzgebiet, einen Riesenberg Müll. Das spart Abfallgebühren und ist natürlich wieder ausgesprochen damenhaft. 

Quelle: La Meuse

Montag, 22. Mai 2017

Vor 50 Jahren: L'Innovation

Auf den Tag genau vor 50 Jahren brach im Warenhaus L'Innovation in Brüssel ein Brand aus, der sich rasend schnell durch das gesamte Gebäude ausbreitete. Das 1901 vom Victor Horta entworfene Bauwerk hatte keine nennenswerten Brandschutzeinrichtungen. Es gab keine Sprinkleranlage und viele Notausgänge waren versperrt.

Die örtliche Feuerwehr wurde erst nach einer Viertelstunde alarmiert. Aus weitem Umkreis herangezogene Feuerwehren konnten zum Teil nicht helfen, weil ihre Schläuche nicht an die dortigen Anschlüsse passten.

Schon ein Jahr später wurden in Belgien neue Regeln zum Brandschutz erlassen, in denen Sprinkleranlagen vorgeschrieben und - in Unkenntnis der Risiken - der großzügige Einsatz von Asbest empfohlen wurden.

Heute ist in Brüssel der 251 (andere Quellen sprechen von 323) Menschen gedacht worden, die bei dieser größten zivilen Katastrophe in der belgischen Geschichte ihr Leben verloren haben.

Dienstag, 9. Mai 2017

Bestimmte Erdölprodukte

Die belgische Energiebehörde teilt mit, dass ab morgen bestimmte Erdölprodukte billiger werden: Heizöl, Lampenpetroleum Typ A, B und C sowie Schweröl. Da freuen wir uns aber.

Quelle: La Meuse

Montag, 24. April 2017

Poezenknuffelaars

Das Tierheim im belgischen Ostende sucht Poezenknuffelaars - Miezenknuddler.

Die Idee: viele Katzen werden nur deshalb nicht adoptiert, weil sie den Umgang mit Menschen nicht gewohnt sind, schlecht behandelt wurden oder nur zu scheu sind. Für die suchen sie nun Leute, die sich im Tierheim ein wenig mit ihnen beschäftigen, mit ihnen spielen und kuscheln, damit sie zutraulicher werden. Denn wer schnurrend ankommt, Köpfchen gibt oder wenigstens nicht gleich fauchend wegrennt, der wird eher adoptiert.

Quelle: Het Nieuwsblad, Ausgabe Ostende

P.S.: Bevor sich noch jemand ernsthaft die Zunge verknotet, ausgesprochen wird das als "Pusenknüffelars", wobei das 's' vorn stimmhaft ist, wie in 'schmusen'. :-) 

Freitag, 21. April 2017

Die sind doch wirklich nicht mehr zu retten!

Jetzt reißen sie allen Ernstes in Ostende das schöne Gebäude der Vismijn ab. Offenbar haben alle Proteste von Bürgervereinigungen, dass damit nicht wiedergutzumachender Schaden am Stadtbild angerichtet wird, nichts geholfen. Dienstag stand noch alles.

Ostende (B), 21.4.2017 - Pentax K-3, Sigma 10 - 20 mm

Donnerstag, 20. April 2017

Autofahrer, kommst Du nach Ashford

...dann mach einen weiten Bogen um den dortigen ASDA-Superstore. Der liegt mitsamt dem Kundenparkplatz auf einem Hügel, wo es fast immer ziemlich windig ist. Man muss sich am Automaten ein Parkticket ziehen und das aufs Armaturenbrett legen. Wenn man dann die Tür zumacht, kommt der Luftzug und dreht es um.

40 Pfund!!!

Auf anderen Parkplätzen in England sind diese Parkzettelchen auf der Rückseite leicht sticky. Aber warum sollten sie sich so ein schönes Geschäftsmodell kaputtmachen. Was für eine neue und innovative Nutzung der Windkraft.

