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So gern ich mit Pentax fotografiere, den Zeiss-Objektiven zu meiner Contarex trauere ich immer noch hinterher.
Das 21 mm Biogon, das ursprünglich für die Contax-Sucherkamera entwickelt worden war, ist auch nach heutigen Maßstäben noch von beeindruckender Qualität.
Ich habe meines bis 2004 eingesetzt, als sich endgültig niemand mehr fand, der die Contarex vernünftig reparieren konnte oder wollte, und es daraufhin mit den anderen Biogonen, dem Planar und den diversen Sonnaren schweren Herzens verkauft. Zu adaptieren war da mangels Blendenring leider auch nichts.
Die paar Objektive, die es von Zeiss mit Pentax-Bajonnett gibt, sind leider unbezahlbar.
In einem Interview der Voix du Nord hat Jacques Gounon, der CEO von Eurotunnel, gestern gesagt, dass man MFL nun doch behalten und weiter betreiben werde, falls die SCOP mit ihrer Berufung in England Erfolg haben sollte. MFL werde 2015 und somit ein Jahr früher als geplant ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen und ab 2016 Gewinn machen. Sollte der Einspruch scheitern, sei allerdings am 9. Juli Schluss. Im übrigen laufe der Chartervertrag mit der SCOP am 2. Juli aus.
Zu den Übernahmekandidaten erklärte er, die Deutsche Bahn und die Sanef seien nicht interessiert. Man verhandele aber mit vier anderen Kandidaten sowie der SCOP, letztere wegen der guten geleisteten Arbeit, auch wenn sie über keine Finanzierung verfüge.
In Belgien geht eine neue Affäre durch die Medien. Angefangen hat alles vor drei Wochen, als Serge Kubla von den wallonischen Liberalen und seit 30 (i.W. dreißig!) Jahren Bürgermeister von Waterloo in Untersuchungshaft genommen wurde. Es geht um Bestechungsgelder in Millionenhöhe und das mysteriöse Verschwinden eines Buchhalters in der Demokratischen Republik Kongo, zu der Belgien bis heute enge Beziehungen unterhält.
Kubla wird vorgeworfen, dem italienisch/schweizerischen Stahlkonzern Duferco dort etwas zu tatkräftig unter die Arme gegriffen zu haben. Zur Erinnerung: Duferco ist Eigentümer einer Reihe von Werken der belgischen Stahlindustrie, z.B Carsid in Charleroi und Teilen der ehemaligen Usines Boël in La Louvière, die allerdings seit Jahren stillgelegt sind.
Ursprünglich ging es um ein Hüttenwerk und Erzvorkommen im Kongo. Daraus wurde aber nichts und so hatte man bei Duferco beschlossen, sein Glück im Lotto zu versuchen. Also nicht etwa durch Ausfüllen eines Spielscheins - so etwas ist einem Konzern dieses Kalibers ein paar Nummern zu klein. Vielmehr wollte man im Kongo eine Lottogesellschaft gründen. In diesem Rahmen sind offenbar kongolesische Beamte massiv bestochen worden.
Serge Kubla hat die erste Nacht in Untersuchungshaft bereits so zugesetzt, dass er gleich am nächsten Tag umfassend ausgesagt hat. Über seinen Anwalt ließ er gegenüber den Medien erklären, er sei nur ein unbedeutender Nebendarsteller in diesem Krimi. Die großen Fische säßen woanders.
Zwei davon hat die belgische Justiz gestern an die Angel genommen. Es handelt sich dabei um Spitzenmanager von Duferco, nämlich Antonio Gozzi und Massimo Croci. Antonio Gozzi ist hierzublog wohlbekannt, denn er ist als Country Manager die Nummer Eins von Duferco in Belgien.
Pikant an der Sache ist, dass Gozzi und Croci freiwillig aus Italien angereist waren, um sich in Brüssel vernehmen zu lassen. Umso erstaunter waren sie, als anschließend die Handschellen klickten. Ihr Arbeitgeber Duferco gibt sich in einer Pressemitteilung mächtig verschnupft.
Kubla ist unterdessen als Bürgermeister von Waterloo zurückgetreten. Seine Nachfolgerin ist anlässlich ihrer Vereidigung bei der Würdigung seiner Verdienste glatt in Tränen ausgebrochen.
Von dieser ganzen Geschichte werden wir wahrscheinlich noch mehr hören. In der nächsten Folge geht es dann um die Beteiligung der Finanzierungsgesellschaft der Région Wallonne und den zwielichtigen Olligarchen mit Wohnsitz in Waterloo, der in Belgien auffallend schnell eingebürgert wurde.
Das Foto zeigt den Hochofen von Carsid in Charleroi. Damals, 2008, war er noch im Betrieb.
