Montag, 31. Dezember 2012

Pride of Dover in Aliaga

Vorgestern Mittag haben sie die Pride of Dover im türkischen Aliaga zum Verschrotten auf den Strand gesetzt. Das übliche Spiel: sie streuen Gerüchte über eine Wiederinbetriebnahme, geben einen falschen Zielhafen an und biegen im letzten Moment ab. Damit sind Tatsachen geschaffen, bevor jemand protestieren kann, und sie umgehen die Kosten einer fachgerechten Entsorgung in der EU.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Mobiles Internet in Frankreich

Es tut sich was bei den Internetpreisen für einen mobilen Prepaid-Zugang in Frankreich. Interessantester Anbieter für unsereins ist die olle France Télécom, die heutzutage unter Orange firmiert und in jedem größeren Kaff eine Boutique unterhält.

Für den, der noch keine SIM-Karte hat, kostet sie 8 Euro inklusive 100 MB. Die gibt es für ein Tablett, einen USB-Stick (clé 3G) oder ein Huawei E5 (Domino) unter dem Namen "carte SIM prépayée Lets Go". Aufladungen (recharge) gibt es z.B. für 10 Euro für 1 Woche mit einem Datenvolumen von 1 GB oder 20 Euro für 1 Monat und 2 GB. Da kann man nicht meckern.

Hier noch einmal alles zusammen auf der Website von Orange

Zum Erwerb der SIM-Karte benötigt man eine französische Anschrift. Notfalls halt die Adresse von Freunden oder die Hotelanschrift. Nach irgendwelchen Nachweisen hat noch nie jemand gefragt. Im Zweifelsfall ist das ein Zweitwohnsitz (résidence secondaire), der nicht im Ausweis eingetragen ist. Zahlen kann man bar oder mit Kreditkarte.

Achtung: die Freischaltung bzw. Aufladung muss über ein Festnetztelefon erfolgen. Wir marschieren  in der Orange-Boutique einfach nach hinten zum Service (SAV) durch und da hat sich bisher immer jemand gefunden, der so nett war, das für uns zu machen.

Stand: Dezember 2012

Freitag, 28. Dezember 2012

Seven Sisters und Spirit of France in Dünkirchen

Seit heute morgen liegt die Spirit of France bei den ARNO im Trockendock. Die Seven Sisters liegt immer noch davor, was heute abend eher unglücklich war, denn so verdeckte die fast unbeleuchtete Seven Sisters die Spirit, die von unten aus dem Trockendock hell angestrahlt wurde. Damit war von der üblichen Position bei den Lamaneurs aus kein vernünftiges Bild zu schießen. 

Half also nur, durch die Gitterstäbe des Tors zum Trockendock zu fotografieren. Stativ geht da natürlich nicht. Also die K-5 auf 800 hochgekurbelt und aus der Hand eine 3er-Belichtungsreihe von 1/8 bis 1/60 s bei Blende 4 gemacht. Den Rest hat das Enfuse-Plugin für Lightroom erledigt. Ich hoffe, es gefällt.

Pentax K-5, SMC-A 2.8/24 mm - Dunkerque (59), 28.12.2012

Dienstag, 25. Dezember 2012

Schnell noch ein Weihnachtsbild

...bevor alles wieder vorbei ist. Hier in Frankreich ist der 26.12., anders als in Belgien und Deutschland, schon kein Feiertag mehr.

Gravelines (59), 23.12.2012

Es gibt so Tage...

...da kann man anziehen, was man will, und es sieht einfach nur doof aus. Kennen wir doch alle.

Und, nein, ich hab das nicht gemacht. Das war schon so, als ich um die Ecke kam.

Gravelines (59) - 25.12.2012

Montag, 24. Dezember 2012

...ein Lichtlein brennt

Die Fackel vor dem Hochofen bollert, im Autoradio läuft BBC Radio 4 mit den Nine Lessons and Carols - es muss Heiligabend sein.

Frohe Feiertage allerseits.

Dunkerque - 24.12.2012 - 12 °C, Südwest 7, Böen 8

De Kersttram

Der Verein TTO erhält historische Fahrzeuge der belgischen Küstenstraßenbahn und veranstaltet auch immer wieder Fahrten auf der interessanten Strecke. Zu den Feiertagen gibt es Sonderfahrten mit dem zur Weihnachtstram umdekorierten Triebwagen  des Typs Standard aus der Mitte der 30er Jahre.

Der ganze Wagen ist, inklusive Stromabnehmer, mit Lichterketten geschmückt. Wr haben ihn vorgestern abend noch bei Koksijde gesehen, aber es hat so geregnet, dass ich kein Bild mehr machen konnte. 

Die Aufnahme zeigt ihn mittags im ehemaligen SNCV-Betriebshof De Panne.

De Panne (B) - 22.12.2012

Sonntag, 23. Dezember 2012

Seven Sisters


Unverhoffter Besuch ist ja manchmal die viel freudigere Überraschung. Hier ist sie jedenfalls gelungen.

Die Pride of Kent aus der Kastenbrot-Klasse der P&O war
seit gestern für die frühen Morgenstunden angekündigt, aber die Seven Sisters ist ziemlich unangemeldet hereingeschneit.

So liegen nun beide Schwesterschiffe, die Seven Sisters und die Côte d'Albâtre, in Dünkirchen.

Dunkerque (59) - Pentax K-5, SMC-M 1.4/50 mm, 15 ... 0,5 s, Enfuse

Samstag, 22. Dezember 2012

Larkspur und Gardenia


Nein, das wird keine Gartensendung. So heißen die beiden noch verbliebenen Altfähren der Transeuropa Ferries, einigen vielleicht auch noch als Sally Sky und P&O European Endeavour bekannt. Samstags gibt es am Nachmittag keine Überfahrt und dann kann man beide Schiffe in Ostende fotografieren. Die Bildqualität hat leider etwas gelitten, denn es hat den ganzen Tag ununterbrochen gegossen.

Freitag, 21. Dezember 2012

Neues vom Kanal

Die größte Sensation hatten wir ja schon gestern mit der Pride of Calais in Ostende. Kommen wir nun zu ein paar aktuellen Bildern aus Dünkirchen. Wie erwartet, überwintern die Bretagne und die wieder in die Hausfarben umlackierte Barfleur im Freycinet-Hafen.


Die Côte d'Albâtre liegt bei den ARNO in der hintersten Ecke und ist von nirgends ordentlich abzulichten. Letzte Woche lag sie noch im Schwimmdock. Schade.

Im Außenhafen vor dem Arcelor Hüttenwerk liegt der Erzfrachter Bulk Integrity. Wer um Himmels Willen denkt sich solche Namen aus?

Zum Schluss noch die versprochenen besseren Bilder der Ostend Spirit, heute nachmittag in Ostende. Der Name ist übrigens provisorisch aus Folienbuchstaben aufgeklebt.




Die Pride of Dover ist im Schlepp der Eide Fighter in Richtung Türkei unterwegs. In der belgischen Presse heißt es, sie sei von Transeuropa Ferries gekauft worden und solle dort neu motorisiert werden. Danach soll sie als Ramsgate Spirit zusammen mit der Ostend Spirit, ex Pride of Calais, den Fährdienst auf der Relation Ostende - Ramsgate übernehmen. Zurzeit dümpelt sie östlich von Sizilien im Mittelmeer. 

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Ostend Spirit

Das war ja wohl eine freudige Überraschung. Heute nachmittag auf dem Weg nach Dünkirchen kurz in den Hafen von Ostende geschaut und schon bei der Einfahrt von der Landseite her eine vertraute Schornstein-Silhouette hinter der Vismijn gesehen.

