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Sonntag, 22. Oktober 2023

154

Triebwagen 154 der SNCB noch in der alten rot/weißen Lackierung. Diese Anfang der 60er Jahre gebaute Serie der 'klassischen' Doppeltriebwagen hat die neuere Lackierung nicht mehr erhalten und ist vor 10 Jahren verschrottet worden.

Ort der Aufnahme ist der Haltepunkt Verviers Palais, wobei der Palast der ganz im Hintergrund sichtbare Justizpalast ist.

Panoramafoto, analog, Scan vom Negativ

Verviers (B), 1.9.2000 - Horizon 202

Montag, 16. Oktober 2023

603

Doppeltriebwagen 603 der SNCB erstrahlte im Herbst 2000 im blitzblanken Neulack mit dem seinerzeit neuen Farbschema.

Das hat man inzwischen noch weiter vereinfacht. Jetzt gibt es nur noch komplett weiße Seiten mit roten Türen, um die Ausbesserung nach den ewigen Sprühattacken zu erleichtern.

Hier wartet der 603 im Bahnhof Verviers Central auf die Weiterfahrt.

Panoramafoto, analog, Scan vom Negativ

Verviers (B), 7.9.2000 - Horizon 202

Sonntag, 1. Januar 2023

La Choucroute du Nouvel An

Die Welt mag ja meinen, die Deutschen würden morgens, mittags und abends Sauerkraut essen. Ich behaupte, die Belgier und Franzosen verdrücken deutlich mehr davon. 

Das gilt ganz besonders heute. La Choucroute du Nouvel An, das Sauerkraut am Neujahrstag, ist in Belgien das Neujahrsgericht schlechthin. Epizentrum dieses kulinarischen Phänomens ist Verviers.

Die Metzger dort türmen schon seit Tagen Berge von Sauerkraut, Kassler Koteletts, geräuchertem Speck, Elsässer, Frankfurter und Krakauer Würsten und Mettwürsten auf und die vielen Restaurants, die das Gericht heute anbieten, sind seit Wochen ausgebucht.

Bei der Tradition machen wir gern mit, und das schon seit gestern. Von wegen: ...wenn es wieder aufgewärmt.

Ja, ich weiß, die Bildqualität ist nicht so toll. Ich wollte nur mal eben ein Bild aus dem iPhone in GIMP etwas bearbeiten und drehen und mit meinem Schriftzug versehen. Seid froh, dass Ihr mich dabei nicht gehört habt. Diese Software ist ein eklatanter Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung! Hiermit zum Fortschrott der Woche ernannt. 

Mein uralter Photoshop läuft auf dem neuen Mac leider nicht mehr. 

Mittwoch, 21. Dezember 2022

Zuuugleich!!

Bau der SNCB‑Hochgeschwindigkeitsstrecke von Lüttich nach Aachen parallel zur Autobahn E40. Hinter den orangenen Auslegern sieht man den weiteren Streckenverlauf.

Scan vom Negativ

Battice (B), 16.7.2005 - Contarex, Zeiss Sonar 2/85 mm

Freitag, 17. September 2021

Verviers: Photo Francis abgerissen

Heute haben in Verviers die Arbeiten zum Abriss in der Rue Spintay begonnen. Als erstes hat es vorn auf der Ecke das Gebäude von Photo Francis erwischt. Sie haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, die historischen Leuchtreklamen zu retten.  

Es wird wohl die ganze Straßenseite zur Weser hin verschwinden, nachdem das alles seit über zwanzig Jahren leer gestanden hat, für ein dämliches Einkaufszentrum, das nie gebaut wurde.

Verviers (B), 13.9.2013 - Pentax K-5, SMC-A 2.8/24 mm

Samstag, 24. Juli 2021

Die 15 schockierendsten Fotos...

Die 15 schockierendsten Fotos vom Hochwasser gibt es heute bei La Meuse. Lauter Bilder, die sie uns in den letzten sieben Tagen dutzendfach gezeigt haben.

Man merkt die Absicht und man ist verstimmt.

Mittwoch, 21. April 2021

Lavage en panne

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute keine Autowäsche.

Rue de la Chapelle

Analogfoto, Scan vom Negativ

Verviers (B), 21.6.2000 - Contarex, Biogon 4.5/21 mm

Donnerstag, 30. Juli 2020

Die nächste Pleite

Im belgischen Einzelhandel wird es ungemütlich. Schon letztens haben sie aus den Läden von Blokker - Haushaltswaren, Kleinmöbel, Elektro, alles Markenware - eine Kette vom Resterampen gemacht. Wir brauchen zwei neue Pfannenheber. Die dürfen wir jetzt bei ebay kaufen.

