Lennart, ein junger Belgier ist für eine Fahrt, die laut Fahrplan eine kanppe Stunde dauert, in einen Bus von De Lijn gestiegen. Dafür hat er per App ein Online-Ticket gelöst, das 60 Minuten gültig ist. Der Bus war rammelvoll, hat an jeder Milchkanne gehalten, was wegen der vielen ein- und ausstegenden Fahrgäste ewig gedauert hat, und war im weiteren Verlauf gehörig verspätet, bevor das Fahrtziel erreicht war.
Irgendwann unterwegs stiegen Kontrolleure ein und stellten fest, dass die 60 Minuten von Lennarts Online-Ticket um einige Minuten überschritten waren. Fahren ohne Fahrausweis, 127 Euro Strafe. Auch der Hinweis, dass der Zielort schon längst hätte erreicht sein sollen, half nicht. Eine Beschwerde bei De Lijn wurde abgeschmettert. Das sei halt so.
Ein Blick in die Beförderungsbedignungen bringt erstaunliches zutage. Wenn Lennart sein Ticket im Bus, an einer Verkaufsstelle oder einem Automaten gekauft hätte, dann hätte es bis zur Ankunft am Zielort gegolten. Per App, per SMS oder auf der Website gekaufte Tickets gelten 60 Minuten, basta! Er hätte nach den ersten 60 Minuten ein neues Ticket kaufen müssen, meint De Lijn. Und das ist natürlich ungemein kundenorientiert.
Quelle: La Meuse
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