Schlagartig waren vier Stunden Anfahrt in exemplarischem Mistwetter völlig vergessen. Die gute alte Calais ist, wie man bei Wikipedia nachlesen kann, von Transeuropa Ferries für drei Jahre gechartert worden. Sie heißt jetzt Ostend Spirit und ist in Ramsgate registriert. Auch das überrascht, denn die Larkspur und die Gardenia laufen beide unter zypriotischer Flagge.

Als nächstes soll sie zum Umlackieren nach Antwerpen, bevor sie im Januar den Betrieb aufnimmt. 

In den nächsten Tagen gibt es noch ein ordentliches Foto. Das hier ist aus der Hand geschossen. Das Auto war voll beladen und ich kam nicht ans Stativ.

Foto: Ostende, 20.12.2012 -  Pentax K-5, SMC 3,5/135 mm, ISO 1600

Dienstag, 18. Dezember 2012

Haccourt: Zementfabrik schließt

Die Holcim-Gruppe hat angekündigt, dass die Zementfabrik in Haccourt bei Visé wegen des stark zurückgegangen Absatzes in den Niederlanden stillgelegt wird. Für die 43 Mitarbeiter soll nun ein Sozialplan erstellt werden.

Das Foto zeigt eine Panoramaaufnahme der damals bereits verwaisten Krananlage und des daneben verlaufenden Albertkanals aus dem Jahr 2006. Im Hintergrund die Bahnstrecke Tongeren - Montzen. Damals fuhren auch noch 55er Dieselloks. Noblex 150 UX, Agfa Superia 100.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Outreau Technologies jetzt chinesisch

Der letzte Rest der ehemaligen Aciéries Paris-Outreau, die Firma Outreau Technologies, ist im Rahmen der Übernahme der Gruppe Manoir Industries an die chinesische Yantai-Taihai-Gruppe verkauft worden. 

Outreau Technologies ist eine Gießerei, die Herzstücke für Eisenbahnweichen herstellt. 

Samstag, 8. Dezember 2012

Florange: Noch weniger

Unterdessen hat Arcelor bei der EU den Antrag auf Fördermittel für Florange zur Teilnahme an einem Pilotprojekt zur unterirdischen Entsorgung des bei der Stahlerzeugung anfallenden Kohlendioxids zurückgezogen. Er soll erst wieder eingebracht werden, wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Die Stimmung bei den Gewerkschaften ist nahe dem absoluten Nullpunkt. Bei Arcelor versteht man das nun garnicht, wo man bisher doch immer alle Versprechungen eingehalten habe, wie gestern erklärt wurde.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Dave Brubeck


Thank you for the music.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Dünkirchen: Kein Karnevalszug zum Weltuntergang

Aus dem Plan einiger Karnevalisten, am 21. Dezember auf der Digue de Malo zum Weltuntergang einen 'letzten' Karnevalsumzug zu veranstalten, wird wohl nichts werden. Die Stadtverwaltung befürchtet angeblich Ausschreitungen und hat jedwede Veranstaltung dieser Art für ungesetzlich erklärt. 

Auch die entsprechende Seite bei Facebook ist spurlos verschwunden. 

Samstag, 1. Dezember 2012

Florange: Viel Lärm um fast nichts

"Man hat uns die ganze Zeit belogen." So kommentiert Edouard Martin, Verantwortlicher der Gewerkschaft CFDT bei Arcelor Mittal in Florange, das Ergebnis der Bemühungen um die Rettung des Standorts.

Verstaatlichung? Mehrere Interessenten für eine Übernahme? Pustekuchen. Es hat offenbar nicht einen einzigen Interessenten gegeben und die Regierung hat den Mund zu voll genommen.

Dieselbe Regierung, die vergangene Woche noch ihren Industrieminister Montebourg verkünden ließ, Mittal habe seine Versprechen noch nie gehalten, man wolle ihn nicht mehr und werde das Werk vorübergehend verstaatlichen, hat ihren Premierminister Ayrault nun das Ergebnis der Verhandlungen mit Arelor Mittal verkünden lassen.

Die abgeschalteten Öfen bleiben im jetzigen Zustand erhalten, mit der vagen Aussicht, vielleicht in ein paar Jahren im Rahmen eines von der EU subventionierten Pilotprojekts für eine Stahlerzeugung, bei der das entstehende CO2 aufgefangen wird, wieder in Betrieb zu gehen. Natürlich nur, wenn die Marktsituation das bis dahin hergibt.

Außerdem hat sich Mittal angeblich verpflichtet, während der nächsten fünf Jahre 180 Mio. Euro zu investieren. Wofür bleibt unklar. Ist ja auch egal. Sie werden sich genauso daran halten, wie an alle früheren Zusagen. Es soll auch niemand entlassen werden. Heißt es.

Donnerstag, 29. November 2012

Barfleur

Die Deal Seaways heißt seit heute auch im AIS wieder Barfleur. Aktuell liegt sie bei den ARNO neben dem Schwimmdock.

Die NPC pendelt derweil wieder regelmäßig zwischen Calais und Dover.

Schöne neue Eisenbahnwelt



Am 9. Dezember passiert das, womit schon niemand mehr gerechnet hatte. Über fünf Jahre später als vorgesehen fährt der erste Fyra-Hochgeschwindigkeitszug eines Konsortiums von NS, KLM und SNCB planmäßig von Brüssel über Antwerpen und Rotterdam nach Amsterdam. Das ist gleichzeitig das Ende der herkömmlichen Benelux-Züge.

Die Geschichte dahinter hat längst epische Ausmaße angenommen. Eigentlich hätte das alles schon 2007 fahren sollen. Doch beim italienischen Hersteller AnsaldoBreda gab es Probleme mit dem Triebwagen des Typs V250, vor allem mit der Software für das neue Zugsicherungssystem ETCS und der Geräuschentwicklung. Auch ein weiterer Termin 2009 konnte nicht gehalten werden.

Unterdessen stand das Konsortium vor einem Dilemma. Am liebsten hätten sie AnsaldoBreda ihren Murks im Pininfarina-Design komplett zurückgegeben. Dann wäre der Hersteller aber sofort in die Pleite gerasselt und sie hätten mit völlig leeren Händen da gestanden. Ein ähnliches Drama hatte es schon viel früher bei der in den 80er-Jahren neu gebauten Stadtbahn in Manchester gegeben. Da war der gesamte Fuhrpark zur Nachbesserung nach Italien zurück gegangen.

So hatten sie erst einmal herkömmliche E-Loks angemietet und Reisezugwagen der NS im Fyra-Design umlackiert, um überhaupt den Betrieb in Eigenregie aufnehmen zu können. Nach wie vor natürlich nicht mit Hochgeschwindigkeit.

Ab nächste Woche geht es nun tatsächlich los. Dabei ist die Verbesserung für die Reisenden eher fraglich. Nun gut, wer von Brüssel nach Amsterdam fährt, kommt eine Stunde früher an. Dafür muss er aber, ähnlich wie bei Thalys, vorher buchen und reservieren. Einfach wie bisher in den Zug steigen und eine Fahrkarte kaufen? Fehlanzeige. Dafür gibt es ja Frühbucherrabatt. Natürlich nur kontingentiert. Für alle anderen wird es teurer.

Reisende nach Den Haag (immerhin Regierungssitz), Dordrecht und Roosendaal werden künftig länger unterwegs sein. Denn dort hält der Fyra nicht mehr. Wer dahin will, muss sich mit Bummelzügen begnügen und mehrmals unsteigen.

Schöne neue Eisenbahnwelt. Aber Hauptsache, das ist jetzt endlich alles liberalisiert.

Foto: Wiki05, public domain, Wikimedia

Mittwoch, 28. November 2012

Großes Fährentreffen in Dünkirchen

Allmählich füllt sich der Hafen in Dünkirchen und Weihnachten verspricht, fotografisch interessant zu werden.