Das ellenlange Kleingedruckte auf dem Strafzettel lässt schon erahnen, dass sich im Hintergrund eine Kanzlei typisch angelsächsischer Winkeladvokaten die Hände reibt. Wir haben eben zähneknirschend überwiesen.

ASDA selbst hat mit all dem natürlich nichts am Hut, weil sie den Parkplatz im Outsourcing betreiben lassen. Sie waren really sorry und das wars. Dafür haben sie jetzt einen Kunden weniger.

Montag, 17. April 2017

Für mehr Artenvielfalt...

...im Schilderwald. 

Waldam (62), 17.4.2017

Samstag, 15. April 2017

Naheliegend...

Dunkerque (59), 15.4.2017 - Pentax K-3, 18-135 mm

Ostern ist eine gute Zeit

Jedenfalls zum Fotografieren der Kanalfähren, denn dann ist die Winterüberholung noch nicht lange her. Der Anstrich ist sauber, der Rost kommt noch nicht wieder durch, und auch das Licht ist ordentlich.

Hier sehen wir die Calais Seaways, gestern Mittag in Calais.  

Pentax K-3, 55-300 mm - Calais (62), 14.4.2017

Freitag, 14. April 2017

Strippenzieher

Hier in Dünkirchen liegt der Kabelleger Ile d'Aix, der normalerweise in Calais beheimatet ist, seit einigen Tagen im Schwimmdock. 

Pentax K-3, 18-135 mm

Mittwoch, 12. April 2017

Bald Schluss bei Pentax?

Laut Nikkei plant Ricoh eine große Umstrukturierung, der auch das defizitäre Consumer-Kamerageschäft zum Opfer fallen könnte. Wirklich überraschend wäre das nicht, aber ausgesprochen ärgerlich. 

Nachtrag, 20.00 Uhr: Und schon gibt es von Ricoh ein halbherziges Dementi

Freitag, 7. April 2017

Aldi Talk in Belgien gibt auf

Gestern kam die SMS: zum 6. Juni stellt Aldi Talk in Belgien seinen Dienst für Mobiltelefonie und mobiles Internet ein. 

Hintergrund ist, dass auch in Belgien künftig keine SIM-Karten mehr ohne Identitätsnachweis verkauft werden dürfen. Bislang konnte man dort bei Aldi an der Kasse eine SIM-Karte kaufen, ohne dass jemand nach dem Wer und Woher gefragt hätte. Das waren dann auch ohne jeden Zufall die Karten, mit denen die belgischen Attentäter, die in den letzten beiden Jahren die Anschläge in Paris und Brüssel verübt haben, ihre Telefonate abgewickelt haben.

Alle früher verkauften Karten müssen nun bis Anfang Juni unter Vorlage eines Personalausweises registriert werden. Das ist laut Aldi in ihren Filialen nicht möglich. Wer's glaubt...

Wer eine Aldi-SIM hat und bei BASE die SMS vorzeigt, erhält, wenn er dort einen neuen Tarif bucht, ein Startguthaben von 15 Euro. Dumm nur, dass BASE kein entsprechendes Angebot hat. So können wir nur abwarten, was im Zusammenhang mit der Abschaffung der Roaming-Gebühren im Juni passiert.

Samstag, 25. März 2017

Weiter als der Mond

Das ist die Mole am Westhafen in Dünkirchen, am äußersten Ende des Clipon. 2006 konnte man noch völlig ungehindert mit dem Auto bis dahin fahren.

Heute ist dort das neue Methanterminal, ISPS-Bereich sowieso, es gibt mehrere Kilometer davor schon Schranken und Kontrollposten, und der Normalbürger kommt legal eher auf den Mond als dorthin.

Dunkerque (59), 2006 - Pentax LX, SMC-A 3.5/15 mm

Freitag, 24. März 2017

Ougrée: 3-Millionen-Coup am Hochofen

Wie sich angeblich erst jetzt herausgestellt hat, sind am stillgelegten Hochofen B in Ougrée zwischen 2011 und 2013 rund 400 bis 500 Tonnen Kupfer im Marktwert von 3 Millionen Euro abmontiert und gestohlen worden.

