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"Die Menschen sind wie Karnickel - man fängt sie bei den Ohren."
So lautet ein altes französisches Sprichwort. 2004 in Paris erdacht, findet diese Woche in Brüssel die erste Semaine du Son, also die Woche des Klangs statt. Dabei geht es um Schall, Musik und Geräusche in jeder Form, mit einer ganzen Reihe von Aufführungen, Diskussionen, Konzerten, Stadtführungen, Klanginstallationen und Rundfunksendungen.Alle weiteren Informationen und das komplette Programm auf der Website der Veranstaltung.

Wer in Belgien einen mobilen Internetzugang benötigt, der kann natürlich auf den Webbus warten. Der kommt aber eher selten.
Also bleiben nur die üblichen Internetprovider, und wenn man dazu noch über keinen offiziellen Wohnsitz im Lande verfügt, so ist die Auswahl eher dürftig.Mobistar bietet mehrere Lösungen an:Internet Everywhere Ticket, eine Prepaid-Variante ohne Vertrag, ist mit 50 Euro für 1 GB lachhaft teuer und damit indiskutabel.Internet Everywhere Daily ist schon deutlich interessanter. Der monatliche Grundpreis beträgt 5 Euro. Pro Tag, an dem man online geht, fällt ein weiterer Euro an. Das Übertragungsvolumen ist auf 1 GB pro Monat begrenzt. Die Abrechnung erfolgt in der Form, daß Mobistar den monatlichen Rechnungsbetrag von einer Kreditkarte einzieht. Bei der Anmeldung werden ein Personalausweis und eine belgische Rechnungsanschrift verlangt. Die Adresse eines belgischen Freundes wurde hierfür ohne Probleme akzeptiert. Leistung und Durchsatz sind OK. Die Organisation von Mobistar ist hingegen ein Witz. Letztes Jahr hat meine Bank nach einem Mißbrauch meine Mastercard ausgetauscht. Seither versuche ich alle paar Wochen, Mobistar die geänderte Kreditkartennummer für die Abbuchung beizubringen, leider ohne Erfolg. Wenigstens schicken sie neuerdings eine SMS, bevor sie den Zugang wieder wegen nicht möglicher Abbuchung sperren...Belgacom, der ehemalige Staatsmonopolist, bietet eine ähnliche Lösung wie Mobistar an, besteht jedoch auf einer belgischen Meldebescheinigung. Dann halt nicht, ma chère tante.Aldi Belgien bewirbt seit neustem zu seiner Mobiltelefonie Aldi Talk eine Internetoption, die man nach Bedarf per SMS in Portionen zu 400 MB buchen kann. Das kostet jeweils 4 Euro und muß innerhalb von 30 Tagen verbraucht werden. Als Netz wird Base genutzt.
Man braucht dazu ein ganz normales Einsteigerset für Aldi Talk (kit de démarrage) in der belgischen Variante. Das gibt es problemlos an der Kasse. Nach Ausweis oder Anschrift hat niemand gefragt. Aufgeladen wird in Portionen zu 10 Euro, ebenfalls an der Kasse der nächsten Filiale, wobei es zwischen Telefon und Internet keinen Unterschied gibt.Erste Versuche, ob das bei Aldi auch mit einem Rechner oder nur mit einem Mobiltelefon funktioniert, liefern ein seltsames Bild: mit einem Huawei E870 geht es sowohl am Macbook Pro als auch unter Linux, ein Huawei-"Ei" E-5 kann jedoch keine Verbindung aufbauen. Mit dem E870 in Verviers war die ganze Sache quälend langsam. Das werden wir dieser Tage noch einmal ausprobieren.
Foto: der Webbus der Provinz Lüttich am 14. 1. 2011 in Gemmenich.

