Frage: Was sind die zwei größten Umweltkatastrophen der letzten 10 Jahre in Deutschland?
Antwort: Peter Altmaier und Katherina Reiche, beide CDU.
fotografisches - akustisches - belgisches - nordfranzösisches + ganz persönliches
Frage: Was sind die zwei größten Umweltkatastrophen der letzten 10 Jahre in Deutschland?
Antwort: Peter Altmaier und Katherina Reiche, beide CDU.
Es ist kaum zu fassen. Der Rhein erreicht am Samstag einen neuen historischen Tiefstand, wir haben schon die dritte Hitzewelle dieses Sommers, und in Köln brennen sie ein gigantisches Feuerwerk ab, das tonnenweise Feinstaub und CO2 freisetzt. Ganz abgesehen von den armen Viechern, die mit der Knallerei wieder zu Tode geängstigt werden.
Eine solche Umweltsauerei ist sowas von gestern. Überall anders geht das längst mit LED-Drohnen. Warum nicht in Köln?
Dieser und ähnliche Kommentare werden übrigens beim Kölner Stadt-Anzeiger gelöscht und die Verfasser gesperrt.
Am 21. Juli 1831 hat König Leopold I. seinen Amtseid abgelegt und Belgien sozusagen offiziell eröffnet.
Dieser Tag wird seither als Nationalfeiertag begangen. Klassische Bestandteile sind Heilige Messen, der Bal National am Vorabend im volkstümlichen Viertel Marolles und die Parade am 21. Juli in Brüssel, mit Militär, Polizei, Feuerwehr und vielen Hilfsdiensten. Mit etwas Glück könnte ihnen sogar morgen die ewige drache nationale, der fast schön traditionelle Regenschauer während der Parade, erspart bleiben.
Ebenso traditionell ist die Ansprache des Königs am Tag zuvor. Seit dem Amtsantritt von König Philippe I. gibt es die Ansprache sogar komplett in allen drei Landessprachen. Früher gab es nur zwei oder drei Sätze auf Deutsch am Ende der französischen Fassung.
Die deutsche Ansprache kann man auf der Website des BRF sehen und hören.
Zwei Schwertransporter mit Straßenbahnwagen Škoda 10T auf dem Weg zur
Schiffsverladung in Antwerpen oder Zeebrügge. Ziel der Reise: Portland,
Oregon.
Analogfoto, Scan vom Negativ
Raeren (B), 17.5.2002 - Contarex, Distagon 4/35 mm
In den Nachrichten um 13 Uhr wurde gemeldet, dass sich der Waldbrand in der Müritz auf knapp 4 Quadratkilometer ausgebreitet hat. Und nein, so vermessen - man verzeihe mir das Wortspiel - bin ich nicht. Es gibt auch so noch Journalisten, die ihre Aufgabe, Nachrichten verständlich zu vermitteln, ernst nehmen.
Man möchte meinen, das sei eine Maßeinheit für Waldbrände. So hören wir in den Nachrichten, dass im Müritz-Nationalpark mehr als 318 Hektar brennen. In Fontainebleau bei Paris sind es fast 2000 Hektar.
Aber was ist ein Hektar? Eine Maßeinheit, die im SI-System nicht vorgesehen ist, jedoch toleriert wird und vor allem von Land- und Forstwirten verwendet wird. Das gemeine Stimm- und Steuervieh hat jedenfalls keine Vorstellung von der Größe eines Hektars.
Zur Erklärung: ein Hektar ist eine Fläche von 10.000 m2 bzw. 0,01 km2. Ein Fußballplatz hat eine Größe von 0,741 Hektar.
Damit hätten die Waldbrände eine Ausdehnung von 3,18 bzw. 20 km2. Darunter kann sich auch Otto Normalverbraucher etwas vorstellen.
Überlassen wir also den Hektar ebenso wie den Morgen und das Klafter den Land- und Forstwirten und präsentieren wir die Nachrichten in Einheiten, mit denen jeder etwas anfangen kann. Einverstanden, liebe Nachrichtenredakteure?
Harbors opened their arms to the young searching foreigner
Come to live in the light of the beacon of liberty
Planes and open skies, billboards would advertise
Was it anything like that when you arrived
Dreamboats carry the future to the heart of America
People were waiting in line for a place by the river
It was a time when strangers were welcome here
Music would play, they tell me the days were sweet and clear
It was a sweeter tune and there was so much room that people could come from everywhere
Now he arrives with his hopes and his heart set on miracles
Come to marry his fortune with a hand full of promises
To find they've closed the door, they don't want him anymore
Isn't anymore to go around
Turning away he remembers he once heard a legend
that spoke of a mystical magical land called America
There was a time when strangers were welcome here
Music would play, they tell me the days were sweet and clear
It was a sweeter tune and there was so much room that people could come from everywhere
The Immigrant, Neil Sedaka/Phil Cody, 1975
© BMG Rights Management, Sony/ATV Music Publishing LLC
Der Flurfunk der BBC meldet, dass die Korrespondenten, die bisher solche journalistischen Leuchttürme wie das dreistündige Nachrichtenmagazin 'Today' am Morgen auf Radio 4 mit über 5 Millionen Hörern pro Woche bedient haben, ihre Beiträge künftig zuerst auf Tiktok und Instagram absetzen und erst danach für 'Today' tätig werden sollen. Wenn also irgendwann morgens Putin oder Trump vom Stuhl fällt, erhalten die Hörer von Radio 4 ihre Korrespondentenberichte erst eine Viertelstunde später.
Die abendliche Nachrichtensendung 'The World Tonight' wird gestrichen. Dafür wird 'Newshour' vom World Service übernommen.
