BBC Radio 3 überträgt seit gestern und bis Ende des Monats eine Reihe von Live-Konzerten aus dem Southbank Centre in London im Internet in Surround, und zwar in HTML5 mit MPEG-DASH.
Leider geht auf der Hörerseite nur Google Chrome. Der Grund dafür ist laut BBC, dass diese Lösung ohne Plug-ins funktioniert. Es wird auch nicht das volle 5.1-Format genutzt, weil das bei Klassik ohnehin Unsinn ist, sondern 4.0.
Heute beginnt in Lüttich die Internationale Biennale für Fotografie und Bildende Kunst, BIP 2014, unter dem Titel Pixels of Paradise - Image and Belief. Wie der Titel erahnen lässt, geht es auch um den Glauben, das aber in einer... nunja... eher belgisch-surrealen Sichtweise, die Monseigneur Léonard sicher nicht immer gefallen wird. Alle weiteren Infos zu den Ausstellungen und Veranstaltungsorten gibt es auf der Website der Biennale.
Ab 31. März kann man in Belgien die Leute, die Geld zuviel haben, noch einfacher erkennen. Die können sich nämlich ab diesem Tag ein Wunschkennzeichen an ihr Auto schrauben - für schlappe 1000 Euro.
Morgen (also Donnerstag) und mindestens noch übermorgen ist in ganz Belgien Smogalarm. Auf etlichen Autobahnabschnitten gilt dann eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 90 km/h.
Die Sache hat aber auch ihr Gutes: Die Busse und Bahnen des Nahverkehrs (TEC) in der Wallonie dürfen kostenlos benutzt werden. Man muss sich nur beim Fahrer ein kostenloses Smog-Ticket abholen, das bei Kontrollen vorzuzeigen ist.
Wenige Wochen vor seinem 92. Geburtstag hat der belgische Musiker angekündigt, seine Karriere zu beenden. Er sei nicht mehr in Form, ganze Konzerte durchzustehen. Möge er noch lange unter uns bleiben. Wir werden ihn auch so ganz sicher nicht vergessen. Ich hätte ihn gern einmal live gesehen. Letztes Jahr hätte es in Ostende fast geklappt. Schade.
P.S.: Gerade habe ich in Het Nieuwsblad gesehen, das dieses Konzert überhaupt sein letztes war.
Belgacom bietet ab Ende des Jahres alle ihre Produkte - Festnetz, Mobiltelefon und Internet - nur noch unter der Marke Proximus an. Die war bisher nur für mobiles Telefon und mobiles Internet im Gebrauch. Damit soll das ganz tolle Wachstum herausgestellt werden, dass sie ab 2016 wieder hinlegen werden, hat die neue Generaldirektorin des Unternehmens heute erklärt. Die Wahl der Marke Proximus soll das widerspiegeln, hat sie gesagt. Ja denn.
Dominique Leroy, so heißt sie, ist erst seit Kurzem im Amt. Didier Bellens, ihr Vorgänger, war letztens mächtig über den Hauptaktionär - den belgischen Staat in Gestalt der Föderalregierung - hergezogen. Daraufhin hatte der zuständige Minister ihm gedankt: Il a été remercié. Das ist im Französischen die Formulierung, wenn ein Manager - wie es auf Deutsch heißt - gegangen wird.
Unseren mobilen Internetzugang bei Belgacom, Proximus, oder wie auch immer sie nächste Woche heißen mögen, haben wir jedenfalls vorgestern per E-Mail gekündigt.
Heute hatte ich daraufhin eine Nachricht in der Sprachmailbox: Sophie von Proximus wollte mich wegen der Kündigung sprechen. Interessant war dabei, dass Sophie den typischen nordfranzösischen Akzent der Leute aus Boulogne oder Calais hatte - da halt, wo die ganzen Callcenter von Armatis und Konsorten in Frankreich sitzen.
Der Pas-de-Calais hat nämlich als ausgesprochen strukturschwache Region unterdessen im französischen Sprachraum die weitaus höchste Dichte von Callcentern. Dass aber selbst die Belgier von dort telefonieren lassen, war mir neu.
Typisch belgischer Alleinunfall. Weit und breit niemand zu sehen. Kein Fahrer, keine Polizei, kein Abschlepper, nix. Keine sichtbaren Brems- oder Schleifspuren, kaum Schäden am Fahrzeug - offenbar auf dem letzten Meter noch umgekippt. Da war wohl die bpost etwas zu heftig abgegangen. Plombières (B), 8.3.2014
Es gibt keine Jahreszeiten mehr, sagt der Franzose, wenn es im Juni noch friert, an Weihnachten viel zu warm ist oder die Osterhasen schon im Januar im Regal stehen. Draußen laufen gerade die Jungs von der Stadtreinigung mit den Laubbläsern herum.
Die Larkspur verlässt gerade den Hafen in Ostende. Sie fährt nach Sas van Gent zu einer Reparaturwerft. Es heißt, sie sei von einer albanischen Reederei gekauft oder gechartert worden, um sie im östlichen Mittelmeer einzusetzen.
So, wie es Frankophile gibt, müsste es doch eigentlich auch Belgophile geben können, oder? Wenn es so sein sollte, dann bin ich wohl einer. === Kontakt: fotoralf (bei) gmx (punkt) de