Gestern haben sie in Gravelines eine große Katastrophenübung veranstaltet. Vorgesehen war, einen Störfall im Reaktor zu simulieren und rund 1700 Haushalte zu evakuieren. Der Aufwand an Polizei, Logistik und Rettungskräften war enorm und die ganze Sache war seit Tagen in den Medien angekündigt worden.Herausgekommen ist eine mächtige Pleite, denn die Bevölkerung hatte keine rechte Lust, bei dem Spielchen mitzumachen. Die Teilnahme war, wohlgemerkt, freiwillig. Zum Schluß saßen im Stadtteil Les Huttes ganze 29 Leute in dem Saal, der die vielen Evakuierten aufnehmen sollte. Entsprechend groß ist nun der Katzenjammer bei den Offiziellen.
Ensival (B), 2000 - Contarex, Carl Zeiss Biogon 4.5/21 mm, Kodak T400CN
Nach einem Bericht der Website meretmarine.com plant Seafrance, die beiden in Dünkirchen seit Jahren aufgelegten Fähren Cézanne und Renoir verschrotten zu lassen, falls sich im derzeit laufenden Verfahren niemand findet, der das Unternehmen übernimmt.
Eigentlich wollte ich von der Cézanne keine aktuellen Bilder mehr veröffentlichen, der guten Erinnerung wegen, aber vielleicht ist das hier ja das letzte Bild, das ich von ihr gemacht habe.
Gute Nachrichten hingegen bei P&O: Die Spirit of Britain ist in Dover angekommen und wird am Dienstagmorgen in Calais erwartet.
P.S. 11.1.: Wegen eines kleinen technischen Problems kommt sie heute doch noch nicht nach Calais.
Foto: Dünkirchen, 23. 12. 2010 - Pentax K-5, SMC-M 1.4/50 mm, f8, 1/30 s
Ein architektonisches Kuriosum, das man überall in Belgien findet: das freistehende Reihenhaus. Foto: Zwankendamme (B), Pentax K-5, SMC-M 4.5/20 mm, f8, 1/60 s, 3 Aufnahmen, Hugin
Im Januar 1971 hat France Inter Paris, wie es zu Beginn hieß, auf Mittelwelle 514 m den Sendebetrieb aufgenommen. La radio qui ne parle pas war damals etwas ganz neues, sprichwörtlich unerhörtes. Den ganzen Tag lang nonstop eine ungemein vielfältige Musikauswahl, von Klassik über Jazz bis zum Pop, darüber - von den unnachahmlichen FIPettes mehr gesäuselt als gesprochen - Verkehrsnachrichten und Veranstaltungshinweise. Das Konzept hat sich bewährt und heute feiert FIP seinen vierzigsten... pardon... seinen zweimal zwanzigsten Geburtstag. Dazu gibt es auf der Website des Senders eine Menge an Bildern und Tönen. Unbedingt downloaden: die Pressemappe!Heutzutage ist das Programm weltweit im Internet und auf Astra nahezu in ganz Europa zu hören. Aus diesem Anlaß un très joyeux anniversaire und mögen wir es noch lange hören: Respirez, vous êtes sur FIP !
Ich bin dringend dafür, allen Leuten mit .uk-Domains so lange den Zugang zu allen Medien-Websites auf dem Kontinent zu sperren, bis sie ihrer blöden alten Tante BBC die Hölle so heiß gemacht haben, daß wir dort auch wieder auf die Inhalte zugreifen können.
Die gesamte Flotte der Transeuropa Ferries lag heute den ganzen Tag in Ostende im Hafen. Daß am ersten Weihnachtstag auf dem Kanal der gesamte Fährverkehr ruht, ist bekannt. Einen weiteren Ruhetag an Neujahr scheint es aber nur bei den Belgiern zu geben. Das Bild zeigt die Gardenia (gebaut 1978 bei Schichau, ex European Enterprise, ex P&O European Endeavour) vor der Skyline von Ostende. Foto: Ostende (B),
1. 1. 2011 - Pentax K-5, SMC-M 2/85 mm, ISO 800, f4, 1/30 s, drei Freihandaufnahmen, Hugin