Nun hat es die Schuhladenkette Brantano erwischt. Dort gab es Markenschuhe zu günstigen Preisen, die Verkäuferinnen waren ausgesprochen nett und hilfsbereit und was nicht in der passenden Größe vorrätig war, haben sie aus einer anderen Filiale beschafft. In den beiden Läden in Verviers und Bredene waren wir Stammkunden. Jetzt können wir sehen, wo wir künftig unsere Schuhe her bekommen.

Donnerstag, 4. Juni 2020

Am 15. Juni

...dürfen wir wieder nach Belgien. Wurde aber auch Zeit. Allmählich wird der gute Kaffee von Café Liégeois knapp.

Freitag, 13. März 2020

Belgien: Friterien und Friseure bleiben offen - In Lüttich kein Bus

Gesundheitsministerin Maggie de Bock hat heute im flämischen Rundfunk erklärt, dass Friterien weiterhin öffnen dürfen, jedoch nicht für den Verzehr vor Ort. 

Auch die Friseursalons müssen nicht schließen. Schon drängt sich die Frage auf, ob man seine Tüte Fritten mit zum Friseur nehmen darf, um sie dort während der Wartezeit im Sitzen zu verzehren?

In Lüttich und Verviers fährt wieder einmal kein Bus. Die liberale Gewerkschaft CGSLB - ein Kuriosum wie ein Arbeiterflügel der FDP - hat einen wilden Streik in allen Depots des TEC Liège-Verviers angezettelt. Grund ist der angeblich mangelnde Schutz des Personals vor dem Coronavirus. Dabei sitzen die Busfahrer in Lüttich in geschlossenen Kabinen, teilweise sogar mit eigener Klimaanlage. Aber egal. Zu warm, zu kalt, zu Virus - wenn es was zu streiken gibt, sind sie immer gern dabei, und die Leute sollen ja sowieso zu Hause bleiben.

Samstag, 7. Juli 2018

Wieviele Belgier gibt es eigentlich?


Auf diese Frage gibt es eine ganze Reihe von Antworten. Das Spektrum reicht vom berühmten "Sire, il n'y a pas de Belges!" aus dem Brandbrief des Arbeiterführers Jules Destrée an König Albert I., in dem er schon vor über 100 Jahren erklärte, es gäbe keine Belgier, sondern nur Flamen und Wallonen, bis zu den offiziellen Zahlen des Statistikamts mit rund 6 Mio. Flamen, 4 Mio. Wallonen und knapp 70.000 Germanophonen, wobei letztere sich bekanntlich vehement verbeten haben, den Wallonen zugeschlagen zu werden, auch wenn sie auf dem Gebiet der Région Wallonne wohnen.

Ein alter Witz besagt, es gäbe genau 12 Belgier: den König und die Fußball-Nationalmannschaft. 

Seit zwei Wochen  sind sie erst einmal alle Belgier - Flamen, Wallonen und die Herrschaften aus dem Dachgeschoss. Jedenfalls solange die Siegesserie der Nationalmannschaft, der Diables Rouges, bei der Weltmeisterschaft andauert. Immerhin haben sie es dieses Jahr schon bis ins Halbfinale geschafft. Vielleicht haben ja auch die vielen Linienbusse geholfen, die mit "Allez les Diables" in der Zielanzeige herumfahren. 

Ganz Belgien ist ein Meer von schwarz-gelb-roten Fahnen. Sie hängen an den Häusern, flattern auf den Autos und schmücken die Schaufenster. Nur Bart de Wever, Vorsitzender der flämischen Abschiebe- und Separatistenpartei NVA, hat trotzig die gelbe Fahne mit dem flämischen Löwen aus dem Fenster gehängt. 

Foto: Bahnhof Verviers Central, 6. Juli 2018, kurz vor dem Spiel gegen Brasilien

Montag, 21. November 2016

Mehr Damenhaftes aus Belgien

Eine 57jährige Dame (sic!) aus Soiron - das immerhin den Titel "Belgiens schönstes Dorf" führt - hat in Pepinster einen Unfall gebaut und anschließend zu Fuß Fahrerflucht begangen. Das Auto war nicht zugelassen und hatte seit Monaten keinen TÜV mehr, die Dame hat keinen Führerschein und bei ihr im Auto saß zum Zeitpunkt des Unfalls ein ausgebrochener Häftling aus dem Gefängnis in Lantin. Das ist doch mal wieder ausgesprochen damenhaft.

Quelle: La Meuse

Sonntag, 14. August 2016

Wau!

In Theux bei Verviers eröffnet im September der erste vegane Hundesalon, meldet La Meuse. Es wird nur Hundeshampoo ohne tierische Bestandteile verwendet, das auch nicht an Tieren getestet worden ist. 

