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Für heute haben die belgischen Gewerkschaften zu einem Generalstreik aufgerufen. Es geht dabei um den Widerstand der Arbeitnehmer gegen eine Reihe von Sparmaßnahmen zum Abbau der Staatsverschuldung, z.B. eine Erhöhung der Altersgrenze für den Vorruhestand und Verschärfungen der Bestimmungen über den Bezug von Arbeitslosengeld.Und weil es Generalstreiks in dieser Form in Deutschland nicht gibt, hier eine kurze Beschreibung, was da passiert. Denn es wird nicht nur einfach in der Weise gestreikt, daß die Leute nicht zur Arbeit gehen, sondern die Streikenden, vor allem diejenigen, die in den Gewerkschaften aktiv sind, tun einiges, um auch diejenigen, die eigentlich nicht streiken wollen, von der Arbeit abzuhalten. Vor allem sind das die klassischen Streikposten vor den bestreikten Betrieben, aber das ist noch lange nicht alles.Ganz davon abgesehen, daß der gesamte öffentliche Dienst und damit auch der öffentliche Personenverkehr ausfallen, was allein schon für ein gehöriges Chaos sorgt, blockieren die Streikenden mit mobilen Streikposten Verkehrsknotenpunkte und Zufahrten zu Industriegebieten. Besonders der Ring um Brüssel ist ein beliebtes Ziel für solche Aktionen.Die rechtliche Zulässigkeit derartiger Maßnahmen ist zwar mehr als fragwürdig, aber unternommen wird dagegen wenig bis nichts.Wer morgen nicht nach Belgien muß, sollte jedenfalls nicht hinfahren. Auch die Thalyszüge von und nach Paris fallen vollständig aus.Passend dazu noch ein wenig Musik. Es spielt das Fanfarenkorps der Amis Unis aus Eben-Emael:
...daß die Leute, die auf Google suchen, immer nur das eine im Kopf haben:
Was unsereinen schon mächtig stören kann, ist bei einem Rundfunksprecher natürlich besonders gemein. Gestern hat es Anina Meeus während der großen Morgennachrichten um 8.00 Uhr besonders heftig erwischt:Die Meldung als solche ist übrigens auch interessant. Ein Gericht hat einen belgischen Autofahrer, der wegen überhöhter Geschwindigkeit in einem Kreisverkehr die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, zu drei Jahren Führerscheinentzug auf Bewährung verurteilt.
Das Urteil enthält eine Reihe von Auflagen, so etliche Stunden gemeinnütziger Arbeit, und er muß ein Buch lesen. Das Buch heißt Tonio. Geschrieben hat es der niederländische Schriftsteller A.F.Th. van der Heijden. Es erzählt die leider wahre Geschichte, wie sein 21jähriger Sohn von einem Raser mit dem Auto überfahren worden und dabei ums Leben gekommen ist.
Bereits im letzten Herbst hatte ich über den Aufruhr berichtet, den es in Belgien berechtigterweise gegeben hatte, nachdem die deutsche Regierung beschlossen hatte, die Rentenzahlungen, die ausländische Zwangsarbeiter für ihre Arbeit unter dem NS-Regime bekommen, künftig mit 18 Prozent pauschal zu besteuern - und das auch noch rückwirkend bis 2005. Die ganze Sache machte Schlagzeilen quer durch die belgische Presse und es gab eine Anfrage auf Regierungsebene. Daraufhin wurde den Belgiern mitgeteilt, das habe sich erledigt und es würde keine Besteuerung geben. Nun landen erneut Steuerbescheide in belgischen Briefkästen. So etwa bei der Familie Debusschere im flämischen Menen. 1942, während Belgien von den Deutschen besetzt war, war Albert Debusschere aus Menen abends auf dem Nachhauseweg. Er wurde von einer deutschen Patrouille aufgegriffen und wegen Überschreitung der Ausgangssperre für den Rest des Krieges als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt. Jahrelange harte Arbeit ohne Lohn. Erst an seinem 65. Geburtstag erfuhr er, daß er dafür eine Rente bekommen könnte, die er daraufhin beantragte. Zugestanden wurden ihm 400 Euro - jährlich. Albert Debusschere ist vor einigen Jahren gestorben und seine Witwe erhält nun die Rente. Die hat unterdessen wieder Post bekommen. Eine Frau B. vom Finanzamt Brandenburg verlangt nun doch die Zahlung von Steuern auf die Rente, jedenfalls solange, bis ihr die deutsche Rentenversicherung bestätigt hat, daß sie tatsächlich wegen geleisteter Zwangsarbeit gezahlt wird. So etwas dauert offenbar länger, denn erst einmal gilt ihre Aufforderung, bis spätestens 23. Februar zu zahlen. Sollte sich herausstellen, daß alles seine Richtigkeit habe, könne die Steuer ja erstattet werden.
Wenn man Google Streetview in einem Kartenausschnitt von Belgien aktiviert, hat das orangene Streeview-Männchen seit heute eine große Tüte Pommes Frites in der Hand.
Laut einem Bericht des französischen Wirtschaftsblatts Les Echos will LDA/DFDS eine Fährverbindung zwischen Calais und Dover anbieten. Spätestens ab 10. Februar soll die Norman Spirit von Calais aus eingesetzt werden.Der Artikel auf der Website ist leider nur für Abonnenten abrufbar.

Frank Theriault - Mit-PDMLer aus Toronto, Kanada - arbeitet als Fahrradkurier in der Großstadt. Da sind schnelle Reaktion und ein waches Auge überlebenswichtig. Eigenschaften, die auch seiner Street Photography zugute kommen.
Kapitein Kakbroek - Kapitän Hosenscheißer - überschreibt der belgische Standaard heute einen Artikel auf seiner Website. Ihr dürft selbst raten, wer gemeint sein könnte.
Hauptort der diesjährigen Semaine du Son ist Paris. Aber auch an anderen Orten in Frankreich und im Ausland findet eine Vielzahl von Veranstaltungen statt. Viele davon sind kostenlos.In Brüssel läuft das Programm vom 24. bis zum 30. Januar, wie schon im letzten Jahr mit Installationen, Konzerten und Vorträgen. Zeiten, Orte und weitere Informationen dazu gibt es hier.