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Wer in Eben-Emael bei Anna und Chantal noch einmal die köstlichen Frites essen will, der muss sich mächtig beeilen. Diesen Sonntagabend ist Schluss in Kneipe und Friterie.
Die beiden haben recht kurzfristig beschlossen, dass sie nach vielen Jahren in der Gastronomie mal wieder Lust auf ein normales Leben haben, abends ausgehen wollen, kurz all das, was wir alle auch können. Das seit 1. Juli totale Rauchverbot in der belgischen Gastronomie hat wohl seinen Teil dazu beigetragen.
So jammerschade es auch ist, wünschen wir ihnen jedenfalls viel Glück und alles Gute für die Zukunft. Danke für die schöne Zeit.
Eigentlich sollte man erwarten dürfen, daß jemand, der in Lüttich für La Meuse schreibt, wenigstens über elementare Kentnnisse der dortigen Schwerindustrie und ihrer einzelnen Werksteile verfügt. Aber weit gefehlt.
Samstagabend hat beim Elektrostahlwerk der ESB ein Trafo gebrannt, was zu einem weiträumigen Stromausfall geführt hat. Unter anderem standen die Fußballer des Standard und ihre Gegner aus Courtrai im Dunkeln.
Laut einem Bericht in La Meuse von heute hat der Sromausfall dazu geführt, daß die Mitarbeiter des Kaltwalzwerks Ferblatil im Tilleur die Hochöfen herunterfahren und das Gas abfackeln mußten, was weithin sichtbar war.
Im zugehörigen Bild sieht man die Schmalseite der Ferblatil und im Hintergrund, auf der anderen Seite der Maas, die Kokerei Seraing, über deren Batterien das Kokereigas abgefackelt wird. Heilige Einfalt!
So hatten zwei Spitzbuben sich ihren Überfall auf eine Friterie im flämischen Mechelen eigentlich nicht vorgestellt. Mit einer Pistole und einem Schlagstock bewaffnet hatten sie die Bude gestürmt und den Inhalt der Kasse gefordert. Der Inhaber senkte stattdessen eine große Schöpfkelle in das heiße Frittierfett und erklärte den beiden Räubern, sie könnten es ja mal versuchen...Die ergriffen daraufhin umgehend und ohne Beute die Flucht.Quelle: De Morgen
Wie jetzt erst bekannt wurde, sind die beiden Seafrance-Fähren Renoir und Cézanne, die seit Jahren in Dünkirchen aufgelegt waren, Mitte Juli verkauft worden. Wer die beiden Schiffe zu welchem Preis gekauft hat, wurde nicht mitgeteilt. Sie wurden jedoch unterdessen in Frankreich ausgeflaggt und sind nun in Belize registriert.
Quelle: Nord-Littoral
Nachtrag, 6. 6.: Die Schiffe sind inzwischen in Western Light und Eastern Light umbenannt worden.

Es war schon länger bekannt, dass Arcelor die allsommerliche Abschaltung der Flüssigphase zu Wartungszwecken, die gewöhnlich vier bis sechs Wochen dauert, ein wenig ausdehnen würde, um Lagerbestände abzubauen und den Preis zu stabilisieren. Bisher war die Rede vom gesamten dritten Quartal.Seit heute ist es offiziell: Hochofen und Stahlwerk bleiben auch im vierten Quartal, also mindestens bis Jahresende, kalt. Das Warmwalzwerk in Chertal bleibt hingegen in Betrieb und wird wieder aus Dünkirchen mit Brammen versorgt.
Quelle: La Meuse
Nun ist es offiziell: DFDS und LD Lines haben ein Angebot zur Übernahme der Seafrance abgegeben. Immerhin 3 Euro. Dafür soll die Anzahl der Beschäftigten nochmals auf 450 verringert werden. Und da sich damit keine drei Schiffe betreiben lassen, würde die Molière ebenfalls gehen müssen.
Als nächstes wird sich die Betriebsversammlung mit diesem Angebot befassen.
Traditionsgemäß gab es heute zum belgischen Nationalfeiertag die Ansprache des Königs. Wie immer hatte man eine wenig kontroverse Rede erwartet, in der es eher allgemein um Werte und Ethik gehen würde. Umso überraschter waren die Belgier, dass König Albert II. mit nie gehörter Deutlichkeit die aktuelle Regierungskrise angesprochen, mit nachdrücklicher Gestik auf die Gefahren hingewiesen und die verantwortlichen Politiker eindringlich zum Handeln ermahnt hat.
Die Bürger rief er auf, aufeinander zuzugehen und die Sprache der jeweils Anderen zu erlernen. So gab es denn zum Ende der Rede nicht die üblichen Wünsche für einen angenehmen oder gar - wie im letzten Jahr - einen behaglichen, sondern für einen wirklichen Nationalfeiertag, wie man auch im kurzen deutschen Teil zum Ende der Ansprache hören kann.Dem König selbst ist auch nicht zum Feiern zu Mute. Er war zwar heute morgen beim Te Deum in der Kathedrale St. Michel et Gudule in Brüssel anwesend und nimmt auch heute nachmittag die Parade der Streitkräfte ab, dem anschließenden Volksfest bleiben er und die Königin dieses Jahr aber fern.
Heute: Veräppeln kann ich mich selbstAus der Sendungsverfolgung des Götterboten:

Die haben die Sendung jetzt also schon dreimal zum Feierabend einfach wieder mit reingenommen.
Den Abruf der dämlichen Textbausteine bei deren Kundendienst habe ich mir erspart. Das war jedenfalls das letzte Mal, daß ich irgendwo gekauft habe, wo dieser Saftladen als Transporteur fungiert.
Nachtrag, 21. 7., 19.00 Uhr - Das mußte doch noch zu toppen sein:

Heute ist wieder nichts angekommen. Die haben mein Paket unterdessen allen Ernstes schon viermal vor meiner Haustür vorbeigefahren.
Servicewüste Deutschland...
Ich habe sie jetzt doch mal angemailt:
Ihre Sendungsnummer .......
Heute ist wieder nichts angekommen. Diese Sendung haben Sie laut Ihrer eigenen Sendungsverfolgung unterdessen zum vierten Mal vor meiner Haustür vorbeigefahren, ohne sie abzuliefern.
Sagen sie mal, wollen Sie mich verarschen?
Mit freundlichen Grüßen,
Ralf ....
Mal sehen, was sie antworten.
Nachtrag, 22. 7.: Die Sendung ist tatsächlich heute angekommen. Und da man ja auch das Positive erwähnen sollte: sie haben es immerhin geschafft, das Päckchen vier Tage durch die Gegend zu kegeln und nur einen der fünf Röhrensockel zu zertrümmern.
Die Abschaltung der Flüssigphase in Ougrée und Chertal während etwa sechs Wochen von Ende Juli bis Mitte September ist schon länger geplant. Der Hochofen soll eine neue Kühlung bekommen und auch die Gießbühne wird erneuert. Das Stahlwerk soll einen neuen Konverter erhalten. Alles in allem Investitionen von 30 bis 40 Mio. Euro.
Als Termin für den Beginn der Arbeiten ist der 29. Juli angesetzt worden. Fraglich ist jedoch mittlerweile, ob es bei nur sechs Wochen bleibt. Die Abschaltung könne sich, je nach der Konjunkturentwicklung, mindestens über das gesamte dritte Halbjahr erstrecken, heißt es nun.