Dienstag, 30. Dezember 2014

Das lustige Reiserätsel







Jetzt dürft Ihr alle mal raten, in welchem Land wir am Montag waren...

Samstag, 27. Dezember 2014

Vervanging Tram, zweiter Akt

Jetzt dürft Ihr endlich mit Fug und Recht behaupten, wir hätten nicht mehr alle Latten am Zaun. Die hat nämlich letzte Nacht der Sturm aus dem Gartenzaun gerissen.

Heute morgen war in Calais wegen Böen bis 160 km/h stundenlang der Fährverkehr lahmgelegt. In Belgien das schon bekannte Spiel: kein Straßenbahnverkehr zwischen Westende Bad und Ostende.

Doch damit nicht genug. Heute war die Küstenstraße zwischen Middelkerke und Ostende auch für den Autoverkehr gesperrt.

Erst ab Mariakerke kam man wieder nach unten. Dort waren die Jungs von de Lijn mächtig im Einsatz. So, wie andernorts heute der Schnee geräumt wurd, waren sie hier damit beschäftigt, den Sand von den Schienen zu räumen.

Der Rest des Tages war eine Mischung aus Sturm und Wasser in allen nur denkbaren Aggregatzuständen, vorzugsweise gleichzeitig. Morgen soll es wieder ruhiger werden.

Freitag, 26. Dezember 2014

Vom Himmel hoch


Na gut, nicht ganz so hoch aber in einer derart platten Gegend ist ein Glockenturm von 58 m Höhe schon ein durchaus prominenter Aussichtspunkt. Genau das richtige, um das neue Pentax HD DA 55-300 mm auszuprobieren.

Das erste Bild zeigt eine der seltenen Ansichten des Arcelor Hüttenwerks von der Landseite. Im zweiten sieht man die Pride of Kent und dahinter die Nord-Pas-de-Calais, beide bei Damen Shiprepair (ex ARNO) in der üblichen Winterüberholung.

Dunkerque (59), 26.12.2014 - Pentax K-3, HD DA 55-300 mm

Faulpelze

Nein, wir waren nicht im Zoo. Diese vier ließen sich gestern nachmittag mitten im Yachthafen von Nieuwpoort die Wintersonne auf den Pelz scheinen.

Nieuwpoort (B), 25.12.2014 - Pentax K-3, HD DA 55-300 mm

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Joyeux Noël

Seit letztem Jahr scheint Gravelines keine gute Gegend für Weihnachtsmänner mehr zu sein. Vorbei die Jahre der liebevoll dekorierten Szenen, in denen der nette alte Herr in Lokomotiven, Lenkdrachen und Hubschraubern drapiert wurde, umgeben von Elfen und Geschenkpaketen.

Schon letztes Jahr hatten sie ihm übel mitgespielt, aber das, was es heute morgen vor dem Rathaus zu sehen gab, geht nun wirklich zu weit. Ein Bild er Verwüstung! Wie soll denn da noch Feststimmung aufkommen?

Gravelines (59), 25.12.2014 - Pentax K-3, SMC DA 18-135 mm

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Once in Royal Dunkirk City

















Im Autoradio läuft BBC Radio 4 mit den Nine Lessons and Carols,
drüben an den Hochöfen bollert die Fackel.

Es muss Heiligabend sein. Schöne Feiertage allerseits.

Dunkerque (59), 24.12.2014 - Pentax K-3, SMC DA 18-135 mm

Immer schön die Ohren warmhalten

Calais, 21.12.2014, SW6, Luft 8 °C, Wasser 7 °C

Dienstag, 23. Dezember 2014

Keine Katzen, auch nicht an der Leine

Jedenfalls nicht zwischen Mitte Mai und Oktober. Und im Augenblick würde wohl kaum eine Katze dorthin wollen. Nikodemus ganz sicher nicht.

Dafür tollen jede Menge riesiger Hunde herum. Kleinere sieht man hingegen überhaupt keine. Wahrscheinlich sind die längst alle weggeflogen, denn hier weht seit Tagen ein ausgesprochen kräftiger Wind.

Calais (62), 21.12.2014 - Pentax K-3, Pentax DA 18-135 mm

Sonntag, 21. Dezember 2014

Weihnachten ist auch nicht mehr...

was es mal war. Zum Vergleich: Gravelines 2010, 2013 und 2014.



















