Die Einfahrt zum Kanaltunnel liegt neuerdings im Hafen. Meint jedenfalls Der Spiegel. Keine Ahnung, woher sie diese Weisheit haben.
Viel abenteuerlicher ist noch die Zahl der über 84.000 Migranten, die laut britischen Quellen 2015 versucht haben sollen, per LKW oder zu Fuß durch den Tunnel nach GB zu gelangen.
Nach Schätzungen der Hilfsorganisationen befinden sich in Calais aktuell rund 9000 Migranten, die französische Regierung gibt 6500 zu. Wo sind die übrigen 75.000? Haben die es dieses Jahr doch noch geschafft, ohne dass die völlig überfüllten LKW und die wandernden Menschenmassen im Tunnel irgendwem aufgefallen wären, oder sind die einfach alle wieder nach Hause gefahren?
Zur Erinnerung: die Fälle, in denen tatsächlich Leute in den Tunnel gelaufen sind, liegen im untersten zweistelligen Bereich.
Ich habe ihnen heute Mittag ein Feedback geschickt. Passiert ist außer der automatischen Bestätigung nix. Im Online-Artikel steht immer noch derselbe Unsinn.
In Montignies-sur-Sambre lag ein verdächtiges Paket hinter dem Rathaus. Sie haben alles großräumig abgesperrt und der Kampfmittelräumdienst hat das Paket kontrolliert gesprengt. Darin war... eine Taube.
Die RTBF meldete heute morgen in den Nachrichten, dass immer mehr Belgier es angesichts der niedrigen Zinsen sinnvoller finden, für ihren studierenden Nachwuchs un kot zu kaufen statt zu mieten. Le kot ist ein typischer Belgizismus, in diesem Fall ein Wort, das aus dem Niederländischen bzw. Flämischen den Sprung über die belgische Sprachgrenze geschafft hat. Ursprünglich ist es bei Flamens ein kleiner Anbau oder ein Schweinestall. "Eerst een kot, dan een varken", sagt der Flame - immer schön der Reihe nach. Der westfälische Kotten dürfte aus derselben Ecke kommen. Heute ist kot in ganz Belgien der Begriff für eine Studentenbude. Das französische Verb für das Bewohnen einer solchen ist koter. Und wenn die jungen Herrschaften erst einmal im kot eingezogen sind, geht es zur guindaille, dem studentischen Saufgelage. Noch so ein Belgizismus, der Outre-Quiévrain - jenseits des Grenzbahnhofs an der Bahnstrecke nach Paris - nicht verstanden wird.
"Laut Polizei stammen Täter und Opfer aus der Trinkerszene", schreibt heute jemand beim Kölner Stadtanzeiger - mutmaßlich einer aus der Journalistenszene.
Die Zeiten, in denen die während des Tages aufgegebenen Pakete von DHL bei den Postfilialen abends eingesammelt wurden, sind offenbar auch vorbei. Der LKW kommt irgendwann am Tag. Damit liegen, wie bisher schon bei Herpes, die halben Sendungen erst einmal einen Tag lang in den Annahmestellen herum. Immer wieder erstaunlich. Kaum hat man gemeint, dieser Service könne nun wirklich nicht mehr schlechter werden, fällt ihnen was neues ein.
In Wattignies bei Lille haben sie einen dabiste überfallen, meldet die Voix du Nord. Einen was...? Der Artikel lässt es schließlich erahnen. Der dabiste ist derjenige, der den distributeur automatique de billets wartet und auffüllt, also den Geldautomaten bei der Bank. Distributeur automatique de billets -> DAB -> dabiste. Darauf muss man erst einmal kommen.
In Theux bei Verviers eröffnet im September der erste vegane Hundesalon, meldet La Meuse. Es wird nur Hundeshampoo ohne tierische Bestandteile verwendet, das auch nicht an Tieren getestet worden ist.
Soweit also alles völlig vegan, aberwas nehmen die im veganen Hundesalon statt dem Hund?
So, wie es Frankophile gibt, müsste es doch eigentlich auch Belgophile geben können, oder? Wenn es so sein sollte, dann bin ich wohl einer. === Kontakt: fotoralf (bei) gmx (punkt) de