Bei den ARNO im Trockendock liegt die Berlioz, die bis dahin der Rodin Platz machen dürfte. Davor liegt seit gestern die Côte d'Albâtre, und heute vormittag ist die Bretagne der Brittany Ferries angekommen, wohl um für den Rest des Winters der Barfleur alias Deal Seaways derselben Reederei Gesellschaft zu leisten.

Die Bretagne hatte schon letztes Jahr in Dünkirchen überwintert. Das Foto zeigt sie im Freycinet-Hafen.

Montag, 26. November 2012

Florange: starke Worte

So leicht wie in Lüttich scheint man sich in Florange nicht mit der Stilllegung der Hochöfen abfinden zu wollen. Nun droht die französische Regierung Mittal mit einer Verstaatlichung.

Man wolle keinen Mittal mehr in Frankreich, hat Industrieminister Arnaud Montebourg in einem Interview erklärt, weil die Mittals Frankreich nicht respektierten. Das Problem in Florange seien nicht die Hochöfen, sondern Mittal. Seine Lügen seit 2006 seien unerträglich und er habe nie seine Versprechen gegenüber dem französischen Staat gehalten.

Am ersten Oktober hatte der Konzern die endgültige Stilllegung der letzten beiden Hochöfen in Lothringen bekanntgegeben, und seither läuft das Ringen um eine Erhaltung bzw. Übernahme des Werks, an der Arcelor naturgemäß nicht sonderlich interessiert ist. 

Es gibt wohl zwei Interessenten, die aber nicht nur die Hochöfen, sondern das ganze Werk übernehmen wollen. Das wiederum will Arcelor nicht. 

Nun droht der Minister offen mit einer vorübergehenden Verstaatlichung des Werks. In diesem Fall, schießt Arcelor zurück, sei das Überleben der übrigen Standorte - also vor allem Dünkirchen - mit rund 20.000 Beschäftigten gefährdet.

Am 1. Dezember läuft die Frist für eine gütliche Einigung ab.

Das Foto zeigt das Elektrostahlwerk im benachbarten Gandrange, seinerzeit von Mittal selbst - also noch vor der Übernahme von Arcelor - für einen symbolischen Euro mit großen Versprechungen erworben und unterdessen längst stillgelegt.

Samstag, 17. November 2012

NPC ab Ende nächster Woche

Wenn alles gut geht, heißt es bei My Ferry Link, kommt die Nord-Pas-de-Calais ab Ende nächster Woche wieder zum Einsatz. 

Die ganze Aktion hat länger gedauert, als ursprünglich vorgesehen. Anders als bei den beiden übrigen Schiffen war die Betriebserlaubnis der NPC abgelaufen und die Beschaffung einiger Ersatzteile für das mittlerweile über 20 Jahre alte Schiff ging wohl doch nicht so flott, wie man gedacht hatte.

Als nächstes geht nun die Berlioz für vier Wochen, bis ca. Mitte Dezember, und dann die Rodin in Revision. Die wird voraussichtlich Mitte Januar wieder im Einsatz sein. 

Kapazitätsprobleme werden sie deshalb wohl kaum kriegen. Der Anteil von MFL beim Verkehr über den Kanal lag im September in den verschiedenen Kategorien (PKW, LKW, Busse...) um bzw. weit unter 1 Prozent.

Das Foto zeigt die in Dünkirchen aufgelegte NPC, Anfang 2012.

Nachtrag, 28. 11.: Seit heute ist sie im Einsatz, nachdem sie wohl schon am Samstag in Calais eingetroffen war. Davon war nur auf marinetraffic.com nichts zu sehen, weil sie mit ausgeschaltetem AIS unterwegs war. So ganz vorschriftsmäßig ist das auch nicht.

Donnerstag, 15. November 2012

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (14)

Heute: Netcologne 

Gerade folgende Mail an meinen Internet-Provider geschickt:

Ich habe heute per Telefon für meinen bestehenden Internetzugang bei Ihnen die Option feste IP-Nummer bestellt.

Laut Angaben ihrer Mitarbeiterin im Callcenter dauert es zwei Wochen (in Ziffern: 2 Wochen), das einzurichten, weil die zuständige Abteilung soviel zu tun habe.

Sollte es noch nicht bis in Ihr Paralleluniversum durchgedrungen sein: 

  • wir schreiben das Jahr 2012, 
  • so etwas macht man heute per Computer, und 
  • wir haben in Deutschland über 3 Millionen Arbeitslose.
Immer wieder erstaunlich, mit was für miserablem Service Unternehmen heute noch durchkommen. So etwas hatte ich zuletzt bei der Deutschen Bundespost erlebt und hätte gedacht, solche Reaktionszeiten gäbe es heute nur noch im Vatikan.

Dienstag, 13. November 2012

Das Ende der kirchlichen Feiertage?

Manchmal kann man über die Belgier wirklich nur  staunen. Der Rat für Interkulturalität hat seinen Bericht dazu vorgelegt, wie man seiner Meinung nach in Belgien das Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Ethnien verbessern könnte.

Darin enthalten ist ein Vorschlag der Innenministerin Joëlle Milquet.

Sie regt an, die zehn gesetzlichen Feiertage neu zu ordnen. Der 25. Dezember, der 1. Januar, der 1. Mai, der Nationalfeiertag am 21. Juli und der Heldengedenktag am 11. November sollen bleiben. Entfallen sollen dafür Oster- und Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt, Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen.

Stattdessen soll es drei neue nicht-religiöse Feiertage an festen Terminen und zwei Feiertage geben, die jeder nach Belieben nehmen kann.

In welcher Partei Frau Milquet ist? Sie ist eine der führenden Figuren und ehemalige Vorsitzende des Demokratisch-Humanistischen Zentrums, der vormaligen wallonischen Christdemokraten. 

Man stelle sich nur vor, CSU-Innenminister Friedrichs würde... Nein, das kann man sich beim besten Willen nicht vorstellen.  

Foto: Seraing (Lüttich)

Freitag, 9. November 2012

Pride of Dover verkauft

Laut Nord Littoral ist die Pride of Dover an ein deutsches Unternehmen verkauft worden. Sollte das etwa der gleiche Laden sein, der auch die Renoir und die Cézanne nach Indien verschachert hat?

Donnerstag, 8. November 2012

Brussels Philharmonic schafft die Noten ab


Das Brussels Philharmonic Orchestra schafft die Noten ab. Natürlich nicht ganz, sondern nur die auf Papier. Stattdessen erhalten alle Musiker ein Samsung Galaxy Tablet. Dessen 16 GB großer Speicher nimmt etwa 1000 Partituren auf.

Das spart jede Menge Arbeit für das Kopieren, Binden und Verteilen der Partituren und für das Übertragen der vielen von Hand gemachten Anmerkungen der Musiker auf die Noten der übrigen Instrumentalisten. All dies übernimmt künftig eine eigens entwickelte Software des belgischen Unternehmens NeoScores, die auch dafür sorgt, dass die Künstler während des Konzerts nicht durch ankommende Mails oder Nachrichten gestört werden.

Auch finanziell ist die Umstellung interessant, denn bisher sind jedes Jahr rund 25.000 Euro an Kosten für Papier, Kopien und Bindezubehör angefallen.

Mittwoch, 7. November 2012

Dieppe Seaways unterwegs

Die Dieppe Seaways (ex Molière) ist gestern Abend von Dünkirchen nach Calais gefahren und gerade unterwegs nach Dover. Die Deal Seaways (alias Barfleur) liegt dafür in Dünkirchen.

Bei marineraffic.com gibt es ein erstes Foto der umlackierten Molière. Das Seafrance-Farbschema hat ihr deutlich besser gestanden. Vor allem der komplett dunkelblaue Schornstein dominiert doch sehr stark.

Freitag, 2. November 2012

Seafrance Renoir, Manet und Cézanne werden versteigert

Nein, das ist kein Scherz. Alle drei Schiffe kommen tatsächlich am Mittwoch, dem 7. November beim noblen Pariser Auktionshaus Drouot unter den Hammer. 