Es handelt sich dabei zur Abwechslung nicht um Elektrokabel, die eher einfach zu zerschneiden und abzutransportieren sind, sondern um die kupfernen Kühlplatten des Ofens, jede rund 2 Tonnen schwer und in Höhen bis zu 30 Meter über der Gießbühne montiert.

Den handwerklichen und logistischen Aufwand kann man sich kaum vorstellen. Sowas wirft man nicht, wie sonst üblich, mal eben über den Zaun und fährt es dann mit einem Mofa-Anhänger ab. Wer das gemacht hat, der hatte Zugang zu Kränen und konnte LKW zum Abtransport einsetzen. So geht man bei Arcelor auch davon aus, dass es interne Mitwisser und Helfer gegeben haben muss. 

Auch im Stahl- und Walzwerk in Chertal wird weiter fröhlich Buntmetall gestohlen. Dort sind es organisierte rumänische Banden, die unter anderem ein ganzes Unterwerk 'entkupfert' haben, das dummerweise noch gebraucht wird. Das darf Arcelor nun wieder instandsetzen. 

Das Foto stammt vom Februar 2007. Damals war der Ofen noch in Betrieb.

Quelle: La Libre

Dienstag, 14. März 2017

Here's to you Q!

Damit es hier nicht immer nur Nachrufe gibt: heute ist er 84 geworden und immer noch gut in Form. 

All the Best, Quincy!


Montag, 6. März 2017

Vor 30 Jahren: Herald of Free Enterprise

Heute vor 30 Jahren ist vor Zeebrugge die Fähre Herald of Free Enterprise gesunken. Dabei sind 193 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums  Leben gekommen.

Zum Schiff und dem Unglück gibt es bei Wikipedia einen ausführlichen Artikel.

Letzte Woche hat BBC Radio 4 unter dem Titel Herald of Disaster ein Doku-Hörspiel zum Thema gesendet. Es kann auf der Website der BBC noch drei Wochen lang abgerufen werden.

Das Foto zeigt ihr Schwesterschiff, die Pride of Free Enterprise, hier bereits als Oleander der Transeuropa Ferries, 2009 im Schwimmdock in Dünkirchen.

Donnerstag, 2. März 2017

Ein iPad ist keine Navigationshilfe

Wenn wir in Calais und Dünkirchen unterwegs sind, ist Marinetraffic eine feine Sache. Man sieht genau, wo sich die Schiffe im Kanal und im Hafen befinden. Das hat mir schon zu manchem Foto verholfen.

Nur eins sollte man damit keinesfalls versuchen: ein Schiff auf See zu navigieren. Wie böse das ins Auge gehen kann, hat der Skipper der historischen Motoryacht Peggotty schmerzlich erfahren dürfen, als er sich am 19. Mai 2016 morgens früh in der Humber-Mündung im dichten Nebel auf sein iPad verlassen hat und mit dem Roro-Frachter Petunia Seaways kollidiert ist.

Das sowas ausgerechnet einem für diesen Bereich zugelassenen Lotsen auf einer privaten Tour passiert ist, macht alles nur noch schlimmer. Er und sein Passagier konnten zwar gerettet werden, aber seine Peggotty ist untergegangen und er darf sich einen anderen Job suchen.

Mehr dazu lesen wir im Untersuchungsbericht, den die britische Marine Accident Investigation Branch letztens veröffentlicht hat.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Gerettet!

In Laos hat es einen Verkehrsunfall gegeben, bei dem zwei Mofas zusammengestoßen sind. Berichten zufolge hat es einige Leichtverletzte gegeben. Zum Glück ist gerade Königin Mathilde auf Unicef-Mission vorbeigekommen. Die ist sofort aus dem Auto gesprungen und hat sie alle gerettet.

