Dienstag, 16. September 2014

Kein Vollformat am Pentax-Stand

Auch diesmal gibt es zur Photokina von Pentax keine Vollformat-DSLR. Ich kann also weiter ruhig schlafen und mit der K-5 fotografieren.

Also, nicht dass ich das sonst nicht mehr gekonnt hätte. Aber so richtig Ruhe gelassen hätte es mir wohl doch nicht mehr.

Donnerstag, 11. September 2014

Natacha Atlas

 
FIP mal wieder. Seit einiger Zeit läuft da bisweilen eine auf Arabesque getrimmte Version der alten Adamo-Nummer Mon Amie la Rose

Neugierig geworden, habe ich eben in der Playlist nachgesehen. Die Sängerin heißt Natacha Atlas, stammt aus Brüssel und hat sich, wenn man ihre neueren Alben hört, unterdessen vom Stil her zu einer Art singendem Pendant zu Ibrahim Maalouf entwickelt.

Immer wieder erstaunlich, was in den letzten Jahren alles an Musik aus Belgien kommt, und das nicht nur von Stromae. Schade, dass man sowas im deutschen Rundfunk nie zu hören bekommt.

Lieber Fritten als Freiheit

Dass belgische Ganoven eine ganz besondere Liebe zu ihren Frites verbindet, hat man bekanntlich schon vor Jahren im niederländischen Tilburg gelernt. Dass es aber soweit geht, dass sie deswegen garnicht mehr aus dem Gefängnis heraus wollen, ist neu.

Ein Junkie, der schon 16 mal wegen Diebstahlsdelikten verurteilt worden ist und zurzeit im Gefängnis von Lantin residiert, hätte gestern eigentlich zur Vernehmung in Lüttich bei der Staatsanwaltschaft vorgeführt werden sollen. Doch zum Termin erschien er nicht. Wie man unterdessen erfahren hat, hat er sich geweigert, das Gefängnis zu verlassen, denn Mittwochs und Sonntags gibt es in Lantin Fritten. Und die sind dem Belgier auch hinter Gittern heilig.

Quelle: La Meuse

Mittwoch, 10. September 2014

Biotop für abgehalfterte Ministerpräsidenten

Nach Stoiber für Bürokratieabbau jetzt Oettinger für Digitale Wirtschaft. Es wäre glatt zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Dienstag, 9. September 2014

Britische Asylpolitik nach dem Sankt-Florians-Prinzip

In Calais ist es letzte Woche erstmals zu einem Massenansturm von Migranten auf den Fährhafen gekommen. In Szenen, die an die Bilder aus der spanischen Exklave Melilla erinnern, haben sie den Zaun überwunden und wären fast schon auf die ersten Fähren gelangt, wenn die Besatzung nicht schnell noch die Laderampen hochgezogen hätte.

Dieses Problem könne man nun lösen, hat der britische Minister für Einwanderung am Wochenende im Sunday Telegraph in einem Artikel angekündigt. Man werde Calais den Zaun schenken, mit dem letzte Woche der Nato-Gipfel in Newport gesichert worden war. 20 km lang und über 3 m hoch. Damit soll der angeblich völlig inadäquate jetzige Zaun ersetzt werden.

Die Einwohner von Calais, die sich mit dem Elend der Migranten in ihrer Stadt seit Jahren allein gelassen fühlen, überlegen noch, ob sie das als Verarschung oder als glatte Provokation empfinden wollen. 

Nachtrag, 15.45 Uhr: Natacha Bouchart, die Bürgermeisterin von Calais, hat unterdessen gedroht, man könne den Zaun auch nutzen, um den ganzen Hafen zu sperren, wenn die Briten nicht bald etwas unternähmen, um dem Ansturm auf ihr Land ein Ende zu bereiten. 

Frankreich wirft Großbritannien schon länger vor, es illegalen Einwanderern, wenn sie einmal im Land wären, zu einfach zu machen und die Migrantenströme in Calais damit erst anzuziehen. Wenn man bedenkt, dass viele der Migranten auf dem Weg bis Calais ein halbes Dutzend EU-Länder durchquert haben, ohne dort unterzutauchen oder Asyl zu beantragen, weil sie partout nach England wollen, muss da wohl etwas dran sein.

Montag, 8. September 2014

Cockerill Chertal


Am Stahl- und Walzwerk in Chertal herrscht weiterhin Friedhofsruhe. Die Gleise, über die in besseren Zeiten die Flüssigeisenzüge ins Werk gerollt sind, wachsen allmählich zu.


Der Name Arcelor am Pförtnerhaus ist zugesprüht worden und stattdessen hat jemand Cockerill auf die Fassade geschrieben. Ändern wird das auch nichts mehr.

Es zeigt aber, wie sehr Arcelor und vor allem ArcelorMittal bei den Arbeitern der Lütticher Flüssigphase unten durch ist. Obwohl das, was Mittal angeht, fast ein wenig ungerecht ist. Immerhin hat der ihnen, nachdem die Stilllegung Jahre vor seiner Übernahme beschlossen worden war, den bereits abgeschriebenen Ofen in Seraing noch einmal zum Leben erweckt. Die Krise 2008 konnte da niemand ahnen. Auch der Hochofen B in Ougrée wäre ohne die Übernahme schon 2009 endgültig stillgelegt worden.

Vielleicht hätten sie ja auch ganz konsequent wieder Espérance-Longdoz ans Werkstor schreiben sollen, denn schließlich waren die es, die Chertal gebaut haben. Die Eingliederung in Cockerill-Sambre kam erst viele Jahre später.

So oder so, in Lüttich ist die fast 200jährige Geschichte der Roheisen- und Stahlerzeugung aus Erz und Kohle nun unwiderruflich zu Ende. 

Chertal (B) - 5.9.2014 - Pentax K5, SMC-M 2/35 mm und SMC-M 4.5/80-200 mm

Sonntag, 7. September 2014

Heilige Einfalt

Die Redakteure bei der Onlineausgabe des Kölner Stadtanzeigers versuchen sich als Computerexperten:

„Neuer Hackerangriff auf iCloud
San Fransisco Momentan kursiert eine gefälschte Email, die iCloud-Nutzer vor einem angeblichen Sicherheitsproblem warnt. Diese sollen dann auf einer Seite ihre Daten validieren. Es ist bereits die zweite Sicherheitslücke bei Apple innerhalb kurzer Zeit.“