Soweit also alles völlig vegan, aber was nehmen die im veganen Hundesalon statt dem Hund?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Tarte au Riz: die Petition


Jetzt gibt es im Internet eine Petition zur Rettung der Tarte au Riz nach dem Originalrezept aus Verviers. Initiator ist das Convivium Slow Food  Metropolitan Brussels.


Dort ist man der Ansicht, die Argumentation der AFSCA sei unsinnig, da die Reistorte samt Füllung gebacken würde und Probleme wegen Keimen in der Rohmilch so erst gar nicht entstehen könnten.

Vielmehr wolle die AFSCA, nachdem sie in ihrem Übereifer bereits den originalen Limburger Käse auf dem Gewissen hat, den Herrschaften bei Danone, Müller und Tuffi ein weiteres Rohmilchprodukt aus dem Weg räumen. Schließlich verdienen die Konzerne nichts daran, wenn die Bauern ihre Milch direkt an die Bäcker verkaufen.

Zur Unterzeichnung der Petition bitte -> hier lang. Danke.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Das Ende der traditionellen Reistorte?

Eine der beliebtesten belgischen Spezialitäten ist ohne Frage die Reistorte, die Tarte au Riz. Ursprünglich stammt sie aus Verviers, aber sie wird schon seit vielen Jahren in ganz Belgien angeboten. 

Obwohl, so gut wie in Verviers ist sie nirgends. Eine richtige Reistorte ist ganz in der Mitte noch fast flüssig.  Je weiter man sich von der Stadt an der Weser entfernt, desto mehr ist sie durchgebacken und in Ostende muss man schon dazu trinken.

In Verviers und Umgebung wird sie zudem aus Rohmilch direkt vom Bauern hergestellt und im Bäckerladen bis zum Verkauf nicht gekühlt. Nur so behält sie ihr unvergleichliches Aroma.

Das hat lange Zeit niemand gestört. Doch in den letzten Jahren hat sich die Föderale Agentur für die Sicherheit der Nahrungskette (AFSCA) dem Kampf gegen die Rohmilch verschrieben. Erstes Opfer ihrer Regulierungswut war der berühmte Fromage de Herve, bei uns auch als Limburger Käse bekannt. Mehrmals hat die AFSCA dem letzten Produzenten, der ihn noch nach dem originalen Rezept hergestellt hat, die gesamte Produktion beschlagnahmt. 

Jetzt geht es der Reistorte an den Kragen. Die soll nach dem Willen der AFSCA künftig nur noch aus pasteurisierter Milch hergestellt und ordentlich gekühlt werden. Nun regt sich selbst in der Politik erster Widerstand gegen diese Maßnahme. Man darf gespannt sein. Und wer die Gelegenheit dazu hat, der sollte dringend noch eine richtige Tarte au Riz aus Verviers probieren, bevor auch sie zu Tode reguliert wird.  

Foto: Wikimedia, Frinck51, CC BY-SA 3.0

Mittwoch, 19. November 2014

Ets. H. Heintz

Gusseiserner Spülkasten, ca. 1960. Heute ist Welttoilettentag.

Electricité Industrielle Belge S.A., Dison (B) - 2001- Contarex, Zeiss Planar 2/50 mm

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Märchen aus uralten Zeiten
















Sticker von Sendern und Sendungen, die es seit vielen Jahren nicht mehr gibt. Aufgenommen in einer längst abgerissenen Halle am alten Standort der EIB in Dison bei Verviers.

Dison (B) - 2003 - Contarex, Distagon 4/35 mm

Sonntag, 13. Juli 2014

Wieder einer weniger

Verviers scheint ein schlechtes Pflaster für Fotoläden zu sein. 

Pont du Chêne, Verviers (B) - 11.7.2014

Freitag, 16. Mai 2014

Fotografieren Sie Verviers, solange es noch steht

Es gibt Dinge, die gehen auch dann nicht weg, wenn man länger nicht davon redet. Das gilt leider auch für das riesige Einkaufszentrum, das sie in Verviers mitten in die Stadt bauen wollen.

Nach etlichen Planungs- und Namensänderungen wird das, was ursprünglich die City Mall werden sollte, nun Au Fil de l'Eau heißen, die Weser wird zum Glück auch nicht mehr in einem riesigen Gully verschwinden, und das ganze Projekt wird nicht ganz so monströs wie zu Beginn geplant. 

Dennoch wird Verviers danach kaum wiederzuerkennen sein. Wer noch Bilder der Stadt im Zustand der letzten Jahre und Jahrzehnte machen will, muss sich beeilen. Die Bauarbeiten beginnen in den nächsten Wochen.

Auch das Gebäude von Francis Photo oben im Bild mit seinen längst historischen Reklameschildern wird dann verschwinden.