Quelle: La Meuse

Montag, 13. Februar 2017

Heute ist Weltradiotag


Wie jedes Jahr feiern die Vereinten Nationen am 13. Februar den Weltradiotag. 

Das Foto zeigt natürlich etwas belgisches: Tuner und Vorverstärker der Firma Servo-Sound aus Brüssel, gebaut in den späten 60er Jahren. Dazu gehören noch zwei kleine Aktivboxen mit einer für diese Zeit und die geringe Größe erstaunlichen Klangfülle.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Nachher, vorher...


So geht das, wenn man aktuelle Meldungen mit alten Archivbildern illustriert. Heute zu bewundern in der Voix du Nord. Man beachte das hierzublog schon bekannte Schild ganz rechts.

Dienstag, 10. Januar 2017

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (24)

Heute: Doch blöd!

In Belgien läuft seit einer Woche der Winterschlussverkauf, nicht nur für Textilien, sondern für alles und jedes. 

Dazu wirbt der Mediamarkt ("Ik ben toch niet gek!") in Flandern auf großen Plakaten mit den Gekste Solden, dem verrücktesten Schlussverkauf. Und verrückt ist der wahrhaftig. Denn aufmerksame Kunden haben schnell bemerkt, dass z.B. eine Nikon-DSLR von 2688,- auf 2897,- € "herabgesetzt" worden war. 

Von der Presse darauf angesprochen, hat ein Vertreter des Unternehmens eine reichlich verschwurbelte Erklärung abgegeben, die - mit Verlaub - eher blöd daherkommt.

Quelle: La Meuse

Samstag, 7. Januar 2017

Immer wieder erstaunlich

...was mit einer modernen DSLR in fast völliger Dunkelheit aus der Hand noch möglich ist. Und das mit Zeichnung von den Lichtern bis in die tiefsten Schatten. 

Calais (62), 7.1.2017 - Pentax K-3, smc DA 1.8/50 mm, ISO 800, 1/30 s bei f4.5

Freitag, 6. Januar 2017

Vlaanderen

So sieht es seit 1. Januar an der Grenze aus, wenn man von Dünkirchen über die alte Route Nationale 1 nach De Panne fährt. Damit auch dem letzten Hans und Fransman klar wird, in welchem Land er ankommt.

Einen Tag früher stand auf dem großen Schild noch oben België und in der Mitte 90.

Zum Anfang des neuen Jahres haben die Flamen im Alleingang auf ihren Landstraßen eine generelle Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h eingeführt. In der Wallonie gelten wie bisher 90 km/h.

So können sie jedenfalls auf dieses Schild statt België jetzt Vlaanderen schreiben. Den Rest kriegen sie früher oder später auch noch hin.

Montag, 2. Januar 2017

Tout confort

Tout confort heißt es in Frankreich, wenn etwas mit allem Komfort ausgestattet ist. Auch hier fehlt es an nichts, vom Kabelfernsehen über die Mikrowelle bis zur Küchenmaschine mit allem Zubehör. 

Und diese beiden gehören offenbar auch dazu, damit wir uns ganz wie zuhause fühlen. Sie sitzen morgens vor der Terassentür, wenn wir die Rollade hochziehen, und wenn wir abends wiederkommen, warten sie schon vor der Haustür.

Auf der Terasse steht ein Futterschälchen, das wohl von unseren Vormietern stammt, und wir haben natürlich gleich am ersten Tag Katzenfutter besorgt, damit es ihnen an nichts fehlt.

Nur ins Haus lassen wir sie nicht, so sehr sie es auch wollen. Unsere eigenen  Katzen zuhause sind reine Wohnungsmiezen und nur gegen Katzenschnupfen und -seuche geimpft, und den Kontakt zu Freigängern mit ungeklärtem Flohstatus meiden wir ohnehin.

Pentax K-3, smc DA 1.8/50 mm