Es handelt sich natürlich nur um Modelle im Maßstab 1:100 bzw. 1:200. Die sind dafür aber absolute Unikate. Genau gesagt geht es um mehrere Modelle der Cézanne und der beiden Sealink-Fähren Champs Elysées und Côte d'Azur, der späteren Seafrance Manet und Renoir, aus verschiedenen Epochen. Weiterhin einige ältere Sealink-Schiffe, z.B. die Saint Anselm.

Aber nicht nur diese Schiffsmodelle kommen zum Aufruf, sondern auch weitere Memorabilien aus dem Bestand der Seafrance, außerdem massenhaft Gemälde, Kunstdrucke, Teppiche, Möbel, Antiquitäten, edles Porzellan und Besteck, Figuren, chinesische Vasen, Dekorationsstücke und Medaillen. Alles in allem eine üppige Grundausstattung für einen gediegenen Antiquitätenladen mit einer eigenen Devotionalienabteilung - diverse Kruzifixe, eine südamerikanische Statue der Heiligen Rita aus dem 19. Jahrhundert und Butterdosen aus Delfter Porzellan mit Motiven aus dem Leben Christi. Der Online verfügbare Katalog umfasst 122 Seiten! Der Himmel weiß, wofür sie das alles angeschafft hatten.

Das Interesse ist laut dem Auktionshaus bereits jetzt enorm. 

Das Foto zeigt die Renoir 2009 im Hafen von Dünkirchen auf dem Weg zu ihrem letzten Liegeplatz im Stadthafen, bevor sie ein Jahr später die Reise nach Indien angetreten hat.

Dienstag, 30. Oktober 2012

So ein Mac ist langweilig

Der komplette Umzug von einem Mac Mini mit Dual-Core auf einen neuen mit Quad-Core inklusive Migration von Snow Leopard nach Mountain Lion hat gerade mal vier Stunden gedauert. Alles funktioniert, keine Probleme.

Wie langweilig!

Dabei hätte man unter Windows mit Sicherheit morgen, den Feiertag und noch das ganze Wochenende seinen Spaß haben können.

Noch mehr neues vom Kanal

Also doch. Heute steht es im Nord Littoral. Die Molière kommt nach Calais. Und wer will, kann sie und die beiden anderen Schiffe ganz umsonst ausprobieren. My Ferry Link bietet in Anzeigen in der örtlichen Presse während der Allerheiligenferien vom 5. bis 9. November kostenlose Tagestouren an. Weil das aber im Buchungssystem nicht vorgesehen ist, wird die Kreditkarte bei der Buchung mit einem Eurocent belastet, den es beim Check-In zurück gibt.

Auch wenn man am Kanal seit jeher einiges an Ankündigungen und Dementis gewöhnt ist - manchmal staunt man schon. Grund dafür, die Molière nun doch nicht nach Dünkirchen einzusetzen, sind laut LD/DFDS die Kosten für den Umbau, damit sie dort an den Anleger passt. Als wäre das seit dem Einsatz der Norman Spirit im letzten Winter nicht allgemein bekannt gewesen.

Derweil kündigt die britische Wettbewerbsbehörde eine gründliche Untersuchung der Übernahme von Seafrance an. Das Ergebnis wird zum 14. April erwartet und könnte zu einem wettbewerbsrechtlichen Verfahren bei der EU-Kommission führen.

Foto: Rodin im September 2012 in Calais

Montag, 29. Oktober 2012

Neues vom Kanal

Die Berlioz ist soeben wieder in Calais eingetroffen und die Molière liegt seit heute morgen bei den ARNO im Trockendock.

Und hier noch die neusten Gerüchte: Die Molière kommt doch von Calais aus zum Einsatz, die Delft Seaways bleibt in Dünkirchen und die Norman Spirit geht diesen Winter in eine große Revision, bei der sie gleichzeitig in die DFDS-Farben umlackiert und in Calais Seaways umbenannt wird. Das kann man jetzt glauben oder auch nicht. Logisch wäre es auf jeden Fall.

Pentax: Das ging jetzt aber fix

Da haben sie sich aber mächtig angestrengt in Vechelde. Nachdem sie beim Basis-Check meiner K-5 - wie dieser Tage gebloggt - die hängende Auslösertaste übersehen hatten, habe ich ihnen die Kamera zurückgeschickt.

Mittwochs hier abgeschickt, Donnerstag dort angekommen, noch am gleichen Tag repariert und auch wieder zurückgeschickt. Freitag war sie wieder in Köln. 

Und nächstes Mal kriegen wir das einfach beim ersten Mal hin. Jedenfalls angenehm, dass es eine Alternative zu Maerz gibt.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Calais: Kollision...

Nord Littoral hat einen ausführlichen Artikel zur gestrigen Kollision im  Hafen von Calais. Die Pride of Burgundy lag an Anleger 9, die Berlioz an 8. Das sind die beiden Anleger hinten im Hafen. 

Zum Zeitpunkt des Unfalls zogen starke Graupelschauer durch die Region. Die Windgeschwindigkeiten lagen bei 35 Knoten, Böen 45. Der Hafen Calais hat unter solchen Bedingungen das Problem, dass der Wind fast immer quer zu den Schiffen weht, was das An- und Ablegen sehr schwierig macht.

Die Burgundy hatte eigens zwei Schlepper angefordert, die aber nicht verhindern konnten, dass sie beim Passieren der Berlioz durch eine einzelne noch stärkere Bö gegen deren Seite gedrückt wurde. Dabei hat der an Steuerbord nach außen ragende Teil ihrer Brücke bei der Berlioz den Außenbereich des Oberdecks abgeräumt, die Reling beschädigt und zwei Rettungsboote aus den Halterungen gerissen. Bei der Burgundy sind auf der Brücke ein paar Fensterscheiben zu Bruch gegangen.

Sie haben die Burgundy daraufhin wieder angelegt und die rund 200 PKW-Passagiere zurück an Land gebracht. Die LKW und deren Fahrer sind an Bord geblieben und das Schiff hat seine Fahrt nach England aufgenommen, nachdem man die Fenster auf der Brücke abgedichtet hatte.

Die Berlioz hat man auf die andere Seite des Hafenbeckens an den Industriekai gebracht, um deren Schäden näher zu untersuchen.

Währenddessen hat die Spirit of France fast drei Stunden lang vor Calais warten müssen, denn die beiden neuen Superfähren können nur an 8 und 9 anlegen.

Die Berlioz ist heute Vormittag zur weiteren Untersuchung und Reparatur nach Dünkirchen gefahren.

Quelle: Nord Littoral

Samstag, 27. Oktober 2012

Calais: leichte Kollision zwischen Berlioz und Burgundy

Die Voix du Nord berichtet gerade, dass die Pride of Burgundy heute morgen gegen 11 Uhr beim Ablegen vom Wind gegen die am Anleger vertäute Berlioz gedrückt worden ist. Der Meldung zufolge hat es nur Sachschaden gegeben.

Update, 19,00 Uhr - Die Burgundy fährt ganz normal. Die Berlioz hat Calais hingegen seither nicht mehr verlassen.

Molière: doch Calais?

Die Nachrichtenlage ist gelinde gesagt unübersichtlich. Bei der Online-Ausgabe der Voix du Nord steht ein Artikel, der nur für Abonnenten zugänglich ist. Die Überschrift fragt, ob die Molière doch von Calais aus zum Einsatz kommt. In einer Bildunterschrift ist von einem Problem mit der Besatzung der Delft Seaways die Rede.

Bei den ARNO ist sie jedenfalls noch nicht angekommen. Stattdessen dümpelt sie schon die ganze Nacht vor der englischen Küste, etwa auf der Höhe von Sandwich. 

