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Heute nachmittag lagen alle sieben Hafenschlepper in Dünkirchen an ihren Plätzen im Innenhafen, was nur an oder unmittelbar vor den höchsten Feiertagen vorkommt. Die Gelegenheit habe ich natürlich gleich genutzt, sie mir allesamt der Reihe nach vorzunehmen - Adroit, Aventureux, Clairvoyant, Farouche, Puissant, Robuste und Triomphant.
Beim Triomphant sprach mich jemand von der Besatzung an und bot mir an, mir den Schlepper mit Maschinen und allem zu zeigen. Sowas läßt man sich natürlich nicht zweimal sagen.Vor allem hat mich erstaunt, wieviel Platz auf so einem Schlepper ist, denn so groß kommt er einem von Land aus garnicht vor. Umso verblüffter war ich, einen großen Aufenthaltsraum mit Küche, vier Kabinen mit eigenem kleinen WC und Dusche und einen richtig großen Maschinenraum vorzufinden.
Als Hilfe zum Verständnis der Größe: dieses Bild ist ein mit Hugin montiertes Panorama aus 5 Hochformat-Aufnahmen mit einem 20 mm-Objektiv. Bei den Motoren handelt es sich um zwei mannshohe Reihen-Sechszylinder der Anglo-Belgian Corp. in Gent, Belgien.
Vor dem Maschinenraum, unten im Bauch des Schiffs, eine komplette Schlosserwerkstatt mit Ständerbohrmaschine und allem Werkzeug.
Zum Schluß noch ein Blick auf die Brücke:
Un très grand merci au commandant et à l'équipe du Triomphant pour la permission de visiter le remorqueur et de faire ces photos. Une bonne nouvelle année à vous tous. Hätte es übrigens noch einer Demonstration der Fähigkeiten der K-5 bedurft, um mich restlos zu begeistern, so wären die Aufnahmen im Maschinenraum es sicher gewesen - alles aus der Hand ohne ein einziges Mal zu blitzen. Das hätte ich vorher weder digital noch mit Film auch nur ansatzweise hinbekommen.
Dungeness - Fischerhütten, alter Leuchtturm und Atomkraftwerk

...der behilft sich, so gut er kann, und einen Weihnachtsmann mit Lenkdrachen hat schließlich auch nicht jeder. Hauptsache: schön kitschig.Foto: Gravelines (59) - Pentax K-5, SMC-M 4.5/20 mm
Diese kleine Werft liegt am kanalisierten Flüßchen Aa, das an dieser Stelle einen Abschnitt des Großschiffahrtswegs für Schiffe und Schubverbände bis 3000 Tonnen bildet, der den Hafen von Dünkirchen mit der Schelde verbindet.Im Trockendock erhält gerade eine Péniche, das typische kanalgängige Lastschiff für die belgischen und französischen Binnengewässer, einen neuen Anstrich. Foto: Watten (59), Pentax K-5, SMC-M 1.4/50 mm
Dies ist ein Gedenkstein für die Menschen, die in der Usine des Dunes, der heutigen Ascométal, im nordfranzösischen Leffrinckoucke, gearbeitet haben und an den Folgen von Asbeststaub gestorben sind. Die Verfahren der Opfer und ihrer Hinterbliebenen gegen das Unternehmen laufen teilweise seit vielen Jahren. Ascométal spielt auf Zeit, denn je länger sie die Sache hinauszögern, umso mehr Fälle 'erledigen' sich von allein.
Heute war es stellenweise etwas neblig, was die Stimmung in dieser Landschaft eher noch unterstreicht. Ich mag es so jedenfalls zehnmal lieber als bei praller Sonne. Foto: Ochtezeele (59) - Pentax K-5, SMC-A 2.8/24 mm
Ledringhem (59), Nordfrankreich, 26. 12. 2010
Keine Sorge. Hier braucht niemand um seinen Allerwertesten zu fürchten. Der tap cul, auch tapecul geschrieben, ist ein kleines Segel, das früher hinten an vor Anker liegenden Schiffen gesetzt wurde, damit sie sich von allein in den Wind drehten.Le Tap Cul ist ein Ortsteil der Gemeinde Oye Plage im Pas-de-Calais, gleich oberhalb von Calais. Wie das Dörfchen wiederum zu diesem Namen gekommen ist, konnte mir bisher niemand erklären.So grün wie auf diesem Bild war es hier heute, am ersten Weihnachtstag 2010, überall. Nirgends mehr eine Spur von Schnee. Foto: Pentax K-5, SMC-M 1.4/50 mm, f5.6, 1/125 mm
Letzter Teil der Serie in der Voix du Nord zum Ende des Bergbaus im Nord-Pas-de-Calais vor 20 Jahren. Diesmal geht es um Feste und Bräuche.