Dafür haben sie jetzt einen Weihnachtsmarkt, der kaum erreichbar ist, weil er den einzigen Parkplatz im Zentrum belegt.

Les Tubas de Noël dieses Jahr war ebenfalls ein Fehlschlag. Letztes Jahr hatten sie es in Wormhout wegen des Wetters kurzerhand in die Mehrzweckhalle verlegt. Diesmal haben sie Wind und Nieselregen in Aire-sur-la-Lys nicht davon abgehalten, auf dem Rathausplatz im Freien zu musizieren. Bei aller Liebe zur Musik...

Samstag, 20. Dezember 2014

Heute auf der Küstentram

Eigentlich wollten wir heute nach Zeebrugge und Ostende in den Hafen. Auf dem Hinweg in Westende fiel allerdings auf, dass die Fahrgäste der dort haltenden Straßenbahn alle in einen bereitstehenen Bus umsteigen mussten, der "Vervanging Tram" auf dem Display hatte.
 

In Westende fuhren alle Züge aus Richtung de Panne über den nächsten Gleiswechsel und wendeten dann rückwärts durch die dortige Schleife. Netterweise gelang mir ein Bild davon mit Tw 6001, dem Urahn aller BN-Gelenktriebwagen an der Küste. 


 













Weiter Richtung Ostende offensichtlich kein Schienenverkehr. Sturm, Unfall? Ich hatte wohl schon einmal gehört, dass sie in dem Abschnitt, der vor Ostende am Strand entlang läuft, bei starkem Sturm den Betrieb einstellen, damit es die Bahnen nicht aus dem Gleis haut, es war auch recht stürmisch, aber so sehr...?
Der Grund wurde aber recht schnell klar. Das Gleis lag teilweise zentimetertief unter Sand! Das hatte ich so auch noch nicht gesehen. 






 













In der Abstellanlage in Ostende steht weiterhin der Achtachser-Prototyp 6102, der unterdessen eine neue quietschgelbe Lackierung (Folie?) erhalten hat. Er ist das einzige echte Zweirichtungsfahrzeug des Betriebs und wird bisweilen zum Abschleppen verwendet. 



 













Zum Schluss noch ein Bild von den Museums-Straßenbahnern aus De Panne, die heute den ganzen Tag damit verbracht haben, ihre Wagen für die Weihnachtssonderfahrten zu schmücken. Das Ergebnis ist anschließend zur Ablichtung nach draußen gefahren worden und ich durfte mitfahren und mitlichten.
















Ab Montag und bis zum Jahresende gibt es Sonderfahrten zwischen De Panne und Koksijde.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

MFL: Urteil erst Mitte Januar

Nord Littoral meldet, dass das eigentlich für die nächsten Tage vorgesehene Urteil des Competition Appeals Tribunal erst Mitte Januar bekanntgegeben werden soll.

In den Leserkommentaren wird bereits die Befürchtung geäußert, das könne auf ein für MFL ungünstiges Ergebnis hindeuten und die Briten wollten durch die Verzögerung der Bekanntgabe vermeiden, dass es im Fährverkehr vor den Feiertagen zu Streiks und eventuell sogar Blockaden kommt.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Seraing demnächst Luftkurort?


Die Hochöfen sind kalt, die Kokerei ist stillgelegt und das Elektrostahlwerk ESB, ehemals Ellwood Steel Belgium, heute als Engineering Steel Belgium im Besitz der deutschen Georgsmarienhütte, schließt auch. 

Seit Juni wird um den Sozialplan gerungen und die Verhandlungen kommen nicht voran, weil die Verhandlungsführer auf Seiten des Unternehmens nach Ansicht der belgischen Gewerkschaften von der deutschen Muttergesellschaft nicht mit ausreichenden Entscheidungsbefugnissen ausgestattet sind. 

Die Arbeiter sind seit Wochen in Kurzarbeit, die Angestellten kommen noch zweimal pro Woche zur Arbeit. Damit dürfte jetzt auch Schluss sein. Gestern haben die Arbeiter stundenlang zwei Mitglieder der Geschäftsführung in Seraing festgehalten, um andere Verhandlungsführer zu erzwingen, seit heute blockieren sie den Angestellten den Zugang zum Arbeitsplatz.

Das Foto zeigt das Werk im Jahr 2008.