Update, 27. 10., 13.00 Uhr - Sie liegt vor Calais in dem Bereich, wo alles liegt, was auf einen Lotsen für die Einfahrt nach Dünkirchen wartet.

Update, 27. 10., 20.00 Uhr - Sie ist in Dünkirchen angekommen.

Freitag, 26. Oktober 2012

Molière: morgen früh

Neue ETA für Dünkirchen laut AIS: 9.00 Uhr Ortszeit morgen früh. Mal sehen, wo sie die hinpacken, Bei den ARNO ist alles proppenvoll.

Update, 27. 10., 1.12 Uhr - Sie verlässt gerade die Themsemündung.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

La Louvière: 600 Entlassungen bei Duferco und NLMK

Nach Duferco Charleroi trifft es jetzt auch die Beschäftigten in La Louvière. Fast die halbe Belegschaft muss gehen. Im vergangenen Jahr hatten Duferco und Novolipetsk Steel ihre Scheidung bekanntgegeben. Anschließend wurden die Kinder und der Hausrat aufgeteilt.

Das, was in Charleroi übrig war, wird jetzt abgewickelt und in La Louvière, bei den ehemaligen Usines Gustave Boël, werden jetzt 600 der rund 1300 Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu sparen.

Quelle: La Meuse

Dieppe Seaways

Also doch. Nachdem es fast so ausgesehen hatte, als sei die Meldung zur Molière vor Wochen eine Ente gewesen, hat DFDS sie nun doch noch gechartert.

Sie fährt ab 4. November als Dieppe Seaways zwischen Dover und... Dünkirchen. Die Delft Seaways geht dafür nach Calais. 

Komische Idee. Viel schlüssiger wären ein Einsatz von Calais aus und die Photoshop-Montage von George Holland bei Ferry Fantastic gewesen, der sie schon als Calais Seaways umlackiert hatte.

Warum Dünkirchen? Dort wird sie mit ihrer nicht besonders gelungenen Inneneinrichtung gegenüber der Dunkerque und der Dover Seaways eher unangenehm auffallen. Da hätte sie in Calais deutlich eher zur ebenfalls reichlich verbauten Norman Spirit gepasst.

Aber es ist natürlich DFDS ihr Schiff und sie können damit machen, was sie wollen. Jedenfalls schön, die von außen sehr elegante Erscheinung der Molière demnächst wieder im Kanal zu sehen.

Das Foto zeigt sie im Herbst 2010 bei den ARNO in Dünkirchen.

P.S.: 25. 10., 11.20 Uhr - Das AIS der Molière ist bereits auf DUNKIRK umprogrammiert, mit einer ETA heute um 20 Uhr UTC.

PPS.: 25. 10., 22.10 Uhr - sie liegt immer noch in Tilbury

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Lüttich: grünes Licht für Trilogiport

Heute Mittag hat der belgische Staatsrat zwei Einsprüche von Bürgerinitiativen gegen den Bau des multimodalen Hafens - den sog. Trilogiport - in Hermalle-sous-Argenteau zurückgewiesen. Damit steht dem Projekt, das und 2000 Arbeitsplätze schaffen soll, nun nichts mehr im Weg.

Quelle: La Meuse

Ford Genk


Ähnlich wie den Wallonen mit der Stahlindustrie geht es seit Jahren in Flandern mit der Automobilindustrie: Renault Vilvorde, Opel in Antwerpen, demnächst also auch das Fordwerk in Genk. Das VW-Werk in Forest ist dem Teufel gerade noch einmal von der Schippe gesprungen.

Wenn man gehässig wäre, könnte man sagen, dass jeder Flame, der darüber jammert, er müsse wallonische Arbeitslose durchfüttern, und der deshalb die Anti-Belgien-Partei NVA wählt, gleich als nächster selbst arbeitslos werden sollte. 

Dienstag, 23. Oktober 2012

Pentax: feine Kameras, aber...

Seitdem die unselige Epoche mit den Samsung-Sensoren überstanden ist, baut Pentax wieder richtig tolle Kameras. Nur der Service ist seit dem Outsourcing durch Hoya nach wie vor ein Trauerspiel und auch mit der Qualität hapert es immer noch. 

Meine K-5 ist jetzt knapp 2 Jahre alt und so habe ich sie letztens zum kostenlosen Basis-Check eingeschickt. Heute kam sie nach den mittlerweile wohl üblichen zwei Wochen zurück. 

Immerhin haben sie alles behoben, was ich beanstandet hatte. Der kleine Fleck in der Mitte des Bilds war wohl tatsächlich eine milde Variante des Perlenkettenproblems, denn sie haben den Sensor getauscht. 

Nett wäre es, wenn sie nicht ewig alles auf die Werkseinstellungen zurücksetzen wollten. Bei einer Kamera, bei der soviel personalisiert werden kann, ist es schon fast eine abendfüllende Beschäftigung, alles wieder wie vorher zu programmieren. Vielleicht sieht Pentax ja eines Tages doch noch die Möglichkeit vor, die ganzen Einstellungen auf der Speicherkarte oder im Rechner zu sichern.

Eigentlich wäre alles ganz wunderbar, wenn nicht plötzlich das ewige Problem mit dem hängenden Auslöserknopf wieder da wäre. Das hatte ich bei dieser Kamera bisher noch nicht. Dafür aber bei der *istDS, der K10 und der K7 sowie einer der drei zu Beginn umgetauschten K-5. Seltsamerweise ist das erst, seit die Kamera wieder aus dem Service zurück ist. Wenn man die Taste drückt und loslässt, dauert es eine halbe Sekunde, bis sie mit einem hörbaren Plopp wieder nach oben kommt. Das hätte doch um Himmels willen auffallen müssen. 

So geht sie denn morgen gleich wieder zurück, bevor die Garantie wirklich noch abläuft. Wieder zwei Wochen ohne K-5. 

Und hoffentlich suchen sie sich bei Pentax gelegentlich eine andere Quelle für diese verdammte Auslösetaste. Das Problem ist schließlich seit mindestens sechs Jahren bekannt.

Lakshmi Mittal: Streichkonzert in Moll, nächster Satz

Das große Streichkonzert geht in die nächste Runde. 14 Arbeitsplätze bei der Schließung eines kleineren Tochterunternehmens im belgischen Malmedy, und das Drahtwalzwerk im luxemburgischen Schifflange wird Ende des Jahres für unbestimmte Zeit stillgelegt. Die 47 betroffenen Beschäftigten werden nach Belval und Differdange umgesetzt.

Montag, 22. Oktober 2012

Mach's gut, Pride of Calais

Sicher nicht mein bestes Bild von der Pride of Calais - dafür wohl mein letztes, aufgenommen am 18. September im Hafen von Dover. Am Samstag hat sie völlig sang- und klanglos ihre letzte Überfahrt nach Dover gemacht und seither mehrmals im Hafen die Position gewechselt - wie wir nun wissen, um sie außer Dienst zu stellen.

Seit letzter Woche ist die European Seaway von ihrem Einsatz als schwimmendes Wohnheim und Werkstatt für die Installation eines Windparks vor der englischen Küste zurück. Ab heute Mittag ist sie wieder zwischen Calais und Dover im Einsatz. 

Die Pride of Calais wird nun in Tilbury aufgelegt, wo ihr Schwesterschiff, die Pride of Dover, schon länger liegt. 

Wir sind Ende der 80er Jahre häufig von Boulogne aus mit dem Hovercraft nach England gefahren, meist für Tagesausflüge. Um die Kanalfähren hatte ich bis dahin einen weiten Bogen gemacht. Ich kannte nur die kleineren und älteren Schiffe, die von Boulogne aus fuhren, und wurde schon vom bloßen Ansehen dieser Dinger seekrank. 

