Donnerstag, 25. April 2013

Transeuropa Ferries stellt Konkursantrag

Es war seit Tagen zu befürchten, jetzt ist es amtlich. Transeuropa Ferries hat heute die Eröffnung des Konkursverfahrens beantragt. Die Schulden bei den Lieferanten von Proviant und Kraftstoff betragen 13,5 Millionen Euro. Dazu kommen unbezahlte Hafengebühren in Ostende und Ramsgate. Deshalb liegen auch die beiden verbleibenden Schiffe - Larkspur und Gardenia - an der Kette. 

Damit ist Ostende nach 170 Jahren und insgesamt 8 Fährgesellschaften kein Fährhafen mehr. Bekanntlich soll man am Kanal niemals nie sagen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich dort noch einmal jemand anderes engagiert, ist äußerst gering.

Die Hafengesellschaft gibt sich gelassen. Man habe sich schon vor Jahren anderweitig orientiert, hauptsächlich als Basis für die Errichter und Betreiber von Windkraftanlagen auf See. Der Verlust der Fährverbindung sei eher eine sentimentale als eine wirtschaftliche Angelegenheit. Die hauptsächlich osteuropäischen Fernfahrer hätten am Ort so gut wie nichts ausgegeben und die Anzahl der Arbeitsplätze sei gering gewesen. 

Die Besatzungen kehren nach Slowenien und Kroatien zurück. Die 20 an Land tätigen Angestellten der Reederei werden entlassen. Die 15 für den Fährbetrieb eingesetzten Hafenarbeiter werden nach Zeebrügge versetzt.

Schade ist es trotzdem.  

Das Foto zeigt die Larkspur (ex Sally Sky) im Januar 2012 in Ostende.

Quelle: Focus WTV

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