Dienstag, 31. August 2010

Vorsicht bei entsperrten Huawei E-5

Beim bekannten Internet-Auktionshaus werden neuerdings UMTS/WLAN-Router des Typs Huawei E5830 bzw. E-5 angeboten. Der größte Teil dieser Geräte war ursprünglich für den Einsatz in Großbritannien vorgesehen. Von Haus aus waren sie mit einem Simlock versehen, den der Verkäufer - wie auch immer - entsperrt hat.

Aber Vorsicht: bei den H-5, die vom britischen Provider "3" stammen, ist das Webinterface nicht freigeschaltet. Auch wenn die Geräte von den Verkäufern als "mit Webinterface" beworben werden, bleibt es häufig dem Kunden überlassen, diese Funktion durch Flashen einer eher zweifelhaften Firmware-Version zu aktivieren.

Über die Gefahren dieser Flasherei sollte man sich im klaren sein. Wenn sie schiefgeht, ist das Gerät nicht mehr zu gebrauchen. Außerdem muß zur Übertragung in das E-5 ein Windows-Rechner eingesetzt werden, dessen Virenschutz deaktiviert ist. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Ich habe es vorgezogen, das Gerät zurückzugeben.

Dienstag, 24. August 2010

LD-Lines: Nur noch LKW ab Boulogne



LD-Lines teilt mit, daß die Fährverbindung Boulogne - Dover ab 5. September nur noch für LKW angeboten wird. Damit läßt sich an Land ein großer Teil des Abfertigungspersonals einsparen.


Diese Maßnahme sei provisoire, heißt es. Das kann man nun deuten, wie man will. Im Zweifelsfall bis zur völligen Einstellung.



Dabei ist es gerade 11 Monate her, daß man das neue Fährterminal für 45 Millionen mit großem Trara eröffnet hatte. 22 davon hat die Handelskammer in Boulogne mit einem Kredit finanziert und aller Voraussicht nach in den Sand des Petit Port gesetzt. "Immerhin noch ein netter Möwenflughafen", spottet der kommunistische Abgeordnete Charly Fontaine. Wenigstens fühlt sich der verlassene Hoverport gleich nebenan nicht mehr so allein.


Der rasche Abzug der Norman Bridge vor einer Woche hat übrigens noch einen anderen Hintergrund. Sie wird nun auf der sog. Autoroute de la Mer für den Transport von LKW zwischen Gijòn und Saint Nazaire eingesetzt. Dafür gibt es, im Gegensatz zum Kanalfährverkehr, fette Subventionen.

Mehr zum Thema in der Voix du Nord

Fotos:
oben: Norman Spirit im Vorhafen von Boulogne-sur-Mer, Dezember 2009
Mitte: Neues Fährterminal, Ostern 2010

Alle meine fc-Bilder sind jetzt hier

Bevor ich meine Bilder in der unseligen fotocommunity gelöscht habe, habe ich sie natürlich alle mitsamt den Beschreibungen gesichert.

Jetzt gibt es sie hier zu sehen.

Montag, 23. August 2010

Pentax: Daten zur K-5 und K-r

Hoya-Pentax läßt weitere Informationen durchsickern. Und die sehen so aus:

Pentax K-5:
  • 16 MPix
  • max. ISO 25600
  • 7 Bilder pro Sekunde
  • 1650 US-Dollar
  • Markteinführung Mitte Oktober
Es soll sich um den hochempfindlichen Sensor handeln, den Sony in die alpha 580 und alpha 55 einbaut. Damit hat und kann die K-5 all das, was die K-7 von Anfang an hätte haben sollen, um nicht bereits nach einem Jahr zum Ärgernis für ihre Besitzer zu werden. Nichts gegen ein wenig technischen Fortschritt zwischen zwei Modellen, aber dieser Samsung-Sensor war schon bei der Einführung der K-7 ein Fall fürs Museum.

Auch bei der K-r bestätigen sich die bisherigen Gerüchte:
  • 12 MPix
  • 6 Bilder pro Sekunde
  • derselbe bunte Gehäusezauber wie bei der K-x
  • 875 US-Dollar
  • Lieferung ab Mitte Oktober
Aktueller Gebrauchtpreis der K-7 bei ebay derzeit noch 650 bis 700 Euro.

Freitag, 20. August 2010

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus

Heute: Maerz...? April, April!

Gestern, mit der Aussicht auf (a.) ein freies Wochenende und (b.) manierliches Wetter, in Hamburg angerufen, was eigentlich meine K-7 macht und ob es eine Chance gäbe, sie noch bis Samstag zurück zu bekommen. Man wolle sehen, hieß es, ich könne ja abends oder heute morgen noch mal anrufen.

Gerade eben, also Freitagmorgen, nachgefragt. "Ja, die Kamera ist fertig und geht noch heute raus." - "Fein! Per DHL?" - "Nein, per UPS."

Dienstag, 17. August 2010

Val Benoît



Dieses Gebäude ist Teil eines Komplexes, in dem bis vor einigen Jahren die Ingenieurwissenschaften der Universität Lüttich untergebracht waren. Im dritten Stock befand sich unter anderem das Zentrum für die Geschichte von Wissenschaft und Technik unter der Leitung von Prof. Robert Halleux.

Zwar ist das ganze Areal unterdessen eingezäunt und gesichert, was aber nicht verhindert, daß auf den Außenseiten schon viele Fensterscheiben eingeworfen sind.

Val Benoît, Liège (B), 2006
Foto: Noblex 150, Kodak Portra 160NC

Montag, 16. August 2010

Rue de l'Acier



Die Rue de l'Acier in Seraing, im Hintergrund die Kokerei Seraing von Arcelor.