Eines Abends in Dover hieß es, wegen Windstärke 8 würde das Hovercraft uns nicht wie vorgesehen nach Boulogne zurückbringen und wir würden auf die Fähre nach Calais umgebucht. Meine Reisebegleiter haben über eine Stunde lang auf mich eingeredet wie auf ein krankes Pferd. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich am Strand auf einer Bank geschlafen und auf besseres Wetter gewartet.

Irgendwann haben sie mich doch noch aufs Schiff bekommen. Es war die nagelneue Pride of Calais. Die Überfahrt war trotz Windstärke 8 ausgesprochen angenehm. In späteren Jahren haben wir auf ihr und der Pride of Dover noch ganz anderes Wetter erlebt. Nur eins nicht: Seekrankheit. Auch nicht in der famosen Nacht im Schneesturm bei Windstärke 10, Böen 12, als vor Calais die ganze Bordbar aus dem Regal gekommen ist.

Die beiden Schwesterschiffe Dover und Calais hatten eine gewisse Eleganz. Anders als die später gebauten 'Kastenbrote' Kent, Canterbury und Burgundy, auf denen ich mich nie richtig wohlgefühlt habe.  

Mach's gut, Calais. Es war eine schöne Zeit.

Quelle: Nord Littoral

Freitag, 19. Oktober 2012

Euroferries mal wieder

Alle Jahre wieder kündigt Euroferries die Aufnahme des Fährbetriebs zwischen Boulogne und Ramsgate an.

Diesmal soll es im Februar 2013 losgehen. Angeblich haben sie bei der australischen Werft Austal einen 102 m langen Trimaran gechartert. 

Wir werden wie üblich glauben, was wir sehen, wenn wir es sehen...

Foto: Austal

Donnerstag, 18. Oktober 2012

P&O wird 175


P&O hat heute auf der Touristikmesse in Paris einen Empfang zum 175. Geburtstag des Unternehmens veranstaltet.

1837 wurde die Peninsular & Oriental Steam Navigation  Company in London gegründet. Ich hatte lange angenommen, die Halbinsel im Namen der P&O sei Indien, aber weit gefehlt. Es ging um die iberische Halbinsel, zu der das junge Unternehmen seinen ersten Liniendienst einrichtete.

P&O wuchs sozusagen mit dem Empire und hatte bereits Ende der 1850er Jahre Niederlassungen in Ägypten, Indien, Hongkong und Australien.

Seit 1987 und dem Fährunglück in Zeebrügge fahren auch die Kanalfähren, die bis dahin unter der Marke Townsend Thoresen liefen, unter dem Namen des Mutterhauses.

Das Foto zeigt die unterdessen ausgemusterte Pride of Dover 2009 beim Wellenreiten im bestem Winterwetter vor Calais.   

In diesem Zusammenhang ist ganz nebenher eine sehr interessante Zahl gefallen: P&O beschäftigt auf der Linie Calais - Dover zurzeit nach eigenen Angaben knapp 300 Leute auf sechs Schiffen. Wenn man bedenkt, dass Seafrance zu besten Zeiten mit ebenfalls sechs Schiffen 1200 Beschäftigte hatte und My Ferry Link über 300 Leute für zwei Schiffe braucht, wird einiges klar. 

Übrigens liegt die European Seaway seit heute wieder in Dover. Wollen wir hoffen, dass das keine schlechte Nachricht für die Pride of Calais ist. 

Montag, 15. Oktober 2012

GEZ: tief gesunken

Jetzt ist die GEZ endgültig auf dem Niveau eines Winkeladvokaten angekommen, der fadenscheinige Abmahnungen verschickt, in der Hoffnung, der Empfänger würde sie versehentlich bezahlen oder vergessen, ihnen zu widersprechen.

Zum Hintergrund: Ich hatte ihnen in ihrem Fragebogen mitgeteilt, dass sich meine Betriebsstätte (vulgo: Arbeitszimmer) in meiner Privatwohnung befindet. 

Vielen Dank für die Beantwortung unserer Anfrage zu den beitragsrelevanten Daten ab 2013.

Sie gehen davon aus, dass Ihre Betriebsstätte beitragsfrei ist, weil sie sich im gleichen Haus wie ihre Privatwohnung befindet.

Allein die Tatsache, dass sich die Betriebsstätte und Privatwohnung im gleichen Haus befinden, ist keine Voraussetzung für eine beitragsfreie Betriebsstätte.

Beitragsfrei ist eine Betriebsstätte nur dann, wenn Sie als Selbständiger oder Freiberufler für Ihre Tätigkeit einen Arbeitsraum in Ihrer Privatwohnung nutzen und dieser ausschließlich über die Privatwohnung betreten werden kann.

Jetzt kommt der eigentliche Hammer:

Wir gehen davon aus, dass es sich in Ihrem Fall nicht um eine Betriebsstätte in der Wohnung handelt. Daher haben wir diese mit 0 Beschäftigten zum 01.01.2013 angemeldet.

Haben wir Ihre Daten richtig vermerkt? Wenn nein, teilen Sie uns diese Änderung bitte schriftlich mit. Danke.

Wie üblich kein Name, kein Ansprechpartner, keine Unterschrift. So hat in diesem Land nach 1945 nur noch die Stasi mit ihren Subjekten kommuniziert. 


Die Regeln des normalen Beamten- und Behördenapparats gelten für diese Organisation offenbar auch nicht. Kein Hinweis auf die Möglichkeit des Widerspruchs, keine Rechtsbehelfsbelehrung, garnichts. Das hat wohl Methode.

Welche Möglichkeiten hat man als Mitglied des gemeinen Stimm- und Steuerviehs eigentlich, die Rechtmäßigkeit derart kafkaesker Willkür überprüfen zu lassen?

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Dumm geboren...

Nachstehendes Machwerk kam hier gerade als Spam-Nachricht an. Für die blöd halten uns diese Anal-Phabeten eigentlich?

Lieber Kunde,
Es ist unserem Boten leider misslungen einen Postsendung an Ihre Adresse zuzustellen.
Grund: Ein Fehler in der Leiferanschrift.

Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich kriegen.
Anbei finden Sie einen Postetikett.
Sie sollen dieses Postetikett drucken lassen, um Ihre Postsendung in der Postabteilung empfangen zu konnen. 


Alle Fehler ©2012, der Spammer. 

Dienstag, 9. Oktober 2012

Florange: schlecht für Dünkirchen

Die Stilllegung der Hochöfen in Florange ist auch für den Hafen in Dünkirchen, die Reedereien der Erzfrachter und den Bereich Güterverkehr der SNCF eine schlechte Nachricht. Sie verlieren etwa 2,5 bis 2,8 Mio. Tonnen Umschlag bzw. Transportleistung pro Jahr.

Bild: Schüttgutkai im Westhafen von Dünkirchen

Montag, 8. Oktober 2012

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (13)

Heute: Frohe Ostern 

DHL hat mein Amazon-Prime-Paket zwei Tage lang vor der Tür vorbeigefahren und abends wieder mit hereingenommen. Dann war erst einmal Wochenende. Heute haben sie sich endlich dazu herabgelassen, es zuzustellen. 

Erklärung des Fahrers: Sie haben wegen Weihnachten so viele Pakete.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Ein ganz normales belgisches Wochenende

Bei Tongern ist ein bekannter Fußballspieler mit seinem Porsche Panamera ins Kassenhäuschen der Tankstelle gebrettert und in Plombières ist eine 19jährige mit ihrem Kleinwagen im Bach gelandet - im hohen Bogen und auf dem Dach.  Beide sind mit dem Schrecken und einem gehörigen Sachschaden davongekommen.

In Verviers liegt einer im Koma, nachdem er beim Pinkeln im Suff kopfüber in die Weser gefallen ist. Die ist für Kopfsprünge einfach nicht tief genug.

Quelle: La Meuse

Freitag, 5. Oktober 2012

NPC bei den ARNO

Die Seafrance Nord-Pas-de-Calais liegt zum Umlackieren und zur technischen Revision bei den ARNO im Hafen von Dunkerque. Das sieht man online nur nicht, weil das AIS ausgeschaltet ist. 