Und dabei ist noch völlig offen, welche drakonischen Sparmaßnahmen der neue BBC-Generaldirektor Matt Brittin (zuvor bei Google) anordnen wird. Schlechte Zeiten für den linearen Hörfunk, und für das Fernsehen sieht es auch nicht besser aus.
Quelle: The Guardian
Mit der Abschaltung des Langwellensenders auf 198 kHz wird der Seewetterbericht der BBC - die berühmte Shipping Forecast - weitgehend zur Folklore degradiert, denn er ist in der Mehrzahl der Vorhersagegebiete schlichtweg nicht mehr empfangbar. DAB in Fitzroy, Trafalgar oder Southeast Iceland? Fehlanzeige, und auch der wärmstens empfohlene Smart Speaker bleibt stumm, wenn der Hobbysegler sich keinen Internetzugang per Satellit leisten kann oder will.
Aber es kommt noch dicker. Damit allein sind die projektierten Einsparungen von 500 Millionen Pfund nicht zu stemmen. Da sind andere Maßnahmen gefordert. Mehr dazu morgen.
Heute, um 1 Uhr unserer Zeit, hat die BBC die Aussendung von Radio 4 über den traditionsreichen Langwellensender Droitwich auf 198 kHz beendet. Seither läuft diese Ansageschleife, aufgenommen über den SDR in Twente:
Damit ist Radio 4, mit Ausnahme eines schmalen Küstenstreifens in Belgien und Frankreich, auf dem Kontinent terrestrisch nicht mehr empfangbar.
Wie immer geht mir dieses ganze Fußballgedöns um Lichtjahre am Allerwertesten vorbei.
Analogfoto, Scan vom Mittelformatnegativ
Etzweiler (D), 19.8.2001 - Exakta 66, Flektogon 4/50 mm
Von Juni bis Oktober gibt es durchgehende ICE-Züge von Köln nach Ostende. Unterwegshalte sind Aachen, Lüttich, Leuven, Brüssel Midi, Gent und Brügge. Also ganz so wie früher die D-Züge Köln - Ostende, nur schneller, denn die Fahrzeit beträgt 3,5 Stunden. Der günstigste Fahrpreis ist 29 Euro. Dann mal ab an die Küste.
Quelle: Het Nieuwsblad
In den frühen Morgenstunden des 27.6. wird der berühmte Langwellensender Droitwich für BBC Radio 4 auf 198 kHz Langwelle endgültig abgeschaltet werden. Ich muss gestehen, ich habe ihn wegen des enormen Störpegels hier auch seit Jahren nicht gehört, aber etwas wehmütig macht es mich schon. Immerhin geht es noch per Internet und Satellit. Vor allem letzterer ist mir wichtig, denn dass die Briten den Zugang per Internet für den Kontinent nach Belieben abdrehen können, haben wir ja schon erlebt.
Viel trauriger macht mich, dass die Hörfunkprogramme der BBC immer weiter kaputtgespart werden. Da ist es fast schon egal, auf welchem terrestrischen Weg man sie hier in Westeuropa nicht mehr hören kann.
Die Website der Hibernia Line ist online, und es geht am 15. Juni tatsächlich los, mit je einer Abfahrt am Abend in beiden Richtungen, an 6 Tagen der Woche. Fahrtzeit 21 1/2 Stunden.
Die Schiffe sind, wie schon gemeldet, St. Patrick, die vormalige Superfast IX, sowie Akka, die bei TT Line gecharterte vormalige Nils Holgerson.
Ich habe auf der Buchungsseite versuchsweise eine Passage in der 2. Junihälfte von Boulogne nach Cork und zurück mit einem mittelgroßen PKW und zwei Erwachsenen eingegeben... schlappe 1040 Euro.
Ein alter RoRo-Anleger im Westhafen von Dünkirchen
...und ein Blick aufs Cap Blanc Nez bei Calais
Tut mir ja leid, aber ich bin offenbar zu blöd, das mit der Formatierung ordentlich hinzukriegen. Gewöhnlich geht es, manchmal auch nicht. Wer das untere Foto groß sehen will, findet es in der FC.
Dunkerque (Oktober 2008) und Calais (Dezember 2008) - Gaoersi 617, Nikkor W 8/90 mm
Lennart, ein junger Belgier ist für eine Fahrt, die laut Fahrplan eine kanppe Stunde dauert, in einen Bus von De Lijn gestiegen. Dafür hat er per App ein Online-Ticket gelöst, das 60 Minuten gültig ist. Der Bus war rammelvoll, hat an jeder Milchkanne gehalten, was wegen der vielen ein- und ausstegenden Fahrgäste ewig gedauert hat, und war im weiteren Verlauf gehörig verspätet, bevor das Fahrtziel erreicht war.
Irgendwann unterwegs stiegen Kontrolleure ein und stellten fest, dass die 60 Minuten von Lennarts Online-Ticket um einige Minuten überschritten waren. Fahren ohne Fahrausweis, 127 Euro Strafe. Auch der Hinweis, dass der Zielort schon längst hätte erreicht sein sollen, half nicht. Eine Beschwerde bei De Lijn wurde abgeschmettert. Das sei halt so.
Ein Blick in die Beförderungsbedignungen bringt erstaunliches zutage. Wenn Lennart sein Ticket im Bus, an einer Verkaufsstelle oder einem Automaten gekauft hätte, dann hätte es bis zur Ankunft am Zielort gegolten. Per App, per SMS oder auf der Website gekaufte Tickets gelten 60 Minuten, basta! Er hätte nach den ersten 60 Minuten ein neues Ticket kaufen müssen, meint De Lijn. Und das ist natürlich ungemein kundenorientiert.
Quelle: La Meuse