Einer der letzten Rollfilme, die ich mit der Kiev belichtet habe. Einige Zeit später habe ich sie verkauft. Entgegen allem, was man sonst von dieser Kamera hört und liest, hat sie mir jahrelang hervorragende Dienste geleistet. Kein einziges Mal hat sie mich im Stich gelassen. Da haben sich viel renommiertere Marken hier ganz andere Kapriolen geleistet.


Seraing (B) - Kiev 60 MLU, Zeiss Jena Flektogon 4/50 mm

Magic Trackpad, Tag 1

Nach der dritten Mighty Mouse war ich es satt: alle Jahre sind die Dinger bei der intensiven Nutzung, die der Betrieb hier mit sich bringt, hinüber, weil der Mechanismus unter der Rollkugel verschlissen ist.

Da kam die Magic Mouse gerade recht. Allein, die Freude währte nur kurz. Man landet einfach zu häufig irgendwo, wo man garnicht hin wollte, oder hat plötzlich in Google Earth, Vuescan und einigen anderen Programmen um den Faktor 1000 gezoomt, ohne es gewollt zu haben.

Außerdem muß die Magic Mouse deutlich weiter bewegt werden, um im Bildschirm die gleiche Entfernung zurückzulegen. Meine Mausmatte ist endlich, und so sitze ich hier ständig und setze wie ein Kleinkind mit dem Matchboxauto mehrfach an, um quer über den Bildschirm zu kommen. Das ist lästig und nervt.

Seit heute mittag liegt ein Magic Trackpad neben der Tastatur. Zum Surfen und beim Arbeiten mit Texten ist das Ding einfach nur genial. Keine Mausmatraze mehr, kein Geschiebe und Gekratze, kein Ruckeln, wenn wieder Flusen oder Katzenhaare vor der Leuchtdiode hängen.

Sehr schön auch die Lösung zum Verschieben von Fenstern und Dateien: Einmal antippen, danach Finger aufs Pad legen und schon hängt das Fenster oder die Dateiauswahl am Finger, läßt sich beliebig verschieben und durch erneutes Tippen wieder ablegen. Feine Sache, das.

Nur zu Feinarbeiten wie Freistellen in Photoshop wird wieder eine Mighty Mouse her müssen. Mein Mac-Händler in Belgien hat noch drahtlose. Die wird ja nun dank des Trackpads jahrelang halten, wo sie nicht mehr beim Surfen und Scrollen in Texten verschlissen wird.

Ein Tip noch für alle Besitzer von Macbooks mit dem aktuellen Trackpad, das auch Gesten unterstützt: mit dem neuen Treiber fürs Magic Trackpad bietet das eingebaute Pad des Books dieselben Features. Den Treiber gibts wie üblich bei Apple.

Sonntag, 15. August 2010

Seafrance: Being Bang?

Im Rahmen des Sanierungsverfahrens für die Seafrance hat das Handelsgericht in Paris auch die Aufgabe, zu prüfen, ob es Interessenten für eine Übernahme der Reederei gibt. Hierzu hatte es eine öffentliche Einladung gegeben, deren Frist vergangene Woche abgelaufen ist.

Erwartungsgemäß haben die Kanidaten dem Gericht nicht gerade die Tür eingerannt, nachdem die CFDT als Mehrheitsgewerkschaft im Unternehmen bereits letztes Jahr einigen durchaus seriösen Interessenten vorab den Krieg erklärt hatte. Von denen hat diesmal niemand mehr ein Angebot abgegeben.

Das einzige Übernahmeangebot stammt von einer Gesellschaft namens Being Bang. Für die muß man schon Google bemühen. Neben ein paar englischen Reisebeschreibungen mit Erwähnung eines Hotels being bang gegenüber vom Bahnhof kommt immerhin eine Firmen-Auskunftsseite mit den Daten der Being Bang Immaterial S.A. mit Sitz in Meudon bei Paris heraus.

Inhaber, alleiniger Aktionär und Generaldirektorpräsident von Being Bang ist ein gewisser Laurent Barselo, der die gleichen Funktionen auch bei der Being Bang Creative Chaos S.A. innehat.

Über das Unternehmen erfahren wir von Herrn Barselo in einem Artikel der Voix du Nord von heute, daß es etwas mit Kultur und mit Investitionen macht, aber keine Beratung.

Sonst ist bei Google nicht viel zu finden. Außer natürlich den Hits zu den verschiedenen Presseberichten im Zusammenhang mit diesem Übernahmeangebot und einem Zeitungsartikel im Var-Matin vom Januar, in dem Herr Barselo von einem Kreuzfahrtschiff mit Veranstaltungssaal für 6000 Zuschauer schwärmt, das er für 400 Mio. Euro bauen will. Auch davon hat man anderweitig nie wieder gehört oder gelesen.

Eine Website von Being Bang gibt es nicht. Die zugehörigen .com und .fr Domains werden von irgendwelchen Domaingeiern gehalten.

Erfahrung im Reedereigeschäft hat Herr Barselo nach eigenem Bekunden keine. Beruhigend immerhin, daß er nach der Übernahme nicht gedenkt, auch den Posten des Generaldirektorpräsidenten bei Seafrance zu übernehmen. Ach ja, eine Bedingung gibt es noch: er behält sich vor, sein Angebot zurückzuziehen, falls es Anfeindungen gegenüber seiner Gesellschaft geben sollte. Jetzt wird die CFDT aber zittern.