Damit steht jedenfalls fest, dass sie in absehbarer Zeit wieder zum Einsatz kommen wird.

Das Bild zeigt sie bei einer Reparatur an gleicher Stelle im Herbst 2010.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Chez Martine

Akustische Impressionen aus einem Künstler-Café in Brüssel. Eine Momentaufnahme vom Herbst 2010. Im Radio hört man von den endlosen Verhandlungen zur Regierungsbildung und dem Streit der Politiker um Föderalismus, Staatsreform, die Aufteilung von BHV und die communes à facilités.

Die Gäste bei Martine stört das nur wenig. Sie sitzen beisammen und kommunizieren in allen Sprachen. Flämisch, Französisch, Englisch...

Gefunden bei arte Radio. Am besten mit einem guten Kopfhörer zu genießen.

Samstag, 29. September 2012

Der König hat ein neues Hobby

Nachdem die Zeiten seiner Motorradleidenschaft für König Albert II. unwiderruflich vorbei sind, hat er sich offenbar ein neues Hobby gesucht. Auf Bildern, die ihn auf Reisen zeigen, sieht man ihn neuerdings regelmäßig mit einer Nikon D700. 

Jetzt wurde bekannt, dass er seit zwei Jahren einen privaten Fotokurs bei dem Antwerpener Naturfotografen Marc Slootmaekers absolviert. Unter anderem soll er in der Provinz Luxemburg Dachse und in Nordengland Robben fotografiert haben.

Quelle: La Meuse

Freitag, 28. September 2012

Glaube nie einem Mann!

Gerade eben aus Lüttich zurück und vor der Haustür in der üblichen Windeseile die Einkäufe ausgeladen, um nicht den Tauben* in die Fänge zu geraten. Just als ich den Motor starten wollte, um ins Parkhaus zu fahren, hielt neben mir eine Autofahrerin an und ließ die Seitenscheibe herunter.

"Fahren Sie weg?"
"Ja... Ihnen ist aber schon klar, dass hier absolutes Halteverbot ist?"
"Wo steht das denn?"

Meine Antwort, es wäre mir zu blöd, ihr jetzt auch noch das Schild zu zeigen, hat sie mir ihrem Gesichtsausdruck nach ziemlich krumm genommen.

*) Wir nennen sie so. Sie sind genauso nützlich und ihre Hinterlassenschaften machen uns viel Ärger.

Donnerstag, 27. September 2012

Lüttich und Florange - zweierlei Maß?


Das Aus für die Flüssigphase in Lüttich ist beschlossene Sache. Arcelor-Mittal hat unmissverständlich klar gemacht, dass eine Übernahme der Anlagen durch die Région Wallonne nicht in Frage kommt und dass man, falls die Region auf die Idee käme, die Anlagen zu enteignen, um ihren Betrieb fortzuführen, das dort erzeugte Roheisen nicht verarbeiten und im übrigen dafür sorgen werde, dass niemand sonst es kauft.

Seit gestern hört man aus Frankreich, dass Arcelor-Mittal der Regierung mitgeteilt hat, die Hochöfen in Florange würden endgültig stillgelegt. Heute reist der französische Industrieminister Arnaud Montebourg nach Lothringen. Angeblich geht es um Verhandlungen zu einer Übernahme durch den Staat.

Quelle: Libération

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (12)

Heute: programmierter Kopfhörerverschleiß 

Vor drei Jahren wollte ich erstmals beim größten Musicstore wo gibt einen Audio Technica HT-M50 ausprobieren. Schon da war mir aufgefallen, dass bei dem Hörer, der dort in der Probierecke hing, die Belederung von Ohrpolstern und Headband aussah wie ein Sofa vom Sperrmüll. Damals habe ich noch angenommen, der hätte einfach nur ewig dort gehangen.

Allein, bei meinem Exemplar sah das Headband nach kaum zwei Jahren genauso aus. Darauf brauchen die sich bei AT übrigens nichts einzubilden, denn bei meinem AKG K81DJ pellen sich nach drei Jahren die Ohrpolster. Bei letzterem scheint sich die Bekunstlederung nicht mit dem Weichmacher des Anschlusskabels zu vertragen, denn es tritt genau dort auf, wo das um den Hörer gewickelte Kabel die Polster berührt hat.

Das alles sieht nicht nur hässlich aus, sondern man hat auch ständig und überall dieses schwarze Gefluse.  

Immerhin sind die Ersatzteile bei AT - im Gegensatz zu AKG - erfreulich billig. Nur eilig darf man es nicht haben, denn die per Vorkasse bezahlte Lieferung der bestellten vier Paar Ohrpolster und Headbands ist nach mehreren Erinnerungen über einen Zeitraum von drei Monaten in insgesamt vier Einzelsendungen hier angekommen. Das Problem scheint beim zentralen Ersatzteilversand in England zu liegen.

Die Polsterung des Headbands beim HT-M50 habe ich eben gewechselt. Hierzu muss die rechte Kapsel komplett abgeschraubt und abgelötet werden. Die alte Belederung ließ sich mit einer guten Schere flott entfernen, aber das Überziehen der Neuen war eher mühsam. Alles nicht wirklich dramatisch aber ganz sicher nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Den AKG habe ich kurzerhand neu bestellt. Zwei neue Ohrpolster plus Porto wären nur unwesentlich billiger gewesen.

P.S., 27. 9.: Der neue AKG K81DJ ist heute angekommen. Der alte Hörer hatte einen soliden 3,5 mm Stecker mit verschraubtem 6,3 mm Adapter. Jetzt gibt es nur noch einen äußerst mickrigen 3,5 mm Stecker und der Adapter ist auch nicht mehr verschraubt. Außerdem ist die Rastung bei der Verstellung der beiden Hörkapseln so brachial, dass man Angst haben muss, etwas kaputt zu machen So macht man sich keine Freunde, liebe Firma Harman.

Montag, 24. September 2012

LD/DFDS chartert Molière

Eigentlich hätten sie mit der Rückgabe der Barfleur noch bis März Zeit gehabt, aber jetzt geht alles sehr schnell. LD/DFDS chartert tatsächlich die Molière, die aktuell noch in Tilbury aufgelegt ist.

Nach einem kurzen technischen Zwischenstopp bei den ARNO in Dünkirchen mit gleichzeitiger Umlackierung soll es schon in aller Kürze losgehen.

Damit kommt das ausgesprochen elegante aber technisch nicht ganz problemlose Schiff wieder auf die Relation Calais - Dover zurück. Eigentümer der Molière ist nach wie vor das Bankenkonsortium, das ursprünglich den Mietkauf durch die Seafrance finanzieren sollte. Das kann also nur heißen, dass der vor einigen Wochen gemeldete Verkauf nach Malta auch nur eine Vercharterung war oder einfach nicht zustande gekommen ist.

Samstag, 22. September 2012

Route des quais Freycinet 9 et 10

Port Autonome de Dunkerque

14. 9. 2012, Dunkerque (59)

Sonntag, 16. September 2012

Sidérurgie maritime

...ist der französische Begriff dafür, Hüttenwerke direkt an der Küste bzw. in Seehäfen zu betreiben. 

Arcelor, Digue du Braek, Dunkerque (59)

Subway

...kannten wir bisher nur vom Vorbeifahren. War auch besser so.

Samstag, 15. September 2012

Qui dit mieux?

Qui dit mieux? oder auch Wie doet beter? So lautet der Werbeslogan, mit dem eine belgische Restaurantkette ihre angeblich unschlagbaren Angebote bewirbt. Zu Deutsch etwa: Wer macht ein besseres Angebot? 

Der große Renner diese Woche: eine Portion Muscheln und ein Schälchen Pommes Frites für 11 Euro. Das ist für belgische Verhältnisse schon ziemlich billig, denn selbst in einer einfachen Gaststätte zahlt man längst mindestens 18 Euro.