Heute morgen durften wir in den Nachrichten bei RTBF La Première hören, dass sie über Vanuatu, um sich nach dem verheerenden Wirbelsturm ein Bild der Lage zu machen, aus einem Flugzeug heraus... Satellitenbilder gemacht haben. Hauptsache von oben.
"Schief ist englisch", hat meine Oma immer gesagt, "und englisch ist modern."
Hier ist es eindeutig belgisch, ganz sicher nicht mehr modern - und nach wie vor bewohnt. Sie haben seither ein Gitter davor gestellt. Damit das niemandem auf die Füße fällt.
Herstal (B), 11.7.2014, iPhone
Künftig gibt es keine KatzEye Sucherscheiben mehr. In einer Nachricht auf der Website wird die Einstellung des Verkaufs angekündigt. Vielleicht hat es ja auch ein wenig an den Preisen gelegen. Mir waren sie ehrlich gesagt auch immer zu teuer.
Letzten Dienstag, am Tag vor der Verhandlung des Einspruchs der MFL vor dem britischen Appeals Court, hatten die üblichen Hitzköpfe von der Gewerkschaft Maritime Nord nichts besseres zu tun, als einen Streik vom Zaun zu brechen und einen halben Tag lang den gesamten Fährverkehr in Calais lahmzulegen. Das hat in London bestimmt einen ganz besonders guten Eindruck hinterlassen.
Jedenfalls wird ihre Strategie offensichtlich. Angeblich hat die Regierung die Absicht, MFL an DFDS zu verkaufen, und das gelte es auch diesmal um jeden Preis zu verhindern.
Der Staatssekretär für Verkehr Alain Vidalies hat gestern in einem Interview für die Voix du Nord deutlich erklärt, dass ein Verkauf an DFDS kein Thema sei, aber der ist laut Gewerkschafts-Oberschreihals Vercoutre sowieso ein Lügner.
Vielmehr soll die SCOP ihrer Meinung
nach die Schiffe selbst übernehmen. Ein tragfähiges Angebot haben sie
zwar bisher nicht vorgelegt. Wie auch? Aber als Schreckgespenst, um die
eigenen Schäfchen bei der Stange zu halten, taugt das Gerücht wohl immer
noch.
Zur Verhandlung in London am Mittwoch und Donnerstag ist nichts bekannt geworden, außer dass CMA, MFL und DFDS weiter auf ihren Positionen beharren. Das Urteil soll Ende des Monats verkündet werden und beide Seiten haben bereits angekündigt, bei einem für sie ungünstigen Ausgang Berufung beim High Court einzulegen.
Als mögliche Übernahmekandidaten für MFL will Bürgermeisterin Natacha Bouchard (UMP) neben der Deutschen Bahn und Sanef
(Betreibergesellschaft der nordfranzösischen Bezahlautobahnen) auch mit
Transdev (ex Veolia) gesprochen haben. Jacky Hénin (PC), ihr Vorgänger, schlägt vor, den Mitarbeitern der SCOP das Geld zu leihen, damit sie die Schiffe selbst kaufen können. Wo dieses Geld herkommen soll und wie sie das aus dem defizitären Fährgeschäft jemals zurückzahlen sollen, sagt er nicht.
Die Politik will Eurotunnel außerdem davon überzeugen, MFL nicht bereits Ende Juni abzuwickeln, wenn sich bis dahin noch kein Käufer gefunden hat.
Parallel dazu versucht die französische Regierung, die Wettbewerbskommissarin der EU in die Sache hineinzuziehen. Für den Fall, dass die Wettbewerbsbehörden zweier EU-Länder in einer Angelegenheit widersprüchliche Entscheidungen treffen, sei auf EU-Ebene nichts vorgesehen, und das sei ein völlig inakzeptables Vakuum.
Es bleibt also weiterhin spannend.
Amerikanische Forscher - wer auch sonst - haben Musik entwickelt, die Katzen angeblich gut finden. Auf der Website musicforcats.com gibt es drei Hörproben. Wie man dort liest, reagieren Katzen darauf sehr viel eher als auf normale Menschenmusik.
Stimmt. Jetzt müssen wir unsere beiden nur wieder hinter dem Bücherregal im Arbeitszimmer herauskriegen. Die üblichen Tricks wie Katzenangel, Spielzeug oder Klappern mit Fressnäpfen helfen jedenfalls nicht.
Jedenfalls dann, wenn es im Labor beim Entwickeln des Farbfilms mal wieder so richtig daneben gegangen war. Das wäre digital nur mit viel Aufwand hinzubekommen.
Hoverport, Boulogne-sur-Mer, 2005