Montag, 8. Dezember 2014

Mgr. Léonard will in Rente

Zum Ausklang des Tages noch eine gute Nachricht: André Léonard, der Primat... pardon... Primas der belgischen Katholen hat erklärt, er möchte so bald wie möglich in den Ruhestand.

Da kann man ihm, der meint, AIDS sei "eine Art himmlischer Gerechtigkeit", doch nur die Daumen drücken, dass sein Wunsch möglichst bald in Erfüllung geht.

Die linguistische Höflichkeit der N-VA

Der Verlag des französischsprachigen Wochenmagazins Le Vif/L'Express, in etwa der belgische Spiegel, hat letzten Sonntag in Teilen Flanderns kostenlose Exemplare seiner Zeitschrift in Bäckereien ausgelegt. Jeder, der wollte, konnte sich eins mitnehmen. Soviel Großzügigkeit hat einigen Politikern der flämischen Separatistenpartei N-VA nun überhaupt keine Freude gemacht.

Prompt hat sich Philippe Laeremans, der Vorsitzende der N-VA in Zaventem bitter beim Verlag beschwert. Le Vif/L'Express sei eine französischsprachige Zeitschrift und Zaventem eine rein niederländischsprachige Gemeinde, also nicht etwa eine commune à facilités. Da gebiete es die linguistische Höflichkeit, ausschließlich niederländischsprachige Zeitschriften zu verschenken. Sie könnten ihr Blatt schließlich in der Wallonie oder in Brüssel verteilen.

Derselbe Philippe Laeremans hat letztens noch beim neunzigsten Geburtstag des flämischen NS-Kollaborateurs und Rechtsextremisten Bob Maes eine kurze Ansprache gehalten. Das hat ihm seine linguistische Höflichkeit offenbar nicht verboten.

Statt Pollenindex jetzt der Elektrizitätsindikator

Die belgischen Energieversorger, allen voran die vormals staatliche Electrabel, heute privatisiert und im Besitz der Suez-Gruppe, haben ein Problem. Belgien hat für einen strengen Winter nicht genug Kraftwerkskapazitäten. 

Die Gründe dafür liegen zum einen darin, dass zu viele alte Kraftwerke geschlossen und abgerissen worden sind, die den Franzosen von Suez nicht rentabel genug waren, vor allem aber, dass die halbe belgische AKW-Kapazität wegen verschiedener technischer Probleme abgeschaltet ist. Die belgischen  Atomkraftwerke in Tihange bei Lüttich und Doel bei Antwerpen sind rund 40 Jahre alt und bei beiden Anlagen ist die Hälfte der Reaktoren wegen Rissen im Druckbehälter von der Aufsichtsbehörde stillgelegt worden. Ob und wann sie wieder ans Netz gehen, ist völlig unklar. 

Außerdem hat es in Doel im Sommer eine Notabschaltung gegeben, nachdem große Mengen Öl aus der Turbinenschmierung ausgetreten und in einen Keller gelaufen waren. Es besteht der Verdacht, dass es sich dabei um Sabotage, eventuell sogar mit terroristischem Hintergrund, gehandelt hat. Die Untersuchungen laufen noch.

Das ist aber noch nicht alles. Wenn es im Winter eine längere starke Kälteperiode gäbe, würden auch die vorhandenen Leitungen zu den Nachbarländern nicht ausreichen, um genügende Mengen an Elektrizität zu importieren.

Für diesen Fall gibt es seit diesem Sommer einen Notfallplan, um zu verhindern, dass es zu einem Dominoeffekt kommt und das ganze Netz zusammenbricht. Hierzu sollen in den Verbrauchsspitzenzeiten, z.B. am frühen Abend, gezielt ganze Stadtviertel und Straßenzüge mehrere Stunden lang abgeschaltet werden.  Der Plan hierfür ist im Sommer nicht ohne die üblichen Reibereien zwischen Flamen und Wallonen ausgearbeitet worden, nachdem die erste Fassung ziemlich zu Ungunsten der Wallonen ausgefallen war.

Nun wird in den Nachrichten beim Wetterbericht als neuste Errungenschaft der Elektrizitätsindex angesagt. Auch auf der Website von Meteobelgique ist er zu sehen. Zurzeit steht er auf grün - es sind aktuell keine Abschaltungen zu befürchten. 

Weitere Informationen zu diesen Abschaltungen und Tipps zum Stromsparen gibt es auf der Website offon.be

Das Foto zeigt das belgische AKW Doel, an der Schelde bei Antwerpen.