Gleich hinter der Grenze sieht es schon anders aus. Die französische Kette Flunch, die sich in allen großen Einkaufszentren findet, bietet ihre Muscheln mit Fritten nicht nur für 7,95 an, sondern das auch noch à volonté. Will heißen, bis zu Abwinken. Wenn der Teller leer ist, kann man sich den nächsten holen, und das, so oft man will. Das kostenlose Gemüsebuffet mit allen möglichen Beilagen, an dem man sich nach Belieben und ebenfalls à volonté bedienen kann, gibt es wie bei allen Gerichten noch dazu. Ach ja, WIFI gratuit, also kostenloses WLAN, natürlich auch.

Heute abend wurde beim Flunch in Grande Synthe bei Dünkirchen fast ebenso viel Westvlaams gehört wie Französisch.

Grande Synthe (59), 15. 9. 2012

Freitag, 14. September 2012

Neues vom Kanal

Gestern abend in Dünkirchen angekommen, zeigt sich der Hafen ungewohnt leer. Nur die NPC liegt noch dort, wo sie auch Pfingsten schon gelegen hat. Die Molière ist bekanntlich nach Tilbury verlegt worden. Wenig Frachtverkehr, auch niemand an der Zuckerverladung. So ruhig war es hier lange nicht mehr.

Bei den ARNO haben sie das belgische Baggerschiff Lange Wapper im Schwimmdock, das Trockendock ist leer.


Bei einem ersten Abstecher nach Calais ist der Kontrast umso deutlicher. Dort geht es ein und aus wie im sprichwörtlichen Taubenschlag. Gleich drei Fährgesellschaften hat es dort seit dem Ende von Hoverspeed nicht mehr gegeben. Und auch die gute alte Pride of Calais ist nach wie vor im Einsatz.







Alle Fotos: 14. 9. 2012

Dienstag, 11. September 2012

Seraing: HO6 als Museum?

Die Liberalen in Seraing haben einen Vorschlag zur musealen Erhaltung des Hochofens 6 vorgelegt. 

Das kommt dem sozialistischen Bürgermeister Alain Mathot und seinen Freunden in der örtlichen Bauwirtschaft sehr ungelegen. Die haben mit dem Gelände nämlich ganz andere Sachen vor, weshalb er den Vorstoß der Liberalen gestern öffentlich als  demagogisches Wahlkampfmanöver abgetan hat.

Quelle: La Meuse

Montag, 10. September 2012

Pentax: Hurra!

Ich brauche mir keine neue Kamera zu kaufen. Jedenfalls wenn das stimmt, was jetzt an allen Ecken verbreitet wird.

Es gibt kein Vollformat und die K5 II hat nichts, weswegen es sinnvoll wäre, von der K5 zu wechseln.

Das kommt mir ausgesprochen gelegen. Schließlich bin ich - anders als vor zwei Jahren bei der K-7 - mit meiner K5 nach wie vor hochzufrieden. 

P.S., 11. 9. 2012: Seit heute morgen ist sie offiziell.

Samstag, 8. September 2012

Blühende Landschaften

Q-air
Uw partner in huisventilatie

17. 8. 2012
Genk (B)

Dienstag, 4. September 2012

Clabecq: Das Ende des HO6

Heute Mittag hat die wallonische Industrielandschaft eine weitere Landmarke verloren. Der Hochofen 6 der ehemaligen Forges de Clabecq wurde von einem italienischen Spezialunternehmen wie ein Baum gefällt, um ihn am Boden weiter zerlegen zu können.

In diesem Zusammenhang liest man in l'Avenir, dass einer der beiden alten Hochöfen am anderen Ende der Anlage nun angeblich doch erhalten werden soll. 
Nachtrag, 17.15 Uhr: Hier noch der Bericht aus den 13 Uhr-Nachrichten des belgischen Fernsehens, der auf der Website des Senders als Video abzurufen ist.


Sonntag, 2. September 2012

Perüwälz?

Das Thema hatten wir im Ansatz schon einmal, als es darum ging, wie man die Einwohner der verschiedenen Orte in der Wallonie nennt. Dafür gibt es eine ausgesprochen hilfreiche Liste auf der Website der Communauté Française. Wir erinnern uns - im Zweifelsfall die latinisierte Form. So wissen wir jetzt, dass die Einwohner von Charleroi die Carolorégiens und die von Vaux-sous-Chèvremont die Valcaprimontois sind. 

Damals hatte ich bedauert, dass nirgends eine Aussprachehilfe für die eigentlichen Ortsnamen zu finden war, vor allem für die etwas komplizierteren Namen wallonischen Ursprungs. Wie um Himmels Willen spricht man Xhoffraix korrekt aus, Moresnet, Péruwelz oder auch Ben Ahin? Wird das 's' in Crisnée ausgesprochen oder nicht?

Hilfe dazu findet sich ausgerechnet bei den Flamen. Der flämische Rundfunk VRT hat eine überhaupt sehr interessante Website zum Thema Sprache. Oben auf der Eingangsseite gibt es eine Suchfunktion. Einfach den französischen Namen des Orts als Suchbegriff eingeben und anschließend den Hit anklicken, bei dem uitspraak daneben steht. 

Dort findet sich außerdem die erstaunlich vernünftige Regelung, wie im flämischen Rundfunk und Fernsehen mit  den wallonischen Ortsnamen zu verfahren ist, die auch noch eine flämische Entsprechung haben. Ganz einfach: Allgemein bekannte flämische Namen, z.B. Luik für Lüttich, Bergen für Mons oder Bastenaken für Bastogne, werden verwendet. 

Bei kleineren Ortschaften, die ohnehin kaum jemand kennt und deren flämische Bezeichnung gewöhnlich nur in den flämischen Nachbardörfern bekannt sind, weil die Orte gleich an der Sprachgrenze liegen, wird der französische Name benutzt. Das wallonische Genappe mutiert damit auch in den flämischen Nachrichten nicht zu Genepiën, selbst wenn man es in der näheren flämischen Umgebung unter diesem Namen kennt. In Ostende wüsste damit kaum jemand etwas anzufangen und würde es auf keiner Karte finden.

Dienstag, 28. August 2012

Liz Green

Wenn es so etwas wie eine englische Fiona Apple geben sollte, dann ist das wohl Liz Green

Eine der vielen Künstler/innen, auf die ich ohne FIP nie gekommen wäre.

Hier gibt es das ganze Livekonzert aus Paris. Allein ihre Vorstellung: "I've been told to say that my name is Liz Green." Genauso wunderschön dröge ist ihr gesamter Vortrag.

Der siebte weiße Punkt auf der Timeline ist der Displacement Song, das Stück, mit dem sie mir zuerst aufgefallen ist.

 

Freitag, 24. August 2012

iPad-Pflicht in Blankenberge

Alle Schüler des Sint-Pieterscollege und der Sint-Jozefhandelsschool in der belgischen Küstenstadt Blankenberge müssen zum Beginn des neuen Schuljahrs am 1. September ein iPad haben. Das hat die Schule so vorgeschrieben. 

Die Schulkommission der flämischen Regierung hat auf Proteste einiger Eltern hin zwar das Verfahren für die Ankündigung gerügt und die Einführung ausgesetzt, aber die Schule erklärt, sie habe Berufung eingelegt und man werde das Projekt dennoch durchziehen. 

Die Tabletts sollen teilweise die Schulbücher ersetzen und auch für die Hausaufgaben benutzt werden. Es gehe vor allem darum, begabte Schüler gezielter fördern und weniger guten Schülern differenzierter helfen zu können. 

Für Eltern die ihren Kinder kein derart teures Gerät kaufen können, sei ein Hilfsfonds eingerichtet worden.

Quelle: de Redactie